Sie gehören vor Gericht

Keith

Teil 1:

Peter von Becker vom „Tagesspiegel“ warf am 25. September einen interessanten Begriff in die counterjihadische Debatte, indem er die Mörderbande des IS-IS als „Porno-Krieger“ bezeichnete (1).

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Dschihadisten in Syrien und im Irak

Die Porno-Krieger vom „Islamischen Staat“

Die IS-Terroristen stellen ihre Gewalttaten exhibitionistisch aus. Sie morden aus Lust. Den Potenz- und Allmachtsfantasien von Macho-Männern wird freier Lauf gelassen. Ein Kommentar.

Seit es den Horror der IS-Milizen gibt, ist wegen der Grausamkeit der Kalifatskiller auch wieder vom Bösen die Rede. Es wird dabei keineswegs theologisch diskutiert und auch nicht mehr der „Achse des Bösen“ im Sinne von George W. Bush unselig gedacht. Einen großen Teil der zivilisierten Menschheit eint einfach die Überzeugung, dass die exzessive Lust am Köpfeabschneiden, an Massenerschießungen, Kreuzigungen, Vergewaltigungen und dem Versklaven von Frauen und Mädchen nicht allein in den juristischen Kategorien von Kriegsverbrechen und Menschenrechtsverletzungen zu fassen ist.

Natürlich gibt es auch Erklärungsversuche auf der sozialen oder soziologischen Ebene: dass viele Freiwillige des IS, die etwa von Europa nach Syrien und dem Irak strömen, meist junge Männer mit persönlichen oder familiären Problemen seien, aus bildungsfernen, gewaltkriminellen Milieus stammen, irgendwie abenteuergeil und islamistisch aufgehetzt erscheinen.

Von religiösem Fanatismus oder gar irregeleitetem Idealismus wird man freilich kaum sprechen können. Das sind Erklärungen, die bei Selbstmordattentätern die eigentlich unerklärliche Bereitschaft zur planvollen Aufopferung des eigenen (jungen) Lebens verständlicher machen sollen. Sie treffen nicht auf den demonstrativ ausgelebten Sadismus der IS-Brigaden zu. Dieser Sadismus rührt eher an die alten Vorstellungen des moralisch und anthropologisch Bösen. Jenseits sozialtherapeutischer Alltagsvernunft.

Historiker können zugleich auf die Menschheitsgeschichte als reales Theater der Grausamkeit verweisen. Timur oder Tamerlan genannt, ein islamischer Nachfolger des Dschingis Khan, eroberte um 1400 ein Reich von der Mongolei bis Anatolien und ließ in Bagdad und Damaskus Pyramiden aus zehntausenden Schädeln der massakrierten Bevölkerung errichten. Goya hat Ende des 18. Jahrhunderts im französisch-spanischen Krieg jene Szenen gezeichnet, die heute als Fotos oder Videobilder ins Netz gelangen und in den meisten Medien der freiwilligen Selbstzensur anheimfallen. Auch der technokratische Völkermord der Nazis und Stalins Terrorherrschaft geschahen nicht aseptisch, sondern bestanden aus Folter, Blut, unvorstellbarem Schmerz und organisatorisch ermöglichtem massenhaftem Sadismus. Das Reich des Bösen ist eben: das Reich des Menschenmöglichen.

Ziemlich falsch wird in diesem Zusammenhang schon wieder die Formel von der „Banalität des Bösen“ zitiert. Hannah Arendt hat sie als Beobachterin des Eichmann-Prozesses in Jerusalem vor allem angesichts der dämoniefreien, trivialen Persönlichkeit des obersten Holocaust-Organisationsbeamten gebraucht, im Gegensatz zur Monstrosität seines Werks. Banal sind darum die Bösen, nicht jedoch das Böse, das Ausdruck der größtmöglichen Lebensfeindlichkeit ist,

In Dostojewskis Roman „Schuld und Sühne“ (in der neuesten Übersetzung so viel blasser: „Verbrechen und Strafe“) sagt der Mörder Raskolnikow: „Wenn es keinen Gott gibt, ist alles erlaubt.“ Das bezeichnet die absolute Bindungslosigkeit, die Freiheit der völligen Amoralität. Weil sich die Dschihadisten als Gotteskrieger verstehen, scheint ihre Devise indes zu sein: Weil es unseren Gott gibt, ist uns alles erlaubt. Das wiederum sahen auch die christlichen Kreuzritter (oder die Heilige Inquisition) ziemlich ähnlich. Aber all diese Vergleiche bezeichnen noch nicht das Besondere der unter schwarzen Fahnen und schwarzen Masken zelebrierten Mordlust.

Das ist das Stichwort. Mord aus Lust. Kürzlich hat der niederländische Schriftsteller Leon de Winter in der „FAZ“ darauf aufmerksam gemacht, dass hier vor allem den Potenz- und Allmachtsfantasien von Macho-Männern freier Lauf gelassen wird. Winter schreibt: „Moderne reguläre Armeen müssen die sexuellen und destruktiven Energien junger Männer disziplinieren und in organisierte Bahnen lenken.“ Beim IS aber werde ihre wilde Entladung legitimiert. Das ist ein knapper, doch darum nicht platter Ansatz. Plötzlich ist alles erlaubt, was Kriegsspiele und Pornografie sonst nur virtuell ermöglichen. Schon die Selbstmordattentäter werden mit 72 Jungfrauen sexistisch gelockt. Beim IS sind nun Mord, Folter, Vergewaltigung geradezu Markenzeichen. Anders als bei anderen Gewaltregimes wird nichts versteckt und verbrämt, sondern exhibitionistisch ausgestellt. Die ISler sind so die ersten „porn warriors“ des digitalen Zeitalters. Das Wort Porno übrigens stammt vom griechischen Schwein. Im Islam eigentlich das unreine Tier.

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Teil 2:

Leon de Winter hatte am 10. September in der „Welt“ dargelegt, inwiefern das Verhalten der „Porno-Schlächter“ mit dem Verhalten ihres Meisters Klo H. Metzel übereinstimmt, und er stellte eine Kongruenz von 100% fest (2).

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Die Mörder des IS nehmen Mohammed eben wörtlich

Immer, wenn im Namen des Islam Grausamkeiten begangen werden, hören wir, dass die Terroristen lediglich eine friedliche Religion pervertieren. Dabei berufen sie sich auf das Vorbild Mohammed.

Langsam werden wir in eine Diskussion gezogen, die wir vermeiden wollten. Es ist eine Diskussion, die die westliche Welt eigentlich seit der Aufklärung mehr oder weniger beerdigt hatte. Jetzt ist sie wieder da mit voller Wucht. Die industrielle Revolution gab uns die Werkzeuge, um Herr unseres eigenen Schicksals zu werden, und trotz schlimmster Rückfälle in die Barbarei während des 20. Jahrhunderts schritten wir voran zu Individualisierung, Säkularisierung, Wohlstand.

Auf dem Weg ist uns die Vorstellung abhanden gekommen, dass wir wachsam und entschlossen sein müssen, wenn wir die Werte und Überzeugungen bewahren und aufrechterhalten wollen, die uns voran gebracht haben. Dieser Verlust bedeutete vielleicht das größte Glück, denn er führte zu der Idee, dass wir keine Feinde mehr haben. Wir konnten uns leisten, unentschlossen zu sein.

Aber wir gingen noch weiter. Beschämt von den Massakern des 20. Jahrhunderts begannen wir, an den Ideen der Aufklärung zu zweifeln, die uns so weit gebracht hatten – dieser existenzielle Selbstzweifel wurde fast zu einem neuen Lebensstil für uns, die aufgeklärten, gottlosen Europäer. Befreit und unbelastet von der Geschichte merkten wir, dass wir ein zufriedenes Leben führen können als kulturelle und moralische Relativierer, wir trieben in einem moralischen Vakuum.

Jetzt aber werden wir konfrontiert mit den Grenzen dieses Selbstzweifels. Plötzlich sind wir zurück auf einem moralischen und ethischen Gelände, das wir meiden wollten. Plötzlich stehen wir Auge in Auge mit Ideen und Werten, von denen wir dachten, sie seien im Dunkel der Geschichte verschwunden. Jetzt müssen wir über die Grenzen der Toleranz und der Redefreiheit sprechen – war das nicht alter Kram aus entfernten Zeiten? Wir müssen uns sogar in eine unerfreuliche Diskussion über Religion begeben. Ist das wirklich 2014?

Wer möchte schon über das Wesen des Heiligsten einer religiösen Zivilisation reden? Davor rennen wir doch alle davon. Und das zu Recht. Es erinnert uns an Xenophobie und kulturellen Imperialismus, an das Böse, das das vergangene Jahrhundert in Blut getränkt hat. Wir möchten uns einfach nicht von der verführerischen Idee verabschieden, dass toleranter Kulturrelativismus keine Grenzen kennt.

Mit dieser Idee eines Kulturrelativismus haben wir bis zum 11. September 2001 gelebt. Seitdem wissen wir, dass es um ein äußerst unangenehmes Thema geht, aber es gelang uns, diese Einsicht zu verdrängen. Unsere verantwortlichen Führer wiederholten immer wieder, dass der Islam – ich bitte um Entschuldigung, dass ich das so ungehobelt sage, aber das ist ja gerade das Thema, um das wir einen Bogen machen – eine Religion des Friedens sei. Jedes mal sagten sie der nicht islamischen Welt, dass islamische Terroristen nur dem Namen nach islamisch seien. Dass die Terroristen eine Perversion einer friedlichen Religion seien.

Eine Weile lang hat das funktioniert. Aber die Enthauptungen, die wir gerade in Syrien und im Irak erleben, machen es immer schwerer, einige unangenehme Ahnungen über diese große abrahamitische Religion namens Islam zu unterdrücken. Diese schockierenden Enthauptungen markieren einen Wendepunkt in der Wahrnehmung dieser eindrucksvollen Tradition. Ja, eindrucksvoll – aber auch verwirrend.

Die Enthauptungen zwingen uns, die zentrale Figur des Islam zu bewerten, den Propheten Mohammed, denn die Mörder erklären, sie handelten in Mohammeds Sinne. Sie wollen auch uns alle enthaupten, wenn wir uns ihnen nicht beugen. Was für ein Plan! Hätte sich der Prophet Mohammed gegen diesen Plan gestellt – oder hätte er ihn womöglich begrüßt?

Wie das Christentum hat auch der Islam eine Hauptfigur neben Gott. Aber Mohammed ist nicht so eine Hippie-Gestalt wie Jesus. Mohammed ist ein Häuptling, ein Mann, der extreme Gewalt wie Massenmord anwendet, um seine Ziele zu erreichen. Eine objektive Lektüre des Koran hinterlässt den Eindruck, dass der Frieden des Islam ein Frieden der Unterwerfung ist – das ist die wörtliche Übersetzung des Wortes Islam – und dass der Islam sich nicht nur als Religion versteht, sondern auch als ein ideologisches Programm, mit dem die Gesellschaften reorganisiert werden sollen.

Der Islam ist viel mehr als eine persönliche Form der Meditation. Er möchte die Welt entsprechend den Werten eines Warlords aus dem siebten Jahrhundert neu ordnen. Der Koran lässt daran keinen Zweifel. Aber ist es klug für einen aufgeklärten Postmodernisten, solche Schlussfolgerungen zu publizieren? Wer möchte schon als rassistisch oder islamophob bezeichnet werden? Wer möchte in die Ecke von Neonazis und kulturellen Suprematisten gedrängt werden?

Im kulturrelativistischen Europa sind alle Religionen gleich. Wir reden uns immer wieder ein, dass die abrahamitischen Religionen von Natur aus friedlich sind. Die Option, Unterschiede zu machen zwischen Christentum, Judentum und Islam, muss unterdrückt werden, weil die letzte Konsequenz einer Unterscheidung das A-Wort bedeutet. Lassen Sie es mich ausschreiben: Auschwitz. Also sagen wir weiterhin: Der Islam ist eine Religion des Friedens, und islamische Terroristen sind keine Muslime, sondern barbarische Mörder. Das stimmt zwar nicht, aber es ist sicherer, so was zu sagen.

Das ist die Ironie bei den Grenzen der Toleranz: Wir sind nicht tolerant gegenüber jenen, die die grundlegenden Ideen des Islam analysieren und kritisieren wollen. Wer sagt, dass der Islam um einen brillanten, aber bizarren Charakter herum entstand, der jeden töten wollte, der nicht seiner Meinung war, der wird von der großen Mehrheit der Kommentatoren und Politiker zum Schweigen gebracht.

Und doch reklamieren die Mörder des Islamischen Staates für sich, die wahren Erben des Propheten Mohammed zu sein – und wenn man den Koran und die Hadith (die vielen Geschichten aus Mohammeds Leben) gelesen hat, fällt es einem wirklich schwer, ihnen darin zu widersprechen. Aber besser, man hält den Mund angesichts der unangenehmen Schlussfolgerungen.

Es ist eine unbestrittene Tatsache, dass die meisten Muslime auf der Welt friedlich sind, während eine winzige Minderheit von einigen Tausend jungen Leuten nach Syrien reist, um sich einzureihen in die Kampftruppe eines wütenden und besessenen religiösen Kultes, der versucht, durch einen heiligen Krieg namens Dschihad der Welt den Lebensstil Arabiens im siebten Jahrhundert aufzuzwingen.

Und die weltweit 1,3 Milliarden Muslime bleiben zu Hause. Sie verharren verwirrt, zweifelnd, schweigend – sie gehen nicht auf die Straße, um gegen die islamischen Mörder des IS zu protestieren. Sie bleiben zu Hause, weil sie wissen, dass diese Mörder die Regeln des Propheten wörtlich nehmen – und sie selbst nicht. Die Anwendung des reinen Islam kann zum Massenmord führen – mit diesem inakzeptablen Gedanken kann die Mehrheit der Muslime nicht leben.

Könnte es sein, dass die perfekte Religion, die sie bis in die kleinsten Äderchen ihres Körpers in sich aufgenommen haben, so viel Grausamkeit hervorbringen kann? Nein, sagen sie, diese Mörder können keine Muslime sein. Und anstatt ihre Religion kritisch zu analysieren und anzupassen, machen viele von ihnen die Juden für den IS verantwortlich – Tausende von Online-Nachrichten behaupten, der IS sei ein zionistisches Komplott.

Die heiligen Bücher des Monotheismus als literarische Texte zu lesen ist ein aufschlussreicher Zeitvertreib. Es gibt erhebliche Zweifel an der Historizität der frühen hebräischen Eroberungen, wie sie in der jüdischen Thora beschrieben werden, aber so wie es aufgeschrieben wurde, handelte es sich ohne Zweifel um Massaker. Die Reform des Judentums durch Rabbis nach der Zerstörung des zweiten Tempels schuf eine neue Religion jenseits des wörtlichen Sinnes der Geschichten über Eroberungen im Namen eines eifersüchtigen Gottes.

Die Geschichte ist auch voll von Massakern im Namen Christi – sie waren immer losgelöst von der Botschaft des sanftmütigen Jesus, wie er in den Werken seiner Apostel beschrieben wird. Aber was gibt es zu diskutieren über das Wesen der faszinierenden, aber gewalttätigen Figur Mohammeds?

Radikale Anhänger der Botschaft Mohammeds können nicht tolerant sein. Um es präzise postmodern zu sagen: tolerant nach unserer westlichen Definition. Die Intoleranz gegenüber einem Abfall vom Glauben, Ehebruch, Homosexualität, Polytheismus, Atheismus ist ohne Zweifel essenziell für den Islam, auch wenn die meisten Muslime nicht gewalttätig werden gegenüber Ungläubigen oder Homosexuellen. Dennoch kann man die institutionelle Intoleranz nicht leugnen.

Wie können wir unsere Toleranz gegen die Intoleranz islamischer Extremisten schützen? Ist eine westliche Gesellschaft noch tolerant – was für uns genauso essenziell ist wie die Intoleranz für radikale Muslime – wenn wir die Toleranz gegenüber religiösen Irren beschränken?

Dürfen wir überhaupt die Anhänger einer Figur, die für die Gläubigen ein Prophet ist, „religiöse Irre“ nennen? Wegen der grausamen Taten von Extremisten, die an einen intoleranten Gott glauben, dessen Botschaft von einem Engel einem „perfekten“ menschlichen Wesen überbracht wurde, sind wir wieder bei archaischen Diskussionen angelangt über den Wert und die Historizität von Religion und über die Grenzen der Toleranz.

Unsere beschämte Zivilisation will sich mit solchen Fragen nicht beschäftigen. Auschwitz – wir hören es die ganze Zeit in unserem Hinterkopf. Aber die Extremisten träumen davon, viele Auschwitz‘ zu schaffen. Die meisten von ihnen leugnen den Holocaust, artikulieren aber gleichzeitig offen ihren Traum, einen zu organisieren.

Bei einer Demonstration in London 2006 gegen die dänischen Mohammed-Karikaturen trug ein Teilnehmer ein Schild, auf das er geschrieben hatte: „Zur Hölle mit der Meinungsfreiheit!“ Die Extremisten brauchen sie nicht, wir aber schon. Sie hassen Meinungsfreiheit. Sie zwingen uns, zurückzukehren zu sinnlosen Diskussionen über die Grenzen der postmodernen Toleranz gegenüber heiligen Texten und über das Wesen der Religion. Wegen ähnlicher Diskussionen hat Europa jahrhundertelang gebrannt. Das ist das Dilemma, in dem wir uns heute befinden.

Also, wer wagt es zu sagen: „Offene westliche Gesellschaften werden ideologische und religiöse Konzepte wie Dschihad und Scharia als ungesetzlich erklären, weil sie unvereinbar sind mit unseren Konzepten universaler Menschenrechte“? Können wir auf solche Weise der großen Zivilisation des Islam begegnen? Oder werden wir im Mülleimer der Geschichte landen, weil unsere Vorstellung einer grenzenlosen Toleranz vernichtet werden wird von intoleranten religiösen Extremisten? Oder gibt es einen Mittelweg?

Wer will eine solche Diskussion führen? Ich nicht. Ich mag meinen Frieden. Und ich bin sicher, Sie Ihren auch.

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Teil 3:

Gegen die „Porno-Killer“, die ihrem Vorbild Klo H. Metzel folgen, möchte unsere Regierung – endlich – mit schärferen Gesetzen vorgehen, wie Eckard Lohse auf „FAZ.NET“ berichtete (3).

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Kampf gegen IS

Koalition für schärfere Gesetze gegen reisende Dschihadisten

Die Koalition in Berlin prüft, ob Islamisten mit doppelter Staatsbürgerschaft die deutsche entzogen werden kann. Zudem wird nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erwogen, Markierungen in den Personalausweisen von Dschihadisten anzubringen.

Im Kampf gegen reisende Dschihadisten will die Koalition Gesetze verschärfen. Die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion Eva Högl sagte dieser Zeitung, zwar biete das Strafrecht schon umfassende Möglichkeiten. Dennoch habe sich die Koalition „auf eine Reihe von Schritten geeinigt, um noch besser gegen radikalisierte Islamisten vorgehen zu können“. So sollten ausländische Dschihadisten, die nur einen vorübergehenden Aufenthaltstitel in Deutschland hätten, wirksamer an der Wiedereinreise gehindert werden.

Bei Islamisten mit doppelter Staatsbürgerschaft wolle man prüfen, ob die deutsche entzogen werden könne. Zudem erwägt die Koalition nach Auskunft von Frau Högl, Markierungen in den Personalausweisen von Dschihadisten anzubringen. „Schließlich wollen wir prüfen, ob das Verbot der Sympathiewerbung wieder auf alle terroristischen Organisationen ausgedehnt werden kann“, sagte die SPD-Politikerin. Abgeordnete von SPD und Union hatten sich zu Wochenbeginn mit Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) abgestimmt.

Auch der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion Thomas Strobl (CDU) verlangte, dass Sympathiewerbung für Terrorvereinigungen strafbar sein müsse. Zudem äußerte er die Auffassung, dass die strafrechtlichen Hürden gesenkt werden müssten, wenn es um die Ausbildung in Terrorcamps im Irak oder in Syrien gehe. Strobl forderte zudem: „Wir müssen das Strafrecht und besonders die Strafprozessordnung einem Islamisten-TÜV unterziehen.“ Die rechtsstaatlichen Mittel müssten „nachgeschärft“ werden.

Der Grünen-Abgeordnete Volker Beck wandte sich gegen eine Verschärfung des Strafrechts. Die Union forderte er auf, für eine „konsequente Anwendung des bestehenden Gefahrenabwehrrechts“ zu sorgen. Die Vereinten Nationen hatten am Mittwoch einstimmig eine Resolution angenommen, welche die Staaten verpflichtet, die „Bewegungen von Terroristen und Terrorgruppen zu verhindern“. Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) sagte, nun werde geprüft, inwiefern die Resolution eine Änderung des Strafrechts erfordere. Er warnte jedoch davor, „Freiheit und Rechtsstaatlichkeit“ einzuschränken.

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Teil 4:

Handlungen gegen den Jihad gefallen dem von Teilen der Bundesregierung geförderten nazislahmischen Propagandaorgan „Migazin“ gar nicht. Man schaltete sogleich zwei ablehnende Artikel, die die angeblichen Rechte der Jihadisten in den Vordergrund rückten. Ich bringe hier den der „freiberuflichen Autorin und Kursleiterin von Integrationskursen“ Aglaja Beyes-Corleis (4), den anderen finden Sie unter (5):

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AUSBÜRGERUNG VON IS-KÄMPFERN?

Auch IS-Aussteiger brauchen Hilfe!

Der Vorsitzende des Bundesinnenausschusses, Wolfgang Bosbach (CDU) will jedem Deutschen die Staatsbürgerschaft entziehen, der in den Reihen der IS kämpfe. Dies solle eine vorbeugende Wirkung haben, verkündete Bosbach am Sonntag. So weit, so populistisch.

Doch diese scharfe Rhetorik setzt voraus, dass diese jungen Leute rundherum freiwillig in den Kampf mit der IS ziehen. Auf welcher Grundlage ließe sich dies annehmen? Legen nicht zahlreiche bekanntgewordene Fälle nahe, dass die jungen Menschen, die sich der IS anschließen, Opfer einer systematischen Gedanken- und Verhaltensmodifikation sein könnten? So spielte der junge Kreshnik B., der zur Zeit in Frankfurt vor Gericht steht, vor seinem Abdriften in den Krieg noch im jüdischen Fußballverein Makkabi. Er sei ein sehr netter, offener Junge gewesen, bescheinigte ihm der Verein.

Immer wieder hört man von heutigen IS-Kämpfern aus Deutschland, deren Familien verzweifelt sind: Es sind weltoffene Familien. Christliche Familien, islamische Familien, nichtreligiöse Familien. Sie verstehen nicht, was mit ihren Kindern geschah. Es erscheint ihnen wie eine Gehirnwäsche!

Diese Familien und ihre Kinder bräuchten unsere Hilfe. Wo bleibt die Aussteigerberatung und -unterstützung? Stattdessen berät die Bund-Länder-Gruppe der Innenminister laut Die Welt wie die „Wiedereinreise militanter Islamisten zu verhindern ist.“

Statt ihre Wiedereinreise zu verhindern, sollte Deutschland den traumatisierten Menschen psychologische Hilfe anbieten. Statt vor Gericht gehörte manch einer von ihnen in eine Klinik. Nach einer Therapie wäre zu hoffen, dass der eine oder andere aussagt und der Gesellschaft hilft, nicht nur gegen die IS, sondern gegen jede Form menschenverachtender Organisationen und militärischer Formationen vorzugehen.

Gehirnwäsche-Opfer brauchen Hilfe, sie brauchen Menschlichkeit, wie es sie bei ihren Menschenfängern nicht gab und nicht gibt, sie brauchen Solidarität und neue Chancen. Und wer es dann als Aussteiger einmal schafft, einen neuen Weg einzuschlagen und bei der Aufklärung alter Verbrechen zu helfen, verdient unser aller Respekt und Anerkennung. Das wäre der richtige Weg.

Oder will Deutschland wieder einmal einige seiner Kinder in die Staatenlosigkeit treiben?

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Teil 5:

Das grausame (Nazi-) Deutschland will „wieder einmal“ seine „Kinder in die Staatenlosigkeit treiben“? Ich glaube, es hackt! Dass diese armen Kinder nach Syrien gefahren sind, weil sie es toll finden, ihren Mitmenschen den Kopf abzuschneiden, interessiert die Lohnschreiberhure und Plusterpute Aglaja Beyes-Corleis nicht im Geringsten. Was für ein verkommenes Subjekt! Was für ein abartiges Internetportal! Aber es wird noch schlimmer.

Die „Islamische Zeitung“ will die Distanzierung der Mehrheit der Mohammedanisten von den widerwärtigen Verbrechen des IS-IS (nicht aber von denen des hochverehrten Klo H. Metzel) dadurch demonstrieren, dass sie über einen Brief an IS-IS Kalif Bagdadi berichtet, den „126 hochrangige muslimische Gelehrte aus über 40 Staaten unterschrieben“ haben (6), und in dem sie ihm unislamisches Verhalten vorwerfen (7).

Er wird den Brief schmunzelnd zur Kenntnis genommen und einen F*rz darauf gelassen haben.

Hier ist er (der Brief):

Bagdadi

Den 24 Parolen der selbsternannten „Islamexperten“ folgt dann eine sehr dürftige Ausarbeitung, deren Verworrenheit Maßstäbe setzt (8). Weitenteils fühlt man sich an das skurrile „Duell der Zauberer“ (Karloff/Price) von Cormans „Rabe“ (9) erinnert.

Die Unterzeichner sind daher als Agenten des globalen Jihad anzusehen, sie sind Feinde der offenen Gesellschaft und des demokratischen Westens, und sie gehören wegen Landesverrats vor Gericht, ebenso wie die Redaktion der „Islamischen Zeitung“, die Führungsfiguren des ZMD und aller anderen Orkverbände.

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Time am 27. September 2014

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1) http://www.tagesspiegel.de/politik/dschihadisten-in-syrien-und-im-irak-die-porno-krieger-vom-islamischen-staat/10750742.html
2) http://www.welt.de/debatte/kommentare/article132118191/Die-Moerder-des-IS-nehmen-Mohammed-eben-woertlich.html
3) http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/kampf-gegen-is-koalition-fuer-schaerfere-gesetze-gegen-reisende-dschihadisten-13174136.html
4) http://www.migazin.de/2014/09/22/auch-is-aussteiger-brauchen-hilfe/
5) http://www.migazin.de/2014/09/24/ein-paar-ketzerische-gedanken-zur-ausbuergerung/
6) http://www.islamische-zeitung.de/?id=18360
7) http://lettertobaghdadi.com/
8) http://madrasah.de/leseecke/islam-allgemein/offener-brief-al-baghdadi-und-isis
9) http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Rabe_–_Duell_der_Zauberer 

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Eine Antwort to “Sie gehören vor Gericht”

  1. Sophist X Says:

    „Oder will Deutschland wieder einmal einige seiner Kinder in die Staatenlosigkeit treiben?“

    Das ist ein direkter Bezug auf die Ausbürgerung von Juden zur Zeit des Dritten Reiches. Die brutalsten, gestörtesten Moslems, also die dschihadische Verbrecherelite, wird hier mit Menschen gleichgestellt, deren einziges Verbrechen darin bestand, jüdischer Abstammung zu sein.
    Die Anspielung ist etwas versteckt, um nicht direkten Widerspruch zu erregen, aber eindeutig. Die Verfolger sollen zu Verfolgten umdefiniert werden; ein übliches und durchschaubares Spiel, aber bei einigen leider erfolgreich.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Ausb%C3%BCrgerung#Zeit_des_Nationalsozialismus

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