Zu früh zum Anstoßen

Propaganda

Dr. Gunnar Heinsohn ist ein deutscher Vertreter der „Youth-Bulge-Theorie“. Wiki (1):

„Nach Gunnar Heinsohn entstehen durch youth bulges die Voraussetzungen für Bürgerkrieg, Völkermord, Imperialismus und Terrorismus. Wenn große Teile der männlichen Jugend zwar ausreichend ernährt sind, aber keine Aussicht haben, eine angemessene Position in der Gesellschaft zu finden, stehe ihnen als einziger Weg die Gewalt offen: ‚Um Brot wird gebettelt. Getötet wird für Status und Macht.’ (Heinsohn, ‚Söhne und Weltmacht’, S. 18) Politische Herrscher, so Heinsohn, bedienten sich dieser demografischen Charakteristik der Bevölkerung, wie z. B. der ägyptische Staatspräsident Nasser im Abnutzungskrieg. Andererseits wurde in Europa vom Ende des 15. Jahrhunderts an die Geburtenkontrolle unter Todesstrafe gestellt und damit – nach Heinsohn – ein Gewaltpotential geschaffen, das erst den Aufstieg Europas ermöglichte und in der Folge zur europäischen Eroberung weiter Teile der bekannten Welt führte. Über Jahrhunderte gab es in Europa Geburtenraten wie im heutigen Pakistan oder Afghanistan.“

Die historische Expansion der Mongolen oder Araber könnte ebenfalls auf Bevölkerungsexplosionen dieser Völker zurückgeführt werden. Der nach dem 11. September 2001 entstandene Counterjihad hat daher die demografische Entwicklung der Mohammedanisten aufmerksam registriert. Behauptete die Orka Annemarie Schimmel im Vorwort zur Kloranausgabe des Reclamverlages (S. 26) im Jahr 1960 noch eine weltweite Gesamtanzahl von 350 Millionen Mohammedanisten, so ist heutzutage von 1,6 Milliarden die Rede (2), was einer Vermehrungsrate um den Faktor 4,57 in nur 53 Jahren entspricht.

Für mohammedanistische Masterminds wie Mulla Krekar ist dies demografischer Jihad. Dieser Lump sagte am 13. März 2006 gegenüber der Osloer Zeitung „Dagbladet“:

„Wir sind die, die Euch ändern werden. Schauen Sie sich einfach nur die Entwicklungen in Europa an, wo sich die Zahl der Moslems wie die Moskitos vermehrt. Eine westliche Frau in der EU bringt im Durchschnitt 1,4 Kinder zur Welt. Eine Muslima in denselben Ländern bringt 3,5 Kinder zur Welt. Unsere Art zu denken wird sich als machtvoller als Eure erweisen.“

Nun verkündet Mazyeks „islam.de“ eine sensationelle Entwarnung (3). Unter der Überschrift „Propaganda antimuslimischer Rassisten und muslimischer Extremisten Lügen gestraft: Geburtenrate sinkt in muslimischen Ländern stärker als im Westen“ schreiben die Orks:

„Eine im Dezember 2011 veröffentlichte Studie des renommierten Demografen Dr. Nicholas Eberstadt kommt zu dem unerwarteten Ergebnis, dass sich in den arabischen Staaten und in der gesamten islamischen Welt tiefgreifende Veränderungen in der Bevölkerungsentwicklung bereits dokumentieren lassen.“

Inwieweit die Studie (4) seriös oder aber eine mohammedanistische Nebelkerze ist, vermag ich nicht zu beurteilen. Immerhin ist der Herausgeber das „American Enterprise Institute“, ein konservativer Thinktank (5). Seltsam finde ich es jedoch, dass die Studie schon vor über einem Jahr veröffentlicht wurde und erst jetzt Beachtung findet. Auch scheint mir die Interpretation z.B. der folgenden Grafik sehr von dem Willen gesteuert zu sein, ein abwiegelndes Bild zu erzeugen.

TFR

Die Grafik soll zur Belegung der These vom mohammedanistischen Bevölkerungsrückgang dienen, aber wie man sieht, liegen nur sechs der angeführten, beispielhaften 22 Ork-Staaten (rot) unter der systemerhaltenden Rate von 2,1 Geburten pro Frau, so what? Dennoch sind die Nachrichten, zumal in Bezug auf Naziran, durchaus vorstell- und begründbar, „islam.de“:

„Die Studie ‚Fertility Decline in the Muslim World: A Veritable Sea-Change, Still Curiously Unnoticed’ enthält Daten aus 49 Ländern und Regionen mit muslimischer Bevölkerungsmehrheit und zeigt, dass dort zwischen den Jahren 1975-80 und 2005-10 die durchschnittliche Geburtenrate um 41 Prozent gesunken ist. Zum Vergleich sank im selben Zeitraum die Geburtenrate im Rest der Welt um 33 Prozent. 22 muslimische Länder verzeichneten sogar einen Rückgang der Geburtenrate von 50 Prozent und mehr. Geburtenrückgang innerhalb von 30 Jahren um 70 Prozent – nicht in Brandenburg, sondern der Islamischen Republik Iran. Die stärksten Einbrüche der Geburtenzahlen haben sich der Studie zufolge im Iran, in Oman, in den Vereinigten arabischen Emiraten, Algerien, Bangladesch, Tunesien, Libyen, Albanien, Katar und Kuweit vollzogen. In all diesen Ländern wurde ein Rückgang um 60 Prozent und mehr dokumentiert. Besonders drastisch ist die Entwicklung in der Islamischen Republik Iran, wo in den letzten 30 Jahren ein Geburtenrückgang um über 70 Prozent feststellbar ist. ‚Das ist einer der schnellsten und ausgeprägtesten Geburtenrückgänge, der jemals in der Geschichte der Menscheit verzeichnet wurde’, sagte Dr. Eberstadt. “

Ich denke aber, es ist noch bei weitem zu früh, darauf anzustoßen.

Und noch etwas möchte ich anmerken. Dass „islam.de“ es als „Propaganda antimuslimischer Rassisten“ bezeichnet, wenn mohammedanistische Quellen gesammelt, verglichen und berechnet werden, zeigt, dass man nicht bereit ist, simple Fakten zu akzeptieren und wissenschaftlich wahrhaftig zu arbeiten, sofern die Ergebnisse für die Ideologie ungünstig sein könnten. Das Ergebnis muss für die Umma von vornherein feststehen. DAS ist Propaganda. Und es ist auch Propaganda, wissenschaftliche Termini entgegen ihrer Bedeutung, über die es eine Übereinkunft gibt, zweckzuentfremden und mit neuen Bedeutungen zu füllen. DAS ist Propaganda.

Es ist Propaganda, Mohammedanismuskritiker als Rassisten zu verleumden.

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Time am 6. März 2013

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1) http://de.wikipedia.org/wiki/Youth_Bulge
2) http://de.wikipedia.org/wiki/Muslim
3) http://www.islam.de/22003
4) http://www.aei.org/files/2012/03/21/-fertility-decline-in-the-muslim-world-a-veritable-seachange-still-curiously-unnoticed_102606337292.pdf
5) http://de.wikipedia.org/wiki/American_Enterprise_Institute

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