Neclakelektueller Amoklauf

Die FAZ-Feuilleton-Redaktion kurz vor der Demission
ihres langjährigen Chefs Paddel Pahners

Peinlich, peinlicher, Panik-Paddel. Nach seiner unsäglichen Hetzschrift, in der er auf wissenschaftlich unredliche und intellektuell unbefriedigende, persönlich verletzende Art gegen Kritiker des Mohammedanismus polemisierte (1), und der auf sein Buch folgenden, vielfachen und m.E. sehr fundierten Kritik, gab der Feuilletonchef der FAZ gestern der „bedeutenden“ Internetzeitung „Migazin“ ein langes Interview.

Das „Migazin“ beschäftigt sich vorgeblich mit „der „Migration in Germany“, ist aber tatsächlich ein türkisch dominiertes Verlautbarungsorgan der Orks (2). Mit Paddel ist man sich darüber einig, dass insbesondere Necla Kelek eine ganz furchtbare Person sei. Pahners (3):

„Ich habe in dem Buch versucht, der biographischen Spur nachzugehen. Es wäre mir zu billig, ihr einfach nur vorzuwerfen, das sei purer Opportunismus. Frau Kelek ist ja auch Autorin bei uns im Feuilleton der FAZ, und wenn ich jetzt Anhaltspunkte hätte, dass es nur ein zynisches Kalkül wäre, dann würde ich auch nicht Texte von ihr annehmen. Sie verkauft natürlich ihre Bücher, aber sie macht auf mich selbstverständlich den Eindruck, dass sie auch sehr überzeugt ist von ihrer Sache. Deswegen ist es eher für mich eine Konversionsbiographie als eine Geschichte des Opportunismus…“

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Das ist ja ganz reizend, wie Paddel da auf fürsorglich macht und einen ungewohnt gnadenlosen Rufmord in Angriff nimmt.

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„Ich wiederum meine es mir nicht leicht zu machen, wenn ich da gewisse Indizien aus ihren Büchern zusammentrage, was da in einen biographischen Hintergrund mit hineinspielen könnte. Sie hat mir nun vorgeworfen, dass ich sie verletzen würde und mich mit ihr nicht auf der Sachebene auseinandersetzen würde. Da möchte ich aber umgekehrt sagen, dass ich da wirklich frappiert bin, denn für mich ist es eben rätselhaft, wie man so eine interessante und intelligente Dissertation zu diesem Thema schreiben kann, und so genau und unfanatisch diese Mechanismen der Öffentlichkeit, dieser Verbreitung von Klischees analysieren kann.

Drei Jahre später beteiligt man sich dann selber an der Verbreitung der Klischees. Ich möchte da nicht sagen, sie hat dann gemerkt, dass sie ihre Bücher besser verkaufen kann. Das ist mir einfach zu banal. Da muss etwas anderes passiert sein, aber nicht im Sinne einer Traumatisierung oder so. Bei allem Respekt, sie hat nicht so eine schreckliche Kindheit gehabt wie Ayaan Hirsi Ali. Sie hat eine unglückliche Kindheit gehabt. Ihr Vater ist dann in die Türkei zurückgegangen, da er es hier nicht mehr ausgehalten hat. Sie nimmt ihre Biographie und macht es zu einem Muster für das, was Einwanderer hier erlebt haben.

Und an diesem Punkt erlaube ich es mir zu fragen, wie eine so intelligente Wissenschaftlerin dann den Schalter so plötzlich umgelegt hat. Ich habe das Wort von der intellektuellen Regression gebraucht, wobei ich da von der Autorin spreche. Also es ist keine Aussage über die Person Necla Kelek. Das maße mich mir selbstverständlich nicht an. Das ist eine Aussage, die ich als Journalist, als Kritiker und als jemand, der sich beruflich mit Büchern beschäftigt, treffe. Wenn ich die Doktorarbeit und die populären Bücher nebeneinander lege, muss ich sagen, dass es ein Niveau- und Registerwechsel ist. Es ist ein Rückschritt im Niveau. Das muss ich erklären, aber nicht in dem Sinne, dass etwas über sie gekommen ist, oder dass sie dümmer geworden wäre. Aber da ist anscheinend ein anderes Interesse als das wissenschaftliche Interesse der Doktorarbeit bei ihr durchgebrochen.

An diesem Punkt habe ich mir das Spekulative erlaubt, und eine Psychologin zitiert, die in einem vorsichtig aber auch genau argumentierendem Aufsatz die Vermutung geäußert hat, dass diese Geschichte mit dem Vater als Muster der Erfahrungsbewältigung im Hintergrund steht. Es wird ja Frau Kelek vorgehalten, wenn sie eine radikale Abkehr aller Muslime von den überlieferten Formen einer muslimischen Frömmigkeit fordert, wie man denn so etwas erwarten könne, dass es so einen kompletten Wandel gibt. Die Brücke, die ich da versuche zu bauen, ist die Frage, wie denn so ein Haushalt von Gedanken aussehen muss, wo so etwas plausibel ist. Vielleicht, weil man das in der eigenen Lebenswelt so erlebt hat, wo von heute auf morgen sich alles ändern kann, wenn sozusagen so ein Druck abgezogen wird, wenn eine Macht, die die ganze Kindheit da war, dann à la Gorbatschow verzichtet, diese Macht auszuüben. So erzählt Kelek ja die Geschichte von ihrem Vater. Deswegen habe ich es mir erlaubt, in meinem Buch auf diesen Gedanken zulaufen zu lassen, nicht um sie bloß zu stellen, sondern es ist eine Erklärung, die ich anbiete. Kann das sein, dass sie sich unbewusst vorstellt, so müsste es eigentlich sein? Dass sie sich denkt, genauso wie ich glücklich geworden bin, als mein Vater aus dem Leben meiner Familie verschwand, könnten auch die Muslime glücklich werden, wenn sie einmal mit offenen Augen den Koran lesen würden und einsehen, dass sie den Übervater Allah nicht mehr brauchen.

Zur Verteidigung dieser biographischen Erklärung: Sie ist es ja, die diese psychologische Lesart des Islam anbietet, und die sie auch als Hauptlinie ihrer pathologischen Deutung macht. Wenn ich dann die – ich betone – Autorenbiographie mit diesem psychologisch-pathologischem Muster lese, dann übernehme ich nur das, was sie selber ja gegenüber einer Milliarde von Muslimen, die die Welt nicht so sehen wie sie, auch als pathologisches Muster anbietet, weil sie eben sagt: Islam heißt Unterwerfung. Islam heißt, man kann nicht aufrecht gehen und unterwirft sich unter dem Übervater. Da ist es nicht abwegig und übergriffig, die Frage umzukehren, und zu sagen: Könnte es bei Ihnen auch nicht so sein, dass eben ihre konkrete Geschichte mit ihrem Vater das beeinflusst, was sie allen anderen Muslimen als verkorkste Psychogeschichte vorhalten?

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Tja, das ist ja eine wesentliche Parole der Orks: „Keine Gnade für Apostaten!“

Ich habe selten einen derartig bösartigen und ekelhaften Text gelesen. Pahners lässt von Geldgier über Opportunismus bis zum psychischen Defekt keine Herabsetzung aus, nur um sie dann stets feige zu relativieren. Das ist der Stil eines wahnhaften Stalkers oder Mobbers, der sich in sein Opfer verkrallt hat um es mit allen Mitteln zu eliminieren, ohne dass er dafür verantwortlich gemacht werden will, was im Kern das gestörte Ausleben einer sexuellen Perversion ist. Wie eine Fliege klebt Paddel an Kelek und denunziert ihre Arbeit, ohne selbst nur den kleinsten Beitrag zur Sachdiskussion zu leisten.

Meist haben Mobber Helfer. Paddel hat für die heutige FAZ den bulgarischen Lohnschreiber Ilja Trojanow engagiert, den es nach Wien verschlagen hat, und der, welch Überraschung, das Buch des Mobbers in den Himmel lobt (4):

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Bahners hat einen demagogischen Zirkus analysiert, dessen Karussell sich munter weiterdreht: In den hysterischen Reaktionen auf sein Buch wiehern die herausgeputzten Pferdchen just so wie von ihm beschrieben. Von den Realitäten des gesellschaftlichen Miteinanders hat sich die Debatte mit dem unzutreffenden Betreff „Islamkritik“ längst befreit: Sarrazin poltert, wie gehabt unter Missachtung der Tatsachen…, Necla Kelek spielt im Licht der hellsten Scheinwerfer die Beleidigte; Henryk M. Broder geht hoch wie ein HB-Männchen, dem man das Rauchen verboten hat… In diesem Sinne sind die Panikmacher zwar höchst erfolgreiche, aber eher armselige Künstler… An ruhigeren Tagen behaupten die Demagogen, ihr Angriff richte sich nur gegen jene Migranten, die sich der Integration verweigerten… Apparatschik wie Sarrazin keine Ahnung… kolossale Lüge… Widerstand des Bürgers gegen einen neuen Anstand… finde Geschmack an der Regelverletzung… Plumpheiten… Schaum vor dem Mund… Spießer… niedere Instinkte… Eiferer… Hysterie, Apodiktik, Schwarzweißmalerei, Halbbildung – sind das die germanischen Werte, an die wir Migranten uns anpassen sollen? Nein, danke!… Mann mit einem so grausigen Stil und derart kruden Thesen wie Thilo Sarrazin… Die Demagogie der Panikmacher richtet sich nicht nur gegen den Islam, sondern gegen die Vielfalt im Land; sie schreit ein engstirniges, provinzielles, kleingeistiges Deutschland herbei. Wahrlich, das Gegenteil von Vielfalt ist Einfalt.

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Ob das eine gute Idee war, einen wie ein altes Fischweib keifenden Demagogen als Sekundanten zu wählen? Leser Friedrich Sagemueller jedenfalls meinte:

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Ich habe einmal einige Worte, die Sie über die „Anderen“ gebraucht haben, zusammengestellt: „Hetzen, Ressentiment, demagogischen Zirkus, Sarrazin poltert, Islamophoben, ungebildet, tönernem Wissensfuß, Demagogen, Aufwiegeln, Apparatschik wie Sarrazin, Engstirnigkeit, mit Schaum vor dem Mund im Netz das Grundrecht des Spießers, Eiferer, ein engstirniges, provinzielles, kleingeistiges Deutschland, kruden Thesen wie Thilo Sarrazin,“
Allein das Wort „Islamophob“ ist doch schon peinlich. Wer den Islam kritisiert, hat also eine Phobie. Erinnert an die UdSSR, dort hat man Dissidenten ja auch psychatriert.
Vielleicht rüstet der Autor bei seinen Worten einmal ab, dann könnte man seine Argumente auch besser erkennen.

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Nein, das glaube ich nicht, denn wo Argumentation verweigert wird, können unmöglich Argumente erkannt werden. Hier geht es in bekannter Manier um die Markierung intellektuellen Territoriums, um die Begrenzung dessen, was straflos gedacht und ausgesprochen werden darf. Und über den Mohammedanismus darf man laut Pahners und der von ihm gekauften Claqueure eben nichts Negatives denken. Trojanow ein Claqueur von Bahners? Hahaha, jetzt halten Sie sich mal lieber fest: Trojanow ist Ork-Konvertit! „Perlentaucher“ (5): „Bewegt zeigt sich Rezensentin Renee Zucker von diesem Buch, das Ilja Trojanow über seine Konversion zum Islam geschrieben hat.“

Zurück zu Paddel: Ist er vielleicht auch Konvertit? Ein Lohnschreiber der Orks? Bettina Röhl schreibt heute in einem sehr lesenswerten Artikel über Paddels Buch (6):

„Das Buch hat Verrisse bekommen und es hat auch einige realitätsverlustig erscheinende Hymnen erhalten. Aber ein Aspekt macht das Buch regelrecht gefährlich: Der Autor bemüht sich darum, den Dialog über das Thema Zuwanderung und Integration im Keim zu ersticken. Die Meinungs- und die Pressefreiheit werden in dem Buch systematisch auf dem Niveau eines leicht infantilen Zensurbeamten nach und nach erwürgt. Missionarisch macht sich der Autor ans Werk, die noch junge öffentliche Diskussion über das Thema Integration abzuschalten.“

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Anmerkung: Es geht nicht um „Integration“, es geht um Mohammedanismus, Jihad und Scharia!

Natürlich hatte Thilo Sarrazin Paddel völlig durchschaut, als er treffend konstatierte (7): „Hier hat sich ein Autor – und wohl auch ein Mensch – wirklich verrannt.“ Klar, hat er sich verrannt – ggf. vielleicht sogar im Mohammedanismus – wie Trojanow.

Was ich vor allem nicht verstehe, ist, warum Chefredaktion und Herausgeber diesem intellektuellen Amokläufer die beste Zeitung Deutschlands für seinen Seelenstriptease zur Verfügung stellen. Wollen sie ihn loswerden, brauchen aber einen triftigen Grund dafür? Ich meine, der ist bisher schon mehrfach gegeben.

Es wird daher vielleicht eher so sein, dass das „Flaggschiff“ der bürgerlichen Presse insgeheim dem Counterjihad zuarbeiten will, indem sie die Dimmies und ihre Orkherren so verdammt erbärmlich aussehen lassen.

Paddel kann das ja alles egal sein, der wird umgehend beim „Migazin“ oder der „Islamischen Zeitung“ unterkommen, und wer weiß, vielleicht wird er eines Tages sogar Mulla oder sogar Eierkocher oder sogar Großeierkocher wie sein Idol Klomenie. Sein Styling ist jedenfalls schon fast perfekt.

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Time am 10. März 2011

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1) https://madrasaoftime.wordpress.com/2011/02/13/come-on-in-my-kitchen/
2) http://www.migazin.de/
3) http://www.migazin.de/2011/03/09/mit-der-islamkritik-konnen-sehr-stark-emotionen-mobilisiert-werden/
4) http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~E39CD25FA44044CFAB9DC12BF25D4D64A~ATpl~Ecommon~Scontent.html
5) http://www.perlentaucher.de/buch/18874.html
6) http://www.abendblatt.de/kultur-live/article1808671/Ist-Die-Panikmacher-ein-furchtbares-Buch.html
7) https://madrasaoftime.wordpress.com/2011/02/19/thilo-vs-panik-paddel/

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4 Antworten to “Neclakelektueller Amoklauf”

  1. Der Islam gehört nicht zu Deutschland und wird es auch nie | Tangsir 2570 Says:

    […] islamophilen Medienmeute. Claudius Seidl bezeichnet sie als Fundamentalistin und Gotteskriegerin. In der FAZ und spricht der Feuilleton-Chef ihr die intellektuelle Eignung ab und überlässt es anso… Im ZDF-Nachtstudio spricht Kelek darüber, dass  es innerhalb der ausländischen Gemeinde in […]

  2. Die Islamisierung ist längst im Gange « kopten ohne grenzen Says:

    […] islamophilen Medienmeute. Claudius Seidl bezeichnet sie als Fundamentalistin und Gotteskriegerin. In der FAZ und spricht der Feuilleton-Chef ihr die intellektuelle Eignung ab und überlässt es anso… Im ZDF-Nachtstudio spricht Kelek darüber, dass  es innerhalb der ausländischen Gemeinde in […]

  3. Der Islam gehört nicht zu Deutschland und wird es auch nie | Für die Zukunft unserer Kinder ! Volksentscheid für Deutschland ! Says:

    […] islamophilen Medienmeute. Claudius Seidl bezeichnet sie als Fundamentalistin und Gotteskriegerin. In der FAZ und spricht der Feuilleton-Chef ihr die intellektuelle Eignung ab und überlässt es anso… Im ZDF-Nachtstudio spricht Kelek darüber, dass  es innerhalb der ausländischen Gemeinde in […]

  4. Der Islam gehört nicht zu Deutschland und wird es auch nie | Zukunftskinder 2.0 Says:

    […] islamophilen Medienmeute. Claudius Seidl bezeichnet sie als Fundamentalistin und Gotteskriegerin. In der FAZ und spricht der Feuilleton-Chef ihr die intellektuelle Eignung ab und überlässt es anso… Im ZDF-Nachtstudio spricht Kelek darüber, dass  es innerhalb der ausländischen Gemeinde in […]

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