Leserbrief-Counterjihad (#37)

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Einen exzellenten Leserbrief von Dr. Gerd-Rüdiger Puin (1), der wesentliche Positionen des Counterjihad zusammenfasst, hat „Die Welt“ gestern veröffentlicht.

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Ihr Kommentar zum Ende des „falsch verstandenen Multikulti“ ist absolut zutreffend! Als mittlerweile pensionierter Arabist und Koranforscher möchte ich ein Thema anregen.

Erstens: Die Argumente der Dschihadisten, mit denen sie ihre Taten begründen, sind allesamt dem Koran und der Sunnah bzw. Sirah (Biographie) des Propheten entnommen. Die Freitagspredigt, die neulich der Kalif Abu Bakr Ibrahim in Mossul hielt, könnte so in jeder Moschee der Welt gehalten werden! Sie war beherrscht, wie bei Bin Laden, vorgetragen, ohne Schaum vor dem Mund, nur „wahre“ Zitate, die jeder Muslim kennt. Die Dschihadisten haben mithin die Texte auf ihrer Seite, selbst das ‚„Terror ausüben gegen die Feinde Allahs und seines Propheten“ ist ein koranisches Gebot, dem sie folgen!

Zweitens: Konfrontieren Sie die vergeblichen Feinde der Dschihadisten – etwa die hiesigen „akademischen“ bzw. die in den Dachverbänden organisierten Vertreter des Islams – mit diesen Versen beziehungsweise Berichten, und lassen Sie sich nicht mit der ebenso dümmlichen wie üblichen Ausrede abspeisen, die Zitate seien aus dem Zusammenhang gerissen!

Es geht nicht darum, dem Islam in der Diaspora immer mehr Brücken zu bauen, sondern darum, ihn mit den Fragen der Aufklärung zu konfrontieren, die die Kirchen oder andere ideologische Systeme längst hinter sich haben. Sie wissen selbst, dass die Argumentation, „der Islam habe mit alledem nichts zu tun“, schlicht unehrlich ist – und darum bitte ich Sie dringend, diese in einer allgemeineren und publizistisch verantwortungsvollen Weise aufzugreifen.

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Time am 21. September 2014

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1) http://de.wikipedia.org/wiki/Gerd-Rüdiger_Puin

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2 Antworten to “Leserbrief-Counterjihad (#37)”

  1. Kanalratte Says:

    Das was man in Europa als „Islamisten“ bezeichnet, sind diejenigen die genau das ausleben oder ausleben wollen was im Koran steht.

    Es ist auch kein Zufall dass sich „Salafisten“ selbst nicht als Salafisten, sondern als normale Muslime bezeichnen. „Salafist“ ist genauso ein Begriff des Westens für rechtgläubige Muslime, wie es „Islamist“ ist.

    Es gibt nur einen Islam, und die Frage als Muslim ist wie nah man an dem ist, was im Koran steht. Deswegen sind aber die „Islamisten“ laut Islam nicht falsch oder gar, „keine Muslime“ wie es uns so macher heute weismachen will.

    Europa versucht aus seiner eigenen politischen Korrektheit den Islam zu schützen und hat deswegen solche Kategorien für Muslime eingeführt, die sich 1:1 an den Koran halten, was wie gesagt seitens des Islams auch so verlangt wird.

    Dagegen nennt man den Unrat den Christen über Jahrhunderte auf der Welt verbreitet haben zurecht beim Namen. So sollte man auch mit islamischem Unrat verfahren.

  2. Rudi Rammler, Unschuld vom Land Says:

    Hübsch gebrüllt, der Gute. Der Brief wurde auch nur wegen des schmeichelhaften Selbstbet… Der Lüge ‚ihn mit den Fragen der Aufklärung zu konfrontierten‘ abgedruckt.
    Gut, der Onkel kann ihn nicht abschaffen wollen, da er ja gut von der Existenz dieser Ideologie lebt.

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