Sie glauben, wir glauben alles

Dass den Hamasfreunden und Antijuden jedes Mittel recht ist, ist bekannt. Dass unsere Medien diesem Gesindel mehr als gewogen sind auch. Manchmal aber wird es arg peinlich, so wie bei der Affaire um den gefälschten Tod des Palliejungen al Dura (1) oder bei den läppischen „drei Rucksäcken“ humanitärer Hilfe unlängst (2).

Jetzt wird diese absurde Aktion von Juden (3), die mit Leidenschaft den einzigen Staat verraten, der ihnen wirklich Sicherheit garantiert, durch einen weiteren Skandal getoppt. Eine der Organisatorinnen, die sich wortreich zum Judentum wie auch gleichzeitig quasi zu dessen Vernichtung bekennen, die Lehrerin Edith Lutz, ist nämlich gar keine Jüdin sondern lügt dies nur, um ihren Marktwert und den ihres strohdummen und lächerlichen Happenings zu steigern. Aber wenn man ihr Portraitfoto betrachtet, kann man verstehen, dass sie es nicht erwarten kann, in ein Hamas-Bordell gesteckt zu werden (und sei es auch nur als Putzfrau – 4). Herausgefunden hat den Fall Henryk Broder. Michael Hanfeld berichtete in der heutigen FAZ.

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Blockade im Kopf

Bei „Monitor“ segelt eine falsche Jüdin gen Gaza

Das ist schon ein wenig peinlich. Mehr als das. Wenn man über deutsche Juden berichtet, die den Palästinensern im Gazastreifen zu Hilfe eilen und die Blockade der Israelis durchbrechen wollen, und sich dann herausstellt, dass eine der prominenten Wortführerinnen der Organisation „Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost“ – gar keine Jüdin ist. Als solche aber wird sie herumgereicht, in Kölner Zeitungen, in der „taz“, in der Sendung „Lokalzeit aus Aachen“ vom WDR, im Deutschlandfunk und – bei dem Politmagazin „Monitor“.

Dort sah besagte Aktivistin namens Edith Lutz am 17. Juni der Publizist Henryk M. Broder. Er hatte seine Zweifel an der Identität der „Jüdin von Sötenich“, Mutter von vier Kindern, ehemalige Krankenschwester und Lehrerin, die Judaistik studiert habe („die Sache ist so koscher wie eine Portion Kassler“), und fragte bei der Redaktion nach. Von der Autorin des entsprechenden Beitrags bekam er zur Antwort, Edith Lutz sei nach eigener Aussage „vor vielen Jahren zum Judentum konvertiert, gehöre keiner Gemeinde und keiner speziellen Strömung an, sei im Zweifel sicher liberal und habe außerdem Judaistik studiert“. Broder fragte nach bei den beiden Jüdischen Gemeinden in Köln (die hatten von Frau Lutz nie gehört) und beharkte die „Monitor“-Autorin weiter, sich den Hinweis nicht verkneifend, dass Frau Lutz nur dann Jüdin sei, wenn sie von einer jüdischen Mutter geboren wurde oder entsprechend der „Halacha“ formell zum Judentum übergetreten sei, man möge ihm doch bitte Hinweis auf den Rabbiner geben, der die Konversion bestätigen könne.

So ging es hin und her, wie man im Internet bei der „Achse des Guten“ (www.achgut.com) und im „Tagesspiegel“ nachlesen kann, ein paar Wochen lang, bis sich die „Monitor“-Chefin Sonia Mikich bei Broder meldete und – sich die Nachfragen mehr oder weniger verbat. Frau Lutz habe sich „Monitor“ gegenüber als Jüdin ausgegeben, die Organisationen, für die sie wirke, hätten es bestätigt. Bei späteren Nachfragen habe sie „auf ihre Privatsphäre insistiert“. Sollte das nicht reichen, zumal sie nur eine von vielen sei, die eine Schifffahrt gen Gaza organisierten, und der Kern des Berichts die Blockade gewesen sein? „Wie viel Glaubensschnüffelei sollte ein Journalist deiner Meinung nach betreiben?“, fragte Sonia Mikich den Kollegen Broder. Der fühlte sich, um es gelinde zu sagen, düpiert („ich verspürte einen leichten Brechreiz“) und kontaktierte einen vermeintlichen Zeugen, der die Religionszugehörigkeit von Edith Lutz laut „Monitor“ angeblich bestätigt hatte. Der Mann hatte es tatsächlich geglaubt, wollte es nun aber selbst genau wissen und schrieb Broder, er habe Frau Lutz „den Verdacht, sie sei nur in ihrem Herzen, aber niemals formal zum Judentum übergetreten“, gegenüber ausgesprochen, und – „ihre Antwort räumte den Verdacht nicht aus“.

Sonia Mikich sagte dieser Zeitung, sie habe Broders Artikel „mit Verwunderung“ zur Kenntnis genommen. Der fragliche Film habe sich mit der Frage beschäftigt, „ob die Seeblockade von Gaza dem Völkerrecht entspricht oder nicht. Über die Aktion ,Ein jüdisches Boot für Gaza‘ hätten wir ohnehin in diesem Kontext berichtet, unabhängig von der Person Edith Lutz.“ Die Autorin habe die jüdische Identität von Frau Lutz „bis an die Grenze des journalistisch Machbaren“ gegenrecherchiert, Frau Lutz habe sich als Jüdin vorgestellt, zwei Organisationen hätten es bestätigt. Es sei „bei ,Monitor‘ nicht üblich, Menschen zu drängen, Tauf- oder Konversionsurkunden vorzulegen, um ein Interview zu führen“. Doch habe man bei Frau Lutz noch mehrmals nachgefragt: „Sie möchte ihr Privatleben schützen, nach wie vor.“

Mit der Privatsphäre ist das allerdings so eine Sache, wenn man als Aktivist das Licht der Öffentlichkeit und Auftritte in den Medien geradezu sucht. Man mag die Geschichte vielleicht für Religionsklauberei halten und sollte nicht verschweigen, dass bei „Monitor“ noch andere jüdische Aktivisten aufgetreten sind, die etwas gegen die Blockade-Politik Israels unternehmen. Doch hat Broder einen Punkt: Mit der mehrmals auftauchenden „Jüdin von eigenen Gnaden“ (Broder) geht die Pointe des „Monitor“-Berichts ziemlich baden, die da lautete: „Wie deutsche Juden die israelische Seeblockade durchbrechen wollen“. Die Nachfrage bei Edith Lutz blieb bis Redaktionsschluss ohne Antwort.

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Time am 6. Oktober 2010

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1) http://heplev.wordpress.com/2010/10/05/al-jaziras-alternative-geschichte-der-zweiten-intifada/
2) http://www.tw24.info/?p=2517
–  http://www.tw24.info/?p=2514
3) http://www.tw24.info/?p=2510
4) http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/139738

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3 Antworten to “Sie glauben, wir glauben alles”

  1. L. Says:

    Edith Lutz ist ja nicht die Einzige und das mag als Hinweis dienen, daß die jüdische Glaubensgemeinschaft ein normales Volk ist in dem es eben auch die normale Menge an Idioten gibt. Da gibt es dann nocht viel bedeutendere Beispiele wie den Sprachwissenschaftler Noam Chomsky, der bei der Hisbollah aus und ein geht, Holocaustleugner, Pol Pot Verharmloser und eben das klassische Beispiel überhaupt für den jüdischen Juden- und Israelhasser darstellt. Etwa von demselben Kaliber und ebenfalls Holocaustleugner ist der US-amerikanische Publizist Norman Finkelstein.

    Im Vergleich zu diesen beiden spielen die deutschen jüdischen Israelhasser (Melzer, Moskowitz und diverse andere) – wenngleich sie immer mal für Verwirrung sorgen – eher in der politschen Federgewichtsklasse mit.

    Aus der Sicht des Counterjihad ist aber etwas anderes interessant. Die Bundesrepublik steht nur wegen des Holocaust auf Seiten Israels (und verschenkt atomwaffentragfähige U-Boote dorthin) aber gerade nicht weil es da um einen Kampf Zivilisation gegen Abschaum geht.
    An der faktischen Embargobrecherpolitik gegenüber dem Iran läßt sich leicht erkennen, daß die Nomenklatura dieses Landes eben nicht auf Seiten Israels steht. In dieser Frage ist Frau Lutz sich mit der Merkelschen und den anderen einig.

    Wären das alles nicht solche Weicheier, hätte die dort sowieso anwesende Bundesmarine dem Katamaran von Edith Lutz et. al. bewaffneten Geleitschutz bis Gaza gegeben.

  2. anti3anti Says:

    Den Antisemiten ist es gleichgültig, ob sie beim Lügen ertappt werden. Der nächste antizionistische Coup ist in Planung und wird den letzten aus dem Gedächtnis verbannen. Es ist eine niemals endende Sysiphus-Arbeit, die antisemitischen Lügen zu bekämpfen.

    Lasst uns weitermachen!

    http://anti3anti.wordpress.com/2010/09/28/ironie/

  3. Tweets that mention Sie glauben, wir glauben alles « Madrasa of TIME -- Topsy.com Says:

    […] This post was mentioned on Twitter by ☃ ʝʘɥȺɲɲ ʝȺɔʘʙʎ ☠ and Sascha Klein, Earl Edward de Vere. Earl Edward de Vere said: FAZ: Gaza-Boot – Wortführerin der „Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost“ hat ihr Judentum nur vorgetäuscht: http://bit.ly/cxRotV […]

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