Mammut allein zu Haus

Um die naziranischen Nazislamisten wird es einsam: In Brasilien und Argentinien war Mammut Gardinenstange auf seiner Südamerika-Reise diesmal nicht mehr willkommen, nur der dicke Hugo, dessen Freund Correa sowie Fidel und seine Marionette Raul hatten Zeit für ihn. Seinen Kriegsminister Vahidi (1) hätten die Argentinier im letzten Jahr schon fast eingesperrt, weil er 1994 einen antijüdischen Terroranschlag in ihrem Land durchgeführt hat.

Und während das räudige Zwergmammut in Kuba Riesentöne spuckte, nahmen sich die Amis seinen Spießgesellen, den Obereierkocher Kamnie, persönlich zur Brust und verdeutlichtem ihm, dass die Sperrung der Straße von Hormuz den Krieg (und die Vernichtung des Mulla-Regimes) bedeuten würde (2).

Bald kriegen die vollständigen Stubenarrest und müssen ganz allein mit ihrem Volk zu Hause bleiben. Ob ihnen dann die Schießübungen helfen werden, die Tangsir dokumentiert (3)? Sein Kommentator Maxim ist nicht dieser Ansicht. Er schreibt (4):

„Das Mullahregime fällt in diesem Jahr, vielleicht sogar vor dem Sommer. Sobald dieser Pestherd ausgelöscht ist, fällt der islamische Spuk auseinander. Wenn die Moslems auf der Welt sehen, wie auf den Straßen Teherans zahllose Frauen ihren Hijab herunterreißen, verbrennen und dazu singen, wenn sie sehen, wie Männer bei mobilen Barbieren zu tausenden ihre Bärte abrasieren lassen, wenn sie sehen, wie Mullahs verprügelt und Berge von Koranen öffentlich verbrannt und Poster von Khomeini von den Wänden gerissen werden, wenn sie sehen, wie tausende von Mullahs und Regimewanzen nach Aserbeidschan fliehen – dann ist dem Islam das Genick gebrochen. Er wird wie sich aus der Geschichte mit einem F*rz verabschieden wie der Faschismus nach dem Ende von Mussolini und Hitler.“

We shall see, we shall see“, sangen die Stranglers in einem Song gegen den Schah 1979, dunkel ahnend, dass evtl. ein furchtbareres Monster die Bühne betreten könnte.

Lesen Sie einen Bericht von Josef Oehrlein sowie einen Kommentar von Daniel Deckers aus der heutigen FAZ.

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Bogen um Brasilien

Tagelang hat sich Präsident Ahmadineschad Nettigkeiten lateinamerikanischer Partner anhören dürfen. Doch seit Brasilien ihn schneidet, kann er sich dafür buchstäblich nicht mehr viel kaufen.

Schon seit Jahren werden in Venezuela Fahrräder nach iranischen Konstruktionsplänen gebaut. Die Verkaufszahlen sind klein. Weil Präsident Hugo Chávez dem Gefährt, das er vor laufender Kamera Probe fuhr, aber den Namen „Atom-Fahrrad“ gab, spielt es in den Beziehungen beider Länder eine besondere Rolle. Auch in dieser Woche bot es Chávez die Gelegenheit, zum Empfang des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadineschad einige Witzchen zu reißen, um die Sorge der restlichen Welt über das iranische Atomprogramm ins Lächerliche zu ziehen.

Wie bedeutsam das Bündnis für beide Länder jenseits solcher Fahrradausflüge ins Heitere ist, lässt sich schwer sagen, denn über die militärische Zusammenarbeit gibt es wenig Informationen. Es gibt Hinweise darauf, dass venezolanische Militärs als Beobachter an Manövern der iranischen Marine teilnahmen und dass iranische Militärberater in Venezuela tätig wurden. Der frühere venezolanische Bergbauminister Rodolfo Sanz bestätigte 2009 ferner, dass Iran beim Aufspüren der „bedeutsamen“ Uranvorkommen im Bundesstaat Bolívar helfe. Fachleute bezweifeln, dass Venezuela in der Lage wäre, die Uranvorkommen selbst zu erschließen, folglich also fremder Hilfe bei der Ausbeutung bedürfe. Damit – und mit der Weiterverarbeitung von Uran – hat Iran Erfahrung.

Wirtschaftlich ist das Potential der Zusammenarbeit zwischen den Ländern, die beide vom Ölexport abhängen, begrenzt. Chávez und Ahmadineschad haben zwar wieder eine Reihe von Kooperationsverträgen unterzeichnet; das Volumen der gemeinsamen Projekte wird inzwischen auf fast fünf Milliarden Dollar beziffert. Vor allem geht es dabei um Produktionsanlagen für die Bauwirtschaft, die Nahrungsmittelindustrie und die Landwirtschaft. Die Folgen verschärfter Sanktionen des Westens für Irans Wirtschaft kann Ahmadineschad mit Chávez und dessen Gesinnungsgenossen in Kuba, Nicaragua oder Ecuador, die er ebenfalls in dieser Woche besuchte, kaum mildern. Zu gering ist das Handelsvolumen mit diesen Ländern, zumal viele Abkommen, die Iran in der Region geschlossen hat, Absichtsbekundungen geblieben sind.

Noch vor etwas mehr als einem Jahr hatte sich Ahmadineschad Hoffnung machen können, nicht nur mit den lateinamerikanischen Parias, sondern mit dem vor allem wirtschaftlich mächtigen Schwellenland Brasilien groß ins Geschäft zu kommen. Der frühere brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva hatte Ahmadineschad im November 2009 mit offenen Armen in Brasília empfangen. Im Atomstreit hatte sich Lula zum Vermittler zwischen Iran und Amerika aufschwingen wollen, woran er allerdings scheiterte. Diesmal hat Teheran nach Auskunft des brasilianischen Außenministeriums nicht einmal angefragt, ob Ahmadineschad vorbeischauen dürfe. Lulas Nachfolgerin Dilma Rousseff ist auf Distanz zu Iran gegangen, der Handelsverkehr hat sich seit ihrem Amtsantritt vor einem Jahr drastisch vermindert. Mit ihrem Kurswechsel habe Frau Rousseff das von Lula gestörte Verhältnis zu den Vereinigten Staaten verbessern wollen, heißt es in Brasília. Anders als ihr Vorgänger hat die brasilianische Präsidentin auch die in Iran begangenen Menschenrechtsverletzungen scharf kritisiert. Als in Iran Frauen zum Tod durch Steinigung verurteilt wurden, sagte sie: „Als Frau kann ich derlei mittelalterliche Praktiken nicht akzeptieren. Es gibt dafür keine Entschuldigung. Bei diesen Themen mache ich keine Zugeständnisse.“

Trotz zuletzt intensivierter Handelsbeziehungen musste Ahmadineschad auch um Argentinien, das zweitgrößte Land Südamerikas, einen Bogen machen. Die argentinische Justiz bezichtigt Iran des Attentats auf das jüdische Gemeindezentrum Amia im Jahr 1994 und will die Festnahme des iranischen Verteidigungsministers Ahmad Vahidi und anderer Iraner per Interpol erreichen. Ausgerechnet Vahidi hatte im vorigen Jahr offiziell Bolivien besucht und musste, als die argentinische Regierung davon erfuhr, Hals über Kopf abreisen, um einer Festnahme zu entgehen. Ahmadineschad reiste dieses Mal gar nicht erst nach Bolivien, obwohl das Land zu den Freunden Irans gerechnet wird.

Dafür durfte sich Ahmadineschad in Kuba als Prophet einer neuen Weltordnung präsentieren. An der Universität von Havanna stellte er das „Scheitern“ und die „Dekadenz“ des kapitalistischen Systems fest. Dem Kapitalismus bleibe nur noch übrig zu töten, sagte der Präsident, ohne das jüngste Attentat auf einen iranischen Atomwissenschaftler zu erwähnen. Ahmadineschad traf in Havanna neben dem kubanischen Präsidenten Raúl Castro auch den greisen Revolutionsführer Fidel Castro, wie mitgeteilt wurde. Nach seinem Treffen mit dem ecuadorianischen Präsidenten Rafael Correa wollte Ahmadineschad noch am Donnerstag die Heimreise antreten.

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Hinterhöfe

Was über die jüngste Reise von Mahmud Ahmadineschad nach Lateinamerika bekannt geworden ist, klingt nicht danach, als habe der iranische Präsident neue Freunde gewonnen. Außer in Venezuela, dessen Bankensektor für Iran immer wichtiger wird, sowie in den beiden venezolanischen Vasallen Nicaragua und Kuba, schließlich im darbenden Ecuador war Ahmadineschad nirgends willkommen. Das war vor nicht allzu langer Zeit anders. Während der zweiten Amtszeit hielt sich der brasilianische Präsident Lula für so bedeutend, dass er Ahmadineschad in Brasília willkommen hieß, im UN-Sicherheitsrat gegen Iran-Sanktionen votierte und mit dem türkischen Ministerpräsidenten Erdogan den Mediator zwischen dem Westen und der auf die Vernichtung Israels dringenden islamischen Theokratie mimte. Dilma Rousseff, seit einem Jahr Lulas Nachfolgerin, will von den Avancen ihres Vorgängers gegenüber totalitären Regimen von Iran bis Kuba nichts mehr wissen. Diese Kehrtwende sollte in Washington oder Berlin mehr zu denken geben als das Irrlichtern eines Iraners in den Hinterhöfen Lateinamerikas.

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Time am 13. Januar 2012

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1) https://madrasaoftime.wordpress.com/2012/01/06/to-know-him-is-to-hate-him-1/
2) http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/iranisches-atomprogramm-obama-rote-linie-nicht-ueberschreiten-11604874.html
3) http://tangsir2569.wordpress.com/2012/01/12/mullahs-treffen-vorkehrungen-gegen-das-iranische-volk/
4) http://tangsir2569.wordpress.com/2011/12/23/allah-o-eslamro-bayad-gaid-baraye-fardaye-behtar/#comment-15438

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PS, Soundtrack: „Shah shah a go go“ von den „Stranglers“

Hier der Text:

Shah shah a go go

Did you hear about the man
Used to live out in Iran
He was luxury‘s greatest fun
People ate out of his hand
People ate out of his hand

Shah shah a go go
Shah shah a go go
Shah shah a go go
Shah shah a go go

Sold the English all their oil
Made the people work the soil
Thought his kind had got it made
But his kind just had to pay to fade
But his kind just had to fade

Shah shah a go go
Shah shah a go go
Shah shah a go go
Shah shah a go go

Then a priest in Paris France
Made the people get up and da da dance
Sold cassettes for 60p.
Said he‘d set the people free
We shall see we shall see

Shah shah a go go
Shah shah a go go
Shah shah a go go
Shah shah a go go

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4 Antworten to “Mammut allein zu Haus”

  1. L. Says:

    Nachdem 2011 ein Scheißjahr für den Counterdjihad war – mit einem staunen- wie grauenerregend überzeugenden Revival für den Islamismus – kann es eigentlich nur noch besser werden.

    Der Kommentar von Maxim gefällt mir natürlich und gibt Hoffnung. Allerdings würde in so einem tollen Fall reiner Tisch gemacht werden. Ich glaube nicht, daß in einem solchen Fall den Mullahs Möglichkeit zur Flucht gegeben wird. Sie würden in dem Fall eher die Straßenlaternen und Bäume der iranischen Städte dekorieren.

    Der Song der Bangles wird den Leistungen des Schah in keiner Weise gerecht. Was man dem Schah in der Nachbetrachtung vorwerfen muß, ist doch das er zu wenige und vor allem zu wenige Mullahs in den Folterkellern hat verrecken und ermorden lassen.

    Ein Fehler, den man nicht ein zweites Mal machen sollte.

  2. Karsten Says:

    Lulas Auftritte waren oft mehr als peinlich – Fremdschaemen auch fuer uns Deutsche in Brasilien.
    Dilma hatte schon vor ihrer Praesidentschaft angedeutet, dass mit dieser Hampelmannaussenpolitik Schluss ist, sie hat mittlerweile groessere Zustimmung als Lula, auch die grassierende Korruption in der Regierung scheint sie nicht dulden zu wollen, mittlerweile wurde der fuenfte Minister entlassen.
    Wenn sie so weitermacht, hat Lula keine Chance auf keine dritte Amtszeit, gut so.

  3. Time Says:

    Hallo Karsten,

    herzlich willkommen!

    „Lula“ ist zu Deutsch der Tintenfisch, meine ich. Und der ist intelligent – aber ziemlich schleimig!

    Ich grüße Sie,

    Time

  4. momoood Says:

    sha shahshah gogo

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