Im Interview: Kristina Schröder

Die Bundesfamilienministerin wurde für die heutige FAZ von Christiane Hoffmann und Markus Wehner interviewt. Sie erzählt, dass sie selbst schon mutmaßlich von Mohammedanisten als „deutsche Schlampe“ beschimpft wurde. Auffällig dabei ist nicht nur das unterirdische Benehmen der Orks sondern auch ihre Respektlosigkeit gegenüber unseren Institutionen und Vertretern.

Daher unterstütze ich Frau Schröders Idee, „Deutschfeindlichkeit“ strafbar zu machen. Dies sollte verbale und physische Aggressionen illegalisieren, nicht aber die freie Meinungsäußerung, die durchaus Kritik an Deutschland und den Deutschen zulassen muss.

Ich gehe weiterhin auch davon aus, dass es sich bei dem Problem im Grunde nicht in erster Linie um Deutschfeindlichkeit, sondern vielmehr den Hass der Orks gegen alles Nichtorkische handelt. Von diesem Hass sind Inder ebenso betroffen wie Chinesen, Russen und natürlich eben u.a. auch Deutsche. Die Rechtslage muss m.E. also dahingehend verändert werden, dass der Jihad, und zwar auch der der Worte, sanktioniert wird.

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„Deutschenfeindlichkeit ist Rassismus“

Familienministerin Kristina Schröder fordert,
die Rechtslage zu überdenken

FRAGE: Frau Ministerin, haben Sie je Deutschenfeindlichkeit erlebt?

ANTWORT: Ja, in Mails und Briefen. Als Berichterstatterin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion habe ich mich regelmäßig zum Thema Islamismus geäußert. Dabei wurde ich mehrmals als „deutsche Schlampe“ beschimpft.

FRAGE: Wie weit verbreitet ist das Phänomen Deutschenfeindlichkeit?

ANTWORT: Es gibt bisher kaum Untersuchungen. Eine jüngste Studie besagt, dass knapp ein Viertel der befragten ausländischen Jugendlichen Deutsche beschimpft und ein Teil davon sogar geschlagen hat, nur weil sie Deutsche sind. Fremdenfeindlichkeit geht häufig einher mit den sogenannten Gewalt legitimierenden Männlichkeitsnormen. Und die finden wir überproportional bei türkisch- und arabischstämmigen Jugendlichen, aber auch bei rechtsextremistischen.

FRAGE: Ist das nicht etwas ganz anderes?

ANTWORT: Es gibt keine Fremdenfeindlichkeit erster und zweiter Klasse. Ausländerfeindlichkeit, Antisemitismus und Islamfeindlichkeit müssen mit aller Härte bekämpft werden. Aber auch Deutschenfeindlichkeit ist Fremdenfeindlichkeit, ja Rassismus. Denn hier wird jemand diskriminiert, weil er einer bestimmten Ethnie angehört.

FRAGE: Was sehen Sie als die Ursachen?

ANTWORT: Es gibt soziale Ursachen, es fehlt an Bildung – und es gibt kulturelle Hintergründe. Bestimmte islamische Gruppen fördern Überlegenheitsgefühle gegenüber den sogenannten Ungläubigen. Beleidigungen wie „Schweinefleischfresser“ und „Hund“ sind kein Zufall. Es ist auch kein Zufall, wenn es heißt, das Kopftuch verleihe jungen Mädchen Ehre und Würde, und zugleich Mädchen ohne Kopftuch als Schlampe beschimpft werden. Ich bin überzeugt, dass dieses Konglomerat aus Deutschen- und Christenfeindlichkeit nicht nur eine Reaktion auf Diskriminierungserfahrungen ist. Eine solche Behauptung spricht jungen Migranten jede Verantwortung ab. Das heißt, dass wir sie nicht als eigenverantwortliche Subjekte behandeln. Das ist nicht mein Menschenbild.

FRAGE: Was kann man gegen Deutschenfeindlichkeit tun?

ANTWORT: Es ist schon ein großer Schritt, wenn wir konstruktiv darüber reden und das Thema nicht irgendwelchen Rechtspopulisten überlassen. Zudem müssen wir diejenigen einbinden, die in der muslimischen Gemeinschaft Schlüsselpositionen einnehmen und Werte vermitteln: die Imame und Religionslehrer. Ein weiterer zentraler Aspekt sind Deutschkenntnisse. Bei der Sprachförderung müssen wir deshalb schon im Kita-Alter anfangen. Und schließlich sollten wir uns juristisch darüber Gedanken machen, wie wir den besonderen Unwertgehalt der Deutschenfeindlichkeit deutlich machen. Recht prägt Bewusstsein, und wir sollten darüber diskutieren, wie wir diesen Unwertcharakter in unserem Rechtssystem abbilden.

FRAGE: Was kann man konkret an einer Schule tun, wo 80 Prozent der Kinder einen Migrationshintergrund haben?

ANTWORT: Es ist wichtig, dass die Lehrer sehr deutlich reagieren – mit Gesprächen im Unterricht, Elterngesprächen und Schulkonferenzen. So wie sie zu Recht sensibel sind, wenn jemand als „Neger“ beschimpft wird, müssen sie auch reagieren, wenn jemand als „Schweinefleischfresser“ geschmäht wird.

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Time am 10. Oktober 2010

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6 Antworten to “Im Interview: Kristina Schröder”

  1. L. Says:

    Was ist eigentlich von einer Partei zu halten, die eine Frau, die aus der Schwulen – und Lesben Szene kommt – das trifft auf Frau Schröder zu – zur Familienministerin macht?

    Und weil Frau Schröder aus dieser Szene kommt, hat sie massive muslimische Ablehnung erfahren und so zu einer kritischen Haltung zum Islam gefunden – Islamkritikerin oder gar zum Counterjihad gehörig ist sie deshalb noch lange nicht.

    Frau Schröder ist eine doppelte Quotenfrau. Hochgeschwemmt durch die Frauenquote und die Minderheitenquote (wegen ihrer Kontakte zur Schwulen-Lesben Szene) ist sie ein politisches Federgewicht. Dies läßt sich schon darin erkennen, daß in ihrem Ministerium 5 mal mehr Geld für den Kampf gegen Rechtsextemismus (worunter ja auch Islamkritiker verstanden werden) als gegen Linksextremismus veranschlagt werden.

    Ich prophezeie mal , daß Frau Schröder Außenministerin unter der Bundeskanzlerin Künast wird.

    Wenn es gut läuft…

  2. Time Says:

    Hallo L.,

    da bin ich weniger streng als Sie. Ob man Frau Schröder zum Counterjihad zählen kann, weiß ich nicht, aber sie ist eine der wenigen, die überhaupt mal was sagen. Dass sie aus der Lesbenszene kommt, glaube ich eher nicht, sie ist ja zumindest verheiratet und gehört der konservativen „Selbstständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche“ an. Wiki schreibt:

    „In ihrer Funktion als Berichterstatterin für Integration der CDU/CSU-Bundestagsfraktion rechtfertigte Schröder 2006 die Kampagne um die Reform des Staatsbürgerschaftsrechts im Wahlkampf der Landtagswahl in Hessen 1999 und sprach sich für einen Einbürgerungstest aus.“

    Die folgende Passage würde ich allerdings negativ bewerten:

    „Ebenso setzte sie sich für eine Öffnung ihrer Partei für verfassungstreue Muslime ein und befürwortete einen Islamunterricht an Schulen.“

    Ok, aber dieser Islamunterricht soll in den Augen der ihn avisierenden konservativen Politiker eben die Hoheit des Staates über einen Teil der Inhalte dieses Unterrichts garantieren und saudische Hassprediger ausschließen. Ich bezweifle bekanntermaßen, dass das eine zielführende Idee ist. Mohammedanisten in der CDU lehne ich vehement ab.

    „In der Debatte um einen theologischen Aufsatz Mustafa Cerićs für eine CDU-nahe Publikation warnte sie vor einem ‚europäischen Kalifat‘. Zudem fordert sie Aussteiger- und Beratungsprogramme für Islamisten sowie Linksextremisten und will entsprechend das Budget für Präventiv- und Aussteigerprogramme des Bundes aufteilen. Sie gilt darüber hinaus als vehemente Gegnerin der Partei Die Linke und hält deren Überwachung durch den Verfassungsschutz für ‚absolut richtig‘. Schröder behauptete im Wahlkampf zur Landtagswahl in Hessen 2008 eine Zunahme ‚deutschenfeindlicher Gewalt‘ von Ausländern und berief sich dabei gegenüber dem Politmagazin Panorama auf Erfahrungswerte von Polizisten, Staatsanwälten und Richtern und die Forschungsergebnisse des Kriminologen Christian Pfeiffer. Der Münchner Oberstaatsanwalt Anton Winkler wies daraufhin Schröders Aussagen als falsch zurück, Pfeiffer bewertete es sogar als Missbrauch seiner Befunde und erklärte, es gebe keine Untersuchung, die belegen würde, dass die Deutschenfeindlichkeit zunimmt.“

    Pfeiffer pfeift mit dem Wind, um es freundlich zu sagen, denn grade hat er eine Studie von vor zwei Jahren vorgestellt, die eben Frau Schröders These bestätigt hat (1). Sie hat sich nicht beirren lassen und bleibt am Thema dran, das finde ich gut. Man sollte sie nicht vorverurteilen.

    Ich grüße Sie,

    Time

    _____

    1) https://madrasaoftime.wordpress.com/2010/09/26/integration-nicht-ohne-illegalisierung/

  3. L. Says:

    „Dass sie aus der Lesbenszene kommt, glaube ich eher nicht,“

    http://www.queer.de/detail.php?article_id=11447
    Kristina Köhler: Ministerin mit CSD-Erfahrung
    „Berührungsängste gegenüber Schwulen und Lesben hat Köhler nicht – ihr Büroleiter ist der Berliner Landesvorsitzende der Lesben und Schwulen in der Union (LSU), Eike Letocha. Beim Frankfurter CSD in diesem Jahr fuhr die designierte Familienministerin sogar auf dem Wagen der Unions-Homos mit. „Die Mitglieder der LSU verdienen großen Respekt. Denn manchmal werden sie immer noch als Schwule und Lesben in der Union schief angesehen. Und als überzeugte Christdemokraten haben sie es auch in der homosexuellen Szene nicht immer leicht“, zitiert sich Kristina Köhler auf ihrer eigenen Webseite.“

  4. L. Says:

    Auch unsere Feinde täuschen sich – leider

    Dieser Titel wird Ihnen besonders gefallen:
    http://www.duckhome.de/tb/archives/7514-Muslime-raus-aus-Deutschland,-aber-zuegig.html
    http://www.fixmbr.de/die-ungewoehnlichen-wahrheiten-der-dr-kristina-koehler/
    http://www.mein-parteibuch.com/blog/2009/11/28/rechtsextremistin-kristina-koehler-wird-familienministerin/
    http://antinazi.wordpress.com/2009/11/27/schone-bescherung-zum-bayramfest-islamkritikerin-kohler-wird-bundesfamilienministerin/
    http://www.ulla-jelpke.de/news_detail.php?newsid=943

  5. mathieu Says:

    Danke für die erhellenden Links. Krsitina Schröder wäre ja fast schon ein Grund in die CDU einzutreten. Das einzige, was mich irritiert, ist der feine Unterschied zwischen Islamfeindlichkeit und Islamkritik. Sie selbst ist eine Islamkritikerin, will aber Islamfeindlichkeit mit aller Härte bekämpfen. Natürlich ist klar was gemeint ist, ebenso wie Deutschenkritik okay ist und Deutschenfeindlichkeit nicht, aber in der öffentlichen Debatte werden diese Unterschiede verwischen. Wer sich selbst als Islamkritiker bezeichnet wird sich bei nächster Gelegenheit vorwerfen lassen müssen, dass er selbst gesagt habe, er sei islamfeindlich und gleich befindet man sich in der Rechtfertigungsmühle. (So wie die Rechtfertigungsmühle bisher schon mit der Gleichsetzung Islamkritik=Muslimfeindlichkeit funktionierte)

    Ähnlich die Unterscheidung zwischen Islam und Islamismus. Vom spirituellen, säkularen Muslim bis hin zum Terroristen pauschaliert jeder den Islam für sich und die anderen als Abweichung. Islamkritikern nimmt man jede Pauschalierung übel. Allein dadurch kann bereits das Bild entstehen, dass Islamkritik eine sehr grobe Angelegenheit ist. Wenn Islamkritiker schon nicht in der Lage sind, zwischen den unterschiedlichen Formen zu unterscheiden, dann kann Islamkritik auch nicht sehr fundiert sein.

  6. Time Says:

    Hallo L.,

    schließe mich Mathieu an, vielen Dank für den interessanten Ausflug in „Feindesland“. Besonders lustig wird es immer dann, wenn man merkt, dass die sich so richtig schön ärgern oder nur noch Bahnhof verstehen (wie meine Spezies Sahin, Meryem und Steinberg). Danke auch für das tolle Foto (unter „es geht nicht um Rache“), welches die verräterische Gesinnung unseres Staatsoberhauptes bestens illustriert. Das fehlerhafte Link oben habe ich korrigiert.

    Viele Grüße

    von Time

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