Piratenpest

Russischer Counterseahad mit Big Gun (1)

Ich habe schon häufiger Berichte über die somalischen Jihad-Piraten gebracht und kommentiert. Indes, es hat sich nichts getan. Während die Piraten munter Seeleute erschießen (2), grübelt der Westen über den Menschenrechtsstandard in kenianischen Gefängnissen. Und nun machen die Kenianer auch nicht mehr mit, sind sie doch selbst zu einem großen Teil Mohammedanisten, denen die Jizia natürlich viel zu klein ist, wie Thomas Scheen in der gestrigen FAZ berichtete.

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Kenia kündigt Abkommen

Kenia will somalische Piraten nicht länger von seinen Gerichten aburteilen lassen. Die Zeitung „Daily Nation“ berichtete am Freitag unter Berufung auf Quellen im Außenministerium, ein entsprechendes Abkommen aus dem vergangenen Jahr mit der Europäischen Union, den Vereinigten Staaten, Großbritannien, Kanada, Dänemark und China sei aufgekündigt worden. Das Abkommen sah vor, dass auf hoher See von Kriegsschiffen aus diesen Ländern gestellte Piraten in Kenia vor Gericht gestellt werden. Erst vor wenigen Tagen waren in Mombasa vier von der spanischen Marine festgenommene mutmaßliche Piraten wegen Seeräuberei angeklagt worden. Bisher wurden erst zwei von 13 laufenden Verfahren beendet. Insgesamt warten noch mehr als 100 Piraten auf ihr Urteil.

Bereits im Juni hatte ein kenianischer Parlamentsausschuss ein sofortiges Ende der Piratenprozesse in der Hafenstadt Mombasa gefordert und dies mit der Überlastung der Justiz sowie Sicherheitsbedenken begründet. Zudem konnten sich Kenia und seine Vertragspartner nicht auf finanzielle Entschädigungen für den Fall einigen, dass ein somalischer Pirat nach Haftverbüßung Kenia nicht verlassen will.

Die vor Somalia kreuzenden amerikanischen, kanadischen und europäischen Kriegsschiffe, die ihre Gefangenen bislang in Kenia abliefern konnten, sind allerdings längst nicht mehr der einzige Schutz vor Piratenangriffen. Insbesondere der Jemen, aber auch Tansania und die Seychellen gehen inzwischen hart gegen Piraten vor, weil sie ihre eigenen Küsten bedroht sehen. Derzeit halten Piraten an der somalischen Küste mehr als 20 Schiffe mit mehr als 400 Seeleuten fest.

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Das muss man sich mal vergegenwärtigen: Die haben 400 (vierhundert!) Geiseln, nichts geschieht und täglich kommen weitere hinzu.

Offenbar aber haben die Russen keine Probleme mehr, jedenfalls hört man nichts davon. Nachdem ein Kommando im Mai ein russisches Schiff gekapert hatte, hatten sie dieses schon am Tag danach mit Gewalt befreit und einen der Piraten erschossen (3).

Wenn man das kenianische Verhalten deuten sollte, waren das offenbar nicht genug tote Piraten.

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Time am 3. Oktober 2010

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1) http://www.youtube.com/watch?v=U2KM-_zpCno
2) http://www.abendblatt.de/politik/ausland/article1200082/Somalische-Piraten-erschiessen-Kapitaen.html
3) https://madrasaoftime.wordpress.com/2010/05/07/von-russland-lernen/

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Ergänzung, 9. Oktober – In der heutigen FAZ gab es ein tolles Foto mit einer US-amerikanischen Entergruppe und folgendem Text:Schnellboote gegen Piraten – Mit einem Versteckspiel auf hoher See konnte die  Besatzung der ‚Magellan Star‘ Anfang September angreifende Piraten verwirren. Tief im Maschinenraum verborgen, fanden die Kaperer ihre möglichen Geiseln nicht. Schnell starteten amerikanische Soldaten im Golf von Aden ihren Gegenangriff – und retteten damit die Besatzung. Auf  derart glückliche Umstände wollen sich die deutschen  Reeder aber nicht mehr verlassen. Sie rüsten auf, um sich besser zu schützen, und verlangen mehr  militärisches Geleit in den Gefahrenregionen.“ Sodann wird auf folgenden Artikel verwiesen, der auch online steht unter:
http://www.faz.net/s/RubFC06D389EE76479E9E76425072B196C3/Doc~ED288F086F18A42A5A5BE1558A3AC870C~ATpl~Ecommon~Scontent.html

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Eine Antwort to “Piratenpest”

  1. freibeuter und andere kriminelle « Das Leben zum Ponyhof! Says:

    […] meint nur: „meinten sie Piratenfest?“. Tja. Ahhhhhhhhhh.. richtig von diesem Blog: https://madrasaoftime.wordpress.com/2010/10/03/piratenpest/ und was ist das für ein Blog? ohh: […]

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