Lügen macht krank

Lügen

Einen bemerkenswerten Aufsatz lieferte der „Islamwissenschaftler“ Stefan Weidner im „Lügazin“ ab (1). Ungeachtet der Tatsache, dass am Montag 10.000 in Dresden auf die Straße gingen, diagnostiziert der Dimmi das Ende der PEGIDA-Bewegung. Unter dem Titel „Wie wollen wir in Zukunft mit dem Islam umgehen“ schreibt er:

„Pegida ist Geschichte, der Geist lebt weiter – vielfach. Diese Saat wurde lange vor Pegida gesät, von Schreibtischtätern, von den wirklich Gefährlichen.“

Die „bücherschreibenden Islamkritiker“ sind ihm erheblich unsympathischer als jene, die auf der Straße Sprüche skandieren, denn sie verstecken sich „hinter der Maske des Bildungsbürgertums“. Dass sie vielleicht dem Bildungsbürgertum angehören und dies offen zu erkennen geben, scheint er nicht in Betracht zu ziehen. Für ihn sind diese Leute die eigentlichen Drahtzieher von etwas wirklich sehr Schlimmem. Weidner:

„Wenn man sich wirklich gegen Pegida abgrenzen will, muss man sich auch gegen ihre Vordenker abgrenzen. Und zwar nicht nur gegen sie als Personen, sondern vor allem gegen die Ideen, die sie propagieren, gegen die Art und Weise, wie von oben herab und voller Vorurteile über Muslime und andere Fremde gesprochen wird.“

Herr Weidner lehnt mich und meinesgleichen also nicht nur wegen der Gedanken ab, die wir äußern, sondern er lehnt uns auch als Personen ab. Dies ist die Grundvoraussetzung für einen Abbruch der Kommunikation und die physische Vernichtung des Andersdenkenden. Nicht dies ist für Herrn Weidner faschistoid, die Faschisten sind vielmehr wir, die wir vor einem neuen Totalitarismus warnen:

„Um einen harten, aber nötigen Vergleich zu bringen: Nicht die Nazis haben den Judenhass der dreißiger und vierziger Jahre erfunden, sondern es waren die Vordenker des Antisemitismus in den zwanziger Jahren, ja schon vor dem Ersten Weltkrieg. Hitler und die Nazis brauchten gar nicht selber zu denken. Sie mussten die Ideen der Antisemiten nur noch auf die Straße tragen.“

Bürgerliche Islamkritiker als Wegbereiter eines neuen Totalitarismus und als Vordenker eines millionenfachen Massenmordes? Das ist das Gekläffe, das Leo „Bulldog“ Brux regelmäßig anschlägt. Hmm, da hat es bei Weidner geklingelt. Ganz so einfach geht es nur in den Ländern der Orksphäre. Da wird kurzerhand umgebracht, wer was gegen die Mullas sagt. In Deutschland muss ein Dimmi-Lakai noch so tun, als ob er für die offene Gesellschaft und die Redefreiheit sei:

„Aber ist Islamkritik gleich Rassismus? Darf man denn den Islam nicht kritisieren? Natürlich darf man. Man soll sogar! Aber die Wahrheit ist doch: Der Islam steht ständig und von allen Seiten in der Kritik, nicht zuletzt von Muslimen selbst. Man sieht es schon daran, dass sie sich in vielen arabischen Ländern selbst bekämpfen.“

Zerrissen zwischen den Widersprüchen freier Westen und despotischer Nazislam werden Weidners Ausführungen absurd. Er fragt: „… ist Islamkritik gleich Rassismus? Darf man denn den Islam nicht kritisieren?“ Frage eins beantwortet er nicht, sondern er bejaht gleich Frage zwei.

Was nun, ist Islamkritik Rassismus? Natürlich nicht, Rassismus ist eine Schande, aber eine Ideologie ist keine Rasse. Dieses ständige Vermischen von Worten und Bedeutungen, das die Orks so lieben, ist ein Angriff auf die Kommunikationsstrukturen unserer Gesellschaft, die gestört werden sollen, um den Jihad zu erleichtern.

Frage zwei beantwortet Weidner klar: „Natürlich darf man“ den Mohammedanismus kritisieren, „man soll sogar“. Ja aber warum dann das ganze Text-Geschwurbel? Aha, man muss den Mohammedanismus RICHTIG kritisieren. Weidner:

„Der Islam steht ständig und von allen Seiten in der Kritik, nicht zuletzt von Muslimen selbst. Man sieht es schon daran, dass sie sich in vielen arabischen Ländern selbst bekämpfen.“

Mohammedanismuskritik ist dann ok, wenn sie abläuft wie in den Ländern der Orksphäre? Ich glaube, dass Herr Weidner an dieser Stelle dem Delirium bereits recht nahe war. Mohammedanismuskritik birgt in den Ländern der Orksphäre ein extrem hohes Risiko, ermordet zu werden, und sie ist dementsprechend selten dort anzutreffen. Die innermohammedanistischen Kämpfe wiederum werden auf extrem gewalttätige Weise geführt, und kein zivilisierter Mensch sollte so etwas als vorbildlich darstellen. Weidner stellt aber immerhin korrekt fest:

„Dass die islamische Welt in einer Krise ist, weiß jeder, der die Nachrichten anschaltet. Darauf hinzuweisen ist so banal wie einem, der offensichtlich unter einer Krankheit leidet, zu sagen: Hey, schäm dich, du bist ja krank!“

Nichts anderes kommunizieren die Mohammedanismuskritiker. Sie sagen, die mohammedanistische Sphäre ist krank. Leider können weder die mohammedanistische Sphäre noch ihre bolschewistischen und sonstigen Helfer im Westen das erkennen. Sie sind vielmehr der Ansicht, dass die nichtmohammedanistische Welt krank ist. Sie beschuldigen die diagnostizierenden Mohammedanismuskritiker krank zu sein. Da sie nicht erkennen wollen, dass sie krank sind, nehmen sie auch keine Medikamente oder Therapien an. Sie wollen lieber dafür sorgen, dass die gesamte Welt angesteckt wird. Weidner:

„Das ist es, was mich an der Islamkritik stört: Sie rechnet dem Kranken seine Krankheit vor, sagt ihm, er sei doch selbst daran Schuld, und bietet ihm dann als Allheilmittel an: ,Lieber Muslim, du musst nur Deiner Religion abschwören, dann wird alles gut!’. Bei alledem kommt sie sich auch noch überlegen und ‚aufgeklärt‘ vor.“

Das alles macht die Mohammedanismuskritik aber gar nicht. Anders als Weidner kann sie sehr wohl zwischen Individuen und Ideologien unterscheiden. Die Mohammedanismuskritik analysiert die Grundlagentexte des Nazislahm und untersucht, inwieweit sie in Vergangenheit und Gegenwart Gestaltungsmacht hatten bzw. haben. Sie versucht zu ergründen, inwiefern sie das Verhalten von Menschen beeinflussen. Sie fragt, wie die Lebensrealität dieser Menschen ist, wie ihre Perspektiven und Hoffnungen sind. Sie fragt auch nach den Grundlagen unserer eigenen offenen Gesellschaft und danach, welche Rolle Menschen in ihr spielen können, die sie stärker ablehnen als den eigenen Tod.

Letztlich bleibt festzustellen, dass Dimmi Weidner sehr wohl die Argumente des Counterjihad in sachlicher Hinsicht teilt. Er ist aber dem Nazislahm in blinder Liebe und bedingungslosem Gehorsam verbunden. Und da kommt dann so ein widersprüchliches Gefasel heraus, dass er die Mohammedanismuskritiker einerseits mit Vorbereitern eines Völkermordes gleichsetzt, obwohl er andererseits ihren Argumenten ohne Ausnahme zustimmt.

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Time am 5. März 2015

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1) http://www.migazin.de/2015/03/03/nach-pegida-wie-zukunft-islam/

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Eine Antwort to “Lügen macht krank”

  1. Sophist X Says:

    „Der Islam steht ständig und von allen Seiten in der Kritik, nicht zuletzt von Muslimen selbst. Man sieht es schon daran, dass sie sich in vielen arabischen Ländern selbst bekämpfen.“

    Die umgangssprachliche Konstruktion am Satzbeginn „Man sieht es schon daran,…“ lässt mich vermuten, dass er wenig Mühe in den Satz investiert hat, vielleicht war es kurz vor der Deadline.

    Aus diesem Satz kann man herauslesen, dass auch ein Mord, wahlweise ein Massaker nicht nur als Reaktion auf Islamkritik, sondern überhaupt als Ausdruck von Islamkritik in den einschlägigen Regionen nichts besonderes ist. Wenn ein Schiit einen Moslembruder in die Luft jagt, ist das gewissermaßen schon genug Islamkritik, und wir Unberufenen hinter unseren Masken sollten uns heraushalten.

    Das wollte er mit Sicherheit nicht sagen, aber diese dramatisch dumme Pointe zeigt, dass hier jemand auf die Maske des Bildungsbürgertums verzichtet und sich als offensichtlicher Narr in seiner Apologetik verhaspelt.

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