Nicht für alles verantwortlich

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Egal was es ist, es ist für die Linken dann gut, wenn es sie zum Flennen oder Meckern bringt. Wort- und tränenreich berichtete „taz.de“ gestern vom Tod einiger Orks aus Niger, die auf dem Weg nach Algerien, in das sie ohne Einladung einreisen wollten, verdurstet sind (1).

Aber wie schon Peter Maffay sang: „Das Paradies ist nur gelieh’n, es gibt keine Garantien.“ Er sang auch: „Draußen ist es wirklich heiß“ (2). Viele, viele Siedler aus Europa sind in den Weiten der nordamerikanischen Prärien verschollen, Scotts Gruppe erreichte den Nordpol – aber erfror, 3.000 Menschen waren stolz darauf, im World Trade Center zu arbeiten, doch eine Handvoll mohammedanistischer Lumpen hat sie zum „Ruhme“ von AllaHundseingesandter abgeschlachtet.

TazDie Verschlagwortung und der Hinweis auf weitere „Artikel zum Thema“, unter dem Frontex, Lampedusa und die Hungernden der Welt gelistet werden, zeigt, dass die Dimmies der taz das tragische Ereignis in Niger in dem gleichen Zusammenhang sehen wie die Toten der illegalen Einreiseversuche in die EU, wie Dürren und Hungersnöte.

Für wirklich alles, was irgendeinem Menschen auf der Erde nicht gelingt, wird mittlerweile der freie Westen verantwortlich gemacht. Immer haben wir Schuld, weil wir ja mal böse Kolonisten waren, immer haben wir Schuld, weil wir auch ein paar Jahrhunderte mal in Teilen unserer Sphäre die Sklaverei dulden mussten. Tatsächlich ist man gegen uns, weil wir so erfolgreich sind. Tatsächlich ist man gegen uns, weil man NEIDISCH ist.

Diese Einstellung ist ebenso falsch wie fatal. Denn ein sehr großes Verderben bringen die Afrikaner und Mohammedanisten über die Menschheit, indem sie sich hemmungslos vermehren.

Aber rund die Hälfte der Deutschen teilt die Sicht der Orks, die eine der freiheitlichsten, gleichberechtigsten, erfolgreichsten, elegantesten und fröhlichsten Gesellschaften, die die Menschheit je erlebt hat, als vernichtenswert betrachten, solange hier nicht die Scharia gilt, und solange die Muezzine nicht flächendeckend fünfmalig am Tag zum Gebet kreischen.

Zu behaupten, wir wären für jedes noch so kleine Unglück in der Welt verantwortlich oder in der Pflicht, es zu heilen, macht uns schwach und wehrlos. Das nützt unseren Gegnern. Doch wenn wir fallen, wird es mit Sicherheit erst viele Jahrhunderte später eine vergleichbare Qualität menschlicher Beziehungen und menschlichen Wirtschaftens geben. Das sollte nicht so sein.

Wir sind wirklich nicht für alles verantwortlich, nicht für den vielen Sand und nicht für die vielen Orks.

Aber vielmehr wird nichts wirklich was ohne uns!

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Flüchtlingsdrama in der Sahara

In der Wüste verdurstet

Dutzende Bauern verließen nach einer Missernte Niger. Doch sie verirrten sich auf dem Weg nach Algerien, ihnen ging das Wasser aus. Nun sind die meisten tot.

In der Sahara-Wüste von Niger sind mindestens 35, möglicherweise mehr als doppelt so viele Migranten auf dem Weg nach Algerien verdurstet. Wie Abdourahmane Maouli, Bürgermeister der Uranbergbaustadt Arlit, gegenüber AFP sagte: „Reisende haben berichtet, sie hätten auf der Straße bis zu 35 Leichen gezählt, die meisten davon Frauen und Kinder“. Rhissa Feltou, Bürgermeister der größten nordnigrischen Stadt Agadez, bestätigte: „Rund 40 Nigrer, darunter zahlreiche Frauen und Kinder, sind auf dem Weg nach Algerien an Durst gestorben.“

Den Angaben zufolge verließen zwei Fahrzeuge mit mindestens 60 Auswanderern Arlit etwa am 15. Oktober, um ins südalgerische Tamanrasset zu fahren. Als eines der Fahrzeuge eine Panne hatte, sei das andere ohne Passagiere losgefahren, um Ersatzteile zu besorgen. Es sei aber nie zurückgekehrt.

Gegenüber dem nigrischen Radiosender Sahara FM berichtete ein 30 Jahre alter Überlebender namens Sadafiou, es hätten sich in den Fahrzeugen 98 Menschen befunden, von denen 82 gestorben seien. Die meisten seien verdurstet, aber auch die Reisebedingungen seien ein Problem gewesen: „Wir waren zusammengepfercht wie Vieh.“

Sie kämen aus dem Süden Nigers und hätten eine Missernte hinter sich; daher wollten sie in Algerien Geld verdienen. Sie hätten sich verfahren, als sie einer algerischen Grenzpatrouille entgehen wollten. Männer aus der Gruppe seien losgezogen, um Wasser zu suchen, aber als sie zurückkamen, seien schon zahlreiche Frauen und Kinder verdurstet. „Manche waren schon tot. Andere starben, nachdem sie die ersten Schlucke Wasser getrunken hatten. Manche starben, nachdem sie ihre Kinder in die Wüste geschickt hatten.“

„Durch den Geruch“ entdeckt

Überlebende hätten schließlich ein Auto angehalten. Ein Fahrer habe die Leichen „durch den Geruch“ entdeckt und man habe sie notdürftig verscharrt.

Fatou N’Diaye von der Internationalen Organisation für Migration (IOM) in Arlit spricht aufgrund ihrer Interviews mit 13 Überlebenden von 78 Passagieren. Die nigrische Gendarmerie sagt, sie habe 19 Überlebende nach Arlit zurückgebracht und dann angefangen, die Leichen zu suchen. Es seien bis Montag fünf Tote geborgen worden.

Gegenüber dem französischen RFI-Rundfunk sagte ein lokaler Politiker, es sei schwierig, solche Dramen zu verhindern. „Es sind nigrische Staatsbürger, man kann sie nicht am Reisen innerhalb des Landes hindern“, sagte er. „Und man kann Leute, die einfach Verwandte in Tamanrasset besuchen, nicht von solchen unterscheiden, die eigentlich auswandern wollen.“

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Time am 30. Oktober 2013

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1) http://www.taz.de/Fluechtlingsdrama-in-der-Sahara/!126467/
2) http://www.youtube.com/watch?v=avldLeiiIQ0

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4 Antworten to “Nicht für alles verantwortlich”

  1. loewe Says:

    http://blog.initiativgruppe.de/2013/10/31/csu-kurswechsel-in-der-asylpolitik/#comment-35174
    1. Kommentar von Almabu
    Es ist ein EU-SKANDAL, dass Afrikaner auf Reisen (noch) im eigenen Land verdursten. Es ist empörend, wenn das EU-Land!!! Algerien die Überlebenden dieser Reisegruppe von der Grenze zurück in ihr Land schickt.
    Was ist eigentlich der Skandal? Dass die EU ihnen nicht genügend Wasser mitgegeben hat? Dass die EU nicht wüstentaugliche Fahrzeuge zur Verfügung gestellt hat, die trotz gnadenloser Überladung ohne Panne ans Ziel kommen? Oder vielleicht, dass die EU nicht sowieso alle Armen Menschen aus Niger mit Jets abgeholt hat?
    Ich verstehe nicht, wie diese Linken ticken.

  2. Sophist X Says:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Internationale_Organisation_f%C3%BCr_Migration

    Interessant. Die mit einer Milliarde (Milliarde) Dollar jährlich operierende IOM ist nicht, wie ich auf den ersten Blick vermutete, einer der zahlreichen nichtstaatlichen Migrationsmotoren, sondern arbeitet für die Rückkehr von Flüchtlingen und ist deswegen, wie zu erwarten, Kritik von Seiten der Migrationsindustrie ausgesetzt.

  3. loewe Says:

    >>>>In Deutschland koordiniert IOM das von der Bundesregierung finanzierte REAG-/GARP-Programm zur freiwilligen Rückkehr asylsuchender, geduldeter und anerkannter Flüchtlinge.[2] Im Zusammenhang mit der ab 2009 geplanten Aufnahme von Flüchtlingen aus dem Irak soll IOM Gesundheitskontrollen und Sammelflüge nach Deutschland durchführen.<<<<

    Organisierte Sammelflüge nach Deutschland ordne ich nicht unbedingt als Rückkehr-Aktivität ein.

  4. Leon Says:

    @loewe

    Als ich die Meldung von den Verdursteten im Radio hörte, dachte ich, es wird doch wohl niemand auf den Trichter kommen, das auch noch den Europäern in die Schuhe zu schieben.
    Nunja, da das Mittelmeer, das ja für seine pure Existenz nichts kann, bereits zum europäischen Burggraben umgedeutet wurde, sollte auch die absurdeste Aufbürdung von Verantwortung nicht überraschen.
    Jetzt ist halt Europa auch noch am Bestehen der Sahara schuld.

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