Im Interview: Nazim Alemdar

NazimAlemdar

Die FAZ brachte am 12. November ein Interview mit einem Tork, das Bier verkauft und sammelt und in Frankfurt stadtbekannt ist (1). Insofern es (angeblich) selbst keinen Alkohol trinkt und Dosenbier rundweg ablehnt, zeigt es, dass es nicht wirklich in die Materie eingestiegen ist.

Gleichwohl lebt es vom Verkauf eines Stoffs, der im Mohammedanismus absolut „haram“ ist und schert sich nicht um die Legionen bekloppter Fatwas, die erlassen wurden, um den Menschen die Freude am Leben zu nehmen.

„Leben und leben lassen“, wer diesem Motto folgt, ist im Grunde auf der Seite des Counterjihad. Durch sein Tun zeigt es aber auch, dass es eigentlich nur dem Namen nach Mohammedanist ist, tatsächlich aber vom Mohammedanismus nicht den geringsten Schimmer hat und selbstredend Kloran, Hadithe und Sira nie gelesen hat. Vielleicht sollte es sich mal entscheiden: und weniger über den Mohammedanismus faseln und lieber mehr Bier trinken.

Wie auch immer – mit solchen Orks kann man leben.

Das Interview wurde aufgezeichnet von Sonja Süß.

Es ist… Kuschelzeit!

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Bier verkaufen als Muslim

„Ich erkenne Trinker“

Nazim Alemdar vom Frankfurter Kiosk „Yok Yok“ kennt sich mit Bier bestens aus. Wie ist das, als Muslim 200 Sorten zu verkaufen, aber selbst keines anzurühren? Bloß nicht aus der Dose trinken, sagt Nazim Alemdar – und wenn ein Bier immer halb voll bleibt, dann weiß er: Das schmeckt nicht.

Sonja Süß: Herr Alemdar, Sie haben einen Kiosk mit über 200 verschiedenen Biersorten und kennen sich damit sehr gut aus. Sie sind aber Muslim und trinken gar kein Bier. Woher wissen Sie dann etwas über den Geschmack?

Nazim Alemdar: Ich kann riechen und den Geruch über die Zunge laufen lassen, dann merke ich, wie das schmeckt. Unser Geschmack kommt über Nase und Zunge, der Magen hat keinen Geschmack. Ich kann riechen, ob ein Bier sauer ist oder süß, viele Sorten erkenne ich so. Und wenn ich abends die Pfandflaschen zähle, rüttele ich an der Kiste und sehe, was bis zu Ende getrunken wurde und was nicht.

Sonja Süß: Und so erfahren Sie etwas über Qualität?

Nazim Alemdar: Ja, wenn ein Bier immer halb voll bleibt, weiß ich: Das schmeckt nicht. Es gibt aber Biersorten, die immer zu Ende getrunken werden, das sind dann die guten. Darauf kann ich mich verlassen.

Sonja Süß: Haben Sie kein Problem damit, wenn andere sich mit Bier betrinken?

Nazim Alemdar: Nein, weil Biertrinker die friedlichsten Menschen sind.

Sonja Süß: Tatsächlich?

Nazim Alemdar: Ja, Bier macht müde. Die anderen Alkoholsorten wie Wodka, Whiskey, harte Sachen – die machen aggressiv. Aber Biertrinker reden vielleicht laut oder erzählen Blödsinn, aber sie sind ruhig. Ich habe früher eine Bierkneipe betrieben, jetzt habe ich den Kiosk. Ich kenne mich gut aus mit Alkoholgeschichten. Und Alkoholiker bekommen von mir auch nichts, ich sehe jeden Tag, wie schlecht es denen geht. Aber ich sehe auch, wie die Leute Bier trinken. Jemand, der Bier kennt, trinkt anders. Wie sie schlucken, die Flasche anfassen, man sieht den Unterschied.

Sonja Süß: Wie hat das mit dem Bier bei Ihnen angefangen?

Nazim Alemdar: Als ich vor 30 Jahren aus der Türkei nach Deutschland kam, habe ich auf den Bieren immer vom „Reinheitsgebot“ gelesen. Ich habe im Lexikon nachgeschaut und erfahren, dass es ein deutsches Bierbraurecht gibt. Als ich dann das erste Mal auf dem Oktoberfest war, habe ich gesehen, dass die Leute große Krüge austrinken, und es gab überall verschiedene Sorten. Da dachte ich: O.k., das ist eine echte deutsche Kultur. Und ich interessiere mich für kulturelle Sachen, deswegen habe ich angefangen, viel über Bier zu lesen, Kronkorken und Bierdeckel zu sammeln. Jetzt kenne ich fast alles und lerne immer noch dazu. Über Bier kann ich tagelang reden.

Sonja Süß: Ich finde Ihre Faszination für etwas spannend, das Sie selbst nicht trinken.

Nazim Alemdar: Wenn ich selbst trinken würde, könnte ich mir vielleicht nicht so viele Gedanken darum machen. Verstehen Sie, ich mag das einfach. Sehen Sie dieses Bier? Der Enkelsohn des Firmeninhabers hat hier gewohnt. Als er das Bier gesehen hat, hat er fast geweint, weil er sich so gefreut hat. Seitdem sind wir gute Freunde. Das ist ein Erlebnis!

Sonja Süß: Sie fassen die Flaschen fast liebevoll an.

Nazim Alemdar: Ich versuche immer, Flaschen mit Charakter zu kaufen. Diese hier zum Beispiel.

Sonja Süß: Die hat eine geschwungene Gravur.

Nazim Alemdar: Ja! Und das ist schön, richtig schön. Da kann man drüberstreichen. Oder diese Flasche hier, da sieht man, dass Arbeit dahintersteckt. Bei diesem Billigbier sieht man aber zum Beispiel schon, dass keine Liebe drinsteckt, die wollen nur verkaufen. Aber sehen Sie mal diesen Kronkorken, das ist doch schön!

Sonja Süß: Was halten Sie von Dosenbier?

Nazim Alemdar: Wenn ich Bier trinken würde, ich würde nie aus der Dose trinken, das finde ich auch nicht gut. Schon wenn ich Cola aus der Dose trinke, habe ich diesen Metallgeruch in der Nase. Bier ist ein Genuss, es darf nicht ums Alkoholtrinken gehen. Wer schnell besoffen sein will, soll was anderes trinken. Bier ist anders. Man muss es langsam über die Zunge trinken, und dann prickelt es im Magen. Die Luft muss man dann langsam über den Mund wieder rauslassen, lachen Sie nicht, das ist ganz wichtig. Bier ist keine Sache, die man bamm, bamm, bamm trinkt – nein! Solche Leute sollen kein Bier trinken.

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Time am 13. November 2013

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1) http://www.faz.net/aktuell/lebensstil/essen-trinken/bier-verkaufen-als-muslim-ich-erkenne-trinker-12645983.html

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2 Antworten to “Im Interview: Nazim Alemdar”

  1. Blue Riot Says:

    Wahrscheinlich ein „Papiermoslem“. Mit solchen Leuten haben wir hierzulande in aller Regel keine Probleme.

  2. charlie Says:

    Auch „Papiermusels“ sind U-Boote. Wann werden Glaubensbrüder bei ihm auftauchen um ihm, mit leichtem Druck (humanes Kopfabsäbeln), den Unterschied zwischen halal und haram zu erklären?

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