Aus meinem Giftschrank (#34)

Orkas

Von der Seite „Muslima – Muslim Women’s Art & Voices“ (1). Die Orkas dürfen ihre individuelle Originalität nicht durch ihr Gesicht zeigen, das ihnen Gott und das Leben verliehen haben, sie müssen es vermummen. Heterogenität und Individualität soll aber das obige Bild vortäuschen: „Wir tragen zwar Burka, aber wir sind einzigartige Individuen wie ihr“, soll die Aussage sein. Tatsächlich ist die Aussage: „Wir sind arme, gleichgeschaltete, gehirngewaschene, konventionelle und banale Frauen, einig in unserer Unterdrückung, different allein in der Musterung der minderwertigkeitsmarkierenden Ganzkörperverhüllung.“

Die FAZ vom 9. November brachte einen bestürzenden Artikel von Kerstin Holm, bestürzend vor allem wegen einer Passage. Es gehe bei der Erziehung und Beschulung der Orkkinder und ihrer Heranführung an westliche Kunst…

„… um die Entwicklung eines Verantwortungsgefühls für diese Menschheitsschätze, die ihre Glaubensbrüder möglicherweise eines Tages erben werden.“

Mit anderen Worten, für Frau Holm ist der Westen nur noch als mehrheitlich mohammedanistisch denkbar. Dagegen, dass die Orks in der Zukunft Kunstschätze von unermesslichem Wert vernichten werden, starten „weitsichtige Lehrer“ Bildungsprogramme, so Frau Holm.

Ich glaube, dass diese Programme vergebens sind. Wenn unsere Gesellschaft mehrheitlich mohammedanistisch würde, wäre sie nicht mehr unsere Gesellschaft. Das Vorbild aller mohammedanistischen Gesellschaften sind Somalia oder Talib-Afghanistan.

Im Mohammedanismus gewinnen immer die grausamsten, verrücktesten Kräfte die Oberhand, weil Klo H. Metzel ein extrem grausamer und verrückter Mensch war und sein Kloran ein extrem grausames und verrücktes Buch ist.

Es hat keinen Sinn, den Orks Manieren oder Kunstverständnis beizubringen, weil das im Gegensatz zu ihrem innersten Glauben steht. Die Bilder kann man nur retten, indem man den Mohammedanismus dekonstruiert – vollständig! 

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Das ist nicht haram, das ist doch Kunst!

An der Lemgo-Grundschule in Berlin sind Kinder mit Migrationshintergrund in der Mehrzahl. Mit Hilfe der Kinderakademie und des Kindermuseums entdecken sie die europäische Kultur.

Der demographische Wandel beschert Deutschland und Europa einen stetig wachsenden Anteil muslimischer Mitbürger. Die Statistik spricht von derzeit gut fünf Prozent in Deutschland, was etwas unter dem europäischen Durchschnitt liegt. Freilich sind die Zahlen in Ballungsgebieten höher, also dort, wo auch die Nervenbahnen der europäischen Kultur in den großen Kunstmuseen, Konzert- und Opernhäusern zusammenlaufen, sei es in Frankfurt, Köln oder Berlin. In Berlin-Kreuzberg und -Neukölln kommt die muslimische Minderheit auf fast ein Drittel. Von den Schulkindern dort sind es fast drei Viertel. Umso wichtiger, diese Kinder an das ihnen in der Regel fremde Kulturerbe heranzuführen, dem sich unsere Zivilisation verdankt und wovon sie weiterhin zehrt. Wobei es ebenso um die individuelle Entwicklung des Nachwuchses geht, der durch die Betrachtung eines Rubens- oder Cranach-Gemäldes hochwertige Vitamine tankt, als auch um die Entwicklung eines Verantwortungsgefühls für diese Menschheitsschätze, die ihre Glaubensbrüder möglicherweise eines Tages erben werden.

Darum bemühen sich weitsichtige Lehrer, beispielsweise an der musisch ausgerichteten Lemgo-Grundschule in Kreuzberg, wo Kinder mit Migrationshintergrund die Mehrheit darstellen. Die evangelische Religionslehrerin Petra Krause, deren Unterrichtsstunden nur von nichtislamischen Kindern freiwillig besucht werden, initiierte vor drei Jahren eine Kooperation der verdienstvollen Kinderakademie der Staatlichen Museen zu Berlin, deren Kundenstamm ansonsten aus dem kulturbeflissenen Bürgertum kommt. Seither besuchen sie und Lehrerkollegen mit einer gemischten Schülergruppe aus ihren dritten bis fünften Klassen jeden Dienstag ein Museum in der Hauptstadt, wo ein Museumspädagoge den Kleinen das Einmaleins der visuellen Sprache nahebringt. Wie heute in der Alten Nationalgalerie, wo sie sich nacheinander vor zwei Marmorgruppen des preußischen Akademiebildhauers Reinhold Begas (1831 bis 1911) niederlassen, erst vorm schlafenden Amor, an den sich Psyche heranpirscht, dann vor der sitzengelassenen Psyche, die sich vom ziegenhufigen Pan trösten lässt. Die Migrantenkinder lernen Mythenwesen mit Flügeln und Tierkörpern kennen, sie sollen sagen, was die einmal aufmerksam gespannte, einmal zusammengesunkene Haltung der Psyche über sie verrät. Hände schießen empor. Jungen erörtern Amors Pfeiltechnik. Lernschwache Schüler blühen auf. Das afrodeutsche Mädchen fasziniert, als man weitermarschiert, das dunkle Licht in Menzels „Schmiede“.

Parallel hält die Schule im Rahmen des Kunstunterrichts gemeinsam mit dem Kindermuseum des Berliner Freizeit- und Entwicklungszentrums ein Lucas-Cranach-Projekt ab, das vor drei Wochen höchst dramatisch begann. Die Projektleiterin brachte in die fünfte Klasse Reproduktionen von Cranachs „Paradies“ sowie von Adam und Eva im Adams- und Evakostüm mit, was die mehrheitlich weibliche Schülerschar zu lautem „Igitt“- Geschrei hinriss. Der Alphajunge der Klasse, der zierliche, hochintelligente und zugleich sehr auf islamischen Anstand erpichte Ali drehte das Bild mit der Rückseite zuoberst und erklärte, so etwas anzuschauen sei haram, für Muslime verboten. Die Mädchen schlossen sich dem an. Es entspann sich eine etwa zwanzigminütige Diskussion über Islam und christliche Bildkultur. Plötzlich kam Ali eine Idee. Er schnitt bunte Papierschnipsel zurecht und bedeckte damit auf der Cranach-Reproduktion die Nacktheit. Das Eis war gebrochen. Für den Rest der Stunde bastelten die Kinder aus der Cranach-Vorlage ihre eigenen Paradies-Versionen, wobei die Mädchen das, was ihnen bei dem alten Meister anstößig erschien, übermalten.

Alis Fall zeigt, wie wichtig das ist, was die Religionslehrerin Krause angestoßen hat. Das Kind eines Palästinensers und einer Libanesin entstammt dem, was man als bildungsfernes Milieu bezeichnet. Zugleich hat der älteste Sohn in einer großen Geschwisterschar ausgeprägte Führungstalente und -ambitionen. Seine Klasse gilt inzwischen als kulturell fortgeschritten. Andere Mitschüler, die sich über Gemäldereproduktionen in Büchern aufregen, die die Projektleiterin mitbringt, werden von ihren Klassenkameraden beruhigt: „Das macht überhaupt nichts, das ist doch Kunst!“

Die Klassenzimmerwände der Lemgo-Schule sind geschmückt mit schriftlichen Wahlsprüchen wie: „Ich schlage keine Kinder. Ich sage keine Ausdrücke. Ich arbeite ruhig an meinem Platz.“ Denn natürlich gehören abschätzige Kommentare über Christen, beispielsweise als „Schweinefleischfresser“, ebenso wie antisemitische Phrasen zu den Dauerthemen. Umso mehr sind die islamischen Kinder erstaunt, wenn sie erfahren, dass die Juden wie sie kein Schweinefleisch verzehren und dass unter den drei monotheistischen Buchreligionen die jüdische die älteste ist, berichtet Petra Krause. Das gilt auch für Ali, der zu Hause vor allem Kommentare über Israel als Besatzungsmacht mitbekommt. Jetzt möchte er unbedingt das jüdische Museum besuchen.

Heute ist schon die dritte Doppelstunde des Cranach-Projekts. Eine Projektleiterin rekapituliert mit den Kindern die historische Perspektive. Wie voriges Mal werden Zeitleisten gezeichnet. Ali, der nachfragt, wie das noch ging, bekommt gesagt, er solle auf der über mehrere Blätter Papier gezeichnete Zeitlinie ihm bekannte Daten eintragen, beispielsweise das Geburtsdatum Mohammeds und das seines Vaters und dazwischen die Epoche Cranachs finden. Deren Merkmale werden im Gespräch mit den Schülern eingekreist. Es gab damals keine Autos, kein Fernsehen, keine Wasserleitungen, sagt ein Mädchen. Die Projektleiterin nickt beifällig. Doch damals wurden wichtige Erfindungen gemacht, sagt sie, beispielsweise der Buchdruck, weshalb Cranach auch als Verleger erfolgreich war und als Freund und Gesinnungsgenosse Martin Luthers dessen Schriften mit seinen Illustrationen aufwertete. „Schon wieder Reformation“, nörgelt ein Junge. „Dafür hatten wir vorige Woche viel Islam“, entgegnet ihm ein anderer.

Unterdessen lässt sich eine zweite Gruppe von den exzentrischen Trachten auf Cranach-Gemälden zu Kostümbasteleien inspirieren. Arbeitsziel ist eine Folge von Porträtfotos, wofür die Kinder mit selbstgemachten Zeitungspapierhüten vor einem riesigen Pappbilderrahmen posieren. Die dritte Gruppe stellt Cranachs Bilder nach und macht Video-Filme daraus. Hier lässt ein sensibler Fünftklässler, dem das niemand zugetraut hätte, sich für die Kamera als „Heiliger“ mit einer güldenen Decke behängen und von drei andachtsvoll dreinblickenden Mädchen umzingeln. Ende des kommenden Jahres sollen die Arbeiten der Lemgo-Schüler auf der Cranach-Jubiläumsschau im Freizeit- und Entwicklungszentrum präsentiert werden.

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Time am 20. November 2013

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1) http://www.ikono.org/2013/03/muslima-muslim-womens-art-voices/

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Eine Antwort to “Aus meinem Giftschrank (#34)”

  1. charlie Says:

    Dass abgebildete Bild wäre als Tapeten-Motiv in einem Harems-Raum interessant.

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