Es geht nicht um diese Kinder

In einem lesenwerten Artikel geht Regina Mönch in der heutigen FAZ (1) auf Kirsten Heisig und ihr Buch (2) ein.

Sie nennt das Buch „ein Plädoyer für hoch gefährdete Kinder und Jugendliche, deren Rettung die Schule, die Jugendhilfe und auch das Jugendstrafrecht eigentlich ermöglichen sollten. Die aber preisgegeben werden…“.

Dieser These kann ich nicht zustimmen. Man mag für sich persönlich entscheiden, seine Feinde zu lieben und sich sanftmütig abschlachten zu lassen – dies von anderen oder ganzen Völkern und Staaten zu fordern ist aber m.E. anmaßend und gemeingefährlich. Insofern geht es weniger um die Rettung krimineller, gewalttätiger Kinder, denn die Welt ist überfüllt von ihnen. Überhaupt ist es doch sehr seltsam, dass man gehalten wird, nun ausgerechnet in mohammedanistische Kinder Unsummen zu investieren (3), da doch südamerikanische oder russische ebenso leiden. Es geht vielmehr um die Rettung unserer Gesellschaft, deren Zukunft im „Laboratorium Neukölln“ (4) sichtbar gemacht wird, so wir denn der wahrscheinlichen Entwicklung nicht Einhalt gebieten.

Dabei ist es nicht zielführend, immer größere Summen in eine immer größere Masse mohammedanistischer Krimineller zu stecken. Die von Frau Heisig und den MSM in den letzten Tagen besprochenen „Einzelfälle“ zeigen deutlich, dass die Betreuungsmaßnahmen wirkungslos bleiben und Geldvernichtung sind. Mohammedanismus und Clanstruktur haben die Kinder fest im Griff. Das Übel kann also nur an der Wurzel bekämpft werden, und diese heißt: Mohammedanismus. Denn Mohammedanismus richtet die Energie der Menschen auf das Böse aus und führt zwangsläufig zur Kriminalität oder exzessiver Gewalt. Ein Blick auf die politische Landschaft zeigt im Allgemeinen zerfallende mohammedanistische Staaten oder diktatorische mohammedanistische Staaten.

Immerhin schließt Frau Mönch ihre Ausführungen mit dem dramatischen Aufruf, unverzüglich zu handeln:

„Heisigs Buch ‚Das Ende der Geduld‘ ist eine ungewöhnliche Streitschrift, die aufrütteln und aufklären statt abrechnen will. Der Titel zielt nicht nur auf die beunruhigend große Zahl der nicht erzogenen Straftäter, sondern auch auf die unsichtbaren Eltern und die Ohnmacht des Staates, der die Bürger mit hohlen Integrationsparolen einlullt. Mit diesem Buch hat sich eine mutige Frau ihre Empörung über die gefährliche Langmut und Ignoranz unserer Gesellschaft von der Seele geschrieben. Oder gerade nicht. Denn es gibt kein tröstliches Ende, keine Handlungsanweisung, wie man die rechtsfreien Räume, in denen so viele Kinder untergehen, zurückerobern kann. Nur die Gewissheit: Etwas muss sich ändern. Jetzt.“

In der Tat, es muss sich etwas ändern, jetzt, denn bisher läuft es so, wie von Bertolt Brecht (5) in einer Notiz beschrieben:

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Balkankrieg

Ein alter kranker Mann ging über Land. Da überfielen ihn vier junge Gesellen und nahmen ihm seine Habe. Traurig ging der Alte weiter. Aber an der nächsten Straßenecke sah er zu seinem Erstaunen, wie eben drei von den Räubern den vierten überfielen, um ihm seinen Raub abzunehmen. Dieser fiel bei dem Streiten jedoch auf die Straße. Voller Freude hob es der Alte auf und eilte davon. Jedoch in der nächsten Stadt wurde er angehalten und vor den Richter geführt. Da standen die vier Burschen und klagten ihn, jetzt wieder einig, an. Der Richter aber entschied folgendermaßen: Der alte Mann sollte sein letztes Gut den jungen Burschen zurückgeben. „Denn“, sagte der weise und gerechte Richter, „sonst könnten die vier Kerls dort Unfrieden stiften im Land.“

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Time am 26. Juli 2010

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1) http://www.faz.net/s/RubD3A1C56FC2F14794AA21336F72054101/Doc~EDE0D95E2F78146769DB31CD354AE9DE8~ATpl~Ecommon~Scontent.html
2) https://madrasaoftime.wordpress.com/2010/07/20/kirsten-heisigs-vermachtnis/
3) https://madrasaoftime.wordpress.com/2010/07/25/back-to-the-chain-gang/
4) https://madrasaoftime.wordpress.com/2010/05/11/laboratorium-neukolln/
5) „Geschichten“, Suhrkamp 1962, S. 7

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