Sühne nach 42 Jahren

Abdul Quader Mollah

In Bagladesch ist der mohammedanistische Hassprediger Abdul Quader Mollah gehängt worden, weil er sich im Alter von 23 im Jahr 1971 schwerer Kriegsverbrechen wie beispielsweise zwölffachen Mordes schuldig gemacht hatte. Gedeckt von seiner Organisation „Jamaat-e-Islami“ war es ihm gelungen, seiner gerechten Strafe 42 Jahre lang zu entgehen. Aufgrund der Vollstreckung zog es im Anschluss Hunderte von Orks auf die Straßen, wo sie u.a. drei unschuldige Hindus massakrierten (1).

Im sogenannten „Bangladeschkrieg“, der von Pakistan in das nach Unabhängigkeit strebende Bengalen getragen wurde, töteten die Pakis drei Millionen Menschen und vergewaltigten 200.000 Frauen. Durch die Hilfe Indiens siegte Ostpakistan und erlangte die Unabhängigkeit (2).

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Time am 15. Dezember 2013

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1) http://www.barenakedislam.com/2013/12/13/bangladesh-muslims-engage-in-deadly-riots-after-war-criminal-is-executed-by-hanging/
2) http://de.wikipedia.org/wiki/Bangladesch-Krieg

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4 Antworten to “Sühne nach 42 Jahren”

  1. Jakobiner Says:

    Mich würde mal interessieren, was die Islamisten Bangladeschs genau wollen. „Nur“ einen Gottesstaat in Bangladesch oder aber Wiedervereinigung mit einem dann islamistischen Pakistan und Zweifrontenkrieg gegen Indien?

  2. Thomas Holm Says:

    Hallo Jakobiner,

    „was die Islamisten Bangladeschs genau wollen“

    Kurzfristig dürften Überlebensfragen im Vordergrund stehen:

    http://chairmanbd.blogspot.co.uk/2013/05/mass-killing-on-protesters-in-dhaka-at.html

    Inwieweit man in diesen Kreisen auf eine Wiedergeburt (oder Erst-Stiftung) von (namentlich) Punjabisch-Bengalischer Freundschaft zu hoffen wagt, entzieht sich meiner Kenntnis.

    Jedenfalls ist alles nicht so einfach, da auch schon der als säkular gepriesene und Sindh-stämmige Zulfikar Ali Bhutto nicht ganz ohne derben Migranten-Sprech zu pakistanisch nicht (mehr) überzeugten Bengalen auskam:

    http://pakistanterroristcountry.blogspot.de/2011/11/bad-words-of-zulfiqar-ali-bhutto-for.html

    „you decide what kind of relations, do you want with them …
    Listen — Listen Because you people will have to decide …
    Who am i to make your decisions …

    no no no no no no no no no no no no no no no

    okay.. if you people accept then fine If not,
    they can go to hell! they can go to hell …

    Okay , so we accept , what you want….Sit down — Sit down….
    Listen — Listen…. This is not proper, What can be more unfair….

    Don’t want us? We don’t want you! Go to hell, swine , go to hell!“

    Die Ethno-Katastrophe, die da im Zeichen von Welt-Beglückung – auch nach innen – angerichtet worden ist, ist einfach unvorstellbar.

  3. Jakobiner Says:

    Meiner Ansicht nach hat das heutige Pakistan es aufgegeben mit Bandladesch eine Front gegen Indien zu propagieren.Da bestehen keine Gemeinsamkeiten und selbst eine bengalische Bewegung, die Westbengalen von Indien fordern könnte, um es mit Bangladesch zu vereinigen, ist realitätsfern und nicht existent, wäre dazu nicht islamisch, sondern ethnisch-nationalistisch geprägt Die Parameter könnten sich aber verschieben, wenn Pakistan und Bangladesch islamisiert würden–dann könnte eine panislamische Wiedervereinigungsbewegung aufkommen.Taliban, bzw. Jamat e-Islami in Pakistan und Bangladesch–zumal mit einer muslimischen Atombombe könnte da Begehrlichkeiten über Kaschmir hinaus wecken.

  4. Thomas Holm Says:

    Pakistan ist eine einmalige Synthese aus fanatischen Ambitionen und oligarchisch-bürokratischem Kalkül. Während sie Afghanistan vergewaltigen und sonstwen terrorisieren, träumen sie immer davon, Indien zu zerfetzen. Durchaus auch in opportunistischer Absprache mit dortigen Maoisten, Indigenen, oder sonst welchen Kasten-Opfern und Sozial-Protestlern. Dafür haben sie sich strategisch mit China liiert und dafür laufen Nordkorea-Spesen als Pilger-Kosten (Benazir-Interview)

    Pakistan hat die Saudis an dem einem und die Iraner am anderen Ohr. Und Islamisch betrachtet, muss einer davon der Teufel sein. Und schauen wir uns mal an, wie die herausfinden werden, wer das wohl ist.

    Was größere Ambitionen angeht so denke ich, dass in Bangladesch die Würfel gegen den Jihadismus „alter* Schule“ gefallen sind; d.h. strategisch: pro-Iran mit moderater Rückwirkung auch auf Pakistan und selbst auf Indien in diesem Sinne.

    *Hamid Gul hat mal erklärt, dass es beim Jihadismus nur darum geht, dass der Westen dafür bezahlt, dass er nicht das jeweils doppelte abkriegt. Der Austritt des Westens aus der Schusslinie ist für dieses Konzept natürlich ruinös und für ihn ein Skandal. Seine Fraktion diskutiert recht offen, ob das alles enden soll, wie in Syrien. Auch zurecht.

    Eine Kramersche Hybrid-Pleite-Bilanz würde für Pakistan wohl ähnlich krass ausfallen, wie für die Araber. Wo sich für die Araber der Iran als Nachlassverwalter bewirbt, da wird Indien mit Blick auf Pakistan auch nicht untätig bleiben können.

    Um zu assistieren, die pro-Iran Linie gegen die Traditions-Extremisten (in Verbindung mit Taliban und der Paschtunen-Frage) durchzudrücken. In Lahore war jetzt zu Aschura schon ein erstes zartes Kräftemessen in dieser Richtung. Man stelle sich die Konfrontation von Dhaka mal übertragen auf Islamabad vor, diese hier:

    http://chairmanbd.blogspot.co.uk/2013/05/mass-killing-on-protesters-in-dhaka-at.html

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