Kunst-Jihad

Picasso_Mädchen_Taube

Und schon wieder (1) Katar: Dieser ultraislamistische Staat hat überall seine Finger drin, wo es zur Überleitung zum gewalttätigen Jihad geht (2), aber auch in unserer Wirtschaft und neuerdings auch auf unserem Kunstmarkt mischt er kräftig mit.

In der heutigen FAZ berichtete Gina Thomas von dem Verkauf des oben stehenden Schlüsselgemäldes von Pablo Picasso an die katarischen Nazislamisten (3), die den Kloran besonders streng befolgen, und die deshalb eigentlich keine Bilder besitzen oder anschauen dürfen, auf denen Menschen abgebildet sind.

Warum kaufen sie hallenweise unsere Meisterwerke? Ich denke, dass animistische Vorstellungen die Ursache für ihr Begehren sind. So wie viele primitive Krieger sich das Herz ihres getöteten Feindes einverleibten, um dessen starke Charaktereigenschaften zu vereinnahmen, so glauben die Mohammedanisten, Macht über uns zu erhalten, wenn sie unsere großartigsten Kunstwerke in ihre Klauen bekommen. Arme Irre, sie haben noch nicht gemerkt, dass wir im digitalen Zeitalter leben und nicht mehr in Klo H. Metzels barbarischen Nomadenkultur von vor 1.400 Jahren. Trotzdem ist die Vorstellung natürlich quälend, dass der fette Emir mit seinen blutbesudelten Fingern das wundervolle kleine Mädchen auf dem Bild berührt. Insofern wäre fast zu wünschen, dass sich in den nächsten Tagen noch ein paar Kunstdiebe mit counterjihadischer Gesinnung fänden.

Aber wer weiß, vielleicht kehrt das Bild auch dereinst als Geschenk des Landes zu uns zurück, wenn die Katarer geschlossen dem Mohammedanismus abgeschworen haben werden.

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Das Kind mit der Taube geht

Wohl nach Qatar: England verliert Picassos Schlüsselwerk

Der Versuch der britischen Regierung, Picassos „L’enfant à la colombe“ vor der Ausfuhr zu bewahren, ist gescheitert. Das beliebte Schlüsselwerk aus der Frühzeit des Künstlers ist durch die Vermittlung von Christie’s ins Ausland verkauft worden, wahrscheinlich nach Qatar. Dorthin folgt es anderen Trophäen, die sich das mit Informationen wenig zuvorkommende Emirat in den letzten Jahren gesichert haben soll, unter anderem eine Fassung von Cézannes „Kartenspielern“ aus dem Nachlass des griechischen Reeders George Embiricos, die Gerüchten zufolge „mehr als“ 250 Millionen Pfund gekostet habe, sowie Mark Rothkos „White Centre (Yellow, Pink and Lavender on Rose)“, das 2007 bei Sotheby’s mit 65 Millionen Dollar einen Weltrekord aufstellte, außerdem die Sammlung des französischen Filmregisseurs Claude Berri mit Werken von Lucio Fontana, Georgio Morandi und Richard Serra, die dem französischen Staat in Aussicht gestellt worden waren. Dieser konnte jedoch mit den Scheich-Milliarden nicht konkurrieren.

Wie alle bedeutenden Kunstwerke oberhalb eines bestimmten, je nach Art des Objekts variierenden Werts wurde auch das „Kind mit Taube“ im vergangenen August mit einem Ausfuhrstopp belegt, in der Hoffnung, dass sich bis Mitte Dezember 2012 ein britischer Käufer fände, der den „empfohlenen Preis“ von fünfzig Millionen Pfund aufbringe. Wenn sich ein ernsthafter Interessent gemeldet hätte, wäre die Frist bis Juni 2013 verlängert worden. Aber die Museumskassen sind erschöpft, und nun kommt das 1901 gemalte, den Beginn der Blauen Periode des knapp zwanzigjährigen Picasso markierende Gemälde, das nach den Worten des Gutachtens für die Regierung „so eng mit unserer Geschichte und unserem nationalen Leben verwoben ist, dass der Abzug ein Unglück wäre“, England abhanden.

Das anrührende Bild gehört zu den ersten Werken Picassos, die in britischen Besitz gelangten. Es wurde 1924 von dem durch Van Goghs Porträt bekannten, schottischen Galeristen Alexander Reid an die Sammlerin R. A. Workman verkauft. Vier Jahre später hat es der Textilunternehmer und Gründer des nach ihm benannten kunsthistorischen Instituts Samuel Courtauld erworben. Er hat es 1947 Christabel Lady Aberconway vermacht, einer Society-Schönheit, die in künstlerischen und intellektuellen Kreisen viel gerühmt war. In ihrem Haus hing ein Hinweis mit dem Vermerk: „Im Brandfall bitte die Bilder in dieser Reihenfolge retten“; das „Mädchen mit Taube“ stand an erster Stelle. Sie hatte fünf Kinder, aber es ist unklar, wer die Erben des Bildes sind, die es nach ihrem Tod 1974 bis 2011 als Dauerleihgabe der Londoner National Gallery zur Verfügung stellten. Jetzt ist das „Mädchen mit Taube“ noch bis zum 26. Mai im Courtauld Institute in der ausgezeichneten Ausstellung, „Als Picasso Picasso wurde: Paris 1901“ zu sehen.

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Time am 13. April 2013

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1) https://madrasaoftime.wordpress.com/2013/04/13/im-interview-gilles-kepel/
2) https://madrasaoftime.wordpress.com/2013/02/14/katar-kauft-kanaillen/
3) http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kunstmarkt/picasso-das-kind-mit-der-taube-geht-12146725.html

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Eine Antwort to “Kunst-Jihad”

  1. Kunst-Jihad | E.J. Bron Says:

    […] https://madrasaoftime.wordpress.com/2013/04/13/kunst-jihad/ […]

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