Des einen Freud, des anderen Leid

FAZ-Leser seit Jahrzehnten, waren die letzten Jahre manchmal schwer für mich. Zu viele FAZ-Alis füllten meine Lieblingszeitung mit den verbrecherischen Mohammedanismus weißwaschenden Artikeln, die meinen eigenen Untersuchungen und Erkenntnissen widersprachen und m.E. eher auf ideologisch-romantischen Setzungen als auf abwägender Argumentation beruhten.

Unter dem Gesichtspunkt des Counterjihad ist die „Welt“ unter den MSM am eindeutigsten, und sie gefällt mir in dieser Hinsicht besser, aber die FAZ ist zumindest uneindeutig und fragend, zwar nicht counterjihadisch aber auch nicht jihadisch (und es gibt ja auch noch andere Themen). Sie verändert sich m.E. auch. Der unsägliche Jörg Bremer z.B. wurde aus Israel abberufen. Besonders bei Michael Martens, Wolfgang Günther Lerch und unlängst sogar bei Joseph Croitoru ist ein langsamer Sinneswandel festzustellen. Sie scheinen allmählich zu begreifen, dass es zwar spannend ist, über den Orient zu schreiben, dass aber der real existierende Mohammedanismus für die meisten Menschen auf der Erde die Hölle bedeutet.

Diese geistige Entwicklung erfüllt mich mit ebenso großer Freude, wie sie FAZ-Leser Ali Ashraff mit Leid erfüllt. Herr Ashraff, der übrigens bereits zwei Gastauftritte in der „Madrasa of Time“ hatte (1 + 2), ist, wie heute zu lesen ist, durch Herrn Lerchs Erkenntnisse „bedrückt“. Ashraff demonstriert, dass er überhaupt nichts rafft. „Die mündliche Überlieferung hatte den gleichen Rang wie die schriftliche“, führt er beispielsweise als Argument für die These an, dass der heutige Klorantext exakt mit den Offenbarungen des angeblichen Klo H. Metzel übereinstimme. Wenn aber eine Gesellschaft schriftliche und mündliche Überlieferung als im wissenschaftlichen Sinn gleichwertig betrachtet, ist das kein Beweis für irgendwas denn für das völlige Unverständnis der Wissenschaften.

Übrigens ist dies auch nur eines von vielen Problemen, die die Welt mit dem Mohammedanismus hat. Ein größeres ist zweifellos, dass das, was im Kloran geschildert und beschrieben wird, die Geisteswelt eines perversen Irren, manischen Egoisten, kleingeistigen Gierhalses und grausamen Größenwahnsinnigen offenbart – und weiter leider nichts. Diesem bösartigen Schrott verpflichtet zu sein ist die Ursache des Leidens der Orks, das noch viel, viel bedrückender werden wird, bis der Flaschengeist dereinst erneut in seine Flasche gezwungen worden sein wird.

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Der unerschütterliche Glaube an den Koran

In seinem Artikel „Von heiligen Büchern“ (F.A.Z. vom 27. Mai) stellt Wolfgang Günter Lerch fest, dass die Bibel zwar Gottes Wort enthalte, als Gänze aber nicht Gottes Wort sei, und nicht einmal eine Verbalinspiration darstelle. Es ist daher nicht verwunderlich, dass Lerch den unerschütterlichen Glauben der Muslime an den Koran als ewig gültige göttliche Rede als „dogmatische Erstarrung“ ansieht. Für den Islamunterricht in den deutschen Schulen möchte er daher diese Erstarrung aufbrechen und „dem Fundamentalismus/Islamismus“ den „Kampf“ ansagen.

In seinen Ausführungen kritisiert Lerch den Koran und damit die Muslime, wenn er von der teilweise „wohl fiktionalen Natur des (heutigen) Korantextes“ spricht. Kennt Lerch den „gestrigen“ Korantext? Kann er solch ein Exemplar des Korans oder einen Koranapokryphen vorlegen? Lerch weiß doch genau, dass seit 1400 Jahren der von Usman herausgegebene Korantext vollinhaltlich unverändert geblieben ist. Der Koran wurde dem Propheten Mohammed offenbart in Stücken im Verlaufe von etwa 22 Jahren zu bestimmten Anlässen oder Bedürfnissen der Gesellschaft. Die Texte wurden von dem Propheten mündlich überliefert und von seinen Anhängern aufgeschrieben auf Papyrus- oder Pergamentzetteln, auf Palmenstengeln und Tonscherben sowie auf Lederfetzen.

Die mündliche Überlieferung hatte den gleichen Rang wie die schriftliche. Die Sammlung und die Redaktion des Korans erfolgte in der Führungszeit des Kalifen Usman (644 bis 656). In dieser usmanischen Ausgabe fehlten entsprechend der damaligen arabischen Sprache die Vokale und gewisse diakritische Zeichen, so dass die Rezitation des Korans in den einzelnen Stämmen des Landes teilweise unterschiedlich erfolgte. In der islamischen Welt werden sieben solche Lesetraditionen als gültig anerkannt. Die Gelehrten der Al-Azhar-Universität in Kairo erstellten 1923 einen Korantext, „der einerseits den rituellen Erfordernissen des muslimischen Gläubigen nachkam, andererseits aber die Verschriftung so exakt abbildete, dass ein Rückschluss auf den utmanischen („usmanischen“) Korantext jederzeit möglich war“ (Hartmut Bobzin: Der Koran – Eine Einführung).

Lerch spricht auch von dem noblen Arabisten Rudi Paret (1901 bis 1983), der an der Universität Tübingen Semitische Philologie und Islamkunde lehrte und eine hervorragende Übersetzung des Korans mit Kommentaren veröffentlichte (über Paret s. auch 3, T.). Muslime schätzen diese Übersetzung sehr hoch. In vielen Moscheen in Deutschland wird diese Übersetzung ausgestellt. Lerchs Feststellung, dass nach Paret „man über etwa ein Viertel der Lesungen diskutieren“ könne. Möchte Lerch damit den Eindruck vermitteln, dass auch Paret die Zuverlässigkeit des Koran-Textes anzweifelt? Lerchs Hinweis auf Paret ist unvollständig und irreführend: In seinem Vorwort zu seiner Übersetzung schreibt Paret: „Obwohl zu Hunderten von Versen der einzelnen Kapitel oder ,Suren‘ abweichende Lesarten überliefert sind, kann man sagen, dass der Text im großen und ganzen zuverlässig ist und den Wortlaut so wiedergibt, wie ihn die Zeitgenossen aus dem Munde des Propheten gehört haben. Denn die Abweichungen beschränken sich in der weit überwiegenden Mehrzahl auf die Vokalisierung und auf gewisse diakritische Zeichen, das heißt auf Bestandteile, die in der arabischen Schrift ursprünglich überhaupt nicht berücksichtigt wurden und nachträglich ergänzt worden sind. Das Konsonantengerippe, die eigentliche Grundlage des Textes, wird durch sie kaum einmal in einer ernst zu nehmenden Weise beeinträchtigt. Wir haben keinen Grund anzunehmen, dass auch nur ein einziger Vers im ganzen Koran nicht von Mohammed selber stammen würde.“ Es ist bedrückend, dass sich ein angesehener und erfahrener Journalist wie Lerch von dem derzeit herrschenden negativen Zeitgeist gegenüber dem Islam so sehr anstecken lässt.

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Time am 12. Juni 2010

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1) https://madrasaoftime.wordpress.com/2010/02/05/glauben-sie-nicht-an-den-osterhasen/
2) https://madrasaoftime.wordpress.com/2010/02/18/leserbrief-counterjihad-2/
3) https://madrasaoftime.wordpress.com/2010/02/12/wartet-mal-25-jahre-aber-dann/
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PS.: Lesenswerter Artikel über A.H. Alis neues Buch „Ich bin eine Nomadin“ in der „Welt“ unter

http://www.welt.de/die-welt/kultur/literatur/article7739665/Am-Wasserloch-der-Freiheit.html

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