Ein Wort soll verboten werden

Mazyek

Eine Kernthese eines Teils des Counterjihads lautet: Es gibt keinen „Nazislahm“ einerseits und einen „Nazislahmismus“ andererseits, beides sind nur verschiedene Zustände des Jihad. Der renommierte Counterjihadi Dr. Daniel Pipes ist Gegner dieser These, er möchte den Islamismus, der sich durch Radikalität und Gewaltbereitschaft auszeichnet, bekämpfen, hält den Kloran aber für ein tolles Buch. Ich befürworte die These, weil ich der Ansicht bin, dass aus der Verehrung eines grottenmäßig schlechten und dazu bösartigen Textes nichts Gutes erwachsen kann.

Und Aiman „eigentlich verfassungstreu“ Mazyek, den Bulldog Brux seinen Lesern als „Musterbeispiel an Toleranz“ hinstellt (1)? Der fordert doch auf  seiner Hetzseite „islam.de“ (2) in großen Lettern tatsächlich:

„Schafft den Begriff Islamismus ab!“

Huch, sitze ich jetzt etwa mit diesem mir äußerst unsympathischen Ork-Kommissar in einem Boot? Das kann ich nicht glauben! Lesen wir mal weiter:

„Wenn sogenannte ‚Islamisten’ eine Wahl gewinnen, kidnappen sie die Demokratie, wenn sogenannte ‚Säkularisten’ einen Militärcoup organisieren, dann sichern sie das Land. Diese Sichtweisen, obwohl diametral gegen die Werte der Demokratie gerichtet, manifestieren den berühmt berüchtigten Doppelstandard, und scheinen ohne großes Aufsehen in unserer öffentlichen Meinung und Politik einfach so durchzugehen, so geschehen nach dem Coup in Ägypten.“

Die Muschlimmbrüder sind für Mazyek offenbar nur angebliche Islamisten, also keine, und dass Murksi per Dekret die Scharia einführen wollte, ist für ihn kein „Kidnappen der Demokratie“. Dass das Militär dem verheerenden wirtschaftlichen Niedergang und dem wachsenden Straßenterror der Brüder einen Riegel vorgeschoben hat, wertet er hingegen als „gegen die Werte der Demokratie gerichtet“. Dieser Typ ist ganz offensichtlich ein Feind der freiheitlich-demokratischen Grundordnung unseres Vaterlandes. Mazyek:

„Ein Showdown ,Säkularisten’ versus ,Islamisten’ ist also untauglich für die Beschreibung der Realität, geschweige denn kann dieser als Grundlage einer seriösen Analyse der Situation herhalten. Es (bitte schreiben „Er“, T.) ist vielmehr das erklärte Ziel der Propagandisten, Fundamentalisten und Heißsporn (bitte „e“ anfügen, T.) auf beiden Seiten, die davon profitieren.“

Diese gewagte These begründet er so: Für den Mohammedanismus sei sowieso jeder in Ägypten, auch die angeblichen „Säkularisten“, aber alle wollten nun „Freiheit, Gerechtigkeit und Demokratie“. Eigentlich beruht also alles nur auf einem Missverständnis, welches „Propagandisten, Fundamentalisten und Heißsporne“ ausnutzen, weil sie davon – wie, lässt er im Dunklen – profitieren.

„Dennoch lesen und hören wir immerzu von Islamisten dort und Islamisten hier. Ob die menschenverachtende, bombende und mehrheitlich Muslime auf dem Gewissen habende Al-Kaida; die an der Seite Assads kämpfende Hisbollah; Al-Nahda und die Muslimbruderschaft; bisweilen auch die Regierung von Ministerpräsident Tayyib Erdogan; die seit Jahrhunderten berüchtigten Kidnapper in der Mali-Region, die plötzlich zu Islamisten auserkoren werden; die Aufständischen in Syrien usw.. (hier bitte keinen Punkt sondern ein Komma setzen, T.) alle bekommen undifferenziert, scheinbar willkürlich das Etikette (bitte schreiben „Etikett“, T.) ,Islamist’ aufgestülpt. Und so werden seriöse Demokraten, die anhand ihrer Politik beurteilt werden wollen und nicht wegen ihrer muslimischen Gesinnung, mit mordenden Terroristen gleichgestellt und ideologisch verbrämte Neo-Salafisten werden mit kriminellen Schwerverbrechern, die den Islam einfach für ihre Zwecke kidnappen, auf eine Stufe gesetzt. Geht´s noch?“

Mit „seriösen Demokraten“ meint er the Fuhrergan oder sich selbst, und die Neo-Salafisten, die zu Morden an Mohammedanismuskritikern aufrufen, Straßenkämpfe gegen deutsche Polizeibeamte durchführen und zum Jihad nach Syrien fahren, sind für Mazyek alles andere als Schwerverbrecher, die haben den Nazislahm nicht gekidnapped, die sind vielmehr „ideologisch verbrämt“, was eine Umschreibung für „romantisch“ sein soll. Nazislahmisten darf man diese Leute nicht nennen:

„Längst gibt es tragfähige, politisch exakte und nachhaltige Terminologien für bestimmte politisch-religiöse Gruppen oder eine differenzierte Beschreibung bestimmter gesellschaftlicher Prozesse. Warum werden diese nicht bemüht?“

Aber sie werden doch bemüht, Herr Mazyek. Man sagt doch eben Salafisten, Muschlimmbrüder, Hesballa usw. usf. was stört Sie denn nun eigentlich an der Pipes’schen Unterscheidung zwischen „guten Orks“ und „schlechten Orks“?

Ich werde es Ihnen verraten, liebe Leserinnen und Leser. Herr Mazyek hängt dem mohammedanistischen Wahn an, das ALLES, was zur Umma gehört und dem Herrschaftsbereich des Mohammedanismus entstammt, IMMER und AUSSCHLIESSLICH nur positiv zu werten ist. Wir sollen nicht zwischen einem bedrohlichen und einem besonders bedrohlichen Flügel des Nazislahm unterscheiden, wir sollen so tun, als ob es den besonders bedrohlichen gar nicht gäbe. Wir sollen kein Wort mehr dafür haben, wir sollen darüber nicht mehr reden dürfen:

„Die Angst vor DEN (Hvh. von Mazyek, T.) Islamisten ist dafür der Treibsand; der Sand im Auge, dem (bitte schreiben „der“, T.) manchem Kommentator und Politiker die Sehkraft schwächt.“

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Time am 17. September 2013

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1) http://blog.initiativgruppe.de/2013/09/16/klaus-j-bade-uber-die-nach-wie-vor-unterschatzte-gefahr-der-islamfeindschaft/#comment-33518
2) http://www.islam.de/22816

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3 Antworten to “Ein Wort soll verboten werden”

  1. Sophist X Says:

    Ich kann durchaus Islam und Islamismus verschiedenen Kategorien zuordnen: Der Islam ist der Baum und der Islamismus die Frucht, die daran hängt, um es mal in Bildern zu sagen.
    ***
    Kleine Ergänzung: Die internationalen Agenturen melden einen Putsch natürlich als coup, der von nichtsahnenden Praktikanten bei deutschen Medien oft als Coup übernommen wird, obwohl es dafür seit langem den Begriff Putsch gibt.

  2. besucher Says:

    Eigentlich heißt es coup d’etat, also Staatsstreich

  3. Jakobiner Says:

    Der Gag ist doch der: Die ganzen DOMINANTEN Träger des Islams im NATO-Krisenbogen von Mordafrika über den Nahen Osten über Afpak bis über Malysia, Indosnesien und Philipinen sollen plötzlich nichts mehr mit dem Islam zu tun haben.Das ist Bruxsche Terminologie: Man versucht den Islamismus aich noch von sienen religiösen Urspngen zu trennen und einen Islam, der Frieden und Gerechtigkeit bedeutet in Anlehnung an den vorgeblichen Islam, den Leo Brux in seiner Bibel von Thoams Bauer erfahren hat, zu sehen.Demnächst dürfen wir auch die Muslimbrüder, die Taliban, die Khameinisten,die Salafistene,tc. nicht mehr als Islamisten bezeichnen, weil dies ja mit der so guten Religion nichts zu tun hätte.Aber das wissen wir ja von Leo Brux: Atheisten und Agnostiker sind der Hauptfeind, Religiöse und Islam sind die Guten. Aber die Bösen dürfen wieder nix mit den Guten zu tun haben. Was agt denn der hute Herr Bade dazu, dass man nicht einmal mehr zu religiösen Fanatikern, die es massenweise in der muslimischen Welt gibt, zumal sehr gut durchorganisiert, sagen darf. Bade, Vrux und Mazek wollen uns wohl sagen: Diese bösen Islamisten, die es gar nicht gibt sind in Wahrheit Säkulare, Atgheisten und Agbostiker.

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