Counterjihadisch bloggen

Im Bild: der immer noch beste Platz für den Kloran

Einige Kommentatoren haben mich in letzter Zeit mehr oder minder stark kritisiert.

Ich möchte mich zunächst jenen zuwenden, die mich in unregelmäßigen Abständen auffordern, meine Augen zu öffnen und endlich die wahre Ursache für die mohammedanistische Bedrohung zu erkennen, nämlich den Verrat am deutschen Volk durch geheime Machenschaften der einzigen und sozialistischen Einheitspartei „CSUCDUFDPSPDGRÜNELINKE“.

„Patriot-Thor“ vertritt in etwa scheinbar diese Linie, wenn er schreibt (1):

„Jaja, die Orks! Jedoch den Weg der Orks bereiten die Linken/Grünen… Uns bleibt nur die Hoffnung auf einen baldigen Bürgerkrieg und die Vernunft des Bürgers, die richtigen Parteien zu wählen…. Aktiv sein beim AUfbau und Weiterentwicklung dieser Parteien.
 Denn… nur schreiben bringt es nicht!!!!!!“

Ein wichtiges Blog für derlei Ansichten ist „Manfreds Korrektheiten“ (2). Manfred hat wie ich früher bei Eisvogels Blog “Acht-der-Schwerter“ kommentiert, war dort eher eine unaufgeregte und rationale Stimme, übernahm aber mit dem Ende von AdS etliche der dortigen, eher hysterischen Kommentatoren in sein eigenes Blog und bewegt sich derzeit auf hohem intellektuellen Niveau unter Verschwörungstheoretikern und Nationalrevolutionären (Die Trennung zwischen uns wurde unausweichlich). Über Verschwörungstheoretiker braucht man kein weiteres Wort zu verlieren, was aber sind „Nationalrevolutionäre“?

Ich verstehe darunter u.a. jene Kräfte der Rechten, die sich damals gegen die demokratische Weimarer Republik wandten und habe über sie u.a. geschrieben (3):

„Wie von den nationalrevolutionären Geistern oder besser Gespenstern der 1930er Jahre werden die demokratischen Gesellschaften als zu komplex, zu unüberschaubar, zu schnell, zu vielgestaltig, zu frei, zu kalt, zu unsteuerbar, zu abweisend, zu unromantisch, zu unheldisch, zu krämerisch abgewertet. Das eigene Gefühl der Unzulänglichkeit wird auf die Gesellschaft projeziert, und diese erscheint mit oder ohne mohammedanistische Bedrohung aktuell als eine schlechte. Dass die Gesellschaft eine in ständiger Weiterentwicklung ist, dass ihr aktueller Zustand durch das Zusammenwirken aller Bürger bedingt ist, wird nicht gesehen. Vielmehr, man möchte ja nicht allein gegen alle stehen, stilisiert man sich (auch ohne Wahl) zum wahren Vertreter ‚DES’ Volkes und tritt zum Kampf gegen ‚DIE Verräter und Verschwörer’, ‚DIE korrupten Eliten’ oder ‚DIE Dekadenz’ an. Anstatt den mühsamen Weg der Argumentation und Überzeugung zu gehen, erklärt man alle durch die Bank zu Idioten oder Kriminellen, das ist natürlich eine schnelle und einfache Methode. Dass sie indes ebenso wie eine Wirtshausschlägerei zu gar nichts führt außer abgelassenem Dampf und einem erweiterten Feindeskreis, ist m.E. evident.“

„Denn… nur schreiben bringt es nicht!!!!!!“, ruft „Patriot“ aus und demonstriert damit das diesem Denken eigene Primat des Aktionismus und das Unverständnis bzw. die Ablehnung komplexer Zusammenhänge und langfristiger Entwicklungen. Mindestens ebenso unangenehm wie das Gefühl, von etwas ausgeschlossen zu sein, ist diesem Denken in Bezug auf die ihm zentral bedeutsame „Verschwörungstheorie“ die Idee, dass etwas ggf. über viele Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte weiter verfolgt wird, und eine Differenzierung erfährt, die ein einzelner Mensch unmöglich allein wahrnehmen, steuern oder bewältigen kann.

Man sieht, wie sich hier das unselbstbewußt-nationalistische, das aktionistisch-revolutionäre und das verschwörungstheoretisch-avantgardistische Element ergänzen. Wesentlich ist dabei keine inhaltliche Position, sondern eine gesellschaftliche und psychische Disposition, wie das Beispiel des Hyper-Konvertiten Peter Schütt anschaulich zeigt (4), der vom Protestantismus zum Katholizismus zum Kommunismus zum Schiismus konvertierte. Wesentlich ist das Bedürfnis nach klaren Strukturen, in denen man eine bedeutende Rolle spielt. Die Konvertitin und Verehrerin des Blutsäufers Kamenei, Meryem, mag als weiteres Beispiel dienen (5).

Warum das Gerede über Konvertiten in diesem Zusammenhang? Weil die nationalrevolutionäre Linie m.E. nicht wirklich weiß, wofür oder wogegen sie ist. Sie ersetzt denken durch fühlen. Sie fühlt sich unwohl angesichts der vielen Schleiereulen, aber sie fühlt sich auch unwohl in der sich globalisierenden Weltgesellschaft. Sie macht die typische, regressive Volte rückwärts und träumt von der kaiserlich-autoritären wilhelminischen Gesellschaft oder dem Auenland. Im Kern ihrer Seele wichtiger als die Verteidigung unserer Gesellschaft, deren Pluralität sie verwirrt und abstößt, ist die Herstellung einer einfachen Ordnung, die sie persönlich berücksichtigt. Und so bilden ihre Ansichten langsam aber sicher eine immer größere Schnittmenge mit denen der Orks. Manfred (6):

„So perfekt das islamische Dschihadsystem in seiner Art auch ist: Da der Islam nicht über militärische Macht verfügt, geschweige denn über die militärische Übermacht seiner frühen Periode; da er auch sonst dem Westen in jeder Hinsicht unterlegen ist, lebt der Dschihad nicht von seiner eigenen Stärke, sondern von der Schwäche der Völker Europas. Diese Schwäche – eine Mischung aus Selbsthass, Geschichtsvergessenheit, Kulturverfall, Gleichgültigkeit, Verblendung, Verrat und ideologisch motivierter Destruktivität – ist vom Islam nicht verursacht worden; sie wird lediglich von ihm ausgenutzt. Ich werde in meinem Buch die These vertreten, dass unsere Gesellschaft bzw. deren sogenannte Eliten von einer Ideologie beherrscht werden, deren Dominanz notwendig zum Untergang der europäischen Kultur führen muss und auch dann führen müsste, wenn es den Islam überhaupt nicht gäbe. “

Wenn der Mohammedanismus perfekt ist, ist er dies m.E. in der Weise von Lepra und Pest, aber Manfred stellt ihn hier der angeblichen Dekadenz des Westens gegenüber, also steht bei ihm auf der einen Seite der perfekte Jihad und auf der anderen Seite der abzulehnende Westen. Egal ob Jihad oder nicht, der Westen würde auch ohne ihn zugrunde gehen. Er ist zum Untergang verdammt, es sei denn, es gibt eine nationale Revolution, so Manfred. Da aber der Westen seit 1.400 Jahren permanent mehr oder weniger erfolgreich vom Mohammedanismus bedrängt wird, ist unsere Zivilisation offenbar seit der Spätantike dekadent. Er schreibt weiter:

“Zu sagen, dass er (der Mohammedanismus., T.) unsere Ordnung untergräbt, bedeutet jedoch per se keineswegs, seine Legitimität (! T.) als Grundlage der gesellschaftlichen Ordnung (! T.) in seinen eigenen Stammländern (Stammländer? War es nicht eigentlich mal nur Arabien? T.) zu bestreiten. Der Islam ist, wenn man so will, ein großes Unternehmen (Family, T.), das seit 1400 Jahren nicht pleite geht. Irgendetwas muss er wohl richtig gemacht haben.“

Mhm, den Mond gibt es aber auch schon relativ lange, ohne dass irgendein nicht wahnsinniger Mensch ihn als lebenswerten Ort propagieren würde. Mit anderen Worten, es ist für Manni-Bey o.k., wenn in Pakistan Frauen gesteinigt werden, es ist o.k., wenn in Iran Dieben die Hände amputiert werden, es ist nur nicht o.k. in Deutschland. Dass die Orkstaaten die rückständigsten, erbärmlichsten, grausamsten, wahnhaftesten und gefährlichsten Staaten des Planeten sind, sieht er nicht, für ihn ist die bloße Existenz dieser Krankheit ein Zeichen für ihre Daseinsberechtigung und mehr noch, für ihren Erfolg. Manfred:

„Der Versuch, islamischen Ländern liberale oder marxistische (eine ungeheuerliche – sattsam bekannte – nazistische Gleichsetzung, T.) Gesellschaftsmodelle von außen und womöglich mit Gewalt zu implantieren, wird scheitern; wenn er überhaupt irgendetwas erreicht, dann die Zerstörung der Gesellschaft, wie uns die Vereinigten Staaten im Irak und zuvor die Sowjets in Afghanistan vor Augen geführt haben. “

Abzug aus Afghanistan ist die logische Konsequenz dieses Satzes, „bring ‚em back home“, Arm in Arm mit den linken Extremisten. „Zerstörung der Gesellschaften“? Welche Gesellschaften will Manfred denn hier schützen? Welche hält er für heil? Die der Taliban? Die der afghanischen Großgrundbesitzer? Die des perversen Saddams und seiner noch perverseren Söhne? Gesellschaftszerstörer USA? Wer sagte solches? Richtig, die Kommunisten und die Nazis sagten es! Ist Manni vielleicht gar beides, Kommunist und Nazi, so wie Goebbels?

Am 18. November schrieb er (7):Ent-Warnung – Seit 2001 wiederholt sich dasselbe Muster: Entweder gab es Terroranschläge (London, Madrid), dann gab es zuvor keine Warnungen. Oder es gab Warnungen, dann blieben die Anschläge aus. Der Innenminister hat heute wieder vor einem bevorstehenden Anschlag gewarnt. Bereiten wir uns also entspannt auf Weihnachten vor.“

Das ist ebenso zynisch wie perfide. Hinter Manfreds Worten steht die unausgesprochene Behauptung, es gäbe keine reale Terrorgefahr. Der scheußliche Massenmord von Mumbai ist für ihn offenbar eine Art Eingeborenenritual, welches keinesfalls in Deutschland stattfinden kann. Hier bei uns dienen die Terrorwarnungen demnach nicht der Warnung vor Terror, sondern der Verschleierung der finsteren Pläne der Einheitspartei. Mannis Kommentatoren nehmen den Ball auf, „Dermungo“: „Wovon Terrorhysterie ablenken soll, erschließt sich… An dieser Stelle verfault das System mittlerweile von innen. Und das ist gut so!“ „Deep Roots“: Ich kann nur vermuten, was diesmal wieder für ein Süppchen gekocht werden soll; ich weiß nur eines: dem System und seinen ‚nationalen’ Filialen ist nicht zu trauen.“

Schon ein flüchtiger Blick auf Manfreds Veröffentlichungen zeigt (8), dass es ihm um Sozialismus, Liberalismus, Uli Hoeneß und sonst was gehen mag, der Mohammedanismus als solcher indes spielt eine absolut marginale Rolle in seinem Denken. Er taucht nur als Schreckgespenst aus der Requisitentruhe auf, mit dem Manfred und seine Kumpane ihre Leser mittels sanftem Schrecken unterhalten wollen. Der Jihad erscheint nicht als fundamentale Bedrohung, sondern als Produkt des politischen Gegners, des „Schweinesystems“. Benutzt Manfred nicht auffallend viele Redewendungen aus seiner sozialistischen Vergangenheit? Es muss wahrlich schwer sein, sich davon zu trennen. Es geht den Nationalrevolutionären nicht um den Jihad. Sie stehen ihm viel näher als dem Counterjihad. Es geht ihnen um die Installierung ihres autoritären, schlichten Gesellschaftsmodells, mittels gewaltsamer Revolution. Manfred (9):

„Eine Politik der künstlichen Gleichmacherei, die Frauen einredet, sie seien ‚unterdrückt’, wenn sie nicht Karriere machen, die starke und schwache Schüler in dieselben Schulen pfercht und dadurch weder die einen noch die anderen fördert, die Ausländern im Inland dieselben Rechte gibt wie Inländern, die loyale Staatsbürger sind, die zugunsten einer künstlich, nämlich durch forcierte Einwanderung aufgeblähten Unterschicht Umverteilung zu Lasten der Leistungsträger der Gesellschaft betreibt, die Homosexualität als sozial und moralisch gleichwertige Lebensform nicht nur akzeptiert, sondern propagiert…“

… uswusf., Frauen sind natürlich dieser minderwertige Menschentyp, dem alles mögliche eingeredet werden kann und die mit den Schwulen schon mal 60 % jener 97 % der Mitbürger stellen, welche unseren Staat angeblich ruinieren: Die wahnsinnig verstaubten Ladenhüter der politischen Reaktion inklusive starker Betonung von Volk, Rasse und Genetik werden auf demagogisch verkürzende, unterstellende Weise als Rettung der Zivilisation hingestellt – das ist ebenso langweilig wie absurd und m.E. vor allem: kein Counterjihad (Es spricht für die Partei  „die Freiheit“, dass sie diesen Text von ihrer Webseite entfernt hat). Alles gipfelt in Manfreds Empfehlung an Israel, sich unter die Herrschaft des jordanischen Königs zu stellen. (10)

Deshalb, lieber Patriot-Thor, sehen Sie sich nach wie vor willkommen in diesem Blog, aber erwarten Sie von mir keine Sympathie für Ihre nationalrevolutionären Posen. Sympathie dafür werden Sie aber mit Sicherheit bei Al‘ Mannies Putztruppe erfahren.

_____

Kurz (hähä) möchte ich zu einer zweiten Art von Kritik an meinen vormaligen Äußerungen Stellung nehmen. Ich habe die Ausführungen von Ayatollah Seyed Abbas Hosseini Ghaemmaghani positiv bewertet, der m.E. überzeugend behauptet, dass sich Befürworter der Steinigung von Ehebrechern nicht auf den Kloran berufen können (11). Der verehrte Tangsir schrieb daraufhin:

„Mein Freund Time hat einen schönen und versöhnlichen Text auf seinem Blog geschrieben, und darin die Aussagen eines Ayatollahs  Ghaemmaghani begrüßt, der mittels islamischer Interpretationskunst sagt, dass Steinigung nicht islamischen Recht entspricht. Es ist erwähnenswert zu sagen dass Mahumet selbst Steinigungen befohlen hat, und somit werden die Worte des bärtigen Seyeds und selbsternannten Ayatollah unwichtig. Dennoch erlaubt die angesehene Frankfurter Allgemeine diesem Seyed, sich im Feuilleton der Faz bequem zu machen…“

Isley, Richard und L. sind mit Tangsir einig in der Ablehnung der Worte des Mullas wie auch in der Ansicht, ich würde diese inhaltlich unterstützen.

Aber dies ist doch noch nie mein Thema gewesen! Ich habe seit meiner allerersten Kloranlektüre Anfang 2002 die Ansicht vertreten, dass der Mohammedanismus reformunfähig ist, dass er ein mörderischer, satanischer Gegenentwurf zu allen anderen menschlichen Ideen ist, dass nur ein vernichteter Mohammedanismus ein guter Mohammedanismus ist und nur ein verbrannter Kloran ein guter Kloran. Meinen Sie, lieber L., die Wirkung einer Peitsche sei mir in den letzten acht Jahren unbekannt geblieben?

Es geht hier aber m.E. nicht um inhaltliche Fragen, die Sie, liebe Kommentatoren verdienstvoll mit Mühe aufdecken und ausführen. Es geht allein um Fragen taktischer Natur.

Der Mohammedanismus muss vernichtet werden, und er wird gehen – mit einem Knall wie der Faschismus (60 Millionen Tote) oder mit einem Winseln wie der Kommunismus. Wir alle haben Menschen, die wir lieben, und die nicht geopfert werden sollen, weshalb wir das Ende mit Winseln dem Knall vorziehen. Wie also dieses Ende herbeiführen? Eine Frage der richtigen Taktik.

L. bemerkt m.E. korrekt: “Zunächst einmal ist festzuhalten, daß der Ayatollah Seyed Abbas Hosseini Ghaemmaghani offensichtlich Vertreter einer Mindermeinung ist, da weltweiter Konsens im Islam die Todestrafe für verheiratete Frauen, die außerehelichen einvernehmlichen Sex haben, ist – vorzugsweise im Wege der Steinigung.“ Dies ist eine wesentliche Feststellung.

Ghaemmaghani spricht nicht, auch wenn er sich der FAZ bedienen zu können meint, zu unseresgleichen, er spricht nicht zu westlichen Akademikern, nicht mal zu „einfachen“ Handwerksmeistern. Denn sie alle lehnen die Idee einer Kloranwäsche ab, sie alle wissen, dass der Kloran auch ohne Steinigung nur Dreck ist. In Deutschland ist das Wissen über den Kloran auch unter weniger gebildeten Menschen weiter verbreitet als in der schwulen Geleertenstadt Bubble-Ghom. Wir sind durch unser Wissen quasi immun. Ghaemmaghani spricht allenfalls zur schiitischen Geistlichkeit oder zu theologisch und politisch interessierten Orks, und die FAZ und ihre klugen Leser sind nicht Forum für einen Faschisten, sondern sie sind vielmehr Zeugen – Zeugen einer Provokation. Ghaemmaghani fordert nicht uns sondern die Mehrheit der Orks heraus: „Es steht nicht im Kloran! Aha? Äh? Was steht denn noch nicht drin? Was überhaupt? Das auch nicht? Ohoh… Wie ist es überhaupt noch zu bewerten?“

Er schafft Verwirrung, er spaltet. Vielleicht hat er persönlich das Projekt einer Reformation des Nazislamismus – es wird scheitern, das wissen wir, aber wir unterstützen ihn in der Verwirrung, die er stiftet. Der Mohammedanismus ist autoritär, versklavend, eindimensional, grausam, primitiv – jede Form von Neuigkeit oder Diskurs oder Pluralität ist ihm zuwider. Er ist eben keine Erfolgsgeschichte, wie Manni fabuliert, in keinster Hinsicht. Er ist eine Geisteskrankheit, die beseitigt werden muss, eine globale Katastrophe. Er sehnt seinen Tod herbei, und wir werden ihm dabei helfen! Ich kann mir deshalb auch durchaus vorstellen, dass Ghaemmaghani auf Druck westlicher Dienste agiert. Je mehr Verwirrung und Vielfalt jedenfalls unter den Orks herrscht, umso besser für uns. Vielfalt ist ihnen m.E. absolut zuwider wie Vampiren und Klo H. Metzel das Knoblauch! 

Schafft also Millionen Ghaemmaghanis, die Millionen Splitter wird niemand mehr zusammensetzen können.

Außerdem: Freunde, seid genau, seid vorsichtig und seid vor allem geduldig. Counterjihad ist global und langfristig – er darf sich nicht revolutionärem Aktivismus und vereinfachender Oberflächlichkeit hingeben. Das Ende des Mohammedanismus werden, so fürchte ich, meine Enkel noch nicht erleben. Aber deren Kinder werden weltweit auf Spielplätzen spielen, auf denen keinen Tieren mehr die Hälse durchgeschnitten werden, weil es kein Schlachtfest mehr geben wird.

Und ich werde noch ein bißchen weiter bloggen, gegen den Jihad, nichts sonst, und das ist für mich: „Counterjihadisch bloggen“!

_____

Time am 21. November 2010

_____

1) https://madrasaoftime.wordpress.com/2010/11/17/immer-die/#comment-780
2) http://korrektheiten.com/
3) https://madrasaoftime.wordpress.com/2010/09/21/counterjihad-der-jihad-ist/
4) https://madrasaoftime.wordpress.com/2009/10/02/das-alte-lied-vom-konvertit/
5) http://meryemdeutschemuslima.wordpress.com/
6) http://korrektheiten.com/2010/10/16/mein-neues-buch-die-liquidierung-der-zivilisation/
7) http://korrektheiten.com/2010/11/18/ent-warnung/
8- http://korrektheiten.com/2010/
9) http://korrektheiten.com/2010/11/09/was-der-freiheit-peinlich-ist/
10) http://korrektheiten.com/2010/09/21/friede-fur-den-nahen-osten-ein-gedankenspiel/
11) http://madrasaoftime.wordpress.com/2010/11/18/steinigung-inakzeptabel-fur-kloran/

_____

PS.: Die neue von Kid Rock habe ich mit Sicherheit schon empfohlen, oder? Titel: „BORN FREE“

http://www.amazon.de/Born-Free-Kid-Rock/dp/B0048IH666/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1290381834&sr=8-1

Schlagwörter:

13 Antworten to “Counterjihadisch bloggen”

  1. Flash Says:

    „Außerdem: Freunde, seid genau, seid vorsichtig und seid vor allem geduldig.“

    Das möchte ich diesmal an Sie zurückgeben, time.

    Sie kennen Manfred länger als ich (per online), aber ich lese sein Blog auch schon sehr lange. Ich behaupte, Sie interpretieren viele Passagen aus seinen Texten (bewußt?) fehl, um Ihre These zu stützen.

    Ich sehe nicht ganz ein, warum man gleich zur großen Keule greifen muß, wenn man inhaltliche Kritik üben will.

    „Richtig, die Kommunisten und die Nazis sagten es! Manni ist beides, Kommunist und Nazi, so wie Goebbels.“

    Lieber Time, Sie wissen hoffentlich, daß das Käse ist und weit übers Ziel hinausschießt.

    „islamischen Ländern liberale oder marxistische Gesellschaftsmodelle von außen und womöglich mit Gewalt zu implantieren, wird scheitern;“

    Wo soll hier eine Gleichsetzung vorliegen?? M. nimmt bezug auf die Versuche zweier Großmächte, ihre Vorstellungen von „richtiger“ Gesellschaftsordnung in islamischen Ländern zu fördern. Die Sowjetunion hat dies in Afghanistan militärisch versucht, viele arabische/afrikanische Staaten hatten in den 60ern einen sozialistischen Anstrich (Ägypten, Syrien, tw. auch Irak). Kürzlich noch glaubten die USA, in Afgh. und Irak liberalere demokratische Strukturen schaffen zu können.

    Manfr. hat doch recht: dies mißlingt und mißlang alles vollkommen, weil der Islam sich durchsetzt, weil er in den Köpfen fest verwurzelt ist. Weiter hat M. auch recht, daß diese Eingriffe zu anarchischeren Zuständen führen als vorher existierten, wo es zwar keine guten, aber stabilere Zustände gab.

    M. nennt den Djihad nicht „perfekt“ im Sinne von „ganz toll, gut, schön“ sondern natürlich nur im Sinne von „perfekt funktionierend, strategisch-taktisch wirksam“. Er hat recht.

    Allerdings gab es auch für mich einen Punkt, an dem ich enttäuscht war von Manfred: das war, als ich merkte, wie er mehr und mehr auf Verschwörungstheorien einstieg (9/11 usw). Dies ist seine Achillesferse. Leider bietet das Netz ja unzählige Legenden und Verschwörungssysteme an. Und es fallen weiß Gott eine Masse Leute darauf rein.

    Von Manfred hätte ich das nicht erwartet, und früher (vor Jahren) war davon auch noch absolut keine Rede! Manfred bezeichnet sich selbst ja als ev. Christ, insofern sollte man mehr Skepsis von ihm erwarten.

    Diese verschw.theoretischen Ansichten unterminieren seither seine Sichtweisen, seinen klaren Blick und seine Texte.

    Aber das macht ihn noch nicht in allen Themenbereichen unglaubwürdig, das macht ihn noch lange(!) nicht zum Nationalrevolutionär, und ich finde es bedauerlich, daß er hier quasi exkommuniziert wird (oder wurde).

    Manfreds Aktivitäten wie Schreiben von Büchern, Halten von Vorträgen usw. (das alles unter Klarnamen) sind willkommene Beiträge zur Aufklärung, ich würde es lieber sehen, wenn das positiv gewürdigt werden könnte.

  2. Time Says:

    Hallo Flash,

    unsere Kommentare überkreuzen sich grade, ich werde mich ggf. wiederholen.

    Ich möchte mich zu zwei Themen äußern: 1. Dem Mohammedanismus, 2. zu Manfred.

    1. Der Mohammedanismus hat nie eine Daseinsberechtigung auf diesem Planeten gehabt. Er ist die nihilistischste, zerstörerischste Ideologie aller Zeiten. Er hat kein Existenzrecht in Deutschland und auch nicht in Mekka, er muss global vernichtet werden. 1400 Jahre sind genug. Wer etwas Positives über ihn sagt, ist m.E. ein Dummkopf oder ein Lump oder ein Perverser.

    2. Die „Nationalrevolutionäre“ sind eine Sekte. Sie wirkten an der Machtergreifung der Nazis mit. Der ganze grässliche Spuk währte 12 Jahre, unsere geistige Elite war danach exiliert oder ermordet, 60 Millionen Kadaver düngten den Boden und das Deutsche Reich war nur noch halb so groß. Diese Sekte sollte keine zweite Chance bekommen, ebenso wie die Kommunisten nicht – was christliche Zentristen seit eh und je vertreten.

    Manfred ist bereits vom Protestantismus zum Sozialismus zum Katholizismus übergetreten, und ihm fehlen da nur noch wenige Iniationsriten, um Peter Schütt zu übertreffen, willkommen in der Botschaft Irans. Er erwägt ernsthaft die Idee, Israel solle sich unter die Vormundschaft Jordaniens begeben – können Sie den noch ernst nehmen?

    Die „Freiheit“ hat sich von Manni und gleichermaßen dieser bescheuerten Tussi „Deeex“ getrennt, warum wohl? Ist das nicht offensichtlich?

    _____

    Mit herzlichen Grüßen

    vom müden Time
    _____

    https://madrasaoftime.wordpress.com/2010/11/20/treffer-–-versenkt/#comment-804

  3. Flash Says:

    „Die „Freiheit“ hat sich von Manni und gleichermaßen dieser bescheuerten Tussi „Deeex“ getrennt, warum wohl? Ist das nicht offensichtlich?“

    Die Suche nach unabhängigem, aber engagierten und bereits mit etwas Bekanntheit ausgestatteten Personal ist eben nicht eifach. Da probiert man auch vieles aus.

    Klar, die „Freiheit“ muß auf absolute Seriosität achten, aber andererseits: definiert denn gerade diese Partei, was Seriosität ist? Oder wer definiert es?

    „Der Mohammedanismus hat nie eine Daseinsberechtigung auf diesem Planeten gehabt. Er ist die nihilistischste, zerstörerischste Ideologie aller Zeiten. Er hat kein Existenzrecht in Deutschland und auch nicht in Mekka, er muss global vernichtet werden.“

    Ja, wieso sollte Manfred da widersprechen? Genau das denkt und will er doch auch.

    Das Manfred zum Katholizismus gehlrt, wußte ich nicht. Mit dem Sozialismus hat er aber definitiv gebrochen. Den Text über Israel/Jordanien lege ich nicht auf die Goldwaage – manchmal will sich einer mit einer verrückten These auch mal profilieren. Generell bin ich überzeugt, daß Manfred Israel als Hauptverbündeten gegen die Orks betrachtet.

    Mir fällt auf, daß du Nationalrevolutionäre und Nazis gleichsetzt. Wenn es so sein sollte, wozu dann noch zwei verschieden Begriffe? Und wenn es nicht so sein sollte, wieso dann alle pauschal als Faschisten abstempeln -auch Manfred? Konnte derartige Neigungen noch nicht wirklich bei ihm feststellen.

    Nein, nur ein bemerkenswertes Engagement, den Islam zu entlarven und Gegenwehr zu mobilisieren. Im Grunde doch genau dein Anliegen?

    Naja, lassen wir das. Das Netz ist groß genug für alle.

  4. quer Says:

    „Mir fällt auf, daß du Nationalrevolutionäre und Nazis gleichsetzt. Wenn es so sein sollte, wozu dann noch zwei verschieden Begriffe? Und wenn es nicht so sein sollte, wieso dann alle pauschal als Faschisten abstempeln -auch Manfred?“

    Ich frage mich das schon seit langem. Sozialismus in der Ausprägung aller Farben (rot, braun und grün) ist nun mal (seit den Jakobinern in Paris) links. Ein „Nazi“ kann also per se nicht „rechts“ sein. Das belegt schon die Lektüre bei Goebbels und Strasser. Man war dort ebenso gegen den „Kapitalismus“, wie die Roten. Nur sprach man das mit anderen Worten aus. Mann nannte die Kapitalisten einfach Plutokraten. Alle Sozialisten eint das Bild vom Menschen und dessen Manipulierbarkeit. Ob das nun Kollektiv, Volksgemeinschaft, Rassen, lebensunwertes Leben oder Gender genannt wird, ist dabei völlig wurst. Es ist immer Menschenverachtend, einen „neuen Menschen“ schaffen zu wollen. Und hier liegt auch die Klammer zum Islam. Alle Sozialisten erkennen in ihm nicht ohne Grund den besten Verbündeten. Wer sich also noch heute zu irgendeiner Art von Sozialismus bekennt, spielt nur den nützlichen Idioten. Derzeit den für den Islam.

    Wer also dagegen ist, der ist zwingend rechts. Er ist konservativ und national-liberal.

    In der sog. „Mitte“ vesammeln sich die Indifferenten und solche Leute, die „liberal“ nicht verstanden haben und die sich nicht so recht entscheiden können/wollen. Die Fähnchen im Wind und Hüter des Zeitgeistes. Also ohne jeden Standpunkt.

    Und was den Katholizismus angeht, so steht er (allein auf weiter Flur) kosequent für das Leben und seine Unantastbarkeit auf jeder Ebene. Allein das, bringt jeden Sozialisten gegen ihn auf, weil er just das Gegenteil im Sinn und auf der Argenda hat.

    Man sollte mal richtig sortieren lernen.

  5. quer Says:

    Ach ja, da habe ich doch tatsächlich noch etwas vergessen:

    Faschismus: Der geradezu inflationäre Gebrauch dieses Wortes (als Bezeichnung für Nazis) durch roten und grünen Sozialisten entzückt geradezu die braunen Sozialisten. Warum? Weil dieser Begriff von der Tatsache sozialistischer Tradition der Menschenvernichtung ablenkt, verharmlost und relativiert. Und nichts ist mehr im Interesse der Sozialisten, als Menschenvernichtung nicht mit Sozialismus in Verbindung bringen zu müssen. Kann man es schon bei den Kommunisten nicht verhindern, so doch wenigstens bei den braunen Sozialisten.

    Faschismus hat nirgendwo Gulags oder Kz errichtet und betrieben. Weder in Italien, Spanien, Portugal und Griechenland. Gäbe Gott, wir hätten in Deutschland den Faschismus statt des braunen Sozialismus gehabt!

    Faschismus ist in seinem Selbstverständnis die Übersteigerung oder Überhöhung des Nationalismus und Pervertierung des Konservativismus. Dergleichen kann man noch heute in Polen und besonders pervers in der Tütkei beobachten. Dort allerdings in Verbindung mit dem Sozialismus islamischer Ausprägung. Eine besonders gefährliche Mischung. Haben die Amenier so erfahren müssen. Und wir werden ihnen nachfolgen, wenn es nicht zu einem nationalen Aufstand kommt.

  6. Mullah Says:

    Müll.

  7. quer Says:

    Richtig!! Mullahs sind Müll. Endlich mal einer, der das ausspricht.

  8. Tangsir Says:

    Ich finde es auch sehr mutig dass der Mullah sich uns hier allen vorgestellt hat.

  9. Time Says:

    Hallo Quer,

    schön, dass Sie wieder einmal vorbeischauen. Wir sind ja häufig nicht einer Meinung, aber wie Sie sich die Orks hier zur Brust nehmen, das hat wirklich eine ausdrückliche Würdigung verdient, die ich hiermit aussprechen möchte!

    Ich grüße Sie herzlich,

    Time

    _____

    PS.: Mullahs? Mullas? Müll? *klick* MÜLLAS! Allas Müllas oder was? Comprende…

  10. Tangsir Says:

    Lieber Time,

    Doch, es gibt Widerspruch zu dem was du geschrieben hast. Der Seyed der gegen Steinigung argumentiert ist bloß der good cop im beliebten good cop – bad cop-Spiel. Als Iraner kenne ich ihr Spielchen nämlich schon ein wenig länger als du. Zudem darfst du nicht vergessen dass der scharze Turban für uns Iraner ein rotes Tuch ist (und das obwohl es schwarz ist). Der schwarze Turban ist in Iran ein Zeichen dafür, dass diese Seyeds Herrenmenschen sind, und die Iraner im Vergleich zu ihnen Menschen zweiter Klasse. Der Widerspruch den der FAZ-Mullah geäussert hat, würde in dder Form in Iran nicht geduldet werden, und ist daher eine kalkulierte Aktion um den Westen zu beschwichtigen. Also anstatt ein Keil zwischen sich selbst zu treiben, sorgen sie dafür, den Westen der Illusion hinzugeben, dass es im Islam so etwas wie einen regen Diskurs über die Regeln des Islams und der Sharia gibt.

    Ein ähnliches Spiel betreibt z.b. die antiiranische Website irananders.de, der einfach behauptete es gebe gar kein Steinigungsurteil gegen Sakineh Ashtiani.

    Wir dürfen diese Mullahs nicht unterschätzen lieber Time. Die sind nicht ganz blöd, und sie haben inzwischen gelernt wie man PR betreibt.

  11. Time Says:

    Tangsir,

    vielen Dank, dass Du Deine interessanten, exklusiven Informationen (z.B. schwarzer Turban) hier eingestellt hast. Die Debatte – auch wenn sie manchmal lange dauert – macht unsere Stärke aus.

    Was den Seyed betrifft: Ich möchte gerne noch mehr Ork-Kommissare in unsere Hände bekommen, und sie die Scharia demontieren lassen. Grade, weil sie unantastbar sind, sind sie so wertvoll. Man könnte eine internationale Konferenz ausrichten und die Kamenei-Kamarilla zum „Wettzaubern“ herausfordern.

    Wenn du seine Lügen glaubst, bist du der Dumme – wenn er aber glaubt, du glaubst seine Lügen, ist er der Dumme. Sie mal sein Gesicht an, das ist doch ein Junge. Was versteht der schon wirklich? Was hält der aus? Also, der Tip mit den schwarzen Turbanen ist soviel wert wie der Tip es war, dass Rothäute nachts nicht kämpfen, weil sie glaubten, im Paradies immer nur in der Nacht leben zu müssen, wenn sie in der Nacht gestorben waren, wie kolportiert wird. Wir kämpfen jedenfalls auch nachts, die Indianer sind eine Seltenheit geworden und die Orks…

    Bis zum Ende des Jahrhunderts muss der Mohammedanismus vernichtet werden – vollständig!

    Hast Du mal gesehen, wie Russen Panzer aus einem Zugwaggon entladen? Ich auch nicht, ein NVA-Offizier hat es mir erzählt: Sie fahren sie einfach runter, ohne Rampe und so, lassen sie einfach runterplumpsen. DAS waren GEGNER!

    Die Mohammedanisten sind klebriger Abschaum. Sobald unsere Leute das alle begriffen haben und handeln wollen ist Schluss mit ihnen.

    Aber deren Kommissare zu greifen (anstatt sie zu foltern und zu erschiessen, wie es die Nazis mit den Sowjet-Kommissaren taten, 1), ist m.E. eine akzeptable Taktik. Die Sowjets haben 70 Jahre durchgehalten, mit etwas Glück sind wir mit dem Thema Mohammedanismus schon um die 2050 durch. Und ich werde glückselig von Wolke 7 herabwinken…

    Ich grüße Dich,

    Time

    _____

    1) http://de.wikipedia.org/wiki/Kommissarbefehl

  12. Time Says:

    Hallo Quer,

    hier eine Buchbesprechung aus der FAZ vom 29.11.10 zum Thema „böser Nationalsozialismus – guter Faschismus“ von Christiane Liermann. Enjoy!

    Time

    _____

    Rassistischer Expansionswille

    Wolfgang Schieder entzaubert Mussolinis Herrschaft

    Stellte der Faschismus in Italien einen historischen Sonderweg dar – oder war er ein gemeineuropäisches Phänomen des 20. Jahrhunderts? Beides trifft zu, erklärt Wolfgang Schieder in seiner konzisen, gut lesbaren Überblicksdarstellung. Er betont darin stärker als früher die Notwendigkeit, den Faschismus aus dem spezifischen Kontext der Geschichte Italiens heraus zu verstehen. Demnach verdankte sich diese epochemachende politische Erfindung zunächst der fatalen Zusammenballung älterer, ungelöster Konflikte der italienischen Gesellschaft und einer Krisenakkumulation, die Benito Mussolinis Aufstieg nach dem Ersten Weltkrieg und die Etablierung seiner charismatischen Diktatur in den zwanziger Jahren ermöglichten. Europäisch wurde das Modell dann in den Dreißigern durch die Übernahme der erfolgreichen Strategie des „Duce“, terroristische Gewalt und Rücksicht auf traditionelle Eliten und Institutionen miteinander zu kombinieren.

    Schieder wendet sich kritisch gegen ältere Deutungen, die vor allem durch den Mussolini-Biographen Renzo De Felice populär geworden sind. Der hatte seit den siebziger Jahren in Opposition zu den dominierenden Faschismus- und Totalitarismustheorien die Lehre vom autochthonen Charakter des italienischen Faschismus stark gemacht: als einer rein nationalen Entwicklungsphase, ohne echte Analogien außerhalb Italiens und ohne Ehrgeiz zu missionieren, wohl aber von der breiten Zustimmung der Bevölkerung getragen. Schieder dagegen nimmt im Sinne der neuesten internationalen Forschung den Anspruch des Faschismus beim Wort, sich in Italien, aber eben auch in Europa und sogar darüber hinaus durchzusetzen. Er arbeitet den ideologisch wie machtpolitisch aggressiven „universalistischen“ Expansionswillen als eigentliches Wesensmerkmal der Mussolini-Diktatur heraus. Dieser Perspektive entsprechend, liegt ein Schwerpunkt bei ihm auf der Nähe von faschistischem Italien und nationalsozialistischem Deutschland, die mit der „Achse Rom-Berlin“ 1936 programmatisch verkündet wurde und im „Stahlpakt“ von 1939 kulminierte. Hatte die ältere wissenschaftliche und nichtwissenschaftliche Publizistik – zum Teil gestützt auf Tagebücher von Mussolinis Schwiegersohn und langjährigem Außenminister Graf Galeazzo Ciano – eher den Widerwillen der faschistischen Eliten gegen ein enges Bündnis mit Hitler-Deutschland betont, plädiert Schieder dafür, diese Beziehung als eine folgerichtige, aus der Logik des Regimes notwendige und bei allen gegenseitigen Irritationen doch beständige Allianz zu interpretieren.

    Der Faschismus, den Schieder zeichnet, ist brutaler, aggressiver, rassistischer und damit dem Nationalsozialismus ähnlicher, als es ältere Rekonstruktionen mit bisweilen apologetischer oder revisionistischer Tendenz wahrhaben wollten. Zur Abkehr von derlei Beschönigungen gehört auch, die gesamte faschistische Ära in den Blick zu nehmen, wie Schieder es tut: von der Gründung der Partei 1919 bis 1945, das heißt einschließlich der Republik von Salò, jenem Staatsgebilde von Hitlers Gnaden in Norditalien, das eine unheilvolle Eigendynamik als Terrorregime, gerade bei der Judenverfolgung, entwickelte und den eigenen Landsleuten einen Bürgerkrieg aufzwang.

    Die Häutungen und Metamorphosen des Faschismus in Italien nach 1945 werden im Schlusskapitel angesprochen. Hier macht der Autor noch einmal deutlich, dass „Bewältigung“ der Diktatur-Vergangenheit für die italienische Gesellschaft lange Zeit hieß, nicht so sehr den Faschismus kritisch zu erforschen, als vielmehr die zivilbürgerlichen Werte des Antifaschismus und die große parteiübergreifende Erzählung vom Widerstand zu pflegen. Man wird weiter darüber streiten können, ob es sich dabei um ein schuldhaftes Versagen oder um eine kluge Integrationsofferte gehandelt hat.

    Wolfgang Schieder: Der italienische Faschismus 1919-1945. C. H. Beck Verlag, München 2010. 127 S., 8,95 [Euro].

  13. Besucher Says:

    „Eine Politik der künstlichen Gleichmacherei, die Frauen einredet, sie seien ‚unterdrückt’, wenn sie nicht Karriere machen, die starke und schwache Schüler in dieselben Schulen pfercht und dadurch weder die einen noch die anderen fördert, die Ausländern im Inland dieselben Rechte gibt wie Inländern, die loyale Staatsbürger sind, die zugunsten einer künstlich, nämlich durch forcierte Einwanderung aufgeblähten Unterschicht Umverteilung zu Lasten der Leistungsträger der Gesellschaft betreibt, die Homosexualität als sozial und moralisch gleichwertige Lebensform nicht nur akzeptiert, sondern propagiert…“

    Tut mir leid Time,
    das kann ich alles unterschreiben.
    Darum werde ich auch NIE mehr Linke, SPD und Grüne wählen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: