Willkommen im Club

Daniel Pipes

Ich habe Daniel Pipes in der Vergangenheit oft kritisiert für seine Unterscheidung von „Islam“ und „Islamismus“ (u.a. 1). Nun hat er einen Text veröffentlicht, in dem er den IS-IS „zutiefst islamisch“ nennt (2).

Besser eine späte Erkenntnis als keine.

Willkommen im Club, Daniel!

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ISIS ist nicht islamisch?

Präsident Barack Obama hielt heute Abend eine im Fernsehen ausgestrahlte Rede zu seinen Vorstellungen, wie man den Islamischen Staat besiegen kann. Dabei erklärte er die auch als ISIS oder ISIL bekannte Organisation für „nicht islamisch“.

Mit dieser lächerlichen Behauptung schließt sich Obama seinen zwei direkten Vorgängern an, die ebenfalls verkündeten, was nicht islamisch ist. Bill Clinton nannte den Umgang der Taliban mit Frauen und Kindern „eine furchtbare Pervertierung des Islam“. George W. Bush nannte 9/11 und andere Gewalttaten gegen Unschuldige eine „Verletzung der fundamentalen Grundsätze des islamischen Glaubens“.

Keiner der drei hat irgendeine Grundlage für solche Beteuerungen. Um das Offensichtliche darzulegen: Als Nichtmuslime und Politiker statt als Muslime und Wissenschaftler sind sie nicht in der Position zu erklären, was islamisch ist und was nicht. So vermerkt Bernard Lewis, eine führende amerikanische Autorität zum Islam: „Für Nichtmuslime ist es sicherlich vermessen zu sagen, was im Islam orthodox ist und was ketzerisch.“ (Dass Obama als Muslim geboren und aufgezogen wurde, spielt hier keine Rolle, denn er verließ den Glauben und kann sich nicht dazu äußern.)

In der Tat verschlimmert er die Fehler seiner Vorgänger und geht noch weiter: Clinton und Bush beschrieben lediglich gewisse Taten (Umgang mit Frauen und Kindern, Gewalttaten gegen Unschuldige) als unislamisch, aber Obama hat es gewagt eine gesamte Organisation (und damit einen Quasi-Staat) als „nicht islamisch“ zu bezeichnen.

Das einzig Gute an dieser Idiotie? Wenigstens ist es besser als die Formulierung des Council on American-Islamic Relations (CAIR), das den Nerv hat ISIS „antiislamisch“ zu nennen.

Letzten Endes täuschen aber weder US-Präsidenten noch Islamisten die Menschen. Jeder mit Augen und Ohren erkennt, dass ISIS – wie die Taliban und Al-Qaida vor ihnen – zu hundert Prozent islamisch ist. Und die meisten Westler haben, wie detaillierte Umfragen in Europa zeigen, Augen und Ohren. Im Lauf der Zeit werden sie sich zunehmend auf den gesunden Menschenverstand verlassen und zu dem Schluss kommen, dass ISIS in der Tat zutiefst islamisch ist.

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Time am 29. Oktober 2014

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1) https://madrasaoftime.wordpress.com/2013/05/21/ein-seltsamer-counterjihadi/
2) http://de.danielpipes.org/blog/2014/09/isis-nicht-islamisch

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10 Antworten to “Willkommen im Club”

  1. Hessenhenker Says:

    Hallo?
    Wie wird denn hier über die Söhne und Töchter des Innenministers Thomas de Maizière geschrieben?
    Wo bleibt der Respekt?

  2. Sophist X Says:

    @ Hessenhenker
    Wenn der Innenminister seine Kinder nicht ordentlich in seinen Moscheen und seinen Sportvereinen erzieht, dann ist das sein privates Problem. Wenn ein paar seiner Kinder dann den Islam richtig verstehen, dann sollte Kritik möglich sein.

  3. loewe Says:

    „aber Obama hat es gewagt eine gesamte Organisation (und damit einen Quasi-Staat) als “nicht islamisch” zu bezeichnen.“

    Tja, vielleicht hat er recht. Wer hat denn diese Leute aufgebaut und auch zur Destabilisierung anderer Länder gebraucht und braucht sie noch?

  4. Sophist X Says:

    Wer hat denn diese Leute aufgebaut

    Katar und Kuweit.

  5. loewe Says:

    „Wer hat denn diese Leute aufgebaut“

    „Katar und Kuweit.“

    Soll das ein Späßchen sein?

  6. Sophist X Says:

    Soll das ein Späßchen sein?

    Zum Teil. Obama mag den Islam noch grotesker verzerrt sehen als seine Vorgänger, aber er hat sicher nicht die Internationalisten des IS im Auge gehabt, als er begann, an Assads Thron zu sägen.
    Und „aufgebaut“ wurde IS sicher nicht von Nichtmoslems aus dem Westen.

  7. loewe Says:

    Interessante Beobachtung, was sich geradem im Netz abspielt:
    http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=327375

  8. loewe Says:

    Dubiose Machenschaften des Verfassungsschutzes sind nichts Neues
    Eren Güvercin 17.11.2011
    V-Männer des Verfassungsschutzes sind nicht nur in der Neonazi-Szene in zweifelhaften Rollen aufgefallen

    Deutschland erlebt momentan einen seiner größten Geheimdienstskandale seiner Geschichte. Die politischen Verantwortlichen sind um Schadensbegrenzung bemüht. Es ist aber fraglich, ob sie das Vertrauen der Bürger in die Institutionen wieder herstellen können. Einige Politiker faseln – wie immer wenn es um Terror geht – von der Vorratsdatenspeicherung und einem NPD-Verbot. Es ist die übliche Pawlowsche Reaktion, die man immer wieder zu hören bekommt, wenn es etwa um den islamistischen Terrorismus geht.

    Die Richtung, die die derzeitige Debatte um den Verfassungsschutz nimmt, führt aber an der eigentlichen Problematik vorbei. Schon werden der Öffentlichkeit Bauernopfer in Form einiger zwielichtiger Beamten beim Verfassungsschutz geliefert, deren Fehlverhalten und bedenkliche Gesinnung zu diesem Supergau geführt habe. Das Grundproblem liegt aber woanders.

    Denn V-Männer des Verfassungsschutzes spielen nicht nur in der Neonazi-Szene eine dubiose Rolle. Wenn wir uns die spektakulären Fälle „islamistischer Zellen“ in den letzten Jahren vergegenwärtigen, spielten V-Männer immer eine besondere Rolle.
    V-Männer in Islamistenszenen

    Der Mentor der Sauerland-Gruppe etwa war ein gewisser Yehia Yousif, der mittlerweile in Saudi-Arabien lebt und eine Schlüsselrolle in der Radikalisierung der Mitglieder dieser Gruppe spielte. Yehia Yousif war zwischen 1995 bis 2002 im Dienste des baden-württembergischen Verfassungsschutzes. Interessant ist, dass bei einer Hausdurchsuchung in der Wohnung von Yehia Yousifs Sohn, Omar Yousif, Unterlagen für die Herstellung des Flüssigsprengstoffs TATP gefunden wurden, mit dem später die Sauerland-Gruppe auf dilettantische Weise experimentiert hatte. Seltsamerweise wurde sowohl gegen Yehia Yousif als auch seinen Sohn kein Auslieferungsantrag gestellt, nachdem sie sich 2004 nach Saudi-Arabien abgesetzt hatten.

    Wieso wird in den Mainstream-Medien bisher die Rolle des Hasspredigers Yousif, der gleichzeitig auch Informant des Verfassungsschutzes war, nicht hinterfragt? Yousif hatte entscheidend zum Erstarken salafitischer Gruppen beigetragen. Gleichzeitig war er aber auch Lohnempfänger des Verfassungsschutzes.
    V-Mann wird vor Gericht geschont

    Erst im April diesen Jahres sorgte in einem weiteren Islamisten-Prozess in München ein V-Mann für Aufsehen. Acht mutmaßliche Terrorhelfer wurden beschuldigt, mit Videos von Selbstmordattentaten in Deutschland für den Terror geworben zu haben. Den Angeklagten wurde vorgeworfen, Teil der „Globalen Islamischen Medienfront“ (GIMF) zu sein.

    Während des Gerichtsverfahrens kam aber heraus, dass der Anführer dieser Gruppe ein V-Mann des Verfassungsschutzes war. Die Bundesanwaltschaft hatte dies dem Gericht nicht mitgeteilt, obwohl sie davon unterrichtet war.

    Der V-Mann Irfan P. habe aktiv die anderen Angeklagten „angeschoben“, so die Verteidigung. Die Mitläufer mussten sich vor Gericht verantworten; Irfan P. als Anführer dagegen wurde erst gar nicht angeklagt. Der 22 Jahre alte GIMF-Führer und mutmaßliche V-Mann soll monatlich 2500 bis 3000 Euro bekommen haben, seine Wohnung sei vom Verfassungsschutz bezahlt worden.

    Laut dem Bundesanwalt sei P. erst nach seiner Zeit bei der Islamischen Medienfront als V-Mann aktiv gewesen, daher treffe der Vorwurf nicht zu. In welchem konkreten Zeitraum P. als V-Mann eingesetzt war, konnte der Ankläger jedoch nicht sagen. Das Gericht entschied daraufhin, dass diese Frage „momentan nicht verfahrensrelevant“ sei. So verschonte man Irfan P. davor, im Zeugenstand Rede und Antwort zu stehen ( Terroristen und Sicherheitsbehörden).

    Das sind nur zwei Beispiele aus den letzten Jahren dafür, wie V-Männer eben nicht lediglich Informationen für den Verfassungsschutz sammelten, sondern tragende Rollen einnahmen und aktiv ihren Beitrag zur Radikalisierung von Muslimen leisteten.

    Durch eine Vorratsdatenspeicherung und damit einer weiteren Aushöhlung des Rechtsstaates wird man das Vertrauen des Bürgers in den Rechtsstaat nicht wiedergewinnen. Dafür ist vor allem eins nötig: eine lückenlose Aufarbeitung der dubiosen Machenschaften des Verfassungsschutzes.

    http://www.heise.de/tp/news/Dubiose-Machenschaften-des-Verfassungsschutzes-sind-nichts-Neues-1989396.html

  9. loewe Says:

    Dem passiert auch nichts, obwohl er inzwischen 10 Kinder hat und von Sozialhilfe lebt, an allen islamistischen Schauplätzen Kopfabschneider-Videos dreht und veröffentlicht:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Reda_Seyam

  10. loewe Says:

    Neues in Sachen Dieter Nuhr ./. Erhat Toka

    Es gibt bei Facebook eine neue Seite „Dieter Nuhr, Comedy wie aus der Müllabfuhr“. Wirklich erbärmlich.

    Auf der Seite „Erhat Toka“ wird es dann richtig gut. Heute schreibt er:
    „Die Christen in den islamischen Ländern werden deshalb verfolgt, weil die Christen in Europa Muslime diskriminieren und unseren Propheten ständig beleidigen.“
    Eine Antwortet darauf, ob er einen Knall hätte. Er würde nur Fitna betreiben. Darauf Toka:
    „Rina Bina, du nennst es Fitna, ich nenne es ein Reinigungsprozess. Eine Art Kur. Danach geht es uns allen inschallah besser. Wir müssen uns doch nicht alles gefallen lassen. Wir sind schon Menschen zweiter Klasse. Man gewährt uns ja nicht mal unsere Rechte als Bürger dieses Landes. Mit Feigheit werden wir nicht weit kommen.“

    „Dieter Nuhr hat eine große Anwaltskanzlei auf mich angesetzt, die mich wegen des Teilens des Videos auf meiner Internetseite http://www.islam-osnabrueck.de abmahnen will. Die wollen über 700,- Euro.

    Doch ein kleinkarierter Miesepeter der Nuhr. Er will Rache und ist nachtragend. Ich werde ihm die Hose über den Kopf ziehen, diesem Hetzer. Jetzt fehlt mir nur noch der passende Anwalt.

    ICH WERDE AN IHM EIN EXEMPEL STATUIEREN, DAS SICH KEINER MEHR WAGT, UNS SALAFISTEN ZU NENNEN ODER DEN ISLAM MIT DEM BEGRIFF ISLAMIST HERABZUWÜRDIGEN.“

    „So, jetzt wird es ernst. Ich benötige einen muslimischen Anwalt/Anwältin, der/die in einer großen Kanzlei arbeitet und sich auf Zivil- und Strafrecht spezialisiert hat. Und er oder sie es sich zutraut, gegen Dieter Nuhr vorzugehen. Ich habe eine Rechtschutzversicherung und will Dieter Nuhr wegen Verleumdung verklagen. Bitte keine Anfänger oder Freunde nennen, denen man einen Job zuschieben will. Es ist eine große und wichtige Sache. Ich brauche Profis, die sich voll reinlegen und Mut haben.

    Es eilt!“
    „Er bezeichnet mich ständig als Salafist und Islamist. Die Gerichte sollen mal klären, ob das so zulässig ist.“

    Die ganze Bande von Bilal Wilbert bis Fatima Özoguz sind am Start. Die Seite ist lesenswert.
    Er hat auch eine Stellungnahme auf seiner Homepage verfasst:
    http://www.islam-osnabrueck.de/

    „Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime distanziert sich von mir. Wen juckts.

    Sehr geehrter Herr Mazyek,
    solche Aussagen erwarte ich vom Zentralrat der Ex-Muslime. Sie sind unser Vertreter und sollten sich auch so verhalten. Sie distanzieren sich ja ständig von Muslimen. Sie sollten mal ein Praktikum beim Zentralrat der Juden machen. Da können sie lernen, was ihre wirklichen Aufgaben sind. Nämlich Lobbyarbeit für alle Muslime.

    Sie sollten nicht Ihre Informationen über mich bei Ihrem syrischen Landsmann Herr Abdul-Jalil Zeitun einholen. Der ist nicht gut auf mich zu sprechen. Den habe ich vor ein paar Monaten wegen Spendenveruntreuung angezeigt.“

    So geht es gerade weiter.
    „Irgendwann ist gut. Das ist zuviel. Ich muss mir einen Grund für eine Anzeige überlegen. Jeder der mich kennt, weiss, dass ich lustig bin. Ein Beispiel: Was heisst gehbehindert auf arabisch? – Is-Lam“

    Wer etwas zu Lachen braucht, bitte lest die Seite von Erhat Toka ausführlich.

    PS: Wer bei Google „Hassan Mohsen“ eingibt, bekommt sofort ein Bild, wo Mohsen mit Sven Lau abgebildet ist. Nachtigall …….

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