Weg damit!

MurksisSA

Wie die deutsche Nazi-SA, nur noch primitiver:
Anhänger des gestürzten ägyptischen Präsidenten

Ein Jahr Herrschaft der Muschlimmbrüder in Ägypten: ein Jahr der Willkürherrschaft durch Dekrete, der Lynchjustiz, der Massenvergewaltigungen, der blutigen Christenverfolgung, des Zusammenbruchs der ägyptischen Wirtschaft. Aber Aiman „eigentlich verfassungstreu“ Mazyeks „islam.de“ scheint das Ende der inkompetenten Orkbrüder sehr zu bedauern (1).

Man bemäkelt die Reaktionen des Auslands: „Ausland lediglich ‚besorgt’. (…) Führende Staatschefs und Politiker äußerten sich auffallend zurückhaltend und vermieden die Verwendung des Begriffes ‚Putsch’. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon zeigte sich ‚besorgt’ über das Vorgehen der Armee.“

Ich dachte, der wäre ein ganz Schlimmer, aber schlimmer geht immer: „Auch die sogenannte ‚Salafisten-Partei’ Al-Nour flankierte die Fernsehansprache des Militärchefs und unterstützt den Sturz Mursis.“ Solchermaßen erscheint Murksi bei Mazyeks Truppe als moderater Mohammedanist der Mitte.

Immer um die Freiheit des Wortes bemüht, es sei denn, es handelt sich um Mohammedanismuskritik, heult „islam.de“ Krokodilstränen: „Medienfreiheit eingeschränkt“.

Die massive und massenhafte Gewalt, die in den letzten Monaten gegen die Kopten ausgeübt worden war, ist für „islam.de“ nicht existent. Gewalt beginnt da, wo sie die nach Weltherrschaft strebenden Orkbrüder trifft: „Dabei war es auch zu gewaltsamen Ausschreitungen gekommen, die Parteizentrale der Muslimbrüder wurde verwüstet.“

Dabei haben sie doch, so „islam.de“, die „demokratischen“ Wahlen gewonnen:

„Die Muslimbruderschaft war sowohl aus der Parlaments- als auch der Präsidentenwahl als stärkste Kraft hervorgegangen.“

Das mag schon sein, aber das gibt dem Wahlsieger nicht das Recht, per Dekret eine Nation zu ruinieren. Uralte ägyptische Kulturdenkmäler waren in Gefahr, die Wirtschaft zerstört, Christenhatz zum Feierabendspaß der Orks geworden, und vom Sinai gingen regelmäßig Angriffe auf Israel aus. Demokratie besteht nicht nur aus einer freien und geheimen Wahl des Staatsoberhauptes. Alle Parteien, Institutionen, Organisationen und Vereine müssen in einem demokratischen Staat demokratisch verfasst sein. Staat und Religion müssen getrennt sein. Auch die Wirtschaft muss sich – wie auch immer – ethischen Prinzipien unterwerfen. Minderheiten müssen geschützt werden, aber sie dürfen auch nicht versuchen, Mehrheiten zu dominieren. Alle Bürgerinnen und Bürger müssen gleichberechtigt sein. Es muss Rechtssicherheit geben. Undundund….

Ägypten unter den Orkbrüdern war ebenso wenig ein demokratischer Staat wie Syrien oder Sudan, und das Land war auf dem Weg Somalias. Eine demokratisch gewählte Regierung, die undemokratisch und destruktiv wirkt, zu stürzen, ist m.E. vollkommen legitim. Weg mit dem Dreck!

Aber das verstehen die Mohammedanisten von „islam.de“ nicht, weil sie das Wesen der Demokratie nicht begriffen haben. Sie verstehen unter Demokratie vielmehr das, was ihr Mastermind Ratze Tippex Fuhrergan darunter versteht (2):

„Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind. Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten.“

Und darum bedauern sie die Entmachtung der Muschlimmbrüder.

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Time am 5. Juli 2013
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1) http://www.islam.de/22535
2) http://de.wikipedia.org/wiki/Recep_Tayyip_Erdoğan#Verurteilung_durch_das_t.C3.BCrkische_Verfassungsgericht

 

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3 Antworten to “Weg damit!”

  1. mathieu Says:

    Erstens: Auch ein demokratisch gewählter Führer kann seine Legitimation verlieren, wenn er demokratische Rechte Schritt für Schritt abbaut. Mursi ließ Journalisten einsperren, ermächtigte sich zur unantastbaren Person und hat die Gewaltenteilung (ohne die es keine Demokratie geben kann) faktisch abgeschafft. Irgendwann hört eine Demokratie auf Demokratie zu sein. In Deutschland sollte man das wissen.
    Zweitens: Es gab in der Mursi durchgeboxten Verfassung weder Misstrauensvotum, noch Regeln für die Abwahl einer Regierung, wie das in Demokratien, die den Namen verdient haben, der Fall ist. Es wurden mehr Unterschriften gegen Mursi gesammelt als er Wählerstimmen erhalten hatte.
    Drittens: Es waren bereits etliche Minister zurückgetreten, die Regierung Muslimbrüder war schon nicht mehr handlungsfähig, nur Mursi klebte an seinem Posten. Das Militär hat zu Verhandlungen aufgefordert, zu Kompromissen. Ein Putsch verläuft normalerweise anders.
    Viertens: Das Militär sagt, dass es nicht gegen die ägyptische Verfassung verstoßen habe. Laut der Verfassung habe das Militär das Recht einzugreifen, wenn die Sicherheit des Landes in Gefahr ist.
    Fünftens: Vermutlich hätten in einem echten Rechtsstaat bereits genügend Gründe vorgelegen, Mursis Immunität aufzuheben und ihn anzuklagen, wegen Volksverhetzung, Unterstützung von terroristischen Vereinigungen etc. (er ernannte u.a. Adel al-Chajats von der früheren Terrorgruppe Gamaa Islamija zum Gouverneur), was dank der Entmachtung der Justiz im Mursi-Ägypten nicht mehr möglich war.

    Jelzin hat sich vor 20 Jahren die Macht zurück geputscht und es gab niemanden, der die Rechtmäßigkeit in Frage gestellt hätte, obwohl es ein veritabler Staatsstreich war mit 120 Toten. (http://de.wikipedia.org/wiki/Russische_Verfassungskrise_1993)

    Wer sich auf Mursis Seite stellt wie Pinocchio Mazyek, zeigt, wo er selbst steht. Ganz bestimmt nicht auf Seiten der „moderaten“ Muslime. Wer sich auf Mursis Seite stellt ist entweder dumm oder dumm oder dümmer oder Fundamentalist.

    Die konservative blu-news schreibt:

    „Unvergessen ist, wie sich damals, während der „Arabellion“, die Kommentatoren in Deutschlands Medien vor Freude überschlugen. Kritische Töne an dem, was da nun kommen könnte, las man allenfalls auf Seiten der so genannten „islamkritischen Szene“, in Texten derer, die man in linken Blättern gerne als „Islamhasser“ beschimpft. Doch wir, die „Islamhasser“, sollten Recht behalten. Nicht, weil wir wirklich den Islam hassen würden. Wohl aber, weil wir ihn kritisch sehen. Wie zutreffend die Grundpfeiler dieser Kritik sind, zeigt sich gerade in Kairo überdeutlich. Und es sind Muslime, die diese Botschaft überbringen, die in Deutschlands Medien bloß leider niemand hören, geschweige denn reproduzieren will.
    (…)
    Die neuerlichen Proteste, die – so scheint es aktuell – weit eher als erwartet zum Sturz des islamistischen Präsidenten führen, mahnen ebenso zu Differenzierung. Nicht alle Muslime unterstützen jenen Kurs, für den die Muslimbruderschaft steht. Der aktuelle Protest ist eine Revolte gegen den Islam, angezettelt, ausgeführt und hoffentlich auch zu Ende gebracht von Hunderttausenden Ägyptern, Hunderttausenden Muslimen. Chapeau! Respekt! Wir ziehen den Hut vor Euch!“

  2. KarlMartell Says:

    Auch hier wieder das Fatale: Wir drücken den Ägyptern, genau wie bei uns den Türken, den Stempel auf: MUSLIM.
    Der Islam ist etwas zutiefst zu Verabscheuendes, etwas Unanständiges. Und ich denke, manche Ägypter wissen das auch und wer wirklich gegen den Islam revoltiert, ist kein „Muslim“.

  3. mathieu Says:

    Jetzt missbraucht der Westen schon Kinder für seine Propaganda…

    …wird vielleicht demnächst auf islam.de zu lesen sein. In Wahrheit ist dieser 12jährige schlauer als sein Ex-Präsident.

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