Ein fettes, altes, flennendes Krokodil

krokodilstraenen

Wie bereits gestern bemerkt (1), vergießt Leo Brux grade dicke Tränen über die Abschlachtung einiger französischer Mohammedanismuskritiker, die es gewagt hatten, sich über den Gründer des Nazislahm, Klo H. Metzel, lustig zu machen. Das erinnert ein wenig an die grandiose Szene in „Quo Vadis“, in der Nero (Ustinov) das Ende des Petronius beweint, den er selbst in den Tod getrieben hat.

Und wir erinnern uns gut, dass es wieder und wieder Leo war, der deutsche Mohammedanismuskritiker beschuldigte, einen globalen Massenmord an Mohammedanisten vorzubereiten, und der nichts lieber getan hätte, als sie alle ein für allemal zum Schweigen zu bringen.

Die Morde von Paris sind die Früchte seiner menschenfeindlichen Reden, die Orks mit mörderischer Gesinnung in ihrem furchtbaren Ansinnen wieder und wieder darin bestätigen: „Seht, sogar Deutsche sind auf unserer Seite!“

Er war es, der den Kloran wieder und wieder als „wundervolle Schrift“ bezeichnete, ohne trotz inständigen Bittens auch nur ein einziges Zitat daraus liefern zu können, das ihn beeindruckt hatte. Ebenso willfährig und kritiklos verhielt er sich gegenüber der Person des perversen und grausamen Religionsgründers, um nun neuerdings zu posaunen (2):

„Die Verehrung von Mohammed verbindet sich jetzt (erst JETZT? T.) mit einem Massenmord, einem Massaker – begangen in der Absicht, uns zum Schweigen zu bringen. Das wird nicht ohne Folgen bleiben.“

Ein Mord an Mohammedanismuskritikern, um „uns zum Schweigen zu bringen“? Uns Kritiker der Mohammedanismuskritiker? Oder ist der dicke Leo neuerdings auch Mohammedanismuskritiker? Er schreibt (3):

„Es wäre an der Zeit, dass sie sich etwas historisch-kritischen Abstand von Mohammed verschaffen. Mohammed gehört in die arabische Welt des 7. Jahrhunderts – und das ist wahrlich nicht unsere Welt. Auch nicht die Welt der in Europa lebenden Muslime. Die Distanz ist geradezu unendlich.“

Klo H. Metzel zu streichen ist in der Tat eine counterjihadische Maximalforderung, die Hadithe dazu und 90% des Klorans… übrig blieben ein paar Anektdoten, jede Menge leckerer Kochrezepte und ein paar ulkige Kostüme: So kommen wir ins Geschäft, mit einem derartigen Mohammedanismus habe sogar ich kein Problem.

Aber tatsächlich ist das natürlich purer Unfug – wie ein Christentum ohne Jesus oder Rock ’n’ Roll ohne die Stones.

Genauso beknackt ist Leos Idee, die europäischen Moscheen sollte reihenweise Charlie-Hebdo-Cartoons ausstellen:

„Es wäre eine schöne und hilfreiche Aktion, wenn die Moscheen in Europa nun Charlie-Hebdo-Zeichnungen – auch solche, die Mohammed beleidigen – in einer Ausstellung im Versammlungsraum (wo sich alle zu Tee und Gespräch treffen) zeigen würde. Demonstrativ. Das wäre die ultimative Niederlage der Terroristen.“

Warum sollte es für die betreffenden Moscheen anders ausgehen als für die Cartoon-Counterjihadis? Allein in Großbritannien leben 924.000 Orks, die Gewaltausübung gegen Nichtorks richtig finden (4).

Was Leo einfach nicht begreifen will ist, dass hier eine Software wirkt, die alles mehr und mehr in Fluss bringt. Es nützt nichts mehr, bei Vollmond abgenagte Hühnerknochen über die Schulter zu werfen. Man muss das Programm verstehen!

Der exzellente Kommentator Marti versucht, Leo und seinen Dumpfbacken auf die Sprünge zu helfen (5):

„Das Vorgehen der Terroristen im Fall Charlie Hebdo orientiert sich an dem, was Mohammed in vergleichbaren Fällen getan hat. Mohammed gilt in so gut wie allen Islamformen als der perfekte Mensch (al-insan al-kamil) und als gutes Vorbild (al-’uswa al-hasana). Die Scharia mit ihren Regeln, wer von Muslimen getötet werden darf bzw. soll, orientiert sich neben dem Koran an solchen Beispielen aus dem Leben Mohammeds. Deshalb handelten die Terroristen hier voll und ganz nach den Regeln des Islams. Wer das am konkreten Beispiel studieren will, google einfach mal nach Kaʿb ibn al-Aschraf (6, T.).“

Wie das bei Schleimerblogs so ist, versucht sogleich ein ganz besonders kleines Licht, die Aufmerksamkeit des Chefredakteurs zu erlangen. Wolfgang (7):

„@ Marti – was für ein truriger Quatsch. Und wieso haben die Muslime in all den Jahrhunderten, vor allem wo sie noch richtig viel Macht hatten, nicht ständig und überall Ungläubige ermordet? Bitte erklären sie mir das mal.“

Was für ein „truriger Quatsch“ – namens Wolfgang. Was entgegnet Marti (8)?

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Um das, was ich in meinem ersten Posting kurz skizziert haben, noch einmal etwas auszuführen, hier Folgendes:

Es gibt orthodoxe Islamformen, die bekannteste und einflussreichst ist die sunnitischen Orthodoxie, die ein sehr durchdachtes Systembilden und die den Muslimen sagen, wie si sich verhalten sollen. Natürlich halten sich viele Muslime nicht daran, viele kennen dieses System auch kaum, weil ihnen die entsprechende Bildung fehlt.

In der Bibel steht schon im 1. Buch Mose, Kapitel 3, Vers 22: „Und Gott der HERR sprach: Siehe, der Mensch ist geworden wie unsereiner und weiß, was gut und böse ist.“

Nach dem „Sündenfall“ erlangt der Mensch die Einsicht in Gut und Böse. Diese Grundaussage wird an etlichen Stellen der Bibel wieder aufgenommen und weiter ausgeführt, besonders im Neuen Testament.

Das der Mensch selbstständig über Gut und Böse nachdenken kann, wie das auch schon die alten griechischen Philosophen getan haben, gilt uns heute als völlig selbstverständlich. Dass das aber auf christlichen und durch das Christentum tradierten Grundlagen wie der griechischen Philosophie beruht, ist nur wenigen bewusst.

Im orthodoxen Islam ist das völlig andern, Dort gilt der Satz: „la hukma illa li-lillah“ (لا حكم إلا لله). Übersetzt heißt das: „Es gibt keine Beurteilung (bei dem, was der Mensch tun und lassen soll), außer von Allah“. Dieser Satz steht mit kleinen Varianten, die den Sinn nicht ändern, auch im Koran, etwa in Sure 12, Vers 67. Diese Aussage wird auch von vielen anderen Stellen gestützt und ist Grundlage der islamischen Orthodoxie.

Alle Verhaltensregeln müssen von Allah stammen und dürfen nicht von Menschen gemacht sein. Dadurch sind sie ewig und unveränderbar. Man hat sogar ein ganzes System daraus gemacht, die „usul al-fiqh“, (Grundlagen des islamischen Regelsystems).

Danach muss jede Verhaltensregel entweder direkt auf den Koran zurückgehen oder auf ein Beispiel aus dem Leben Mohammeds, das damit extrem wichtig wird, weil im Koran nicht genügend Regeln stehen, um daraus ein umfassendes Regelsystem wie die Scharia zu schaffen.

Weil es dann aber immer noch Lücken im Regelsystem gibt, hat man zwei weitere Prinzipien in das System eingeführt: den Konsens der (frühen) Islamgelehrten (idschma’) und den Analogieschluss (qiyas). Beides dient dazu, das System umfassend zu machen.

Im orthodoxen Islam gibt es keine allgemeines Tötungsverbot wie in der Bibel („Du sollst nicht töten“), sondern bestimmte Menschengruppen dürfen nicht getötet werden, andere dagegen schon. Alles beruhend auf Regeln im Koran und vor allem auf dem Beispiel Mohammeds und seiner Anhänger, die, vielfach getötet haben. Nichtmuslime dürfen beispielsweise grundsätzlich getötet werden, es sei den sie unterwerfen sich demütig und bezahlen eine Kopfsteuer, dann sind sie „dhimmi“. Zudem sind sie als „dhimmi“ Bürger zweiter Klasse mit eingeschränkten Rechten.

Nach muslimischer Überlieferung hat Mohammed mehrere Spötter hinterrücks ermorden lassen. Solche Morde gelten, wie alles was Mohammed getan hat, bis zu heutigen Tag als unhinterfragbares Verhaltensmodell für gläubige Muslime.

Die Terroristen in Paris haben sich in dieser Hinsicht genau an die Regeln des orthodoxen Islam gehalten, Sie sind den Beispiel Mohammed gefolgt, auch wenn sie dafür eine sehr hohen persönlichen Preis im diesseitigen Leben bezahlen müssen. Dafür erlangen sie im Jenseits ewigen Lohn.

Christen sollen Gutes tun und Jesus nacheifern, orthodoxe Muslime hingegen sollen blind dem, was die Schari’a vorgibt und den Beispiel Mohammeds folgen.

Die entsprechenden Beispiele für Muslime sind Kaʿb ibn al-Aschraf, Asma bint Marwan und Abu ‘Afak.

„@ Marti – was für ein truriger Quatsch. Und wieso haben die Muslime in all den Jahrhunderten, vor allem wo sie noch richtig viel Macht hatten, nicht ständig und überall Ungläubige ermordet? Bitte erklären sie mir das mal.”

Nichtmuslime wurden über weite Strecken „Dhimmis“, die als Büger zweiter Klasse ein Recht auf Leben hatten.

Wer sich mit islamischer Geschichte auseinandersetzt und zwar abseits der schöngeredeten Geschichten vom „friedlichen Islam“, wird nach Studium von Originalquellen feststellen, dass Töten von nichtunterworfenen „Ungläubigen“ tatsächlich gang und gäbe war.

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Da spricht offenbar ein Religionswissenschaftler mit fundierten Nazislahm- und mutmaßlich Arabischkenntnissen. Und jetzt, wo eine echte Debatte folgen könnte und müsste, da gibt der dicke Leo mal wieder Fersengeld. Er erklärt Marti zum „Salafisten“ (9) – tolle Wurst!

Das ist unlogisch? Für Sie vielleicht, aber sie glauben ja auch nicht, dass der Nazislahm trotz geschätzter 400 Millionen Opfer eine „friedliche“ Religion ist. Für Sie ist rechts nicht links, und zwei plus zwei sind nicht fünf, und die Juden sind für Sie keine Nazis. Für Leo schon – je nachdem!

Er nennt Marti einen potentiellen „Attentäter“ und „Terroristen“, einen „Fundamentalisten“, einen „Wolf im Schafspelz“, einen „Barbaren“, „Massenvernichter“ und einen „potentiellen Verbrecher“.

Zum Glück aber gibt es Bleo Rux (10): „Wie du siehst, Marti, du bist entlarvt.“

Von einem fetten, alten, flennenden Krokodil!

Uuups, ich vergaß „zahnlosen“! 

😀

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Time am 8. Januar 2015
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1) https://madrasaoftime.wordpress.com/2015/01/07/ursache-und-konsequenz/
2) http://blog.initiativgruppe.de/2015/01/07/blogig-solidarisch-mit-charlie-hebdo/
3) http://blog.initiativgruppe.de/2015/01/07/blogig-solidarisch-mit-charlie-hebdo/#comment-49648
4) https://madrasaoftime.wordpress.com/2014/12/14/islamisierung-sie-traumen-3/
5) http://blog.initiativgruppe.de/2015/01/07/blogig-solidarisch-mit-charlie-hebdo/#comment-49641
6) http://de.wikipedia.org/wiki/Kaʿb_ibn_al-Aschraf
7) http://blog.initiativgruppe.de/2015/01/07/blogig-solidarisch-mit-charlie-hebdo/#comment-49647
8) http://blog.initiativgruppe.de/2015/01/07/blogig-solidarisch-mit-charlie-hebdo/#comment-49684
9) http://blog.initiativgruppe.de/2015/01/07/blogig-solidarisch-mit-charlie-hebdo/#comment-49697
10) http://blog.initiativgruppe.de/2015/01/07/blogig-solidarisch-mit-charlie-hebdo/#comment-49648

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2 Antworten to “Ein fettes, altes, flennendes Krokodil”

  1. Sophist X Says:

    Leute wie diesen Marti kann ich nur bewundern. Ich würde nach ein paar Ladungen von diesem willkürlichen, wirren Genöle wie Leo es abliefert, genug haben.
    Laut Leo ist ein Nichtmoslem, der den Islam getreu den Quellen und aktuellen Auslegungen beschreibt, ein Salafist.
    Welcher Auslegung seine friedlichen Phantasiemoslems folgen und auf welche Originalquellen sich deren Autoritäten berufen könnten, muss er selbstredend offen lassen.

  2. charlie Says:

    Leo quasselt sich bei seinen Freunden um Kopf und Kragen, in tiefer Erkenntnis, das es ihn als ersten trifft. TIME, bleiben sie gelassen. Leo lohnt nicht die Bohne

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