Dirty Deeds done Dirt cheap

Die Tommies haben ihren Moazzam Begg, die Amis ihren Christopher Arendt, wir Krauts unseren Murat „Rübezahl“ Kurnaz (1), und die Aussies haben ihren David Hicks.

Dieses verkommene Subjekt war nicht einmal in der Lage, die Schule abzuschließen, konvertierte folgerichtig zum Mohammedanismus und ließ sich von al-Kaida zum Massenmörder und Ich-Bomber ausbilden (2):

„In August Hicks went to Kabul, where he studied information collection and intelligence, as well as Islamic theology including the doctrines of jihad and martyrdom as understood through al-Qaeda’s fundamentalist interpretation of Islam.“

Doch aus dem Massenmorden wurde nichts, 2001 schnappten ihn Kämpfer der Nordallianz und vertickten ihn für 1.000 Dollar an die Amis (was die reinste Geldverschwendung war). Der glühende Bewunderer A*schl*ch bin K*ckens, dessen Mann für’s Grobe er werden wollte, saß dann bis Ende 2007 hinter Gittern, zunächst in Guantanamo, später in Australien. Nach der Hochzeit mit einer „Menschenrechtsaktivistin“ hat er im Oktober letzten Jahres seine Memoiren herausgebracht (3), und er ist inzwischen ein gefeierter Held der australischen links-grünen Dimmies.

Im Gegensatz zu dem entsetzlichen Breivik ist diesem Psychopathen das Morden nicht gelungen, also darf ihm in aller Öffentlichkeit frenetisch applaudiert werden. Smart kommt er daher, und in Zeiten, in denen notorische Randalierer Außenminister werden können, stehen ihm somit nunmehr alle Türen für eine politische Karriere offen. Jochen Buchsteiner berichtete in der gestrigen FAZ:

Memoiren  eines Talib

Das Buch von David Hicks spaltet Australien

Nachdem David Hicks vor mehr als drei Jahren aus dem Gefängnis entlassen worden war, hatte sich die Aufregung um den „australischen Talib“ gelegt – nun beschäftigt sein literarisches Vermächtnis das Land. Am Mittwoch wurde ein Großteil der Erlöse aus dem Verkauf seiner Autobiographie „Guantanamo: My Journey“ von einem Gericht in Sydney eingefroren. Die australischen Grünen sprachen von einem „politischen Schauprozess“ und warfen der Regierung vor, den Autor zum Schweigen bringen zu wollen.

Die Geschichte des heute 35 Jahre alten David Hicks spaltet die Nation schon seit Jahren und hat das Bild vieler Australier von den Vereinigten Staaten unter der Bush-Regierung beeinflusst. Der Schulabbrecher aus Adelaide, der sich zunächst in verschiedenen Jobs und Ländern durchgeschlagen hatte, entdeckte nach eigenen Angaben in den neunziger Jahren den Islam und den Dschihad für sich. Zwei Jahre lang ließ er sich in pakistanischen und afghanischen Lagern an der Waffe ausbilden; er soll mehrfach Usama Bin Ladin begegnet sein und Anleitungen für den Terrorkampf ins Englische übersetzt haben. Kurz nach dem Sturz der Taliban wurde er dann von Kämpfern der Nordallianz bei Kundus aufgegriffen und für tausend Dollar an amerikanische Soldaten übergeben. Es folgten mehr als fünf Jahre im amerikanischen Gefangenenlager Guantánamo, bevor er im Frühjahr 2007 in ein ordentliches australisches Gefängnis überstellt wurde, wo er noch einmal neun Monate verbüßen musste.

Die Umstände seiner Haftzeit in Guantánamo und seiner Rückkehr hatten in Australien Wellen geschlagen und die konservative Regierung unter John Howard zeitweise in Bedrängnis gebracht. Noch vor Hicks‘ Entlassung aus Guantánamo wurde bekannt, dass er fast zwei Jahre warten musste, bis er den ersten Anwalt treffen durfte. Sein „Verfahren“ vor einer „Militärkommission“ habe erst zweieinhalb Jahre nach seiner Ankunft in Guantánamo begonnen und internationalen Standards nicht entsprochen. Vorwürfe schwerer Folter, die Hicks in einer eidesstattlichen Versicherung erhob, wurden von amerikanischen Behörden als Propaganda abgetan.

Nachdem Amerikas Oberster Gerichtshof die Militärkommissionen für verfassungswidrig erklärt hatte und neue Verfahrensregeln eingeführt worden waren, wurde im Frühjahr 2007 ein weiteres Mal Anklage gegen Hicks erhoben. Seine Anwälte ließen sich aber auf eine außergerichtliche Einigung ein; das Strafmaß ihres Mandanten wurde auf neun Monate Haft in einem australischen Gefängnis beschränkt. Im Gegenzug erklärte sich Hicks der Unterstützung des Terrorismus für schuldig, zog seine Foltervorwürfe zurück und verpflichtete sich, ein Jahr lang nicht mit der Presse zu sprechen.

Viele waren überzeugt, dass sich der australische Premierminister Howard persönlich für die fragwürdige Einigung eingesetzt habe, was dieser aber bestritt. Die Grünen bezeichneten Hicks‘ Autobiographie am Mittwoch als Dokument, das „Australiens Komplizenschaft mit dem sogenannten Antiterrorkrieg“ belege. Die Australier hätten ein Recht, es zu lesen. Man sei Zeuge eines staatlichen Versuchs, die Publikation von politisch brisantem Material generell zu unterbinden.

Die Argumentation der Grünen spiegelt die Haltung vieler australischer Linker wider, die Hicks in den vergangenen Jahren zu einem heldenhaften David gegen den amerikanischen Goliath aufgebaut haben. Bei einem Auftritt auf dem „Sydney Writers‘ Festival“ im Mai wurde Hicks von einer begeisterten Menge gefeiert.

Andere, nicht nur Australiens Konservative, wundern sich hingegen, wie ein „Dschihadist“, der nicht grundlos in amerikanische Gefangenschaft geraten sei, zu einer Ikone in ihrem Land habe werden können. Sie bemängeln auch, dass Hicks in seinem Buch nur die Zustände in Guantánamo ausleuchte und seine Foltervorwürfe zwar präzisiert habe, aber wenig über die Ausbildungslager und die Organisationsstrukturen der Terroristen in Afghanistan und Pakistan preisgebe.

Welche Folgen der Prozess vor dem Obersten Gerichtshof des Bundesstaates New South Wales für das Buch und den Verlag Random House haben wird, ist noch unklar. Die Klage beruht auf einem australischen Gesetz, dem zufolge verurteilte Straftäter keinen Profit aus ihren Verbrechen ziehen dürfen. Hicks habe mit seiner Autobiographie, die sich seit Oktober 30.000 Mal verkauft haben soll, gegen dieses Gesetz verstoßen. Seine Verteidiger hingegen finden, in Anbetracht der zweifelhaften Militärgerichtsbarkeit Amerikas sei ihr Mandant nicht rechtskräftig verurteilt worden. Die Entscheidung von Mittwoch bedeutet einen Rückschlag für sie. Mitte August soll das Verfahren fortgesetzt werden.

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Time am 5. August 2011

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1) https://madrasaoftime.wordpress.com/2009/04/30/the-fabulous-gitmo-freak-show/
2) http://en.wikipedia.org/wiki/David_Hicks
3) http://www.anorak.co.uk/262541/news/david-hicks-guantanamo-memoirs-are-self-serving-profiteering-and-a-cracking-read-extracts.html/

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Soundtrack: „Dirty Deeds done Dirt cheap“ von ACDC unter
http://www.youtube.com/watch?v=fvP0uwl3Q6A

Hier der Text:

Dirty Deeds done Dirt cheap

If you’re havin‘ trouble with your high school head
He’s givin‘ you the blues
You wanna graduate but not in ‚is bed
Here’s what you gotta do
Pick up the phone, I’m always home
Call me anytime
Just ring: three-six-two-four-three-six, hey
I lead a life of crime

Dirty deeds done dirt cheap
Dirty deeds done dirt cheap
Dirty deeds done dirt cheap
Dirty deeds and they’re done dirt cheap
Dirty deeds and they’re done dirt cheap

You got problems in your life of love
You got a broken heart
He’s double-dealin‘ with your best friend
That’s when the teardrops start fella,
Pick up the phone, I’m here alone
Or make a social call
Come right in, forget about him
We’ll have ourselves a ball

Dirty deeds done dirt cheap

You got a lady and you want her gone
But you ain’t got the guts
She keeps naggin‘ at you night ’n‘ day
Enough to drive you nuts
Pick up the phone, leave her alone
It’s time you made a stand
For a fee, I’m happy to be
Your back door man

Dirty deeds done dirt cheap

Concrete shoes
Cyanide
T.N.T
Done dirt cheap
Ooo, neckties
Contracts
High voltage
Done dirt cheap

Dirty deeds, do anything you want me to, done dirt cheap
Dirty deeds, dirty deeds, dirty deeds, done dirt cheap

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