Gezielte Beleidigung

Leipzig

Vom Samstag stammt der oben stehende Screenshot eines aktuellen Artikels auf Mazyeks „islam.de“ (1).

Schon die Überschrift strotzt mal wieder vor inhaltlichen und orthografischen Fehlern: „Islamfeindlichkeit: Wieder wird von ,Umbekannt’ Schweinsköpfe und Blut gelegt“. Richtig sollte es heißen: „… Wieder werden von ,unbekannt‘ Schweinsköpfe und Blut… “ Ausgebracht? Hinterlassen? Blut kann man jedenfalls nicht legen. So viele Fehler in einem kurzen Satz, das ist heftig.

Bei „Wieder“ denkt man natürlich, es habe nach dem Leipziger Kunsthappening noch ein weiteres gegeben, aber das ist nicht der Fall. Vielmehr soll in hetzerischer Absicht das Gefühl erzeugt werden, in Deutschland seien die Mohammedanististen Tag für Tag großer Gefahr ausgesetzt, weshalb auch gleich zweimal von einem „blutigen Anschlag“ aber auch von einem „gefährlichen Angriff“ sowie von einem „Angriff  auf unsere ganze Gesellschaft“ die Rede ist. Diese Bezeichnungen sind jedoch einfach nur peinlich, weil jeder weiß, dass es grundsätzlich Tote gibt, wenn Mohammedanisten einen ihrer vieltausendfachen Anschläge ausüben. Eine Kunstaktion hingegen einen „blutigen Anschlag“ zu nennen, ist eine demagogische Verdrehung.

„Nach dem blutigen Anschlag auf ein Baugelände für eine Moschee der Ahmadiyya Muslim Jamaat (AMJ) in Leipzig hat (bitte streichen „hat“, bitte schreiben „haben“, T.) der ZMD und die SPD letzte Woche (16.11.2013) der AMJ ihre Solidarität und Unterstützung versichert. Neben dem Vorsitzenden der SPD (bitte Komma einfügen, T.) Sigmar Gabriel (bitte Komma einfügen, T.) waren von (bitte streichen „von“, T.) der sächsische Chef der Partei (bitte streichen „sächsische Chef der Partei“, bitte schreiben „sächsische Parteichef“, T.), Martin Dulig, sowie der Bürgermeister von Leipzig, Burkhard Jung, gekommen.

Ja, das ist schon ein recht wirres Gefasel. Aber es kommt leider noch schlimmer:

„Der Vorsitzenden (bitte streichen „Vorsitzenden“, bitte schreiben „Vorsitzende“, T.) des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Aiman A. Mazyek (bitte Komma einfügen, T.) bedankte sich bei Gabriel und Jung für das Zeichen, das (bitte streichen „das“, bitte schreiben „dass“, T.) mit ihrem Besuch ein Zeichen gegen Intoleranz und Islamfeindlichkeit gesetzt wurde und sagte: ,In letzter Zeit wurden Moscheen und andere Gotteshäuser immer wieder Opfer von Anschlägen. Das ist (bitte streichen „ist“, bitte einfügen „sind“, T.) ein (bitte streichen „ein“, T.) gefährlicher (bitte streichen „gefährlicher“, bitte einfügen „gefährliche“, T.) Angriff (bitte streichen „Angriff“, bitte einfügen „Angriffe“, T.) auf die Gesellschaft und Demokratie. Gemeinsam mit der religiösen Gemeinschaft der Ahmadiyya verurteilen wir deshalb diese Taten auf das Schärfste.’“

Er bedankte sich für „das Zeichen, dass ein Zeichen gesetzt wurde“? Ähem…

„Der Vorsitzende der SPD (bitte Komma einfügen, T.) Sigmar Gabriel (bitte Komma einfügen, T.) sagte: ,In Deutschland herrscht Religionsfreiheit. Deshalb ist so ein Angriff auf ein Gotteshaus auch immer ein Angriff auf unsere ganze Gesellschaft’.“

Na, ganz so ist es nicht mit der Religionsfreiheit. Aztekische Opferkulte z.B. werden bei uns ebenso wenig toleriert wie die definitiv unblutigen Scientologen.

„Unbekannte haben auf dem Baugelände fünf blutige Schweineköpfe auf Holzpflöcke gespießt. Der Staatsschutz habe Ermittlungen aufgenommen, sagte Polizeisprecherin Birgit Höhn am Freitag. Entdeckt wurde der Anschlag am Donnerstagabend von der Feuerwehr. Die war alarmiert worden, weil auf dem Bauplatz zudem eine Mülltonne brannte. Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) reagierte entsetzt auf die ,feige Tat’ (bitte Punkt setzen, T.)“.

Ich bin mir sicher, dass die Schweineköpfe nicht blutig waren, denn in nicht-halalen Schlachtereien lässt man getötete Schweine doch wohl ausbluten, damit der Kunde nicht das stresshormonverseuchte Blut mitkonsumieren muss. Aber so hört sich das halt dramatischer an, ebenso wie das „Entsetzen“ des OBs, das in der Regel ausbleibt, wenn ein Deutschdeutscher von einem Orkrudel totgetreten wird, und die – warum auch immer – „feige Tat“, die ja immer dann vorliegt, wenn es gegen die mohammedanistischen Herren geht.

Dass diese nicht daran denken, sich ernsthaft in unsere Kultur zu integrieren, machen sie durch ihren gelinde gesagt unverschämt und unerträglich verhunzenden Gebrauch der deutschen Sprache deutlich. Ich fasse dieses barbarische Hingerotze zunehmend als gezielte Beleidigung auf. Es zeigt, dass bei „islam.de“ kein einziger deutschdeutscher Muttersprachler toleriert wird, es zeigt, wie man mit uns umgehen wird, wenn man erst einmal zur Mehrheit geworden ist.

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Time am 26. November 2013
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1) http://www.islam.de/23054

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5 Antworten to “Gezielte Beleidigung”

  1. Jakobiner Says:

    Mich würde einmal interessieren, wenn 5 Schweineköpfe vor dem Haus von MoT aufgespießt würden und Blut über den Rasen vergossen würde, ob Times dies auch nur als harmloses Kulturevent oder Happening sehen würde und nicht als greifbare Morddrohung von Mohammedisten.Dazu fehlt mir ein Artikel zur Entführung von Hamed Abdel Samad.

  2. Time Says:

    Hallo Jakob,

    Sie möchten einfach inhärente strukturelle Unterschiede nicht zur Kenntnis nehmen, weil Sie andernfalls eine Entscheidung treffen müssten.

    Der Counterjihad forscht und schreibt und redet und analysiert und diskutiert, einige Counterjihadis provozieren vielleicht auch mal mit Kunsthappenings, in denen abgeschnittene Schweineköpfe eine Rolle spielen.

    Der Jihad hingegen handelt nonverbal (vom Allahuakbargekreisch abgesehen), und er mordet manchmal seine Kritiker und meistens völlig Unschuldige, weil sein Inhalt und seine Botschaft der Schrecken ist.

    Künstlerische Aktionen von Jihadisten oder sonstigen Mohammedanisten gegen Mohammedanismuskritiker oder Counterjihadis sind nicht denkbar – Diese armen Teufel wechseln bei der geringsten Kritik auf die Stufe physischer Gewalt.

    Diese Matrix ist im Kloran und in der Biografie Klo H. Metzels als Willen des angeblich höchsten Wesens, welches angeblich das gesamte Universum geschaffen hat, festgelegt.

    Würde meine Anonymität aufgehoben werden, müsste ich nicht fünf abgeschnittene Schweineköpfe vor meiner Wohnung fürchten sondern das Abschneiden meines eigenen Kopfes.

    Ich grüße Sie,

    Time

  3. Jakobiner Says:

    Dennoch halte ich ein solches „Kulturhappening“ für falsch, da es eben als echte Morddrohung verstanden werden kann. Besser wäre eine Veranstaltung der Moscheegegner und Counterjihaddis in Rahmen einer Podiumsveranstaltung, wo man inhaltlich den politischen Islam demaskiert, entlarvt und dekonstruiert und offen Farbe bekennt und seine Argumente der Bevölkerung offen mitteilt!!

  4. loewe Says:

    Für Jakobiner zur Information:
    http://www.kcpm.de/index.php/Newsflash/Kirchenschaendungen.html
    Sind das Happenings nach Ihrem Geschmack? Haben Sie gehört, dass da ein Herr Gabriel betroffen angereist ist und alle Zeitungen überregional davon berichtet haben?
    Vielleicht können Sie mal verlinken, wo Sie Ihre Empörungen darüber veröffentlichten. Sie müssen nicht zu jedem Fall einen Link setzen. Mir würden ca. 10 genügen.

  5. Jakobiner Says:

    Zu Loewe:

    Das ist wohl die saublödeste Entgegnung, die ich je gelesen habe: Muss ich die Schändung christlicher Symbole gut finden, weil ich mich gegen die völlig geschmacklose Schändung islamischer Symbole „empäre“? Sind sie Pädophiler, weil sie noch keine 10 Links zur Pädopholie verlinkt haben?

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