Führungsnation Torkei? Träumt weiter!

YigitBulut

Die Regierung der Torkei wird offenbar zunehmend von Wahnsinnigen dominiert. Fuhrergans Wirtschafts-Chefberater Yigit Bulut hat Deutschland als treibende Kraft hinter Verschwörungen wie z.B. „Ergenekon“ ausgemacht, welche das Ziel hätten, die legitime Führungsrolle der Torkei zu untergraben.

Es versteht sich von selbst, dass die ersehnte „Führungsrolle“ nicht erworben oder errungen sondern „beansprucht“ wird.

Wirklich spaßig wird es, wenn er sich doch tatsächlich eine „kulturbewusste“ Torkei wünscht, so als ob dieses Land jemals etwas anderes als eine räuberische und extrem grausame Jihadmaschine gewesen sei.

Die „Deutsch Türkischen Nachrichten“ berichteten gestern (1):

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„Deutschland schadet der Türkei“:
Chefberater Erdogans fordert regionale Führungsrolle

Erdogans Chefberater in Wirtschaftsfragen, Yigit Bulut, beansprucht eine politische Führungsrolle der Türkei. Doch die Europäer hätten das Ziel, der Türkei Hürden in den Weg zu legen. Deutschland spiele hierbei die wichtigste Rolle und sei ein Gegner.

Yigit Bulut, Chefberater des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyi Erdogan, sagt, dass die Türkei im Nahen Osten, Zentralasien und Afrika eine wichtige Rolle spielen könnte. Dazu habe sie das nötige Potential und die Rolle als Führungsnation liege in ihrer historischen Natur.

Doch wichtig hierfür sei ein Stopp der EU-Beitrittsverhandlungen. Die Türkei dürfe sich auf leere Versprechen der Europäer nicht einlassen. Diese Politik verfolge sein Land schon seit 150 Jahren, schreibt er in einem Artikel in der Zeitung Stargazete.

Je mehr sich die Türkei von Europa entferne, desto mehr werde das Land zu einem eigenständigen „Spieler“ werden.

Jede Annäherung mit den Europäern habe der Türkei nur geschadet. In diesem Zusammenhang sieht er die deutsch-türkischen Beziehungen sehr kritisch. So habe die politische und wirtschaftliche Schwächung des Osmanischen Reiches mit der Aufnahme von Krediten von europäischen Banken begonnen. Seit 1881 verwaltete ein europäisches Konsortium die osmanischen Staatseinnahmen.

Obwohl Frankreich und England im 19. Jahrhundert sich an der Spitze der Kreditgeber-Länder des Osmanischen Reiches befanden, sei es Deutschland gewesen, das am Ende eine Kontrolle über das Reich erlangt habe. Die Deutschen seien darauf aus gewesen, den gesamten islamischen Nahen Osten in ihren Machtbereich zu bringen. Bis zum Ende des Ersten Weltkriegs wurden alle Bereiche und Sphären des Osmanischen Reichs komplett ausgebeutet.

Im gesamten Nahen Osten sei aktuell ein künstlicher, von anderen Staaten aufgezwungener Prozess zu beobachten.

Ab dem Jahr 2006 habe die türkische Regierung einen Kurswechsel eingeschlagen. Die Regierung habe im Zuge des Ergenekon-Verfahrens die pro-deutschen Elemente innerhalb des Staatswesens „enttarnt, an der Wurzel gepackt und ausgerissen.“

Das sei der Moment gewesen, an dem die Türkei zurück zu ihrem Kurs einer Führungsnation gefunden habe. Das entspreche ihrer historischen und „naturgegebenen“ Rolle und sei kein künstlicher Prozess.

Bulut wünscht sich im Rahmen einer „Neuen Weltordnung“ eine starke und kulturbewusste Türkei. Jene Weltordnung sei im Entstehen und die Türkei werde ihren Platz einnehmen.

Doch für die EU hat er keine guten Worte übrig. Die werde schon bald zerfallen.

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Time am 29. September 2013

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1) http://www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de/2013/09/490422/deutschland-schadet-der-tuerkei-chefberater-erdogans-fordert-regionale-fuehrungsrolle/

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12 Antworten to “Führungsnation Torkei? Träumt weiter!”

  1. Cajus Pupus Says:

    „Deutschland schadet der Türkei“

    Dieser Aussage kann ich nur zustimmen! Warum? Weil Deutschland blöder Weise den Abschaum der Türken, den dort keiner haben will, herzlich in Empfang nimmt. So werden in der Türkei alle unteren Arbeitsplätze verlassen! Wenn es so weiter geht mit dem nach Exportieren des Abschaums aus der Türkei nach Deutschland, wird demnächst in der Türkei der Erdowahn mit seinen Regierungsmitgliedern die Straßen fegen und den Müll entsorgen müssen!

  2. loewe Says:

    Über diesen Bulut:
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/tuerkei-neuer-berater-von-erdogan-ist-verschwoerungstheoretiker-a-910379.html

    Erdogan sieht sich nicht erst seit heute als einen großen Führer. Leider kann man sehr viele Ähnlichkeiten mit A.H. feststellen: Er überschätzt sich selbst, ist beratungsresistent, umgibt sich mit zweifelhaften Gestalten. Der sogenannte Wirtschaftsaufschwung der Türkei ist nichts anderes als eine Blase, wenn man sich die Zahlen genau anschaut. Alles beruht auf Krediten, Bautätigkeiten (siehe Spanien), gigantische private Verschuldung für überhöhte Immobilienpreise, aber auch Konsum. Was produzieren sie denn? Gemüseanbau und Stahlverarbeitung, dann bieten sie noch Billigtourismus an und 30% ihres BIP macht die innertürkische Kommunikation aus. Alles zarte, nichtsnutzige Pflänzchen, die kein Fundament für ein 80-Mio.-Volk sind und ganz schnell eingehen können, wie z.B. auch die Bekleidungsindustrie, die seit Jahren abwandert.

  3. Sophist X Says:

    „…die Rolle als Führungsnation liege in ihrer historischen Natur.“

    Ja sicher. Vom Zeitpunkt ihres Auftauchens in Kleinasien bis zu dem Punkt, an dem das parasitische osmanische Staatskonzept von der Moderne ausradiert wurde, haben die Türken ihre „historische Natur“ gegenüber ihren Nachbarn ausleben können.

  4. Jakobiner Says:

    Zu Loewe und MoT:

    Eine Führungsrolle beanspruchen und eine Führungsrolle einnehmen–das ist richtigerweise noch ein gehöriger Unterschied. Zum einen ist Türkeis Ökonomie auf Sand gebaut, wie Loewe und selbst das Wall Street Journal inzwischen schreibt. Zum weiten hat die Türkei auch noch wichtige Handelskontakte zu Europa, die sie nicht so einfach kappen kann. Zum dritten: Wie sieht denn die Großtürkei oder das neosmanische Reich dann aus: Türkei plus Kurdistan und sonst?Zumal auch noch nicht kalr ist, ob man von DEN Kurden reden kann, da die stalinistisch-marxistische PKK nicht unbedingt mit den Vorstellungen der nordirakischen Kurdenführer Talibani und Basarni korrespondiert.
    Und ohne die NATO und die USA ohnehin keine Möglichkeit einer Machtprojektion der Türkei.Dazu noch Erdogans Drohung aus der UNO auszutreten und eine Parallel-UNO zu gründen und die angedrohte Annäherung an die russisch-chinesisch-dominierte Shanghai Cooperation Organization.So alles durchdacht ist das nicht. Desweiteren erinnert mich Erdogans neuer außenpolitischer Chefberater Bulut an die Figur Rasputins am zaristischen Hofe und an die zweilichtige Figur Alexander Dugins und seiner Eurasienbewegung, die Putin zu seinem Berater gemacht hat und sich durch Phantasien über Russland als einem 4.Rom auszeichnet.Jedenfalls scheint der mehr rationale Davotoglu nach Scheitern seiner „No problem“-Außenpolitik passe und zugunsten Buluts ausrangiert zu werden.

  5. Jakobiner Says:

    „Yigit Bulut, Chefberater des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyi Erdogan, sagt, dass die Türkei im Nahen Osten, Zentralasien und Afrika eine wichtige Rolle spielen könnte. Dazu habe sie das nötige Potential und die Rolle als Führungsnation liege in ihrer historischen Natur.“

    Jetzt hat der Panafrikanismus scheinbar auch die Türkei erreicht.Die Türkei als Führungsmacht über einen Hungerkontinent–das kann ja spannend werden. Und die Chinesen werden begeistert sein, wenn die Türken wieder in Zentralasien mitmischen wollen wie einst Ministerpräsident Özal mit seiner panturkischen Bewegung. Vor allem die Chinesen werden das lieben, wenn die Turkvölker des ehemaligen Ostturkestan, heute Xinjiang-Provinz in China mit türkischer Hilfe aufbegehren–dann ist es aber auch nichts mit einer Mitgliedschaft der Türkei in der Shanghai Cooperation Organsation.

  6. charlie Says:

    Schaut auf seinen sehr kurzen Finger.
    Was leidet dieser arme Mann unter einem kleinen Pimmel.

  7. Jakobiner Says:

    Vielleicht ist aber auch mehr geplant: Vielleicht hofft Erdogan ja auch noch als zukünftiger Herrscher über Afrika als Afroamerikaner und US-Präsdientschaftskandidat durchzugehen und auf einen Obamaeffekt.Mal sehen, was ihm sein Berater Bulut noch so alles vorschlägt….

  8. Jakobiner Says:

    Im übrigen: Der letzte Kommentar war ein Witz–nicht, dass das noch einer als ernst meint und als geniale Islamisierungsstratgie auffasst oder Leo Brux von Verschwörungstheorien auf MoT fabulieren kann.

  9. Jakobiner Says:

    Lesenswert ist der Artikel vom Leo Brux auf IG Blog über Erdogan, auch wenn wir uns zerstritten haben.Vor allem der Teil über den Anti-Demokratiepakt Erdogans. Dabei erfährt man hier noch nicht genannte Details über Erdogans neuen Chefberater Bulut:

    „2. Der engere Kreis um Erdogan wendet sich demonstrativ von der Westorientierung der Türkei ab. Egemen Bagis: Die Türkei werde nie der EU beitreten. Yiğit Bulut (der meint, der Westen würde Erdogan durch Telekinese umbringen wollen): Schluss mit den EU-Verhandlungen, Aufbau eines eigenen türkischen Imperiums in Asien und Afrika! Die Rolle als Führungsnation liege den Türken in der historischen Natur.“

    Telekinese–Uri Geller übernehmen Sie!!!

  10. Jakobiner Says:

    Also läuft alles wieder auf ein Telekineseattentat durch Uri Geller, die Israelis, den Mossad hinaus, was ja zur jüdischen Weltverschwörung passen würde in Erdogans Denken.
    Auch hier wieder betont: Das war ein Witz, um nicht falsch zitert werden zu können….

  11. Jakobiner Says:

    Neueste Provokation Erdogans, diesmal in Richtung NATO:

    „29.09.13
    Nato
    Türkei provoziert die USA mit Raketenkauf in China
    Das Nato-Land Türkei kauft Luftabwehrraketen bei einer Firma in China, die auf der schwarzen Liste der USA steht. Präsident Obama soll verärgert sein. Koppelt sich die Türkei von der Nato ab? Von Boris Kálnoky , Istanbul
    Seit Tagen sind aus Ankara Töne zu hören, dass die Türkei die EU nicht brauche und auch nie Mitglied sein werde. Nach einer Abwendung nicht nur von der EU, sondern vom Westen sieht auch Ankaras jüngste Entscheidung aus, ein hochmodernes Luft- und Raketenabwehrsystem im kommunistischen China zu kaufen statt bei Nato-Partnern. Die Raketen werden nicht mit Nato-Systemen kompatibel sein.

    http://www.welt.de/politik/ausland/article120484685/Tuerkei-provoziert-die-USA-mit-Raketenkauf-in-China.html

    Die Türkei hat auch schon beim Manöver „Anatolian Eagle“ zusammen mit der chinesischen Luftwaffe trainiert. Maschinen der PLAF flogen mit türkischen Kampfjets gemeinsam über den Bospurus.Israel wurde von den Manövern ausgeladen.Jetzt fehlt der Türkei eigentlich nur noch eine muslimische Atommacht wie die force de frappe.

  12. Jakobiner Says:

    Breaking News und off topic:

    Folgende Nachricht zeigt, dass in Saudiarabien eine neue Generation heranwächst, die scheinbar die tradierten islamischen Regeln nicht mehr zu akzeptieren bereit ist.Neben der Nachfolgekrise und der Gerontokratisierung des Herrscherhauses scheint nun auch eine revellische Jugend nachzukommen.

    „Saudi-Arabien sperrt respektlose Schüler aus

    News vom Montag, 30.09.2013

    Schülern in Saudi-Arabien droht bei Respektlosigkeiten gegenüber dem Islam künftig ein einjähriger Schulausschluss. Das Bildungsministerium in Riad begründete seine Warnung laut der Zeitung „Arab News“ mit Beschwerden über Schüler, die islamische Sitten verulkten oder religiöse Vorschriften missachteten. Künftig sollen Schulleiter ein entsprechendes Fehlverhalten an das Schulamt melden, das dann die Beschuldigten anhört und gegebenenfalls eine Sanktion verhängt.

    Der Zeitung zufolge beobachteten Pädagogen in öffentlichen wie privaten Schulen bei 15- bis 17-Jährigen ein ungebührliches Verhalten gegenüber dem Islam. Die meisten seien „von der Globalisierung beeinflusst und mitgerissen von dem Wunsch, etwas nachzuahmen, was sie für westliche Freiheit halten“, zitierte das Blatt einen Lehrer aus Dschidda. Für die verhaltensauffälligen Jugendlichen richtete das Bildungsministerium laut dem Bericht ein Therapieprogramm ein, das mit Einzelgesprächen und Sozialdiensten auf eine Verhaltensveränderung hinwirken soll. Schüler, die nach dem Ausschlussjahr in den Unterricht zurückwollen, benötigen der Zeitung zufolge die Erlaubnis des zuständigen Oberschulamts. Zudem müsse die Schule monatlich einen vertraulichen Bericht über das Betragen der betreffenden Jugendlichen an die Behörde senden.“

    http://www.3sat.de/page/?source=/kulturzeit/news/172370/index.html

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