Ein Krebsgeschwür

Krebs

Hat nicht mal einen ästhetischen Wert: Krebs

Ein und dieselben Bilder können auf verschiedene Menschen unterschiedlich wirken. Die sadistischen Anhänger des IS-IS berauschen sich durch den Anblick eines verbrennenden Kriegsgefangenen. Im Westen aber verstärken derlei Bilder Ekel und Wut gegenüber einer globalen Bewegung, die mutmaßlich bei der Hälfte der Mohammedanisten auf Sympathie stößt (1).

In Berlin hat die SA-lafistische Al-Nur-Moschee einen ägyptischen Hassprediger gefeuert, nachdem mehrere Anzeigen wegen „Beleidigung, Volksverhetzung und des Verdachts der öffentlichen Aufforderung zu Gewalt“ gegen ihn aufgelaufen waren (2).

Das ist ein Schritt in die richtige Richtung, aber es muss jetzt unmissverständlich klar werden, dass wohl der Mohammedanismus Mouhanad Khorchides zu Deutschland gehören kann, dass aber der Mohammedanismus des IS-IS, aber auch der Mohammedanismus Khallouks und Mazyeks und letztlich auch der Mohammedanismus von Kermani und Kaddor Extremismen mit Sahnehäubchen sind, die, wie unsere Kanzlerin richtig bemerkte, „nicht unter den Schutz des Grundgesetzes fallen“ und „entschlossen bekämpft werden müssen“ (3).

Lesen Sie einen Kommentar von Klaus-Dieter Frankenberger von „FAZ.NET“ (4).

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Entsetzen über IS-Terror

Ein barbarisches Verbrechen

Der islamistische Terrorismus frisst sich wie ein Krebsgeschwür durch die arabisch-muslimischen Gesellschaften. War die Verbrennung des jordanischen Piloten Moaz Kasasbehs eine Provokation des IS, die in das Gegenteil umschlägt?

Das Kalifat, das der sogenannte „Islamische Staat“ (IS) ausgerufen hat, ist ein Regime des Terrors, ungezügelter Mordlust und brutalster Unterdrückung. Wer dort den Unmut der Herrschenden erregt, muss mit dem Schlimmsten rechnen; Geiseln werden enthauptet. Der gefangene jordanische Pilot Moaz Kasasbeh, dessen Kampfflugzeug bei einem Einsatz gegen IS-Stellungen abgestürzt war, wurde bei lebendigem Leib verbrannt – wie man jetzt erfahren hat zu einem Zeitpunkt, zu dem die Terroristen über einen Gefangenenaustausch „verhandelten“. Sie führten die jordanische Regierung (und die japanische) an der Nase herum. Dieses barbarische Verbrechen lässt niemanden im Unklaren darüber, zu welchen Taten die islamistische Mörderbande fähig ist.

In Jordanien, das vom Bürgerkrieg in Syrien und frühen Geländegewinnen der Terroristen im Irak unmittelbar betroffen ist und dessen innere Balance sowieso prekär ist, wird jetzt wütend nach Vergeltung gerufen. Zwei verurteilte Terroristen wurden sofort hingerichtet. Sollten es die Mörder des Piloten darauf abgezielt haben, den Unmut der Bevölkerung gegen die Teilnahme des Königreichs am Kampf gegen IS anzuheizen, so haben sie sich getäuscht. Vielmehr scheinen die Entschlossenheit der Führung und die Geschlossenheit im Lande gestärkt worden zu sein. Jordanien wird sich aus der Allianz gegen IS nicht zurückziehen. Die Botschaft lautet: Wir lassen uns nicht einschüchtern.

War die Verbrennung Moaz Kasasbehs, eines Muslimen, eine Provokation, die in das Gegenteil umschlägt? In der Vergangenheit wurden von IS-Terroristen westliche Geiseln enthauptet – amerikanische, britische und zuletzt japanische Staatsbürger. Die arabischen Reaktionen hielten sich in Grenzen. Das könnte, das muss sich ändern.

Der islamistische Terrorismus frisst sich wie ein Krebsgeschwür durch die arabisch-muslimischen Gesellschaften. Wer ihm Zucker gibt – finanziell, logistisch, ideologisch –, wirkt bei der Verbreitung mit. Er muss bekämpft werden und zwar mit allen rechtsstaatlichen Mitteln. Dabei müssen sich auch die westlichen Länder engagieren, aus denen Tausende Dschihadisten zu den nahöstlichen Schlachtfeldern gereist sind, um ihre pseudoreligiösen Gewaltphantasien auszuleben. Aber vor allem ist es ein Kampf, den die arabischen und islamischen Ländern selbst führen müssen. Sie sind, auf furchtbare Weise, die Hauptbetroffenen.

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Time am 4. Februar 2015

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1) http://www.wzb.eu/sites/default/files/u252/s21-25_koopmans.pdf
2) http://www.faz.net/aktuell/politik/berliner-al-nur-moschee-setzt-frauenfeindlichen-imam-ab-13408938.html
3) http://www.welt.de/debatte/kommentare/article136965127/Zu-Recht-korrigiert-Merkel-sich-in-der-Islamfrage.html
4) http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/kommentar-zum-is-terror-ein-barbarisches-verbrechen-13409646.html

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