Sprachverwirrung in Babel

Türkischsprachige Werbung deutscher Produkte Immowelt

Das Plakat ist nicht nur auf torkisch: Wie selbstverständlich trägt die wohnungssuchende Torka auch ein Kopftuch.

Immer mehr breiten sich in deutschen Großstädten öffentliche Beschriftungen aus, die in fremden Sprachen oder sogar Schriftzeichen verfasst sind. Im Fall der vielen denglischen Fantasie-Bezeichnungen ist das eher kurios, weil wir alle englisch sprechen und den Inhalt in etwa erschließen können, mag es sich nun um einen „Fun-Point“ oder eine „FAQ-Area“ handeln.

Im Fall orientalischer Sprachen und Schriften wird die Angelegenheit dagegen ärgerlich, weil man absolut nichts versteht und so im eigenen Land ausgeschlossen wird. Besonders schäbig ist dabei die Anbiederung deutscher Unternehmen an orkisch-torkische Kunden, denen man mit dem Gebrauch ihrer Sprache schmeicheln will.

Es ist seltsam, dass es gegen diese grassierende Sprachspaltung in unserem Land keine Gesetze zu geben scheint. Denn was mancher linksgrüne Dimmie als Beispiel für „Willkommenskultur“ preisen wird, zeigt tatsächlich einen Aspekt der zunehmenden Fragmentierung unserer Gesellschaft nach libanesischem Vorbild, welches eine mittelfristige Etappe auf dem Weg in den perfekten Scharia-Staat  à la Somalia ist.  

Lesen Sie einen Bericht von Daniel Schalz und Ufuk D. Ucta aus der „B.Z.“ vom 29. März 2009 (1). Übrigens: Wir schreiben das Jahr 2013…

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Immer mehr türkische Plakate

Bei immer mehr Plakaten in der Stadt versteht man nur Bahnhof. (…)

In der Regel sind Werbe-Botschaften kurz, knackig und leicht verständlich. Doch immer häufiger verstehen Berliner bei Plakaten nur Bahnhof – egal ob Immobilien-Portal, TV-Anbieter oder Auto-Hersteller. Weil die Slogans auf Türkisch sind.

„In unserer Anfang März gestarteten Kampagne sind 15 Prozent der Plakate auf Türkisch“, sagt Barbara Schmidt vom Wohnungs-Portal Immo-Welt. Allerdings werde bei der Verteilung der Poster die Bevölkerungsstruktur der Bezirke berücksichtigt. Deshalb hängen in Kreuzberg mehr türkischsprachige Plakate als etwa in Zehlendorf.

„Ethno-Marketing“ nennen die Werbe-Leute das: Auf die Herkunft einer bestimmten Gruppe zugeschnittene Kampagnen. „Wir werben damit ganz gezielt für unsere Programm-Pakete mit türkischen Sendern“, sagt Mariel Joyce von Kabel Deutschland. Offenbar mit Erfolg. Türken würden durchweg positiv auf das Immo-Welt-Motiv mit der jungen Kopftuch-Frau reagieren, sagt auch Barbara Schmidt.

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Doch sind solche Plakate förderlich für die Integration?

Berlins stellvertretender Integrations-Beauftragter Andreas Germershausen zumindest ist wenig begeistert. „Wir selbst verwenden in der Regel die deutsche Sprache“, betont er. „Auch in unseren Kampagnen, mit denen wir für die Einbürgerung oder qualifizierte Berufsausbildungen werben.“ Andere Sprachen benutze der Senat nur, wenn er sich in Broschüren speziell an neue Zuwanderer oder Ältere wende. „Die Werbung folgt da wirtschaftlichen Interessen“, sagt Germershausen. „Das können wir nicht beeinflussen.“

Barbara Schmidt widerspricht: „Unsere Haupt-Zielgruppe sind gar nicht Türken, die kein Deutsch können. Aber Menschen mit Migrationshintergrund fühlen sich durch ihre Muttersprache einfach direkter angesprochen.“

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Time am 23. November 2013

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1) http://www.bz-berlin.de/aktuell/berlin/immer-mehr-tuerkische-plakate-article410721.html

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4 Antworten to “Sprachverwirrung in Babel”

  1. Cajus Pupus Says:

    Es sind ja nicht allein diese Plakate. Es ist ja auch schon ein Zuviel an Halal produzierten Lebensmittel im Handel, ohn das diese ausreichend und DEUTLICH gekennzeichnet sind! Mit anderen Worten: Der Deutsche hat das zu lesen und zu fressen was ihm vorgesetzt wird!

  2. Henry Hill Says:

    Wenn man Warnhinweise an Schwarzfahrer auf türkisch bringt,fühlen sich die Angesprochenen und ihre Lobbyisten seltsamerweise diskriminiert.Ich finde das lustig.

  3. KarlMartell Says:

    Googeln Sie mal nach „strafgesetzbuch [türkisch]“, das waere der Einheitssachtitel fuer eine torkische Ausgabe des deutschen StGB. Gibts nicht. Interessiert keinen.
    Allerdings: Das torkische StGB auf deutsch koennen Sie fuer 45 Euro hier kaufen:
    http://www.weltbild.de/3/15840514-1/buch/das-tuerkische-strafgesetzbuch-tuerk-ceza-kanunu.html

  4. dentix07 Says:

    Über fremdsprachliche Werbung von Firmen rege ich mich nicht auf. Die versuchen einen vorhandenen Kundenstamm zu erschließen, was abolut legitim ist.
    Im Urlaub, z.B. Spanien, Italien o.ä. findet man in den Touristenhochburgen auch deutsch-, englisch-, niederländisch-, französischsprachige (usw.) Werbung an und von einheimischen Firmen! (Z.B. das berühmte: Wir sprechen deutsh!)

    Andersherum wird ein Schuh draus. Die Firmen reagieren (!) nämlich nur auf eingetretene Veränderungen und verdeutlichen damit wie weit und wie stark „migrantischer“ Einfluß schon ist!

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