Lügen, Lügen, Lügen und… Lügen

Israelhasser Joseph Croitoru dokumentierte in der heutigen FAZ sein gelindes Erstaunen über die „Verschleierungs“-Taktiken des Koran-„Übersetzers“ Ahmad Milad Karimi (1), welches uns erstaunt, während wir lügende Orks ja gewohnt sind wie die Nässe des Wassers. Die besprochene Sendung lief heute um 17:05 Uhr bei SWR2.

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Heiliges Hörbuch

Der SWR fragt, wie man  den Koran richtig übersetzt

Ursula Nusser vom Radiokultursender SWR2 gelingt es immer wieder, in ihrer Diskussionssendung „Forum“ Brisantes verständlich und anregend zu präsentieren. Berührungsängste kennt man hier nicht, auch nicht beim Thema „Heiliges Hörbuch – Wie kann man den Koran übersetzen?“ Diesem schwierigen Unterfangen stellen sich heute drei Diskussionsgäste. Hartmut Bodzin, Professor für Islamwissenschaft an der Universität Erlangen, und der aus Afghanistan stammende und in Freiburg lebende Islamwissenschaftler und Philosoph Ahmad Milad Karimi haben kürzlich Koranübersetzungen vorgelegt. Korantexte kindgerecht ins Deutsche übertragen hat Lamya Kaddor, die in Münster tätige, aus Syrien stammende Dozentin für islamische Pädagogik.

Bodzin vertritt in der Gesprächsrunde die wissenschaftliche Koranexegese und versteht sich als kultureller „Brückenbauer“. Seine beiden islamischen Kollegen haben vor allem ihre deutschen Glaubensbrüder im Blick – ihnen wollen sie ihre emotionale Lesart des Korans vermitteln. Hetzerische Stellen würde die Religionspädagogin Kaddor dabei am liebsten ganz ausblenden oder wenigstens durch Aufklärung über deren Entstehungsgeschichte entschärfen. Für Karimi ist die Übersetzungsarbeit offenbar auch ein politischer Akt, Teil eines offenen Bekenntnisses zur eigenen minoritären islamischen Identität. Der Koran sei kein Text, versucht er wiederholt Bodzin zu belehren, sondern Offenbarung und damit übergeschichtlich.

Das hat, im Gewand der Philologie, sofort konfrontative Konsequenzen. Wo Bodzin beim arabischen Begriff „kufar“ sinngetreu von „Ungläubigen“ spricht – es geht um das koranische Gebot, sie zu töten -, besteht Karimi auf „Leugner“. Nur aktive Feinde des Islam seien damit gemeint, versucht der Muslim etwas zu politisch korrekt alle Nichtmuslime vor dem Todesfluch zu retten. Leugnen aber, entgegnet Bodzin, heiße im Arabischen eben nicht „kafara“, sondern „kadhaba“. Einmal mehr gehen Orient und Okzident getrennte Wege.

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Time am 21. Mai 2010

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1) https://madrasaoftime.wordpress.com/2009/11/26/projekt-kloranwasche/

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