Nur die Pallies sind sicher

IDF

Bei „Israelnetz“ habe ich einen Artikel von Ulrich W. Sahm gefunden, der sich mit den Methoden befasst, mit denen Israel Sicherheit für seine Bürger schaffen will (1). Niemals vergessen: Jeder gesegnete Tag mit Israel ist ein gesegneter Tag ohne AllaHundseingesandter.

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Wie sich Israel schützt

Von einer Panik war in Israel wegen des bevorstehenden amerikanischen Angriffs auf Syrien und dem nachfolgenden „Flächenbrand“ nur wenig zu spüren. Bei den Verteilungszentren für Gasmasken gab es in der Tat Durcheinander. Doch der Grund lag nicht am Andrang, sondern an typisch israelischem „Balagan“, dem Fachwort für Desorganisation.

Für den ganzen Norden, wo man am ehesten mit einer syrischen Gasattacke rechnete, gab es nur eine Verteilerstätte in Haifa. Und als da tausend Bürger auftauchten, um ihre seit dem Irak-Krieg von 1991 brüchig gewordenen Gummimasken auszutauschen, gab es weder ein Sonnendach noch Wasserstellen oder ausreichend Masken. Wegen Haushaltskürzungen sind zu wenig neue Gasmasken bereitgestellt worden, um die ganze Bevölkerung mit minimalem Schutz gegen Giftgas auszustatten.

Der Staat Israel ist seit seiner Gründung 1948 ständig mit Krieg und sogar Vernichtung bedroht. Sein wichtigster Schutz vor Attacken ist Abschreckung. Israel ist bemüht, den Arabern militärisch überlegen zu sein. Die andere Methode ist maximale Kontrolle an Grenzen und auf Flughäfen, um potentielle Angreifer fernzuhalten. Hinzu kommt dann noch passiver Schutz, etwa mit Schutzzimmern in jeder Wohnung.

Atombombe

Die Gerüchte um Israels Atombomben sind Teil der Abschreckung. Der jüdische Staat hat nie bestätigt, Atombomben zu besitzen, es aber auch nie dementiert. Ohne Atomtest gibt es keinen Nachweis, dass Israel Atommacht sei. Ägyptens Präsident Anwar Sadat war jedoch von Israels Fähigkeiten derart überzeugt, dass er deshalb Frieden geschlossen hat. Aufgrund der Angst arabischer Staaten vor einer israelischen Atombombe hat es seit 1973 keinen Krieg mehr gegeben. Wenn Israel gemäß „zuverlässigen“ Informationen mal 80, 200 oder 300 Atombomben besitzt, ist klar, dass niemand wirklich Bescheid weiß. Angenommen, nur theoretisch, Israel besäße gar keine A-Bombe: Wie bei Rumpelstielzchen dürfte das niemand erfahren, weil sonst sofort Krieg ausbrechen würde.

Ein ähnliches Phänomen ist dieser Tage durch die Supermächte aufgedeckt worden. Noch vor wenigen Wochen hatte Syrien standhaft behauptet, keine C-Waffen zu besitzen, obgleich die Welt seit Jahrzehnten von einem riesigen Arsenal Massenvernichtungswaffen in Syrien überzeugt ist. Nachdem mutmaßlich Assads Armee so „dumm“ war, die verleugneten Gifte einzusetzen, änderte das auf frischer Tat ertappte Damaskus die Taktik. Jetzt heißt es, dass die C-Waffen als Abschreckung gegen einen israelischen Angriff benötigt würden. Syrien verlangt neue Waffen als „Kompensation“.

Militärische Operationen

Die Kriege im Libanon oder im Gazastreifen wurden nicht gegen Staaten geführt, sondern gegen bewaffnete Milizen: die Palästinensische Befreiungsorganisation (PLO), die Hisbollah im Libanon, die „militärischen Arme“ der palästinensischen Parteien Fatah und Hamas . Deshalb bezeichnet Israel diese Kriege als „militärische Operationen“. Aufgrund der Geografie funktioniert hier nicht die atomare Abschreckung. Mit punktgenauer Aufklärung, exakter Kenntnis der feindlichen Stellungen und modernster Technik ist es dem jüdischen Staat gelungen, die Hisbollah (seit 2006) und die Hamas (seit 2012) davon zu überzeugen, Israel nicht mehr mit Raketen anzugreifen. Unkontrollierte extremistische Gruppen schießen weiter, was aber weder der Libanon noch die Hamas dulden.

Raketenschirm

Mit amerikanischer Kooperation und Finanzierung hat Israel zwei Raketensysteme entwickelt, gegen ballistische Raketen etwa aus dem Iran und gegen Kurzstreckengeschosse aus der Nachbarschaft. Weder die Arrow (Chetz)-Raketen noch die sündhaft teuren „Eisenkuppeln“ bieten absoluten Schutz. Mit der „Eisenkuppel“ ist erstmals in der Militärgeschichte ein System geschaffen worden, das primitive Raketen mit einer Reichweite von nur wenigen Kilometern abfangen kann. Im Bruchteil einer Sekunde wird die Flugbahn der einfliegenden Rakete berechnet und das Geschoss nur abgeschossen, wenn bewohnte Gebiete bedroht sind. Das soll den Raketenschützen die Lust nehmen, Israel anzugreifen, indem sie kaum noch Treffer verzeichnen.

Passiver Schutz

Seit jeher schützt sich Israel vor allem passiv. In Sderot nahe des Gazastreifens wurden Bushaltestellen mit „Luftschutzbunkern“ aus Stahlbeton ausgestattet, um die Menschen vor Splittern zu schützen. Im Norden wurden öffentliche Bunker gesäubert und benutzbar gemacht. Regelmäßig werden landesweit die Luftschutzsirenen getestet. Weil in klimatisierten Räumen die Sirenen nicht zu hören sind, werden Methoden geprobt, die Bewohner in Zielgebieten per SMS oder telefonisch zu warnen. Ein sichtbarer Schutz gegen das Eindringen von Terroristen und Selbstmordattentätern ist der 750 Kilometer lange Sperrwall. An strategischen Stellen besteht er aus einer hohen Betonmauer. Wer vom Westjordanland nach Israel will, ob Siedler, Touristen oder Palästinenser, wird an Straßensperren kontrolliert. Israelische Passagierflugzeuge landen entgegen allen „Naturgesetzen“ auf dem Ben-Gurion-Flughafen „mit dem Wind“. So vermeiden sie beim Landeanflug eine Runde über dem Westjordanland, wo Terroristen mit Flakraketen lauern könnten. Seit den siebziger Jahren haben israelische Briefkästen nur millimeterbreite Schlitze, damit keine Briefbomben eingeworfen werden können.

Beim Betreten öffentlicher Gebäude wie Theater oder Kinos werden die Taschen durchsucht. Seit Ausbruch der sogenannten zweiten „Intifada“ im Herbst 2000 wird man auch vor Supermärkten und Restaurants abgetastet.

Das sind sichtbare Maßnahmen, die jedem Bewohner oder Besucher Israels oft mehrmals täglich begegnen. Wirklich „frei“ und „sicher“ kann man sich nur in den palästinensischen Gebieten fühlen, wo niemand um sein Leben bangen muss, wenn er im Restaurant sitzt oder ins Kino geht.

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Time am 20. September 2013

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1) http://www.israelnetz.com/sicherheit/detailansicht/aktuell/wie-sich-israel-schuetzt/#.Ujx2LY7yfoV

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10 Antworten to “Nur die Pallies sind sicher”

  1. War an Terror? Says:

    „Noch vor wenigen Wochen hatte Syrien standhaft behauptet, keine C-Waffen zu besitzen, […]“

    Das ist eine Lüge*, vgl. dazu z.B.http://www.zeit.de/politik/ausland/2012-07/syrien-chemiewaffen-buergerkrieg.

    *) Wie wahrscheinlich alles was Israel derzeit zum Thema Syrien zum Besten gibt (so z.B. die Behauptung Assad hätte den CW-Einsatz im April zu verantworten). Israel will den Krieg und ist bereit sich mit dem Teufel persönlich einzulassen (= Al-Nusra-Terroristen, die Israel mit Waffen und Ausrüstung beliefert) nur um über den Krieg in Syrien den Iran angreifen zu können.

  2. Sophist X Says:

    Mal mit den Augen eines Technikers: Man stelle sich die Zeitplanung und die Kosten vor, wäre die Eisenkuppel in einer Kooperation europäischer Rüstungsfirmen entwickelt worden.
    Man könnte wohl gegen 2020 mit einer Indienststellung rechnen und bei den Kosten könnte man eine bis zwei Nullen dranhängen.

    Am Ende dürfte es dann wegen politischer Bauchschmerzen nicht exportiert werden.

  3. Jakobiner Says:

    Ein wichtiger Hinweis von MOT ist, dass es seit 1973, als Israel die Atomwaffen hat auch mit den Nahostkriegen vorbei war.Seitdem hat kein muslimischer Staat sich mehr getraut Israel anzugreifen.
    Daher sind die Forderungen vieler Israelkritiker, Israels Atomwaffenpotential abrüsten zu wollen, gemeingefährlich.
    Hisbollah und Hamas setzen mehr auf asymterische Kriegsführung mittels ihrer Katjuscharaketen, Israel auf alttestamentarische Vergeltung.Wurde Israels heftiges Vorgehen gegen die Hisbollah im Libanon und gegen die Hamas im Gaza heftig kritsiert, so zeigte es doch abschreckende Wirkung. Nasrallah hat erklärt, dass er nie mit solch einer brutalen Antwort Israels gerechnet hätte, aber seitdem hat sich die Hisbollah auch nicht mehr getraut Raketen gegen Israel abzufeuern. Dies sollte man allen Kritikern Israels vor Augen halten (wobei es bei Leo Brux nix nützen würde, da für ihn Israel immer der „Aggressor“ist).Was bei MoTs Artikel fehlt, ist die sicherheitspolitische Bedeutung von Mossad und Shin-Beth für die Sicherheit Israels, auch das targeted killing.Und dann noch die Frage.Welche Folgen ergeben sich für Israels Sicherheitspolitik, wenn Iran Atomwaffen hätte?Das wird leider gar nicht thematisiert.

  4. Jakobiner Says:

    Zur Frage eines nuklear bewaffneten Irans und die Implikationen für die Sicherheit Israels noch folgenden Lesetip:

    „Will ein nuklearer Iran Israel vernichten?

    In den USA ist nicht klar, ob man einen nuklearen Iran noch verhindern kann. Ob die Wirtschaftssanktionen wirken, ist fraglich. Ob ein regime change durch einen iranischen Frühling das Problem lösen kann auch. Ebenso umstritten ist die militärische Option, dass die USA und/oder Israel einen begrenzten Militärschlag gegen Irans Atomanlagen führen würden. US-Strategen oder etwa der ehemalige Mossadchef Meir Dagan weisen darauf hin, dass man damit das iranische Atomprogramm nur 2-3 Jahre verzögern könne—ansonsten müsste man wieder bombadieren. Hier ist noch die Diskussion gar nicht einbezogen, inwieweit ein solcher Militärschlag auch das Potential hätte zu eskalieren, sei es nun eine Sperrung der Strasse von Hormus, die in einem bewaffneten Konflikt, ja einem Krieg zwischen den USA und dem Iran gipfeln könnte, sei es die Frage der explodierenden Ölpreise, die die Weltwirtschaft in eine Rezession katapultieren können, sei es die Frage nach der iranischen Reakton und etwaigen Solidarisierungseffekten in der muslimischen Welt.Zumindestens ist den USA schon eine breite Diskussion im Gange, ob die USA einen nuklearen Iran eindämmen und abschrecken könnten.

    Anstoss hierzu gab Frederick Kagan vom American Enterprise Institute mit einem von Carnegie gesponserten Beitrag „Deterence Misapplied—Challenges in Containing a Nuclear Iran“, der auch Diskussionsgrundlage vom Council on Foreign Relations wurde. Frederick Kagan kommt zu dem Schluss, dass aufgrund der intrasparenten und unberechenbaren Machtstrukturen im Iran es unmöglich sei, eine Strategie der Eindämmung und Abschreckung zu entwickeln:
    Deterrence Misapplied
    Challenges in Containing a Nuclear Iran

    Author: Frederick W. Kagan, Resident Scholar, American Enterprise Institute

    Given the nature and structure of its government, is it possible to contain an Iran with nuclear weapons? In this discussion paper, sponsored by the Carnegie Corporation of New York, Frederick W. Kagan explores the applicability of deterrence—from a historic and theoretical perspective—to the Iranian regime. Kagan concludes that for numerous structural and strategic reasons, it is impossible to assess with any confidence that the Islamic Republic with nuclear weapons could be contained or deterred.

    http://www.cfr.org/iran/deterrence-misapplied/p22291

    Das American Enterprise Institute griff diese Fragestellung auf und stellte auch einmal die Frage

    „Can a Nuclear Iran be contained or deterred?“.

    http://www.aei.org/article/foreign-and-defense-policy/regional/middle-east-and-north-africa/can-a-nuclear-iran-be-contained-or-deterred/

    Während in diesem Beitrag noch einige Skepsis mitklingt, hat sich das American Enterprise Institute nun in einem neueren Beitrag „Containing and deterring a nuclear Iran“optimistischer geäussert:

    http://www.aei.org/article/containing-and-deterring-a-nuclear-iran/

    Parallel dazu bejaht auch Kenneth Pollack beim Council on Foreign Relations die Frage, ob ein nuklearer Iran abgeschreckt werden könne und skiziiert in seinem Beitrag „Deterring Nuclear Iran“auch die konkreten Massnahmen hierfür.

    http://www.cfr.org/iran/deterring-nuclear-iran/p22292

    Kurz: In den wichtigsten Denkfabriken der USA ,selbst denen der Neocons eingeschlossen bereitet man sich schon gedanklich auf das Faktum eines nuklearen Irans vor und entwickelt dementsprechende Eindämmungs- und Abschreckungsstrategien.

    Eine wichtige und zentrale Frage hierbei ist, ob man von der Annahme ausgehen kann, dass es sich bei dem Iran um einen rationalen Akteur handelt.Frederick Kagan etwa stellt noch in seinem Beitrag die These auf, dass es möglich sei, dass es im Iran eine apokalytptische Fraktion gebe, die den eigenen Untergang des Landes und sich selber willentlich einkalkuliere—weswegen man es nicht mit rationalen Akteuren zu tun haben könnte–ergo: Abschreckung und Eindämmung nicht wirken könnten. Während Kagan noch davon ausgeht, dass der Oberste Geistliche Führer des Iran Ajatollah Khameini einen nuklearen Konflikt vermeiden würde, sieht er in solchen Leute wie Ahamdinedschad und Ajatollah Mesbah-Yaszdi eine apokalyptische Fraktion, die selbst in einem Atomkrieg ihr eigenes Leben bereit sein wären zu opfern, ja die gesamte Nation.Damit ist Kagan aber ein Aussenseiter. Die anderen Beiträge gehen davon aus, dass selbst Ahmadinedschad und Ajatollah Mesbah-Yaszdi rationale Akteure wären, die sich vor der Auslöschung ihres eigenen Lebens und ihres Machtapperates, ja auch der Nation fürchten und daher passende Objekte zu nuklearen Abschreckungsstratgien wären. Kurz: Die gängige Lehrmeinung in den USA ist, dass selbst Ahmadinedschad ein „Maulheld“ im Grassenschen Sinne wäre, wenn es zur Gefahr der nuklearen Auslöschung komme.Verwiesen wird auch auf die Erfahrungen mit der Sowjetunion im Kalten Krieg, wobei das dort abzuschreckende Atompotential noch eine viel grössere Dimension gehabt hätte.

    Motto: Wenn die Abschreckung gegen eine hochgerüstete Sowjetunion funktionierte, dann erst recht bei einem weit weniger gerüsteten Iran.

    Als Beweis für apokalyptische Anwandlungen Ahmadinedschads wird gerne das Zitat gebracht, wonach er im Oktober 2005 gesagt haben soll, dass man „Israel von der Landkarte löschen“solle.Dabei handelte es sich aber um eine falsche Übersetzung.

    (Näheres zu dem Zitatenstreit siehe: http://www.arbeiterfotografie.com/iran/index-iran-0034.html)

    Ahmadinedschad sprach davon, dass „Israel aus den Seiten der Geschichte verschwinden“ und sich auflösen würde, ganz so wie die Sowjetunion oder das Apartheidsregime in Südafrika.Ich glaube in diesem Zitat kommt mehr über die Stratgie Ahmadindeschads und des Irans zum Ausdruck, als die meisten Leute wahrnehmen wollen.Der Iran will Israel nicht nuklear auslöschen—er weiss zu gut, dass er dann bei einem Zweitschlag selbst ausgelöscht würde.Michael Wolfsohn hat in der Talkshow von Günther Jauch am 15.4.2012 im ARD die eigentliche Gefahr der iranischen Atomwaffe für Israel viel präziser formuliert:

    Wenn der Iran erst mal 1-3 Atombomben habe, könne Israel diesen auch nicht mehr angreifen. Die Abschreckung sei dann beiderseitig. Nicht nur Iran würde Israel nicht nuklear angreifen, sondern Israel könne auch Iran nicht nuklear mehr angreifen. Das würde aber bedeuten, dass konventonelle Kriege unterhalb der Atomschwelle wieder denkbar seien, zumal wenn Ägypten, Syrien, Jordanien unter die Herrschaft der Muslimbrüder komme und die Hamas und Hisbollah mit grösseren Waffen als ihren jetzigen Silvesterkrachern, den Kassamraketen, bestückt würden. Israel könnte dann in einen konventionellen Rüstungswettlauf gezwungen werden, den dieses Land ökonomisch nicht verkraften könnte. Zumal mit Anschlägen seitens Hamas und Hisbollah inklusive möglicher konventioneller Kriegsdrohung seitens der dann von den Muslimbrüdern beherrschten Nachbarstaaten, könnte Israel langsam ausbluten und viele Israelis auswandern, was dann den Staat Israel langsam auflösen liesse.Dies scheint eher die Strategie, die der Iran beabsichtigt, als Israel und dann sich selbst in einem nuklearen Inferno untergehen zu lassen.“

  5. Jakobiner Says:

    Wo MoT mal wieder völlig überzieht aufgrund seiner Ork-Wahrnehmung ist, wie es der Israelhasser War on Terror?richtig geschrieben hat, dass Assad niemals abgestritten hat über C-Waffen zu verfügen.Er bestreitet lediglich diese eingesetzt zu haben und verweist auf die Al-Nusra-Front, bei der die trrkische Polizei schon 2 Tonnen mit Sarin gefunden hat.
    Zum zweiten: „Die Pallis“–hier wird mal wieder nicht unterschieden zwischen PLO und Hamas. Die PLO, auch die Fatah haben schon längst Abstand genommen von Anschlägen auf Israel,dessen Existenzrecht anerkannt und für eine Zweistaatenlösung eintritt. Kann denn MoT bedeutende Anschlge seitens der PLO und der Fatah auf Isarel in den letzen 10 Jahren benennen? Da wird sich kaum etwas finden lassen.Die Hamas will jedoch ganz Palästina, Israel weg von der Landkarte, lehntz die Zweistaatenlösung ab und hat Israel niemlas anerkannt (dies wird ja von Leo Brux gelobt).. Es ist nicht so einfach wie MoT und Brux hier einen Endkampf zwischen DEN blösen Orks und dem „Aggressor“Israel zu konstruieren.

  6. Jakobiner Says:

    Zu Syriens C-Waffen und denen der Rebellen noch folgenden Artikel der Berliner Zeitung als Lesetip, der zeigt, dass beide Seiten über C-Waffen verfügen:

    http://www.berliner-zeitung.de/politik/giftgas-in-syrien-auch-die-rebellen-haben-chemiewaffen-,10808018,24134746.html

  7. Jakobiner Says:

    Momentan gibt es eine wirklich interessante Entwicklung. Iran bietet sich als Vermittler in Syrien an.Der neue Präsident Rohani hat erstens betont, keine Atomwaffen bauen zu wollen (das sagt noch nicht viel) und zweitens gesagt, dass in Syrien beide Seiten gleich stark sind und keine die andere besiegen kann. Daher schlägt er einen Waffenstillstand vor, der von UNO-Soldaten überwacht werden soll (dieser Vorschlag ist schon ernst zu nehmender).Der Syrian National Council hat eine Vermittlung Irans abgelehnt, da dieser Kriegspartei sei. Aber da liesse sich ja auch noch eine andere Vermittlermacht finden.Jedenfalls sollte man diesem Vorschlag mal nachgehen. Wenn er nicht ernst gemeint war, ändert sich auch nichts, sondern geht das Schlachten eben in gewohnter Weise weiter.Wenn Iran hier einlenkt, wäre viel Leid verhindert.

  8. Jakobiner Says:

    Jedenfalls zeigt sich hier, welche Dynamik ein angekündigter US-Militärschlag lostreten kann. Russland, Iran und Syrien haben darauf mit Zugeständnissen reagiert.Was auch verständlich macht, warum die Israelis immer knallhart auftreten: Die Sprache der Gewalt versteht die Gegenseite scheinbar am besten! Jedenfalls sollte man das window of opportunity nutzen, um den Syrern viel Leid zu ersparen!

  9. Jakobiner Says:

    Was MoT aber auch nicht schreibt, sind die ständigen Einschüchterungen, Demütigungen, der Landraub, das Abgraben von Wasser- und Landrechten durch die israelischen Siedler im Westjordanland.Da fühlt sich kein Palästinenser „sicher“–eher im Gazastreifen. Deswegen fragen sich auch immer mehr Palästinenser im Westjordanland, on sie am Osloabkommen festhalten sollen oder lieber die Hamas unterstützen sollen. Die israelische Siedlerbewegung, die durch den Likud unterstützt wird, ist Gift für die bisher noch moderate Haltung der meisten Palästinenser im Westjordanland. Oder will der <LUkud, dass auch im Westjordanland die Hamas rankommt, um dann alle Palästinenser nach Jordanien zu vertreiben, wei dies ja die Lösung von MoT und Tangsir zu sein scheint.

  10. Jakobiner Says:

    Zudem hat Tangsir und MoT eine wesentliche Frage angeschnitten, die auch israelische Propaganda ist: Ein Israel in den Grenzen vor 1967 sei nicht „verteidigungsfähig“! Warum eigentlich nicht?Und was soll die Alternative sein: Israel als Großisrael mit dem Westjordanland, Ostjerusalem und Millionen vertriebenen Palästinensern in Jordanien? Aber mal ehrlich: Selbst dieses Israel von 1967 und Westjordanland wäre dochgenauso angreifbar.Soll man Israel dann noch bis an den Eophrat und den <Tigris erweitern oder was wollt ihr eigentlich? Israel wird immer ein kleiner, hocgerüsteter Fleck bleiben.Wenn Vrux von"dem Aggressor"spricht, so tut er immer so, als würde die gesamte islmaische Welt ala Mohammed und dessen arabisches Reich besetzt, wo es doch nur ein kleiner Fleck in der Weltgeschichte ist. Wenn man MoT und Tangsir zuhört, gewinnt man denselben Eindruck umgekehrt: Als würde dieser kleine Fleck eine Landeroberung sein, die den Islamismus und Islam zurückdrängen würde.Beide denken also in territorialen Denkweisen, aber die politische Bedeutung wird negiert oder aber überhöht.

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