Unsere Armee wird weiblicher – und besser

IDF

Vorbild IDF

Die rasante Entwicklung der nichtmohammedanistischen Welt und insbesondere des Westens ging einher mit der Partizipation der Frauen an allen Bereichen.

Es ist kein Wunder sondern eine Selbstverständlichkeit, dass Probleme doppelt so schnell oder noch schneller gelöst werden, wenn sich die doppelte Anzahl kluger Menschen mit ihnen befasst. Gemäß kapitalistischer Logik und den Gesetzen der offenen Gesellschaft ist die Integration der Frauen in alle Bereiche des Lebens unabdingbar.

Gleichwohl ist die Durchdringung aller Sphären unserer Kultur durch alle unserer Bürger ein Prozess. Fähigkeiten müssen erlernt werden, Vorbehalte und Gewohnheiten müssen untersucht oder abgelegt werden, Seilschaften und Zirkel müssen geöffnet werden. Das dauert ein wenig, aber es wird nicht sehr lange dauern.

Es gibt im Counterjihad Leute, die gegen den Mohammedanismus sind, weil sie ihn vielleicht als die signifikanteste Andersartigkeit derzeit wahrnehmen. Ebenso sind sie aber wohl gegen jede Andersartigkeit und gegen jede Veränderung. Die Globalisierung macht sie wahnsinnig. Die Bildung der EU ist für sie eine bolschewistische Idee. Wehmütig schauen sie zurück auf die deutsche Kaiserzeit. Sie sind meistens – aber nicht immer – männlich.

Grade meinen sie, den Beweis dafür in den Händen zu halten, dass sie immer schon mit allem Recht hatten, dass die weiblichen Mitbürger ziemlich unterbelichtet und vom Kindergebären abgesehen unfähig sind, und dass die Kampfkraft unserer Armee bedroht ist, weil sie nunmehr einen Anteil von zehn Prozent weiblicher Mitarbeiter hat.

Kewil von PI titelt (1):

„Bundeswehr wegen Frauen ohne Kampfkraft“

Kybeline (2):

„Studie der Bundeswehr: Frauen schwächen die Kampfkraft“

Kybeline schreibt weiter:

„Das ist wieder so eine Erkenntnis, von der die Genderisten und die Unisex-Besessenen nichts hören wollen. Aber wann wollen schon die ideologischen Dogmatiker die Wahrheit hören? Sie haben ihre Dogmen, sie brauchen keine Wahrheit – auch wenn die Dogmen u. U. sie umbringen könnten, hängen sie an ihnen fest. Nur leider kann es im Fall der Bedrohung so ein Dogma,  das die Wehrkraft der Bundeswehr schwächt, uns alle gefährden.“

Aber was ist denn das für eine schwächliche Armee, die nicht mehr effektiv kämpfen kann, sobald nur ein Zehntel ihrer Mitglieder Frauen sind? Zumal von denen noch mehr als die Hälfte im Sanitätsdienst tätig ist (7.000, Heer: 3.400, Luftwaffe: 2.100, Marine: 1.100).

Angesichts des schäumenden Tons und der sehr zurecht geschnittenen Interpretation der Daten habe ich das dringende Gefühl, dass nicht nur Genderisten sich zwanghaft an ihre Dogmen klammern. Die zugrunde liegenden Daten erfassen nämlich nicht die Kampfkraft der Bundeswehr, sondern sie stellen die Meinung männlicher Soldaten über die Kampfkraft der Bundeswehr dar.

Lorenz Hemicker berichtete gestern auf „FAZ.net“ (3), und aus seinen Ausführungen wird das geheime Motiv der unkollegialen Äußerungen männlicher Soldaten deutlich: Es treibt sie der Neid.

„Am häufigsten beschweren sich die Soldaten aber über noch etwas anderes. Sie bemängeln, dass Frauen wegen ihres Geschlechts bevorzugt würden. 62 Prozent attestieren ihnen bessere Karrierechancen, 2005 waren es noch 53 Prozent.“

Süffisant fügt Hemicker hinzu:

„Verbrieft ist die Bevorzugung der Frauen in der neuen Bundeswehr-Stilfibel, die Frauen bei Frisuren mehr Freiheiten lässt.“

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Soldaten sehen wegen Frauen Kampfkraft schwinden

Sie werden bevorzugt, können nicht kämpfen und machen die Bundeswehr schlechter. Das sagen einer Studie zufolge immer mehr Bundeswehr-Soldaten über ihre weiblichen Kameraden.

Der Unmut unter Bundeswehr-Soldaten über ihre weiblichen Kameraden wächst. Die Ergebnisse einer Studie, die am Freitag in Berlin vom Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr vorgelegt wurden, dürften der Verteidigungsministerin nicht gefallen.

Laut der Befragung aus dem Jahr 2011 gaben mehr als die Hälfte der Männer an, die Bundeswehr verändere sich wegen der Integration von Frauen zum Schlechteren. Dieser Meinung waren  knapp 57 Prozent. In einer vorhergehenden Studie aus dem Jahr 2005 waren es nur knapp 52 Prozent Prozent. Auch in nahezu allen anderen Bereichen, die für das Funktionieren einer Armee von Bedeutung sind, wächst die Zahl der Kritiker.

Das Leben im Feld? Dem seien die Frauen nicht gewachsen, sagten 34 Prozent (2005: 28 Prozent). Körperlich anspruchsvolle Aufgaben? Die könnten Frauen nicht ausfüllen, sagen inzwischen 52 Prozent (2005: 44 Prozent). Über ein Drittel der Männer beklagt inzwischen durch Frauen den Verlust der Kampfkraft. Am häufigsten beschweren sich die Soldaten aber über noch etwas anderes. Sie bemängeln, dass Frauen wegen ihres Geschlechts bevorzugt würden. 62 Prozent attestieren ihnen bessere Karrierechancen, 2005 waren es noch 53 Prozent. Verbrieft ist die Bevorzugung der Frauen in der neuen Bundeswehr-Stilfibel, die Frauen bei Frisuren mehr Freiheiten lässt. Befragt wurden von August bis Oktober 2011 knapp 5000 Soldatinnen und Soldaten.

Das Selbstbewusstsein der Soldatinnen ist laut der Umfrage hingegen gewachsen. Das Gros von ihnen ist der Auffassung, dass ihr Leistungsvermögen gestiegen ist. Zudem nehmen die Soldatinnen eine gewisse Normalisierung im Umgang mit ihnen wahr. Ihr Leistungswille sei weiterhin hoch.

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) sagte nach der Veröffentlichung der Studie, es müsse „besser sichtbar“ gemacht werden, „wie sehr die Bundeswehr von der wachsenden Zahl Frauen in der Truppe profitiert“. Derzeit sind 10,1 Prozent der Soldaten Frauen.

Die Daten aus dem Jahr 2011 zeigten, dass die Bundeswehr mit der gestarteten Attraktivitätsoffensive auf dem richtigen Weg sei und an vielen Punkten anzusetzen habe, sagte von der Leyen. „Wir müssen die Karrierepfade für Frauen gangbarer machen, die Vereinbarkeit von Dienst und Familie zügig vorantreiben.“ Die Bundeswehr brauche die fähigsten Köpfe und davon sind ebenso viele weiblich wie männlich, sagte die Bundesverteidigungsministerin.

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Drei Prozent der Frauen berichteten übrigens von Vergewaltigungserlebnissen. Das entspricht zwar den Daten anderer westlicher Armeen, aber das sind exakt drei Prozent zu viel.

Warum habe ich hier in der MoT vor fünf Jahren den Omdurmanfeldzug so ausführlich behandelt (4)? Er ist ein Beispiel für den „wissenschaftlich geführten Krieg“. Den werden wir stets gewinnen. So wie damals.

Zum Abschluss möchte ich Ihnen eine diesbezügliche persönliche Beobachtung mitteilen. Ich war in einer Phase meines Lebens häufig auf einer bestimmten Strecke mit der Bahn unterwegs, die auch Soldaten zu ihren (unterschiedlichen) Kasernen brachte. Ich konnte zwei Typen von Soldaten beobachten: 1.) Freiwillige, gemischtgeschlechtlich, mutmaßlich mit einer Offizierslaufbahn vor Augen, 2.) Wehrpflichtige, männlich. Gruppe eins pflegte den Waggon mit Heiterkeit, Konzentration (es wurde gebüffelt) und jugendlichem Elan zu füllen, und die Soldatinnen, die ohne Wenn und Aber akzeptiert zu sein schienen, hatten daran einen wesentlichen Anteil. Gruppe zwei war betrunken, verlottert, dumpf und aggressiv.

Ich würde mich gerne in die erste Gruppe einreihen, weil es dort lustiger, komfortabler und ordentlicher zuging und vor allem, weil ich glaube, dass diese Gruppe immer siegreich sein wird. Gruppe zwei war doch sehr orkhaft, und das passt eigentlich gar nicht zu einer modernen Bürgerinnen- und Bürgerarmee.

Die israelischen Streitkräfte sind übrigens eine solche. Mehr als 65% der Frauen leisten dort den Wehrdienst.

Und wer wollte die IDF ernsthaft als eine ineffektive Armee bezeichnen?

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Time am 26. Januar 2014
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1) http://www.pi-news.net/2014/01/bundeswehr-wegen-frauen-ohne-kampfkraft/
2) http://www.kybeline.com/2014/01/24/studie-der-bundeswehr-frauen-schwaechen-die-kampfkraft/
3) http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/bundeswehr-studie-soldaten-sehen-wegen-frauen-kampfkraft-schwinden-12767626.html
4) https://madrasaoftime.wordpress.com/2009/04/27/churchill-5-kritik/

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8 Antworten to “Unsere Armee wird weiblicher – und besser”

  1. Tobi Says:

    Ich glaube die wenigsten Counterjihadisten haben ein Problem damit, dass es Frauen in der Bundeswehr gibt.

    Das Problem ist die ideologische Genderisierung, dass heißt, die Vorstellung, dass es an jeder Stelle völlig unerheblich ist, ob da ein Mann oder eine Frau steht. Dazu kommt die Propaganda-Behauptung, dass die Bundeswehr von der Genderisierung so wundervoll profitiert.

    In der israelischen Armee gibt es sehr viele Frauen, aber keine Genderisierung. Welcher Counterjihadist hat ein Problem mit den Frauen in der IDF?

    Ähnliches gilt über weite Strecken auch für Schwule und Lesben, hoffe ich mal: man kein Problem mit Schwulen und Lesben als Menschen, sondern mit der Instumentalisierung von Homosexualität zur Durchsetzung von Gendermainstreaming.

  2. Jakobiner Says:

    Wohlgemerkt dienen bei der Bundeswehr wie auch in der IDF Frauen kaum als Kampfsoldaten.Das traut man ihnen dann doch nicht zu.

  3. Time Says:

    Der Frauenanteil in den IDF beträgt 33%.

    Wikipedia (1):

    Seit der Gründung Israels unterliegen auch israelische Frauen der allgemeinen Wehrpflicht. Jedoch ist ein Drittel der Frauen, meist aus religiösen Gründen, vom Dienst befreit.

    Im Unabhängigkeitskrieg nahmen viele Frauen wegen des Personalmangels auch aktiv an Kampfhandlungen teil, später wurde ihnen aber der Dienst in Kampfeinheiten verwehrt. Sie dienten stattdessen in einer Vielzahl von technischen und administrativen Unterstützungsposten.

    1994 erklagte Alice Miller, eine jüdische Einwanderin aus Südafrika, beim Obersten Gericht eine Grundsatzentscheidung, dass die israelische Luftwaffe ihre Pilotenausbildung für Frauen öffnen müsse. Während des Unabhängigkeitskrieges und des Sinaifeldzuges hatten Frauen bereits Transportmaschinen geflogen, jedoch schloss die Luftwaffe ihre Reihen für Frauen später wieder. Alice Miller scheiterte dann zwar beim Einstellungstest, aber es wurden aufgrund ihrer Initiative zahlreiche Verwendungen für Frauen geöffnet. Die erste Kampfpilotin erhielt ihr Fliegerabzeichen 2001. Seit 2005 stehen Frauen 83 Prozent der militärischen Dienstposten offen, einschließlich des Dienstes in der Artillerie und auf Kriegsschiffen (mit Ausnahme von U-Booten). Zurzeit dienen etwa 450 Frauen in Kampfeinheiten der israelischen Sicherheitskräfte, sehr häufig in der Grenzpolizei. Jedoch ist der Einsatz in Kampfeinheiten für Frauen freiwillig.

    2002 waren 33 Prozent der beiden Leutnantsränge und 21 Prozent der Hauptleute und Majore, jedoch nur drei Prozent der höheren Offiziere Frauen. Mit einer kontrovers diskutierten Entscheidung löste man 2004 das Frauenkorps-Kommando mit der Begründung auf, dass es ein Gegensatz und ein Hindernis für die volle Integration der Frau als normaler Soldat ohne Sonderstatus in die Streitkräfte sei. Auf Drängen von Feministen behielt der Generalstabschef den Posten des Beraters für Frauenangelegenheiten jedoch bei.

    Der Dienst bei den Streitkräften hat großen Einfluss als Kontaktbörse wie auch als Initiationsritus. Allerdings sind die höheren Offiziersränge faktisch bis auf ganz wenige Ausnahmen den Männern vorbehalten, die damit auch leichter Zugang zu zivilen Netzwerken und Karrieren haben. Die geschlechtsspezifische Rollenverteilung in Israel ist daher nach wie vor traditioneller als etwa in Westeuropa.

    _____

    1) http://de.wikipedia.org/wiki/Israelische_Verteidigungsstreitkräfte#Frauen

  4. Jakobiner Says:

    Ein Freund schrieb mir als Kommentar auf den MoT-Artikel:

    „“Zum Abschluss möchte ich Ihnen eine diesbezügliche persönliche Beobachtung mitteilen. Ich war in einer Phase meines Lebens häufig auf einer bestimmten Strecke mit der Bahn unterwegs, die auch Soldaten zu ihren (unterschiedlichen) Kasernen brachte. Ich konnte zwei Typen von Soldaten beobachten: 1.) Freiwillige, gemischtgeschlechtlich, mutmaßlich mit einer Offizierslaufbahn vor Augen, 2.) Wehrpflichtige, männlich. Gruppe eins pflegte den Waggon mit Heiterkeit, Konzentration (es wurde gebüffelt) und jugendlichem Elan zu füllen, und die Soldatinnen, die ohne Wenn und Aber akzeptiert zu sein schienen, hatten daran einen wesentlichen Anteil. Gruppe zwei war betrunken, verlottert, dumpf und aggressiv.“

    Was für ne schwachsinnige Beobachtung! Ist doch logisch, dass gruppe 2 nicht gemischtgeschlechtlich sein kann, da es für Frauen keine Wehrpflicht gibt und gab. Die Wehrpflichtigen sind außerdem meist unfreiwillig dabei, halten das ganze für idiotisch, überflüssig, Zeitverlust und wollen nur eins: die Zeit irgendwie totschlagen, bis alles vorbei ist. Daher gibt es bei denen auch Kalender, auf denen man die Tage bis zum Ende der Dienstzeit abhaken kann. Was diese tolle Beobachtung mit frauen in der bundeswehr zu tun hat, soll mir mal einer erläutern!!

    „die Frauen bei Frisuren mehr Freiheiten lässt“

    Das ist ja auch schon dokumentiert, siehe:

    http://www.google.de/imgres?newwindow=1&client=firefox-a&hs=4ng&sa=X&rls=org.mozilla%3Ade%3Aofficial&biw=948&bih=553&tbm=isch&tbnid=VFf8iiw_mK0dTM%3A&imgrefurl=http%3A%2F%2Fproll.wordpress.com%2F2013%2F12%2F17%2Fkeine-anzeige-14%2F&docid=DwZKsdYxyMBaRM&imgurl=http%3A%2F%2Fproll.files.wordpress.com%2F2013%2F12%2Fuvdl.jpg&w=996&h=720&ei=yPTlUt6PBIKQtQbc4YCICQ&zoom=1&iact=rc&dur=635&page=1&start=0&ndsp=12&ved=0CFcQrQMwAA

    Der unerotische helm hat ausgedient.“

  5. Jakobiner Says:

    Was MoT vergisst:Die IDF hat Frauen nicht aus Gleichstellungsgründen in der Truppe, sondern deswegen, weil sie nicht genügend Menschen hat.Im Gegegnsatz zur Bundeswehr, der es um Frauenemanzipation geht, ist dies bei der IDF eine Notmassnahme wegen mangelnden Kanonenfutters.Zudem:Iwage einmal zu bezweifeln, dass die Frauen dasselbe Gewicht an Marschgepäck tragen können

  6. besucher Says:

    Alter Grundsatz: Ein Kampfverband ist immer so stark wie sein schwächstes Glied. Und da nicht alle Bundeswehrsoldatinnen Amazonen ähneln glaube ich der Einschätzung der Soldaten. Wahrscheinlich halten gerade mal 5-10 % der Soldatinnen das Kampfeinsatztraining durch.

  7. Time Says:

    Dafür können sie lesen und schreiben und eine Menge anderer Dinge, die die Orks nicht mal vom Hörensagen kennen! 🙂

  8. Fundis machen mobil gegen Frauenrechte | Widerworte Says:

    […] von Prostituierten rühmt und allfällige Klagen über Gewalt gegen Frauen im Bordell als deren Berufsrisiko verhöhnt. Kein Puffgänger fragt danach, wo die Frau herkommt und wie sie in das Bordell kommt. Ob […]

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