Kairo in Garbsen, Garbsen in Kairo

Garbsen

Einen m.E. sehr pointierten Artikel von Robert von Lucius zum Thema „mohammedanistisches Attentat auf Kirche in Garbsen“ brachte die FAZ am 15. August (1). Die Situation dort ist völlig klar, aber die Dimmies in Gestalt des Stadtsuperintendenten und der Pastorin belügen sich und den Rest der Welt lieber.

Mazyeks „islam.de“, das jede harmlose Kritzelei an einer Moschee zum staatsgefährdenden Kapitalverbrechen aufbläst, schweigt in diesem Fall.

Die Mullahs predigen den Hass, die Jugendlichen exekutieren ihn und gehen, weil ihre Taten als die Pubertierender gelten, straffrei aus – eine raffinierte Jihad-Taktik, die nur deshalb funktioniert, weil links-grüne Vaterlandsverräter in Deutschland den öffentlichen Diskurs bestimmen können.

Die abgefackelte Kirche von Garbsen ist, wie das Beispiel Ägypten zeigt, wo in zwölf Stunden 64 Kirchen bzw. christliche Einrichtungen attackiert wurden (2), ein Blick in unsere Zukunft, eine Zukunft, die es mit aller Kraft zu verhindern gilt.

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Brandstiftung als Spektakel

Zwei Jugendbanden tyrannisieren Garbsen nahe Hannover. Mal werden Müllcontainer angezündet, mal Mehrfamilienhäuser. Jüngst auch eine Kirche.

Auf der Rückseite eines kleinen Geschäfts steht wie anderswo in Garbsen ein Graffiti „AIG 23“, „Ausländer in Garbsen“. Von dort aus sieht man auf dem Nachbargrundstück die Willehadi-Kirche, die Spuren eines Brandes trägt. Eine Million Euro soll der Schaden betragen. Die Kirche stand wohl in Flammen infolge einer Brandstiftung. Aber der Stadtsuperintendent und die Pastorin glauben nicht an Absicht, sondern eher an ein „Spektakel“, das außer Kontrolle geriet. Bauschutt sei angesteckt worden, „von wem auch immer“. Das Feuer griff dann auf die Kirche über.

Seit dem Brand vor knapp zwei Wochen gibt es zwei gegenläufige Strömungen in der Stadt. Die einen weisen auf den nachlässigen Umgang mit zwei rivalisierenden Jugendbanden hin, die Teile der Stadt tyrannisierten. Neben der AIG ist das die ADHP, die „Auf der Horst Power“. Andere fordern besonnenes Handeln und sagen, es gebe keine Hinweise darauf, wer die Kirche in Brand steckte. Und sie verweisen darauf, dass danach nicht nur die christliche, sondern auch die muslimische Gemeinde eine Mahnwache gegen die Zerstörer hielt und für einen Wiederaufbau sammelte.

Die Gegend Garbsens an der Stadtgrenze zu Hannover wirkt zwar mit grauen dreistöckigen Reihenhäusern öde, aber nicht ärmlich. Es gibt einen Spielplatz mit Fußballfeld nahebei und viel Grün, um die nahe Autobahn abzuschirmen. In jenen Straßen im „Problemviertel“ Sperberhof sammeln sich zwei Jugendgangs, voneinander getrennt durch eine Schneise mit Garagen. Hier steht ein auffallend hoher Anteil von Autos einer deutschen Luxusmarke. Eine Bewohnerin berichtet, abends gingen sie und ihre Tochter aus Sorge kaum mehr auf die Straße. Als sie frühmorgens mit der Polizei ins Gespräch kam, habe diese gesagt, um diese Zeit brauche sie nicht besorgt zu sein, da schliefen die Jugendlichen. Trotzdem warnt sie vor schnellen Schuldzuweisungen.

Die Kirche ist nun ohne Dach und mit zersplitterten Fenstern. Immer wieder machen Anwohner halt am Bauzaun. Dort hängen zahllose bunte Schleifen und Plakate mit guten Wünschen. Dazu ein Schild: „Garbsen ist Multikulti and I love it“. Mit drei Herzen. Zum ersten Gottesdienst nach dem Brand kamen 600 Menschen. Die benachbarte katholische St. Raphael-Kirche bot der evangelischen Kirche Obdach bis zum Neubau. Die Landessuperintendentin gedachte der Brände der Synagogen im Nationalsozialismus und der Kirchen, auf die im Krieg Bomben fielen – man habe gedacht, das sei vorbei. Es sei nun wichtig, nicht nur nach den Urhebern der Brandstiftung zu suchen, sondern auch nach den Ursachen zu fragen. Dazu gehöre möglicherweise auch der Bau von Quartieren Ende der Sechziger, in denen Menschen nur schwer zueinanderfinden könnten. Man solle auch auf hoffnungsvolle Bilder setzen – in der zerstörten Kirche trägt die bronzene Christusfigur einen verkohlten Balken auf den Schultern.

Die Polizei glaubt an vorsätzliche Brandstiftung, für Mutmaßungen über die Täter sei es aber „noch viel zu früh“. Seit Jahresbeginn gab es im Stadtviertel „Auf der Horst“, zu dem der Sperberhof zählt, mehr als 30 Brandstiftungen. Müllcontainer, aber auch Mehrfamilienhäuser wurden angezündet. Auch in Hameln gab es vor wenigen Tagen Feuer auf einem Kirchengelände.

Die Polizei sucht mit Plakaten nach den Tätern, 15.000 Euro sind für Hinweise ausgelobt. Bürgermeister Alexander Heuser (SPD) will ein „breites Bündnis gegen Vandalismus und Brandstiftung“ bilden und bat am Wochenende zu einer Bürgerversammlung neben der Kirche. Dort hatten auch die „Hannoveraner“, eine rechtspopulistische regionale Gruppierung, einen Informationsstand aufgestellt. Sie baute ihn aber nach einer halben Stunde infolge von Anwohnerprotesten wieder ab.

Die Stadt will nun vier neue Sozialarbeiter einstellen. Sie sollen gezielt auf etwa zwanzig namentlich bekannte Jugendliche zugehen, die in dem Gebiet um die Kirche herum für Unruhe sorgen. Auf die schweren Probleme in Garbsen hatte schon vor zwei Jahren ein Hauptschulleiter hingewiesen. Er bat kurz vor seiner Pensionierung um Polizeischutz und wies auf Pöbeleien hin, auf zerstochene Autoreifen, Gewalt gegen Lehrer und Erpressung. Damals ging es um Konflikte zwischen kurdischen und türkischen Schülern. Polizei und Landespolitik reagierten rasch, während die Stadtverwaltung abwiegelte. Seitdem aber kam manches in Gang. Kontaktbeamte der Polizei gehen in Grundschulen und suchen das Gespräch, weisen auf die schwierigen sozialen Bedingungen von Jugendlichen ohne deutschen Pass und ohne berufliche Chancen hin.

Auf der Bürgerversammlung neben der Kirche nun herrschte eine aufgeheizter Stimmung. Jugendliche würden mal Steine gegen Balkone werfen, mal Gartenhecken anzünden, beschwerten sich einige. Andere wendeten ein, die Lage im Horst habe sich gebessert. Der Bürgermeister und die Sozialdezernentin sagten, dass „Präventionsrat und Arbeitsgruppen“ sich mit dem „Problem“ beschäftigten. Jetzt reagierte auch der Bürgermeister und lud die Staatsanwaltschaft für die kommenden Tage zu einem „Behördengespräch“ ein. Auch diesmal hatte der Leiter der Polizeiinspektion Garbsen dieses Treffen angeregt mit dem Hinweis, dass eine Gruppe Jugendlicher einen ganzen Stadtteil tyrannisiere, festgenommene Täter aber stets nach wenigen Stunden auf freien Fuß kämen. Im März stand einer der Anführer der Garbsener Jugendgang, 21 Jahre alt und mit einem Dutzend Vorstrafen, vor dem Amtsgericht Neustadt. 26 Taten in 13 Anklagepunkten wurden ihm vorgeworfen, darunter Bedrohung, Körperverletzung und Raub. Als die Richterin zwei Jahre Jugendstrafe auf Bewährung gegen ihn verhängte und er freigelassen wurde, feierten ihn seine Freunde wie einen Helden.

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Time am 16. August 2013

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1) http://www.faz.net/aktuell/politik/bandenkriminalitaet-brandstiftung-als-spektakel-12530215.html
2) http://koptisch.wordpress.com/2013/08/16/alwatan-online-64-angriffe-auf-kirche-und-christliche-einrichtungen-binnen-12-stunden/#more-51813

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20 Antworten to “Kairo in Garbsen, Garbsen in Kairo”

  1. Sophist X Says:

    Die Erbärmlichkeit der örtlichen Behörden und Kirchen erschließt sich zwar aus dem Bericht, wird allerdings nicht benannt oder herausgestellt.
    Lucius macht einen Bogen um Stellungnahmen, zählt nur das Offensichtlichste auf und überlässt das Ziehen unpopulärer Schlüsse den Lesern. Die können letztlich das, was zwischen den Zeilen steht, so rum oder auch andersrum zusammenbauen.

  2. Tangsir Says:

    Das Ganze erstaunt mich nicht unbedingt. Selbstverständlich wollen die Verantwortlichen den Schleier des Schweigens über den Brand legen und es unter allen Umständen vermeiden, die migrantischen Jugendlichen vor Ort zu verdächtigen.

    Ein ähnlicher Fall begegnet uns bei der koptischen Ägypterin, die mit dem Stürzenberger auf den Marktplätzen in München auftritt und die behauptet hatte, Imam Idriz hätte gemeint, dass Abdel-Samad auf eine schwarze Liste gesetzt worden wäre und, dass man sich um ihn kümmern werde. Dass Abdel-Samad, nach einem klärenden Anruf bei Idriz, ihm nun rät Anzeige gegen PI-News zu stellen, die solche Lügen verbreitet, ist absolut verständlich. Dass diese Koptin, zusammen mit Stürzenberger, gelogen hat ist offensichtlich, denn auf keine der vorhandenen Videos wird ihre Aussage bestätigt.

    Beschämend in diesem Zusammenhang ist aber, dass Stürzenberger und PI an den Lügen der Koptin festhalten und den Idriz der Lüge bezichtigen. Nachdem sich aber zeigt, dass sie wohl offensichtlich gelogen hat, wird ein Schleier des Schweigens über diesen Sachverhalt ausgebreitet, um diese christliche Migrantin zu schützen.

    Tja, jeder bedient sich der Migranten auf einer anderer Art, aber die christliche Tradition des Lügens und des Schweigens über eigene Verfehlungen, funktioniert heute genauso zuverlässig wie in den Anfangszeiten des Christentums.

    Fest steht inzwischen aber, dass PI und solche, die an Lügnern und Idioten festhalten nicht mehr zu trauen ist. Genausowenig auch den Aktionen des Stürzenbergers, die nur vordergründig dazu dienen eine Moschee am Stachus zu verhindern, denn letztendlich geht es nur darum Unterschriften für die Partei der Freiheit zu sammeln.

    Wenn man am laufenden Band lügt, betrügt und sich sogar mit den Torktazi gegen Iranern verbündet, darf man sich nicht wundern, dass man jegliche Glaubwürdigkeit verliert.

    Inzwischen bin ich der festen Überzeugung, dass es sich bei PI-News und deren Helfer nur um die andere Seite der Medaille handelt, über die wir uns alle in diesem Beitrag ärgern.

    Christlicher und muslimischer Fanatismus sind sich viel näher als wir es zugeben wollen und inzwischen bin ich zu der Überzeugung gelangt, dass es sinnlos ist auf die Hilfe und Solidarität von Menschen zu bauen, die sich der christlichen Tradition des Schweigens und Lügens verpflichtet haben. Es wird immer von Einheit gesprochen, dabei meint man damit nur, dass man über Lügen, Diebstähle und andere Missetaten in den eigenen Reihen schweigt.

    Deswegen auch sollte man sich nicht über die Behörden in Garbsen ärgern, denn wir christlichen „Islamkritiker“ sind nicht besser.

  3. Jakobiner Says:

    Gegen die Verharmlosung der Muslimbruderschaft–für eine gemeinsame Front zwischen Säkularen und dem Militär

    In meinem Artikel „Gegen die Verharmlosung der Muslimbruderschaft“habe ich mich klar für ein Bündnis zwischen säkularen Kräften und dem Militär ausgesprochen, um die unbelehrbaren Muslimbrüder einzudämmen, zu isolieren und eventuell auch zu spalten. Ich bin froh, dass Hamed Abdel-Samad den angeblichen „Putsch“ebenso als Gewinn für den Säkularismus einschätzt.. Diese Konstellation haben wir nun in Ägypten: 15 Millionen und mehr, die die Tamarudbewegung unterstützen und das Militär, das nicht wie in der Türkei unter Erdogan den Zeitpunkt abwarten möchte, bis die Muslimbrüder es auch entmachten und dann mittels ägyptischen Ergenekonprozessen ausschalten und dann gleichschalten.

    Nun wird viel fabuliert: Mursi sei demokratisch gewählt worden—das ist ja richtig und es war auch ein erster Schock, dass Mulimsbrüder und Salafisten solch eine satte Mehrheit bekamen. Aber innerhalb eines Jahres hat Mursi und die Muslimbruderschaft dem letzten verblendeten Idioten in Ägypten klargemacht, wohin ihre Herrschaft geht—in eine rasche Islamisierung der Republik und zumal wirtschaftlich haben die Muslimbrüder auch nichts zustande gebracht-trotz Milliardenspenden aus Katar und befreundeten Muslimbrüdern. Letzteres wird auch keine neue Regierung in einem absehbaren Zeitraum realisieren, aber bezeichnend ist, dass die Muslimbrüder auf ihrer Webseite zwar die Mängel der kurzen Interimsregierung des Militärs benennen könne, sie aber keinerlei Bilanz ihrer eigenen desaströsen Performance bringen noch irgendwelche Wirtschaftsprogramme oder Ideen, wie Ägypten aus der Misere kommen könnte. Islam ist eben nicht die Lösung.Aber die Muslimbrüder beharren trotz den 15-Millionen Unterstützern der Tamarudbewegung angesichts ihrer 11 Millionen Unterstützer der Tagarudbewegung auf die Rückkehr Mursis, auf eine islamische Verfassung, auf ihre unbedingte Herrschaft.Sie wollen keinen nationalen Kompromiss, sondern ihre Maximalforderung durchsetzen, als hätte die millionenstarke Tamarudbewegung neimals existiert und hätten die säkularen Kräfte kein Mitspracherecht.Zudem bewaffnen die Muslimbrüder ihre Leute, umgekehrt wäre der Tamarudbewegung selbiges anzuraten, um mit dem Militär die Muslimbrüder niederzuschlagen, wenn sie denn unbedingt die Machtprobe suchen und nicht von ihren Extremforderungen abgehen.Die Gründung von Milizen seitens der Tamarudbewegung ist der richtige Schritt—nach beiden Seiten—gegenüber den Muslimbrüdern und gegenüber dem Militär.Die säkularen Kräfte sollen unnachgiebig daran festhalten und erst dann in einen nationalen Dialog mit der Muslimbruderschaft eintreten, wenn diese sich spaltet oder ihre Maximalforderungen aufgibt.

    Dazu sollte der Westen, ob nun Westerwelle oder Obama nicht ewig die Deeskalation anmahnen, sondern die Kampfbereitschaft säkularer Kräfte und des Militärs würdigen.Die Zeit, dass der Westen als Vermittler auftreten kann, ist ohnehin vorbei wie die gescheiterten Missionen von EU-Ashton, des US-amerikansichen Vizeaußenminsiters und Westerwelles klar zeigen.

    Wider die Verharmlosung der Muslimbruderschaft

    Es ist seit den arabischen bürgerlich-demokratischen Revolutionen in Nordafrika in Mode gekommen, die Muslimbruderschaft zu verharmlosen. So etwa in dem Beitrag in Foreign Affairs:

    The Muslim Brotherhood After Mubarak

    What the Brotherhood Is and How it Will Shape the Future

    CARRIE ROSEFSKY WICKHAM is Associate Professor of Political Science at Emory University [1].

    With the end of the Mubarak era looming on the horizon, speculation has turned to whether the Muslim Brotherhood will dominate the new Egyptian political landscape. As the largest, most popular, and most effective opposition group in Egypt, it will undoubtedly seek a role in creating a new government, but the consequences of this are uncertain. Those who emphasize the risk of “Islamic tyranny” aptly note that the Muslim Brotherhood originated as an anti-system group dedicated to the establishment of sharia rule; committed acts of violence against its opponents in the pre-1952 era; and continues to use anti-Western, anti-Zionist, and anti-Semitic rhetoric. But portraying the Brotherhood as eager and able to seize power and impose its version of sharia on an unwilling citizenry is a caricature that exaggerates certain features of the Brotherhood while ignoring others, and underestimates the extent to which the group has changed over time.

    http://www.foreignaffairs.com/articles/67348/carrie-rosefsky-wickham/the-muslim-brotherhood-after-mubarak

    Im wesentlichen wird derfolgt argumentiert: Die Muslimbruderschaft sei zwischen einem alten gerontokratischen und jungen modernistischen Flügel gespalten. Golineh Atai erklärte bei Anne Will im ARD gar, in der Muslimbruderschaft gebe es einen jungen und alten Flügel und eine eigene Art Frauenbewegung. Deutsche Orientalisten sehen mehrheitlich in der Muslimbruderschaft gar eine neue AKP, die Ägypten modernisieren werde. Und dann wird auch noch unterschieden: Es gäbe einen karitativen Flügel der Muslimbruderschaft, der den mangelnden Sozialstaat in Ägypten ersetze und nur den wohlfahrtlichen Zielen verpflichtet sei, während ein kleiner Teil davon separat ein noch antisemitischer, islamistischer Restverband sei, den man zu negieren habe. Desweiteren wird darauf hingewiesen, dass die Muslimbruderschaft keinen Gottesstaat mehr wolle und sich ganz legalistisch in das Parteienspektrum eingebracht habe: “Realpolitik unter islamischen Vorzeichen“ sei zu erwarten (Verfassungsschutzbericht NRW 2006). Desweiteren wird argumentiert, dass die Muslimbruderschaft noch keine Partei mit eigenem Programm und eigenem Führer sei, sich also noch aufspalten und moderieren werde.

    Es ist richtig, dass die Muslimbruderschaft momentan noch keinen auserkorenen Führer und ein Parteiprogramm hat. Aber das wird kommen UND: Ihre Mindestforderung wird die Scharia und ein Staat gemäß der Scharia werden. Hassan El- Banna hat das Programm hierfür geschrieben und davon weicht die Muslimbruderschaft auch bis heute nicht ab. Dass die Muslimbruderschaft keine Theokratie und Gottesstaat fordert, hängt damit zusammen, dass sie selbst kaum nennenswerte Theologen auf ihrer Seite hat, geschweige denn einen ägyptischen Khomeini. Das bedeutet aber nicht, dass die Muslimbruderschaft nicht einen islamistischen Staat fordern würde. Dass die Muslimbruderschaft karitative Institutionen unterhält, ist richtig, aber es wäre genauso zu sagen: Die NSDAP hatte eine SA und die SA hatte Suppenküchen und deswegen wäre die SA die dominante Richtung und nur eine sozialkaritative Organisation gewesen. Wohlfahrtsinstitutionen aufzubauen,um einen Staat im Staate zu etablieren und zur Rekrutierung von Anhängern zu nutzen, die den säkularen Staat unterminieren und stürzen wollen, ist der eigentliche Zweck, nicht Humanität.Da werden Zweck und Mittel ein wenig verwechselt. Die sogenannte Frauenbewegung der Muslimbruderschaft fordert ebenso nur Gleichberechtigung unter der Scharia—ist also keine Frauenemanzipationsbewegung, sondern auf die Unterwerfung der Frau unter den Mann angelegt. Die Muslimbruderschaft mit der türkischen AKP zu vergleichen, übersieht, dass es schon eine Abspaltung von der Muslimbruderschaft gab, die eben AKP-Linie führt: die Wasat-Partei. (http://arabist.net/post-islamist-rumblings-in-egypt-the-emergence-of-the-wasat-party/Siehe schriftliche Version:Post-Islamist rumblings in Egypt: the emergence of the Wasat party.Source: The Middle East Journal, Summer 2002 v56 i3 p415(18).).

    Diese hat sich gerade aus der Unveränderbarkeit und Unbelehrbarkeit der Muslimbruderschaft –trotz ihres angeblichen Flügels an Jungreformern–abgespalten, weil sie eben weiß, dass die Muslimbruderschaft eine islamistische Vereinigung ist, für die der legalistische Weg nur der Kurs Hitlers nach seinem gescheiterten Putsch an der Feldherrenhalle 1923 ist: In die Parlamente gehen und sich legal erscheinen zu lassen, aber eben nichts an ihrem radikal-islamischen Programm abzuschreiben.

    D.h.: Die Muslimbruderschaft wird die größte ernstzunehmende anitsäkulare und antiwestliche Organisation sein in Post-Mubarak-Ägypten. Sie zu isolieren, zu spalten und zu bekämpfen, wird die größte Herausforderung für die säkularen Kräfte in Ägypten sein. Dies wird nur in Kooperation mit dem ägyptischen Militär und unter Auflage von Sozialprogrammen gehen, die den Muslimbrüder ihren direkten Zugriff zu den armen Schichten in Ägypten verwehrt. Ob dies aber geschehen wird, bleibt fraglich. Denn neue Mittelschichten sind meist gefühlsarm gegenüber unteren Schichten. Aber eine Art Bismarck: Islamistenbekämpfung bei Sozialgesetzgebung wäre für Ägypten eine wichtige Sache. Momentan ist die Muslimbruderschaft noch in der Defensive, möchte angeblich nicht einmal einen eigenen Präsidentschaftskanidaten stellen, aber sie wird die Zeit der nächsten 5 Jahre nutzen, um sich für die kommende Offensive vorzubereiten.

  4. Jakobiner Says:

    Was rät uns Leo Brux? Na dasselbe wie in der Türkei. Erst unterstützt er Erdogans Reformen und befürwortet die Ausschaltung des säkularen Militärs, ja ergötzt sich an dem Ergenokonprozess. Dann, als das Militär entmachtet ist, fällt ihm plötzlich auf, dass jetzt die letzte Bastion gegen die Islamisierung der Türkei unter Erdogan gefallen ist. Jetzt plötzlich kirtisiert er Erdogan,nachdem dieser die Macht hat, die Leo Brux ihm gegebnet hat.Und beim ägyptischen Militär fällt ihm auch nicht mehr ein, dass das eine völlig korrupte Bande sei, die weggehöre und man sollte die Muslimbrüder noch bis zu ihrer Amtszeit im Ante lassen, damit sich diese selbst entzaubere. Nun: Die ägayptischen Militärs sind da klüger als die türkischen Militärs und haben ihrer eigenen Entmachtung nicht Bruxmäßig zugestimmt und den Muslimbrüdern die Einfahrtsstrasse überlassen, sondern haben eben geputscht und sind mit den säkularen Kräften eine Einheit eingegangen.Ein Glück, dass Ägayptens Militär und Säkulare ihrem eigenen Hirn vertrauen als den Leo Bruxen und Claudia Roths der EU!

  5. Jakobiner Says:

    Obenstehendes kann auch als Gastkommentar abgedruckt werden.“Wetterwendisch“ bin ich, da ich weder MoT (also das Ork/Tork-Geschwätze)noch Brux (islam ist Frieden) tiefergehende Bindungen empfinde, sondern mir es eher um Argumente geht, die bei beiden teils bedient, teils nicht bedient werden.

  6. Tangsir Says:

    Aus den Zeilen von Jakobiner geht eine ganze Portion an Unwissenheit und Desinteresse gegenüber den ägyptischen Verhältnissen hervor. Welche Ziele z.b. die sogenannte Frauenbewegung innerhalb der Muslimbrüder-Bewegung verfolgt weiss unser Jakob nicht, denn er hat sich nie eingehender mit der Thematik beschäftigt, dafür wird den Ägyptern geraten a la Bismark mehr für Soziales auszugeben. Dabei finanziert der ägyptische Staat schon sehr viele Subventionen, die an die Armen gehen, da es aber nicht über dieselben hohen Einnahmen wie der deutsche Staat verfügt, kann diese Hilfe nur rudimentär erfolgen.

    Wenn das Geld also nicht vorher erwirtschaftet wird, kann sie auch nicht unter den Armen verteilt werden. Und im selben arroganten und nicht informierten Ton geht es weiter. Offenbar hierbei wird ein Mitteleuropäer, der Muslime und ihre Probleme lediglich aus den Medien kennt und auch emotional nicht in der Lage ist eine Verbindung zu ihnen aufzubauen, denn letztendlich geht es dem Jakob nur darum die Zeit tot zu schlagen und dumm zu schwätzen, genauso wie es der Leo Brux tut (Wer liest freiwillig den täglichen Schrott, den er schreibt). Es finden sich aber immer wieder Leute wie Jakobiner, die anscheinend keine andere Lebensperspektive haben, als sich ausführlichst mit anderen geschwätzigen Mitteleuropäern über die Probleme der Muslime und säkular eingestellten Menschen aus islamisch dominierten Ländern zu unterhalten, allerdings ohne auf ihre Probleme einzugehen, denn die Perspektive bleibt die eines zu Ausländern auf Distanz gehenden Warmduschers, der vorgibt in ihren Namen und in ihrem Sinne zu sprechen

    Da frage ich mich doch ernsthaft wie relevant die Stimme von solchen Leuten ist und ob diese wirklich daran glauben ernst genommen zu werden. Weder der Brux, noch der Jakob oder andere, die bei Brux unterwegs sind pflegen wirklich soziale Kontakte zu Ausländern oder orientalischen Menschen. Das liest man immer wieder durch ihre Zeilen, deshalb ist auch die vorgespielte Differenziertheit die Wortwahl von Time abzulehnen nichts weiter als peinlichste Koketterie.

    So eine Haltung strahlt dann wiederum auf den Charakter aus und deshalb auch lässt Jakobiner es zu von einem Leo Brux von seinem Blog zu exkommuniziert zu werden, um nur kurz darauf den Schw*nz einzuziehen und dort wieder aufzutauchen. In der Zwischenzeit hatte er dann diesen Blog zu seinem Wohnzimmer gemacht und fast stündlich dümmlichste Kommentare in epische Länge verfasst. Wie soll man so jemanden respektieren, vor allem in Anbetracht der Niederträchtigkeit die Arbeit von Time auf seine Wortwahl gegenüber Orks und Borgs zu reduzieren. Denn wenn Jakob schreibt, dass es ihm um Argumente geht, so meint er damit nur seine hier getätigten Selbstgespräche. Ich wüsste sonst nicht, dass er an dieser Stelle die Argumente Times aufgegriffen oder sie wenigstens kritisiert hätte.

    Persönliche Integrität ist nicht bloß ein Schlagwort lieber Jakobiner und ehrenhafte Menschen verfügen über so etwas wie Selbstachtung. Menschen ohne Selbstachtung wiederum sind das erbärmlichste was es gibt, denn ihnen mangelt es an Primärtugenden, daher auch sind sie die ersten, die auf Sekundärtugenden verweisen, wie in diesem Fall die politisch nicht korrekte Wortwahl von Time. Ich kann gar nicht oft genug betonen wie voller Verachtung ich gegenüber solche Typen bin, die sich zu allem Überfluss auch noch als diejenigen präsentieren, die mit ihrem Halbwissen meinen eine differenzierte Meinung zu vertreten.

    Nur weil du dich hier gegen Brux wendest (Wer weiss warum), bedeutet noch lange nicht, dass das von Wert wäre, denn ich wüsste nicht inwieweit unehrliche Geschwätzigkeit den Muslimen oder säkularen Kräfte helfen sollte oder unserer Sache dienlich wäre. Genauso verhält es sich mit Brux und den „Migranten“. Die benutzt er bloß um seine verpfuschte Existenz ein Sinn zu geben, denn sowohl sein Engagement als auch sein Blog dienen lediglich der Befriedigung eigener Befindlichkeiten.

    Was habt ihr überhaupt mit uns (Ex)Muslimen zu tun? Welchen Zugang habt ihr zu unseren Schmerzen, Ängste und Hoffnungen? Nichts, Nada, noch nicht einmal Verständnis für unseren Kampf habt ihr, sobald ihr euch persönlich beleidigt fühlt. Demnach zu urteilen und aufgrund der eklatanten Humorlosigkeit in Bezug auf Times Wortwahl, sehe ich im Jakobiner viel mehr Gemeinsamkeiten mit einem verbohrten Muslim, als, dass ich in ihn einen ernsthaften Gesprächspartner sehe.

    Ganz ehrlich, ich lebe schon lange in Deutschland, aber solche Typen sind mir immer wieder über den Weg gelaufen und es hat sich immer wieder bestätigt, dass nicht Nazis einen diskriminieren und versuchen aus der eigenen Mitte auszuschliessen, sondern solche behäbigen Bidermänner mit Stock im A*sch, wie Jakob und Leo.

  7. Jakobiner Says:

    Zu Tangsir:
    Zwar episch breite persönliche Schmähungen, aber inhaltlich kaum etwas zur Sache.Wer wie du nicht kapieren willst, dass die Bekämpfung der Muslimbruderschaft auch mit der sozialen Frage zusammenhängt, ist selber ein Mitteleuropäer mit dem Stock im A.
    Im Buch der Sadat-Witwe kann man ausführlich nachlesen, wie die Muslimbrüder als Sozialstaatsersatz ihre Gruppierung aufbauen und damit breite Sympathie ernten, weil sie als „sozial“ und „gerecht“ wahrgenommen werden.Und zur Zeit Bismarcks galt der Sozialstaat auch bei seinen Kritikern als unfinanzierbar, wurde dann aber eben auch eingeführt ohne weitere Probleme.

  8. Jakobiner Says:

    Nach reichlicher Überlegung ziehe ich mich aus beiden Blogs zurück–MoT UND IG Blog von Brux.Differenzierte Diskussionen sind aufgrund des jeweiligen Weltbildes beider nicht möglich.
    Macht´s gut und streitet euch nicht zu sehr!

  9. mathieu Says:

    @Jakobiner
    Schade. Hätte sich ja vielleicht mal eine Diskussion ergeben.

  10. Tangsir Says:

    Siehst du Jakobiner, du bist einfach nicht fähig zu diskutieren, denn dazu gehört Kritikfähigkeit, dass man sein Gesprächspartner nicht in der dritte Person anspricht, und, dass man ein Dialog nicht mit einem Monolog verwechselt. und nun fühlst du dich so beleidigt, dass du dich freiwillig aus beiden Blogs exkommunizierst. Ob das Beleg für die Reife einer Person und seines Standpunkts ist?

    Und abermals Nein! Die Muslimbrüder sind kein „Sozialstaatsersatz“, sondern sie verteilen Almosen, die mit einer religiös motivierten Erwartungshaltung verbunden ist, die sie mittels physischer und psychischer Druck skrupellos durchsetzen. so etwas vergleicht man mit Mafiamethoden und nicht mit einem Sozialstaat. Wer nicht die gedankliche und sprachliche Klarheit aufweist diesen Unterschied zu begreifen, der redet sich natürlich auch ein, dass torkische Gewalt Ausdruck eines Schichtenproblems ist und somit mit Einkommensunterschiede erklärt werden kann. Von der kollektiven Mentalität der Türken und der frühen Indoktrination zum soldatischen Verhalten im Zivilleben spricht unser Jakob nicht, denn er beschäftigt sich ja nicht mit türkischen Autoren wie Pinar Selek : https://madrasaoftime.wordpress.com/2011/02/10/je-schlechter-desto-besser/

    Dabei würde es reichen bei Time aufmerksam zu lesen, aber vor allem damit echtes Interesse an uns Menschen aus dem Orient zu haben, was du eben nicht hast. Du willst mit deinesgleichen über ein Menschenschlag sprechen, die du nicht begreifst und mit deren Seelenleben du dich nie beschäftigt hast, dafür wird das Deutschland der Bismark-Zeit mit dem heutigen Ägypten verglichen. In Ägypten herrscht hohe Arbeitslosigkeit und das Bruttoinlandsprodukt dieses Landes beträgt gerade mal weniger als 10% dessen was Deutschland erwirtschaftet. Nicht zu vergessen, dass Lebensmittel, Benzin und alles andere auf dem Weltmark zu Weltmarktpreisen eingekauft werden müssen und es das nicht für lau gibt. Hätte der Jakob echtes Interesse an den Verhältnissen in Ägypten, wüsste er, dass eine der größten Posten im ägyptischen Staatshaushalt die Subventionierung von Lebensmitteln und Benzin für die Ärmsten ist. http://www.wiwo.de/politik/ausland/aegypten-subventionen-verschlingen-milliarden/6846116-3.html

    Der ägyptische Staat ist sicherlich korrupt und es gibt Vetternwirtschaft, aber unter diesen Bedingungen eine Stärkung des Sozialstaates zu fordern, um den Muslimbrüdern Paroli zu bieten, ist schlicht und einfach Ausdruck von Nichtwissen und Desinteresse gegenüber den dortigen Verhältnissen. Vor allem weil es dort schlicht an Geld und einer gebildeten Bevölkerung mangelt, die Arbeitsplätze schafft und besetzt (Wichtige Voraussetzung für einen Sozialstaat). Kein Wunder, wenn man fünf mal am Tag betet, einer Religion nachhängt, die bildungsfeindlich ist und man auch sonst kaum etwas anderes drauf hat als Jihad, das Verbrennen von Kirchen und die Verfolgung aller Nichtmuslime.

    Einen Sozialstaat ohne Sozialabgaben und ohne einer gesunden Wirtschaft gibt es nicht, und eine gesunde Wirtschaft gibt es nur, wenn Rechtssicherheit und Freiheit herrscht. In einer islamisch dominierten Gesellschaft gibt es aber weder Rechtssicherheit noch Freiheit und somit auch keine Entfaltung unternehmerischen und akademischen Potentials.

    So sieht es übrigens aus, wenn man sich wirklich differenziert mit einem Thema auseinandersetzt und nicht diesen Zusammenhanglosen Sh*t voller Mutmassungen und der Interpolation hiesiger Zustände auf ägyptische, die du (und der Brux) uns in epische Breite zumutet. Das manch einer das sogar als Diskussionsbeitrag ansieht, spricht für sich.

    Sicherlich geht es um die Sache selbst, nämlich um die Dekonstruktion des Allahismus und der Stärkung der säkularen Idee weltweit, aber dafür bedarf es mutiger und skeptischer Geister, die sich wahrhaftig mit den Menschen solidarisieren über die sie reden. So einen Geist erkenne ich in Time, aber keineswegs in Brux oder dem Haufen an Witzfiguren, die bei ihm „Kommentieren“ und die jeweils ihre ganz eigenen Gründe haben um orientalische Menschen von Oben herab zu behandeln und sie abzukanzeln.

  11. Jakobiner Says:

    Zu Tangsir:

    Nun melde ich mich doch mal zu Worte. Meine Kritik am Brux habe ich ja klar gemacht, auch ihm gegenüber. Aber wenn ich sehe,dass 50Pf zur „Endlösung“ an denMuslimen aufruft und Time erst dann einschreitet, wenn es darum geht“politische Feinde durch den Schornstein zu jagen“, passt mir diese ganze hasstriefende Atmossphäre nicht. Und Tangsir hat zwar gegen 50 Pf geschrieben, aber auf seiner eigenen Webseite einen Steckbrief vom Brux reingestellt und nur mit „häßlichem Deutschen“ und „Fettsack“eigene Gewaltphantasien losgelassen und dazu aufgerufen, ihm mal das Maul zu stopfen.Hier geht es doch nur noch um Polemik, Hass und gar keine Diskussion mehr, die Tangsir einfordert..Ich akzeptiere zwar, dass Times mit seinen Fingerportraits, Clownnasen. Wortspielen wie Nazislam oder Muschlimbrüder und ironischem Ton den Islam lächerlich machen will, denn Respekt hat er nicht verdient, kann aber nichts mit den Gewaltphantasien ala Tangsir und 50Pf anfangen.Da wird eine eindeutige Grenze überschritten, die mit Diskussion gar nichts mehr zu tun hat.

  12. Jakobiner Says:

    Zu Tangsir:

    Da du einen recht ausführlichen Kommentar geschrieben hast:

    „Du willst mit deinesgleichen über ein Menschenschlag sprechen, die du nicht begreifst und mit deren Seelenleben du dich nie beschäftigt hast, dafür wird das Deutschland der Bismark-Zeit mit dem heutigen Ägypten verglichen. In Ägypten herrscht hohe Arbeitslosigkeit und das Bruttoinlandsprodukt dieses Landes beträgt gerade mal weniger als 10% dessen was Deutschland erwirtschaftet. Nicht zu vergessen, dass Lebensmittel, Benzin und alles andere auf dem Weltmark zu Weltmarktpreisen eingekauft werden müssen und es das nicht für lau gibt“

    Das Deutschland der Bismarckzeit hatte auch kein wesentlich grlßeres NIP als das heutige Ägypten und auch damals war das Hauptargument, dass ein Sozialstaat nicht finanzierbar wäre.Dafür mussten die Sozialdemokraten ja lange kämpfen.Und es geht auch nicht um einen Sozialstaat, wie wir ihn heute in Deutschland kennen, sondern um eine rudimentäre Form davon.Es ist kein Zufall, dass viele Muslimbrüder Ärzte sind und die Armen umsonst behandeln.Die Sadatwitwe, die ja eine bewiesene Feindin der Muslimbrüder in ihrem späteren Leben wurde, hat ja gerade auf diesen Zusammenhang hungewiesen.Die dürfte es wohl besser wissen, als ein Mitteleuropäer ala Tangsir. Damit wir nicht aneinander vorbeireden: Ich habe nicht gesagt, dass man mittels der SChaffung eines Sozailstaates den Islamismus weg hat, sondern, dass man ihm hier eine wesentliche Stütze unter den Armen dabei wegnimmt.Ich habe nicht bestritten, dass es auch einen politischen und ideologischen Kampf, sowie Bildungs- und Wirtschaftsreformen geben muss.Das ist ein Pakte und man sollte nicht sagen „Entweder-doer“, sondern „Sowohl als auch“.

  13. Jakobiner Says:

    Zu Tangsir: Dazu hast du meine Forderung nicht genau gelesen: Ich habe geschrieben: Ala Bismarck: Sozialstaat UND Islamistenbekämpfung!Letzteres hast du gar nicht erwähnt!

  14. Jakobiner Says:

    Zu Tangsir:

    „Ich habe nicht gesagt, dass man mittels der Schaffung eines Sozailstaates den Islamismus weg hat, sondern, dass man ihm hier eine wesentliche Stütze unter den Armen dabei wegnimmt.“

    Du schreibst, den Muslimbrüdern gehe es „nur“ um Almosen. Sie können ja auf den Koran verweisen, der eben jene Almosen fordert und den Armen zeigen: Wenn sich der säkulare Staat nicht um idch kümmert, wir, die Muslimbrüder, der Koran und der Islam kümmern uns aber für dich!!!.Und gearde dadurch erhalten sie hohe Sympathiewerte unter den ärmsten Ägyptern.Deswegen fordere ich ja auch: Sozialstaat und nicht Almosen. Der Staat und ebem auch nicht der Gotteststaat, sondern der säkulare Staat ist die wesentliche Stelle für dieses Begehr und nicht die karitativen Woglfahrtsstiftungen der Muslimbrüder.Warum willst du das nicht einsehen? Was ist daran so schwierig zu begreifen, insofern du nicht ein neoliberaler Marktradikaler bist, der seinen Sozialdarwinismus bestätigt haben will in Forderungen gegen jegliche Sozialstaatlichkeit?In den USA und der 3. Welt wachsen die Evangelikalen gerade mit diesem Erfolgsrezept: Soziale Almosen durch Charityfoundations, die damit missionieren. Anders machen es die Muslimbrüder auch nicht, um sich eine Massenbasis zuzulegen. Du musst schon ein staurierter Mitteleuropäer sein, der neimals Almosen oder sozialstaatliche Hilfen benötigt hat, noch sich deren Notwendigkleit jemals vorstellen kann, um solch einen Blödsinn zu erzählen!!!

  15. Tangsir Says:

    Jakob

    Jemandem das Maul mit seinen Worten stopfen muss nicht gewaltsam erfolgen und auch lasse ich deine Kritik gegen Time nicht gelten. Er kann nicht 24 Stunden sein Kommentarfeld überwachen und hat dennoch rechtzeitig auf 50pf reagiert. Ich habe auch nichts gegen den Sozialstaat, aber die muss bezahlbar bleiben, und daran scheitern eben deine Pläne. Ansonsten bin ich für eine lebenslange Rente von 2000 Euro weltweit und an Jedermann. 😀

  16. Jakobiner Says:

    Zu Tangsir:

    „Ich habe auch nichts gegen den Sozialstaat, aber die muss bezahlbar bleiben, und daran scheitern eben deine Pläne.“

    Deiner Logik nach wären damals auch Bismarcks Sozialstaatspläne gescheitert–mit denselben Argumenten. Bismarck hat aber die Sozialversicherung eingeführt, obwohl damals immer beahuptet wurde sie sei nicht finanzierbar und den Sozialdemokraten und Katholiken (vor allem Zentrum) damit viel Unterstützung in der breiten Bevölkerung genommen und die Tendenzen hin zu einer Radikalsierung der Arbeiter in Richtung Revolution erfolgreich bekämpft.Wie gesagt: Das damalige Bismarckdeutschland hatte kaum ein wesentlich grösseres BIP als das heutige Ägypten.

  17. Tangsir Says:

    Dann sollten wir deine Pläne so bald wie möglich der ägyptischen Regierung zuschicken, um endlich die Lage dort zu befrieden. Anderes Thema: Wie stellst du dir eigentlich die Bekämpfung des Islamismus vor? Den Islam an sich willst du ja nicht antasten, so wie ich dich verstanden habe.

    Und woher kam dein Sinneswandel die sarkastischen Texte von Time nicht mehr zu verdammen? Damals warst du ja schockiert, hast dich davon distanziert und bist wieder zu Leo kommentieren gegangen. Und wieso kommentierst du denn nicht mehr bei Leo?

  18. Jakobiner Says:

    Zu Tangsir:

    „Du willst mit deinesgleichen über ein Menschenschlag sprechen, die du nicht begreifst und mit deren Seelenleben du dich nie beschäftigt hast, dafür wird das Deutschland der Bismark-Zeit mit dem heutigen Ägypten verglichen. In Ägypten herrscht hohe Arbeitslosigkeit und das Bruttoinlandsprodukt dieses Landes beträgt gerade mal weniger als 10% dessen was Deutschland erwirtschaftet.“

    Also, das Seelenleben und die psychoanalytsichen Klimmzüge neofreudinaischer Provinienz überlasse ich wirklich dir, der sich als Mitteleuropäer in das „Seelenleben“der Muslime reinzuversetzen meinen kann. Aber nochmals auf den Sozialstaat zurückzukommen. Du wirfst mir vor, dass ich das heutige Ägypten mit Bismarck-Deutschland vergleiche, zitierst aber als Gegenargument dann das heutige Deutschland, das ich nie mit Ägypten verglichen habe, was du mir aber unterstellst, um damit den Vergleich ad absurdum zu führen. Damit zeigst du aber nur, dass du bestenfalls autistische Lesfähigkeit hast..Da spricht der Mega-Logiker aus dir!!!

  19. Jakobiner Says:

    Zu Tangsir:

    „Dann sollten wir deine Pläne so bald wie möglich der ägyptischen Regierung zuschicken, um endlich die Lage dort zu befrieden. Anderes Thema: Wie stellst du dir eigentlich die Bekämpfung des Islamismus vor? Den Islam an sich willst du ja nicht antasten, so wie ich dich verstanden habe.“

    Die Diskussion, inwieweit man einen ägyptischen Sozialstaat aufbaut,gibt es auch schon in der Übergangsregierung, vor allem von der ägyptischen Linken.Die Liberalen sehen keine Notwendigkeit, da auch Mursi den IWF-Auflagen nachkam und dabei seine eigene Beliebtheit einbüsste–da nutzten Almsoen nichts.Die Milliarden, die Saudiarabien und den Golfstaaten für die neue Übergangsregierung gegegebn wurden, sollten in Sozialprogramme investiert werden.Die Bekämpfung des Islamsimus stelle ich mir zum einen politisch vor: Eben durch den Militärputsch und den Ausbau der Tamarudbewegung, die jetzt Wohlfahrtsausschüsse in jeder Stadt und in jedem Dorf gründen muss und auch bereit sein muss, sich zu bewaffnen, falls die Muslimbrüder doch nicht nur zivilen Ungehorsam begehen..
    Der Kampf gegen den Islamisumus muss kulturell geführt werden: Am besten nach dem Vorbild von Malaysias Mahatdir, der das konfuzianische BIldungsideal Chinas aus dem Koran zitierte, wonach es Pflicht jedes Muslim sein müsse, zu lernen und sich weiterzubilden, was bedeutet: Nicht Koranexegese, sondern die Befassung vor allem mit westlichen wissenschaftlichen, philosophischen und politischen Texten.Dies auch fürs ganze Bildungssystem und islamische Privatschulen, die sich nicht daran halten, werden eben nicht zugelassen.Desweiteren eine Überarbeitung der Lehrpläne der Al-Azharuniversität und eine Rundtour mit Islamkritikern wie Hamed Abdel Samad, den man auch im äygptischen Fernsehen Rederecht gewähren sollte.Dementsprechend eine islamkritische Gestaltung des ägyptoschen Fernseh- und Radioprogramms,Meinungsfreiheit für islamkritische Blogger,etc.Zum dritten Wirtschaftsreformen, die sich an Asien orientieren und auch die Kleinfamilie fördern.

    „Und woher kam dein Sinneswandel die sarkastischen Texte von Time nicht mehr zu verdammen? Damals warst du ja schockiert, hast dich davon distanziert und bist wieder zu Leo kommentieren gegangen. Und wieso kommentierst du denn nicht mehr bei Leo?“

    Fangen wir mit dem letzeteren an: Weil er mich Brux wieder von seinem Blog geschmissen hat und ich keine Lust mehr auf die generöse, allmächtige Gewährung von Rederecht angewiesen zu sein, wie es dem Herrn Brux mal gerade wieder passt.Zum anderen bin ich mir auch nicht sicher, ob ich auf dieser Seite kommentieren soll.Das ist noch nicht sicher–und ich habe erst mal auf Tangsir geantwortet, da er mir mangelnde Siskussionfähigkeit unterstellte. Times „Orks“ /Torks ist mir zu undifferenziert, soll ein monolitisches Feindbild kreieren, dem ich nicht zustimme und die Vernichtungsphntasien von 50 Pf sind schon naher an Hitlerschen Holocaust.Von daher sollte Time die Gastbeiträge von 50 Pf rücjwirkend von seiner Homepage nehmen, um sich dadurch klar zu distanzieren.Umgekehrt hat Time immer wieder sehr ausführliche Artikel und Zitate von gemässigten Islamkritikern wie Daniel Pipes, Rubin, Hamed Abdel Samad,etc.Dazu gefällt mir die Lächerlichmachung des Islam mittels der Clownnasen, Zeigefinger,den Wortspielen, die eben auch ein wenig antiaztoritär klingen.

  20. Tangsir Says:

    Jakob, Ich bin kein Mitteleuropäer, sondern ein Iraner, der die dortigen Zustände kennt, weil er dort gelebt hat, deshalb auch bin ich mehr als skeptisch, wenn ich von deinen Tagträumen und Plänen lese, die uns letztendlich aus vielen Gründen mehr schaden als, dass sie uns helfen.

    „die Befassung vor allem mit westlichen wissenschaftlichen, philosophischen und politischen Texten“ hat es z.b. im von Moslems überrannten Persien gegeben, als die helenistischen Denker studiert wurden und man sie versuchte mit dem Islam in Einklang zu bringen. Warum das ein Irrweg war und das Martyrium in der islamischen Welt verlängert hat, werde ich dir jetzt nicht erklären, denn da hast du gefälligst selber herauszufinden und dir die entsprechenden Bücher und Publikationen besorgen.

    Die Beiträge von 50pf sind wertvoll, da sie den Lesern helfen sich zu orientieren selber zu entscheiden inwieweit sie dem beipflichten oder nicht. Zensur ist nur in Ausnahmefällen gerechtfertigt, da es wichtig ist auch solche extremistischen Stimmen von 50pf zu vernehmen. Du mit deinen wirren Postings bist der Letzte, der anderen Differenziertheit nahe legen sollte. Was du nicht begreifst ist, dass der Inhalt unserer Blogs mit einer gewissen künstlerischen Freiheit verfasst werden und wir uns bewusst einer Sprache bedienen, die in manchen Fällen zuspitzt, um gewisse Sachverhalte auszuleuchten, die in der Form, in den meisten Medien und anderen Blogs nicht behandelt werden. Dass im richtigen Leben eine andere Vorgehensweise und eine andere Sprache angebracht ist, ist ein anderes Thema.

    Was Leo angeht ist er sicherlich ein Depp und ein Ork-Freund, aber ganz ehrlich, wenn du dein wirres Zeug auf meinem Blog schreiben würdest, hätte ich dir schon nach wenigen Postings das Schreibrecht entzogen, denn du begreifst nicht ganz, dass wir als Verantwortlicher unserer Blogs die ganzen Kommentare lesen müssen, und wenn so einer wie du seinen ganzen Alltag damit verbringt bei einem zu schreiben, kommt man da gar nicht mehr dazu zu recherchieren und wirklich inhaltlich wertvolle Texte zu lesen. Deshalb ist es auch nicht sehr anständig von dir uns und den Lesern dein Selbstfindungsprozess in Sachen Islam in der Art zuzumuten, als müssten wir deine Selbstgespräche folgen und sie auch noch begreifen.

    Was ich dir nahelege ist dir erst Gedanken zu machen und dann in die Tasten zu hauen. Erst denken, dann sprechen, denn auch du als Kommentator trägst Verantwortung, dass die Leser den Kommentarfeld nicht bloß querlesen, was aber bei dir einfach nicht zu vermeiden ist.

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