So nicht

Am Golf von Suez

Da wir derzeit von Öl und Erdgas abhängig sind, die in einer überwältigenden Menge aus mohammedanistischen Ländern stammen, berühren energiepolitische Fragen in hohem Maße Fragen und Anliegen des Counterjihad.

Vor zwei Tagen wies ich auf einen Aufsatz des Eon-Vorstands-Vorsitzenden Johannes Teyssen hin (1), der den Status Quo zusammenfasst und Visionen formuliert. Das Ende der Energieselbstversorgung Deutschlands scheint dabei ausgemachte Sache zu sein. Teyssen schreibt:

„Die Bundesregierung erkennt zu Recht an, dass unter diesen Voraussetzungen nicht mehr der gesamte Strombedarf wirtschaftlich im eigenen Land produziert werden kann. Bis zu 30 Prozent des deutschen Bedarfs soll langfristig aus anderen Regionen Europas oder Nordafrikas importiert werden, wo günstigere Rahmenbedingungen für die Produktion bestehen. McKinsey rechnet sogar mit bis zu 50 Prozent Importabhängigkeit.“

Wesentlicher Motor der Überlegungen ist dabei die neue Religion des Ökologismus, die sich in großer Hybris anmaßt, das Weltklima beeinflussen zu wollen bzw. zu können, was zwangsläufig auf Resultate wie das folgende hinausläuft:

„Die Bundesregierung weist glaubwürdig darauf hin, dass ein solches System gänzlich anderer und neuerer Netze bedarf. Wer eine regenerative Welt zu auch nur halbwegs plausiblen Produktionsbedingungen fordert, muss den Bau von Tausenden, eher Zehntausenden Kilometern neuer Leitungen in Europa und Deutschland unterstützen. McKinsey schätzt sogar, dass man das Transportnetz verfünffachen muss. Zur besseren Vorstellbarkeit: neben jeder Hochspannungsleitung entlang der Autobahnen und quer durch unser Land müssen noch vier weitere neue stehen.“

Aber ist die Verfünffachung der Verkabelung realistisch in einem Land, in dem Kartoffelkäfer Menschenrechte besitzen und als Haupttodesursache „Elektrosmog“ gilt?

Und was bedeutet das für unsere europäischen Gesellschaften, wenn die Hälfte des Stroms aus mohammedanistischen Ländern kommen wird?

In der heutigen FAZ stellte Nadine Oberhuber ein weiteres Mal die Pläne der Kompanie „Desertec“ (2) vor, die in Nordafrika Strom produzieren will.

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Der Wüstenstrom kommt schneller als gedacht

Die Sonne Afrikas für deutsche Wohnungen. Das ist die Idee von Desertec. Es kommt ganz bald, versprechen die Betreiber.

Wörtlich genommen könnte die Auszeichnung ein schlechtes Omen sein. Die Desertec Industrie Initiative (DII) bekam den „Utopia Award“ für die Idee, mit der sie vor einem Jahr an die Öffentlichkeit ging: Sie will Europa mit Solarstrom aus der Wüste versorgen. Große Kraftwerke sollen in Nordafrika gebaut werden, wo an einem Tag mehr Energie von der Sonne auf die Erde brennt, als die Menschheit in einem Jahr verpulvert. Das war die beste Utopie des Jahres 2009, fand die Jury. Doch Utopien, weiß der Volksmund, sind zwar denkbar – aber nicht machbar. Ist Desertec Utopie? Oder passiert vielleicht doch etwas?

Vieles, sagt Projektleiter Ernst Rauch, aber für seinen Geschmack lange nicht genug. Es laufen schon Gespräche mit den Regierungen Nordafrikas. 2012 soll der erste Spaten in den Boden Marokkos gerammt werden. Rund 500 Megawatt könnte das Solarkraftwerk haben, so viel wie ein halbes Atomkraftwerk. In 10 Jahren soll der Wüstenstaat so viel Strom produzieren wie zwei Atomkraftwerke. Tunesien könnte folgen. Bis 2012 will Desertec zeigen, dass es geht.

Das ist deutlich schneller als gedacht. Im Juni 2009 gaben sich die Desertec-Gründer noch vorsichtig: In den kommenden 3 Jahren würden erst Machbarkeitsstudien erstellt, und „wenn es klappt, wird mit dem Bau der ersten Kraftwerke 2015 begonnen“, sagte Torsten Jeworrek, Vorstandsmitglied der Münchener Rück damals vage. Der Zeitplan für das Projekt ist bis 2050 angelegt.

Obwohl es jetzt schneller geht, zweifeln viele Kritiker noch am Sinn des Projekts. Zu groß, zu teuer und politisch nicht machbar, sind die Hauptvorwürfe gegen den Wüstenstrom. Ganz Europa soll auf Kraftwerke in politisch instabilen Ländern bauen? Soll sich von Kabeltrassen abhängig machen, die sich durchs Mittelmeer schlängeln und ein prima Angriffsziel wären? Und wer bitte schön soll die 400 Milliarden Euro dafür aufbringen?

Für Rauch geht es so: Von allein können Länder wie Marokko, Tunesien und Ägypten solche Kraftwerke nicht bezahlen. Also brauchen sie ausländische Investoren. 30 Unternehmen haben sich im DII-Konsortium gebündelt, die meisten sind milliardenschwer. „Es geht nicht um ein Großkraftwerk, das wäre ein Missverständnis des Wüstenstrom-Konzepts“, sagt Rauch. Es werden viele einzelne Anlagen von 100 bis 1000 Megawatt sein. Die Gesetze, die den Investoren Rechtssicherheit zusagen, müssen die afrikanischen Staaten noch schaffen. Marokkos Königshaus ziehe aber kräftig mit.

Was Nordafrikas Staaten lockt: Sie könnten den Strom erzeugen, den ihre wachsenden Wirtschaften brauchen. Noch importiert Marokko ihn über eine Leitung aus Spanien, die das Mittelmeer bei Casablanca quert – in die Richtung fließt er also schon. Zuerst würde das Solarkraftwerk in Marokko nur für Marokko produzieren. „Desertec hat aber das zweite Ziel, Strom nach Europa zu exportieren“, sagt Rauch. So gewinnen beide Seiten, denn der Stromexport bringt den Wüstenstaaten Geld.

Einer der großen Desertec-Kritiker ist der Physiker Gregor Czisch, der bis 2006 als Referent die Regierung beraten hatte. Er greift nicht den Gesamtplan von Desertec an, aber die Idee Solarthermie. Bei dieser Form der Energiegewinnung erhitzt die Sonne über Parabolspiegel Flüssigkeiten, die Turbinen treiben – eine Methode, mit der man buchstäblich Geld in den Wüstensand setzt, kritisiert Czisch: „In Afrika kann man mit Windkraftanlagen für zwei Cent pro Kilowattstunde Strom produzieren. In Ägypten laufen Windparks bei einer Einspeisevergütung von 2,9 Dollar-Cent rentabel.“ Dagegen koste eine Kilowattstunde aus spanischen Solarthermieanlagen, die als Test für Desertec fungieren, das Zehnfache. Für Czisch ist klar: Selbst wenn die Technik sich entwickelt und billiger wird, „Solarthermie ist viel zu teuer.“

Eine Studie der Unternehmensberatung A.T. Kearney hält dagegen: Sie sieht die Preise gewaltig sinken. Bisher sei jede Anlage ein Einzelstück, auch sei in Spanien die Leistung der Kraftwerke gedeckelt. Das wirke Einspareffekten entgegen, die durch das Aneinanderkoppeln vieler Anlagen entstünden, sagt Studienautor Jan Stenger. „Das Potential ist enorm. Je nach Kraftwerk können die Kosten um mehr als 50 Prozent reduziert werden.“ 2020 soll der Strom aus Solarthermie rund 10 Eurocent kosten. Damit wäre er konkurrenzfähig zu Kohle, Gas und Wind.

Die Initiative Eurosolar findet solche Zahlen aber „wenig überzeugend.“ Ihr jüngst verstorbener Vorkämpfer Hermann Scheer warnte, dass jeder Fördereuro für Wüsten-Großanlagen, für den Ausbau kleiner Solar- und Wind-Anlagen hierzulande fehle. Die wolle Desertec nicht abwürgen, beteuert Rauch: „Wir streben nicht an, die Stromtechnik der Zukunft komplett auf Großanlagen anzulegen. Die Versorgung muss national und dezentral bleiben.“ Aber das Thema Fördergelder setzt Desertec doch zu: Bis die Produktion in Afrika wirtschaftlich ist, müssen Investoren in Vorleistung gehen. Das wollen sie nur, wenn ihre Staaten sie absichern, indem sie für Anlagen haften oder Einspeisevergütungen garantieren, wie es in vielen Ländern schon geschieht. Bei diesem Modell wird den Erzeugern garantiert, dass sie ihren Strom für einen bestimmten Preis ins Netz speisen dürfen. Die Kosten trägt der Stromkunde. Bisher wird nur national erzeugter Strom vergütet, sagt Rauch: „Es braucht eine EU-weite Regelung, die es möglich macht, auch Strom zu fördern, der aus Afrika importiert wird. Ohne das Öffnen der Grenzen für Importstrom aus Afrika wird es Desertec nicht geben.“ Die EU feilt schon an Regeln. Für Rauch ist dies „eine gesellschaftliche Frage: Wollen wir in Zukunft den Preis für Importstrom bezahlen?“ Denn die vom Kunden subventionierte Technik komme langfristig die Umwelt billiger zu stehen als Kohle und Atom. In dem Sinne ist Desertec doch eine Utopie – aber im griechischen Wortsinn: Da bedeutet es, dass etwas machbar ist, nur eben nicht an diesem Ort.

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Die FAZ bringt heute online auch ein Interview mit dem Geschäftsführer von Desertec, Paul van Son (3). Mit den bedrohlichen Worten „Es wird ein Grab für uns alle, wenn wir nichts machen“ (gemeint ist, wenn wir es nicht in seinem Sinne machen) erklärt er die Pläne seiner Kompanie, die Investitionen von 400 Milliarden Euro bedeuten, für alternativelos. Damit setzt er sich sehr deutlich in Richtung Prediger von dem vorsichtig abwägendem Ton Teyssens ab.

Im Kommentarbereich  geht der sehr informierte Horst Trummler auf Herrn van Sons quasireligiöses Gehabe ein:

„Herr van Son droht mit der Ökokatastrophe des Klimawandels die uns gemäß ihrer Initiatoren alle in der Hölle erschwitzen läßt. Mit einer Ablasszahlung, den hohen Subventionen für ein umweltschädliches, begrenzt nützliches Ökosolarmonster in der Wüste gibt es die Erlösung von den Ökosünden und der Ökohölle des Erschwitzens. Es ist eine Kommunikation wie sie sehr typisch ist für eine Religion. Man beschwört die Angst vor einer unbekannten, schrecklichen Katastrophe und hält die Spendendose in der anderen Hand. Wenn das Geld im Beutel klingt, die Seele in den Himmel springt.“

Was die technischen und wirtschaftlichen Aspekte betrifft, wäre ich persönlich eher optimistisch, aber ganz lapidar berichtet Son von einer demnächst stattfindenen Konferenz:

„18 Gesellschafter und 32 assoziierte Partner aus Nordafrika, aus dem Mittleren Osten und aus Europa, um über unser großes Thema zu reden, die Stromerzeugung in der Wüste. Wir erwarten Gesprächspartner aus Marokko, Algerien, Tunesien, Libyen, Ägypten und dem Nahen Osten.“

Wenn Russland (zu Recht) ständig seine autoritäre Staatsführung und Gesellschaftsverfassung vorgeworfen wird, und davor gewarnt wird, sich zu stark in die Abhängigkeit von den Iwans zu begeben, muss doch festgestellt werden, dass es sich bei den Geschäftspartnern von Desertec, die wohlbemerkt 50% des Energiebedarfs unserer Heimat decken wollen, ausnahmslos um Diktaturen und Gewaltherrschaften handelt, deren Gesellschaften tief in den Geisteskrankheiten von Scharia und Jihad befangen sind.

Dazu schreibt Harry Leroy:

„Abgesehen von den wirtschaftlichen und technischen Einwänden sollte man die politische Dimension bedenken: Denn Strom aus mohammedanischen Gegenden würde die gefährliche Ölabhängigkeit nur fortsetzen und alle in Frage kommenden Gebiete sind wie Algerien, Tunesien oder Marokko entweder in Gefahr von mohammedanischen Eiferern überrannt zu werden oder schon wie Libyen oder Saudi-Arabien in der Hand von solchen! Zum Glück lässt die gegenwärtige Wirtschaftskrise es unwahrscheinlich werden, dass 400 Mrd. Euro für einen solchen Irrsinn aufgebracht werden können…“

Und Torlin Monger meint, van Son zitierend:

“ ’Wir müssen weg von fossilen Energien, hin zu erneuerbaren Energien wie Solar- und Windenergie. Und das sage ich mit Blick auf… die Energiesicherheit.’ Na klar! Deswegen nimmt man auch gerade solche unsicheren Kantonisten wie Algerien, Marokko, Ägypten und Libyen als Betreiberländer mit ins Boot? Wenn man sich deren Geschichte anschaut, dann sind also gerade die wegen ihrer Beständigkeit in Hinblick auf Energiesicherheit ausgesucht worden? Es geht ja immerhin hier nicht mal eben um ein paar Jahre, sondern direkt um ein paar Jahrzehnte! Da macht sich Europa wunderbar abhängig und erpressbar! Für wie blöd hält dieser Paul von Son eigentlich die Leute?“

Hier sei abschließend noch mal daran erinnert, dass das PRIMÄRZIEL des Unternehmens in der Deckung des steigenden NORDAFRIKANISCHEN Strombedarfs besteht.

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Time am 24. Oktober 2010

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1) http://www.faz.net/s/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C/Doc~E2EFED7656F3D4861B64A2C211B8FD2A6~ATpl~Ecommon~Scontent.html
2) https://madrasaoftime.wordpress.com/2010/06/22/hauptsache-abhangig/
3) http://www.faz.net/s/RubD16E1F55D21144C4AE3F9DDF52B6E1D9/Doc~EA7B5E01DA5FA45D5BAF02A9B5E697068~ATpl~Ecommon~Scontent.html

 

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2 Antworten to “So nicht”

  1. L. Says:

    Das Desertec Projekt ist bestensfalls Energieimperialismus. Tatsächlich brauchen diese Länder Enegie noch viel dringender als wir. Wenn die Dinger erst einmal stehen, werden wir die Energie gar nicht oder nur zu wahnsinnig überhöhten Preisen bekommen. Man denke was mit dem Suez-Kanal passiert ist.
    Im übrigen würden sich die Franzosen bedanken, wenn bei denen für die Durchleitung deutschen Strom mehrere Dutzend Strommasten in der Größe des Eiffelturms aufgestellt würden.

    Und man muß weder Islamkritiker noch Counterjihadist sein um zu wissen, daß das mit dem Klimawandel Blödsinn ist. Und man sollte wissen, daß in den nächsten 30 Jahren allein Indien 50 AKWs bauen wird (einige sind schon im Bau). Es gibt in der ganzen Welt nur 2 Staaten, die NICHT den Bau von AKWs planen: Belgien und……..

    und……

    …..Deutschland

    Desertec ist genau wie das merkelsche Energiekonzept in jeder Hinsicht ein Anschlag auf den gesunden Menschenverstand. Dummheit pur

  2. Flash Says:

    Tja, gesunder Menschenverstand wird ja auch immer mehr zur Mangelware.

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