Bringt euch bitte selber um

Vollidioten

Vollidioten on the road – R ’n‘ R = 0%

Klaus-Dieter Frankenberger kommentiert Hussein Obamas Einsatz gegen den IS-IS auf „FAZ.NET“ (1).

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Auf drei Jahre

Obamas zeitlich begrenzter Entwurf des Einsatzes gegen den Terror der Milizen des „Islamischen Staats“ birgt nicht wenig Sprengstoff.

Präsident Obama will den Kampf gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ auf eine eigene rechtliche Grundlage stellen. Das ist vernünftig und eigentlich im Sinne des Kongresses. Aber der Entwurf der Kriegsermächtigung birgt Sprengstoff.

Den Republikanern ist er zu restriktiv, den Demokraten geht er zu weit; er will den Kampf auf drei Jahre beschränken – insofern wäre Obamas Nachfolger gebunden – und schlösse den dauerhaften offensiven Einsatz von Bodentruppen aus. Mit einer Hintertür: Rettungseinsätze und Kommandoaktionen sollen erlaubt sein. Obama würde sich gegen seine Ratgeber stellen, würde er auf diese Flexibilität verzichten.

Im Kern aber bleibt es dabei: Anders als in Afghanistan und beim Einmarsch im Irak 2003 sollen Heerestruppen nicht großflächig eingesetzt werden. Da macht Obama keinen Rückzieher. Detail am Rande: Als er den Entwurf vorstellte, standen ihm drei ehemalige Senatoren zur Seite, die wie er Interventionsskeptiker im Senat waren: Vizepräsident Biden und die Minister Kerry und Hagel. Lokale Kräfte sollen jetzt die „Boots on the ground“ stellen. Das wird jetzt Usus.

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Time am 12. Februar 2015

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1) http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/amerika/kriegsermaechtigung-auf-drei-jahre-13425349.html

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PS: F*ck Nazislahm!

6 Antworten to “Bringt euch bitte selber um”

  1. Sophist X Says:

    Ich kann mir kein besseres Symbol für all das vorstellen, wofür diese Leuten stehen, als diese Ruine, vor der sie herumhampeln.
    So gesehen ist das Foto gut getroffen.

  2. Sincity Says:

    Verständlich, dass sich die USA nach dem Irak- und Afghanistandebakel nicht mehr mit größeren Bodentruppeneinsätzen einlassen wollen.Umgekehrt muss man sich aber fragen, ob die irakischen Armee eine zuverlässige Kraft ist.Schon unter der US-Herrschaft im Irak finanzierte die USA 50000 Geistersoldaten, die auf dem Papier exitsierten, aber nicht in der Realität.
    http://www.juancole.com/2014/12/billions-iraqi-soldiers.html
    Zudem hat es den Anschein, dass die schiitischen- Irannahen Milizen wesentlich effektiver als die irakische Armee ist und zumal ein Eigenleben führt:
    “The relationship of the six main Shiite Muslim militias fighting in Iraq today to the Iraq’s regular army is a troubled one. In Arabic, they refer to the militias as “the popular crowd” and this “crowd” includes the League of the Righteous, the Badr Brigades, the Peace Brigades (formerly the Mahdi army), Hezbollah in Iraq, the Najbaa brigades and Harakat al-Nujaba, as well dozens of smaller groups who come under the alleged control of the larger ones.
    Most of the new members of these militias are volunteers from the regular population who joined up after the highest religious leader for Iraq’s Shiite Muslims, the Grand Ayatollah Ali al-Sistani, called upon ordinary Iraqis to defend the country against the Islamic State, or IS, group in June last year. Al-Sistani later clarified his statement, recommending that anyone who wanted to defend the country do so in an official way, by, for example, joining the regular army.
    “The popular crowd has better and more sophisticated weapons, an Iraqi army captain serving in the Salahaddin province, told NIQASH. They are also paid around US$600 a month, a salary that is equal to that paid to regular soldiers, he noted.
    http://www.juancole.com/2015/02/militias-getting-stronger.html

    Es ist vielleicht gar nicht so falsch, dass die USA die Irannahen Milizen und die IS sich gegenseitig zerfleischen lässt und diese als nützliche Idioten gebraucht.Könnte aber auch mittel- und langfristig zu einer Stärkung der Macht des Irans im Irak und der Region führen, zumal die Ajatollahs auch noch die Hisbollah, den Houthiputsch in Jemen und zumal auch die schiitischen Extremisten in Nordsaudiarabien aufrüsten.

  3. Sincity Says:

    Breaking News im Vorhof der USA:

    „Erdogan lässt zwei Moscheen auf Kuba errichten

    Etwa 4000 Muslime leben heute im katholisch dominierten Kuba, eine Moschee aber gibt es dort bislang nicht. Das wird sich nach Ansicht des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan jetzt ändern.

    Die Türkei will im sozialistischen Kuba zwei Moscheen errichten. Dieses Projekt will Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan bei seinem Besuch in Havanna mit Staatspräsident Raúl Castro besprechen, wie „El Diario de Cuba“ unter Berufung auf Delegationsmitglieder berichtete. Bislang gibt es im katholisch dominierten Kuba keine Moschee. Etwa 4.000 Muslime sollen sich auf der Insel aufhalten.

    Ein Gotteshaus soll den Angaben zufolge in Havanna und ein weiteres mit Minarett in Santiago de Cuba entstehen. Gespräche mit kubanischen Funktionären über den Standort der Moscheen seien bereits geführt worden, hieß es.

    Erdogan erklärt Muslime zu Entdeckern Amerikas

    Im November vergangenen Jahres irritierte Erdogan mit der Aussage, der lateinamerikanische Kontinent sei nicht 1492 von Kolumbus, sondern schon 1178 von muslimischen Seeleuten entdeckt worden. „Kolumbus selbst erwähnte eine Moschee auf einem Hügel an der Küste Kubas“, hatte Erdogan damals behauptet. An derselben Stelle wolle er wieder eine Moschee erbauen lassen. Nach Überzeugung von Historikern beschrieb Kolumbus in dem Tagebucheintrag jedoch nur in einem bildhaften Vergleich eine Hügelkette auf Kuba.

    Erdogan befindet sich derzeit auf einer Reise durch Lateinamerika, die in Kolumbien begann und ihn weiter nach Kuba und Mexiko führen wird. Im Mittelpunkt stehen Wirtschaftsvereinbarungen.“

    https://www.google.de/search?q=erdogan+kuba&ie=utf-8&oe=utf-8&gws_rd=cr&ei=CETeVMCfDcrcaov2gtAJ

    Das Interessant an diesem Ereignis: Saudiarabien hat jetzt auch erklärt, auf Kuba Moscheen errichten zu wollen und saudische Gelehrte schließen sich inziwschen auch der neuen Theorie, dass Muslime Amerika entdeckt hätten, an.Ein Machtkampf innerhalb des sunnitischen Lagers, wer der missionarischste Muslim sei.Mal sehen, ob im Dinayat auch noch eine Behörde ala SS-Ahnenerbe errichtet wird, die Erdogans Abstammung von Mohammed nachweisen soll.

  4. Sincity Says:

    Wobei die Bedeutung der Moscheen nicht in einer erhofften Islamsierung Kubas und Lateinamerikas bestehen dürfte. Denn die Cuba-Rum (Bacardi)trinkenden, Salsatanzenden Latinos dürften sich nicht einer solch lebensfeindlichen Lebensweise anschließen.
    Die Bedeutung liegt eher im symbolischen: Dass Erdogan und die Saudis hier mittels der Errichtung von Moscheen eben jene Theorie unterfüttern wollen, dass die Muslime Amerika und die Neue Welt entdeckten, Pioniere einer historischen Entwicklung waren, die die größte Supermacht, die USA, hervorbrachten. Ohne Muslime keine USA und keinen mächtigen Westen–so die Denke.Diese ideologische Hybris zeigt, dass diese Leute völlig übergeschnappt sind und sich als das auserkorene Volk nicht nur der Vergangenheit, sondern auch der Zukunft sehen.
    Und mal sehen, wenn sich die Türkei, Saudiarabien und Iran Atomwaffen zulegen, ob die Welt dann gemütlicher wird–aber es gibt auch Leute wie den Leo Brux, der darin ein natürliches Gleichgewicht sieht–O-Ton:

    „Da Israel über Atomwaffen verfügt, müssen auch diejenigen, die von Israel bedroht sind, Atomwaffen haben – man braucht in Spannungsgebieten ein Gleichgewicht des Schreckens. Ich traue Israel zu, die Atomwaffe einzusetzen. Sie würden es sich eher überlegen, wenn auch die Gegner eine hätten. „

  5. Sincity Says:

    Zu der Nonproliferation und der Frage der Atomwaffen im Nahen Osten noch einen älteren Artikel, der aber immer noch aktuell bleibt

    Will ein nuklearer Iran Israel vernichten?

    In den USA ist nicht klar, ob man einen nuklearen Iran noch verhindern kann. Ob die Wirtschaftssanktionen wirken, ist fraglich. Ob ein regime change durch einen iranischen Frühling das Problem lösen kann auch. Ebenso umstritten ist die militärische Option, dass die USA und/oder Israel einen begrenzten Militärschlag gegen Irans Atomanlagen führen würden. US-Strategen oder etwa der ehemalige Mossadchef Meir Dagan weisen darauf hin, dass man damit das iranische Atomprogramm nur 2-3 Jahre verzögern könne—ansonsten müsste man wieder bombadieren. Hier ist noch die Diskussion gar nicht einbezogen, inwieweit ein solcher Militärschlag auch das Potential hätte zu eskalieren, sei es nun eine Sperrung der Strasse von Hormus, die in einem bewaffneten Konflikt, ja einem Krieg zwischen den USA und dem Iran gipfeln könnte, sei es die Frage der explodierenden Ölpreise, die die Weltwirtschaft in eine Rezession katapultieren können, sei es die Frage nach der iranischen Reakton und etwaigen Solidarisierungseffekten in der muslimischen Welt.Zumindestens ist den USA schon eine breite Diskussion im Gange, ob die USA einen nuklearen Iran eindämmen und abschrecken könnten.

    Anstoss hierzu gab Frederick Kagan vom American Enterprise Institute mit einem von Carnegie gesponserten Beitrag „Deterence Misapplied—Challenges in Containing a Nuclear Iran“, der auch Diskussionsgrundlage vom Council on Foreign Relations wurde. Frederick Kagan kommt zu dem Schluss, dass aufgrund der intrasparenten und unberechenbaren Machtstrukturen im Iran es unmöglich sei, eine Strategie der Eindämmung und Abschreckung zu entwickeln:
    Deterrence Misapplied
    Challenges in Containing a Nuclear Iran

    Author: Frederick W. Kagan, Resident Scholar, American Enterprise Institute

    Given the nature and structure of its government, is it possible to contain an Iran with nuclear weapons? In this discussion paper, sponsored by the Carnegie Corporation of New York, Frederick W. Kagan explores the applicability of deterrence—from a historic and theoretical perspective—to the Iranian regime. Kagan concludes that for numerous structural and strategic reasons, it is impossible to assess with any confidence that the Islamic Republic with nuclear weapons could be contained or deterred.

    http://www.cfr.org/iran/deterrence-misapplied/p22291

    Das American Enterprise Institute griff diese Fragestellung auf und stellte auch einmal die Frage

    „Can a Nuclear Iran be contained or deterred?“.

    http://www.aei.org/article/foreign-and-defense-policy/regional/middle-east-and-north-africa/can-a-nuclear-iran-be-contained-or-deterred/

    Während in diesem Beitrag noch einige Skepsis mitklingt, hat sich das American Enterprise Institute nun in einem neueren Beitrag „Containing and deterring a nuclear Iran“optimistischer geäussert:

    http://www.aei.org/article/containing-and-deterring-a-nuclear-iran/

    Parallel dazu bejaht auch Kenneth Pollack beim Council on Foreign Relations die Frage, ob ein nuklearer Iran abgeschreckt werden könne und skiziiert in seinem Beitrag „Deterring Nuclear Iran“auch die konkreten Massnahmen hierfür.

    http://www.cfr.org/iran/deterring-nuclear-iran/p22292

    Kurz: In den wichtigsten Denkfabriken der USA ,selbst denen der Neocons eingeschlossen bereitet man sich schon gedanklich auf das Faktum eines nuklearen Irans vor und entwickelt dementsprechende Eindämmungs- und Abschreckungsstrategien.

    Eine wichtige und zentrale Frage hierbei ist, ob man von der Annahme ausgehen kann, dass es sich bei dem Iran um einen rationalen Akteur handelt.Frederick Kagan etwa stellt noch in seinem Beitrag die These auf, dass es möglich sei, dass es im Iran eine apokalytptische Fraktion gebe, die den eigenen Untergang des Landes und sich selber willentlich einkalkuliere—weswegen man es nicht mit rationalen Akteuren zu tun haben könnte–ergo: Abschreckung und Eindämmung nicht wirken könnten. Während Kagan noch davon ausgeht, dass der Oberste Geistliche Führer des Iran Ajatollah Khameini einen nuklearen Konflikt vermeiden würde, sieht er in solchen Leute wie Ahamdinedschad und Ajatollah Mesbah-Yaszdi eine apokalyptische Fraktion, die selbst in einem Atomkrieg ihr eigenes Leben bereit sein wären zu opfern, ja die gesamte Nation.Damit ist Kagan aber ein Aussenseiter. Die anderen Beiträge gehen davon aus, dass selbst Ahmadinedschad und Ajatollah Mesbah-Yaszdi rationale Akteure wären, die sich vor der Auslöschung ihres eigenen Lebens und ihres Machtapperates, ja auch der Nation fürchten und daher passende Objekte zu nuklearen Abschreckungsstratgien wären. Kurz: Die gängige Lehrmeinung in den USA ist, dass selbst Ahmadinedschad ein „Maulheld“ im Grassenschen Sinne wäre, wenn es zur Gefahr der nuklearen Auslöschung komme.Verwiesen wird auch auf die Erfahrungen mit der Sowjetunion im Kalten Krieg, wobei das dort abzuschreckende Atompotential noch eine viel grössere Dimension gehabt hätte.

    Motto: Wenn die Abschreckung gegen eine hochgerüstete Sowjetunion funktionierte, dann erst recht bei einem weit weniger gerüsteten Iran.

    Als Beweis für apokalyptische Anwandlungen Ahmadinedschads wird gerne das Zitat gebracht, wonach er im Oktober 2005 gesagt haben soll, dass man „Israel von der Landkarte löschen“solle.Dabei handelte es sich aber um eine falsche Übersetzung.

    (Näheres zu dem Zitatenstreit siehe: http://www.arbeiterfotografie.com/iran/index-iran-0034.html)

    Ahmadinedschad sprach davon, dass „Israel aus den Seiten der Geschichte verschwinden“ und sich auflösen würde, ganz so wie die Sowjetunion oder das Apartheidsregime in Südafrika.Ich glaube in diesem Zitat kommt mehr über die Stratgie Ahmadindeschads und des Irans zum Ausdruck, als die meisten Leute wahrnehmen wollen.Der Iran will Israel nicht nuklear auslöschen—er weiss zu gut, dass er dann bei einem Zweitschlag selbst ausgelöscht würde.Michael Wolfsohn hat in der Talkshow von Günther Jauch am 15.4.2012 im ARD die eigentliche Gefahr der iranischen Atomwaffe für Israel viel präziser formuliert:

    Wenn der Iran erst mal 1-3 Atombomben habe, könne Israel diesen auch nicht mehr angreifen. Die Abschreckung sei dann beiderseitig. Nicht nur Iran würde Israel nicht nuklear angreifen, sondern Israel könne auch Iran nicht nuklear mehr angreifen. Das würde aber bedeuten, dass konventonelle Kriege unterhalb der Atomschwelle wieder denkbar seien, zumal wenn Ägypten, Syrien, Jordanien unter die Herrschaft der Muslimbrüder komme und die Hamas und Hisbollah mit grösseren Waffen als ihren jetzigen Silvesterkrachern, den Kassamraketen, bestückt würden. Israel könnte dann in einen konventionellen Rüstungswettlauf gezwungen werden, den dieses Land ökonomisch nicht verkraften könnte. Zumal mit Anschlägen seitens Hamas und Hisbollah inklusive möglicher konventioneller Kriegsdrohung seitens der dann von den Muslimbrüdern beherrschten Nachbarstaaten, könnte Israel langsam ausbluten und viele Israelis auswandern, was dann den Staat Israel langsam auflösen liesse.Dies scheint eher die Strategie, die der Iran beabsichtigt, als Israel und dann sich selbst in einem nuklearen Inferno untergehen zu lassen.

  6. Sincity Says:

    Fidel bleib standhaft!!! Erdogan und die Saudis werden all dies mit der Religionsfreiheit der 4000 Muslime auf Kuba garnieren und dich mit fetter Wirtschaftshilfe locken. Aber es geht nicht darum, einer marginalen Minderheit von 4000 Muslimen eine eigene Moschee oder Psychatrie zuzulasssen, um diese zu integrieren. Es geht um den unverschämten Anspruch muslimischer Extremisten, dass Kuba schon immer muslimisch besiedelt war und die USA und der Westen samt Neuer und Alter Welt Produkt dieser Besiedlung und Sorte von Zivilisation gewesen wären.Wenn Fidel die US-kubanische Annäherung ernst meint, lässt er als guter Atheist, der selbst den Papst empfing, diese billigen Hybris-Manöver von durchgeknallten Muslimfanatikern gegen die westliche Zivilisation nicht zu.

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