So what?

Hersh

Wie „N-TV“ berichtet, drängelt sich derzeit der Star-Journalist Seymour Hersh mit der Behauptung ins Rampenlicht, Hussein Obama habe in Bezug auf den Tod von A*schl*ch bin K*cken die Welt belogen (1).

Ist das Vieh etwa nicht eliminiert worden?

Doch, doch, das schon, aber gewisse Nebensächlichkeiten waren gaaanzgaaaanz anders!

Na und?

Wo bleibt der Blick für das Wesentliche?

Wo bleibt der „gesunde Menschenverstand“?

Hauptsache ist doch, dass das Monster erledigt worden ist – egal wie!

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Wie starb Bin Laden wirklich?

Hersh: Obama hat die Welt belogen

Der US-Geheimdienst hat Osama bin Laden in seinem Versteck in Pakistan aufgespürt, bei einem Schusswechsel getötet und die Leiche auf See bestattet. Das ist die offizielle Version. Alles Lüge, sagt der amerikanische Journalist Seymour Hersh.

Der amerikanische Enthüllungsjournalist Seymour Hersh sagt, die offizielle Version über die Tötung von Al-Kaida-Chef Osama bin Laden sei eine Ansammlung von Lügen. Sein Artikel erschien in der „London Review of Books“, als zentrale Quelle gibt Hersh einen hochrangigen amerikanischen Geheimdienstbeamten an.

Bin Laden war vor vier Jahren bei der Operation „Neptune’s Spear“ von Mitgliedern der Navy Seals im pakistanischen Abbottabad getötet worden, was Hersh nicht bestreitet. Als US-Präsident Barack Obama am 2. Mai 2011 im Weißen Haus die Nachricht verkündete, sagte er, Bin Laden sei von der CIA in seinem Versteck aufgespürt worden. Ein „kleines Team von Amerikanern“ sei schließlich nach Abbottabad geschickt worden. „Nach einem Feuergefecht töteten sie Osama bin Laden und nahmen seinen Leichnam mit.“

Hersh zufolge enthielt Obamas kurze Rede mehrere falsche Angaben. So habe sich Bin Laden in Abbottabad nicht versteckt, sondern sei seit 2006 dort vom pakistanischen Geheimdienst ISI gefangen gehalten worden. Mit dieser Geisel habe ISI Einfluss auf die Aktivitäten von Taliban und Al Kaida in Pakistan und Afghanistan nehmen wollen.

Auch die Behauptung, Bin Laden sei in einem Feuergefecht ums Leben gekommen, ist Hersh zufolge falsch. Es habe gar kein Feuergefecht geben. Als die Navy Seals auf das Gelände vordrangen, seien die ISI-Wachen nicht mehr dagewesen. Stattdessen habe ein Verbindungsoffizier des pakistanischen Geheimdienstes den US-Einsatzkräften den Weg gezeigt.

Auch die von der US-Regierung gestreute Version, man sei Bin Laden auf die Spur gekommen, weil man seinen Kurier Abu Ahmed al-Kuwaiti identifiziert hatte, ist Hersh zufolge gelogen. Tatsächlich habe die CIA die Information über Bin Ladens Aufenthaltsort von einem ehemaligen pakistanischen Geheimdienstmitarbeiter bekommen, der 25 Millionen Dollar dafür erhalten habe.

Die offenkundigste Lüge der US-Regierung sei die Behauptung des Weißen Hauses, der Chef der pakistanischen Armee, Ashfaq Parvez Kayani, und ISI-Generaldirektor Ahmed Shuja Pasha hätten vorab nichts von der Aktion gewusst. Tatsächlich hätten Kayani und Pasha dafür gesorgt, dass die beiden an der Aktion beteiligten US-Hubschrauber unbehelligt von Afghanistan aus durch Pakistan fliegen konnten. Zumindest in diesem Punkt ist Hershs Version die deutlich wahrscheinlichere; er ist auch nicht der erste, der sie verbreitet. Die Behauptung des Weißen Hauses dürfte diplomatische Gründe haben: Wegen der amerikanischen Drohnenangriffe in Pakistan waren und sind viele Pakistaner nicht gut auf die USA zu sprechen.

Schließlich sei Bin Laden, anders als vom Weißen Haus dargestellt, nicht nach islamischem Ritus beigesetzt worden. Angeblich wurde der Leichnam zunächst zum US-Stützpunkt in Dschalalabad in Afghanistan gebracht, dann zum Flugzeugträger „Carl Vinson“, wo Bin Laden eine Seebestattung erhielt. Hersh hat eine andere Version: Die von Schüssen zerfetzten sterblichen Überreste seien in einen Leichensack geworfen worden. „Während des Hubschrauberflugs zurück nach Dschalalabad wurden einige Teile des Leichnams über dem Hindukusch rausgeschmissen – zumindest sagten das die Seals.“ Was genau mit der Leiche oder den übrigen Leichenteilen geschah, lässt Hersh offen. Die Seebestattung auf der „Carl Vinson“ jedoch habe nie stattgefunden.

Hershs Ruhm als Journalist basiert darauf, dass er 1969 das Massaker von My Lai enthüllte, das die US-Armee im Jahr zuvor in Vietnam verübt hatte. 2004 war er der erste Journalist, der über die Folter im US-Gefängnis im irakischen Abu Ghraib schrieb. Ob seine Geschichte über die Operation „Neptune’s Spear“ der Wahrheit entspricht, ist von außen natürlich nicht zu beurteilen. Er selbst wirft nicht nur Obama, sondern der gesamten US-Politik vor, dass „Lügen auf höchster Ebene“ für sie die normale Vorgehensweise seien.

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Time am 11. Mai 2015

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1) http://www.n-tv.de/politik/Hersh-Obama-hat-die-Welt-belogen-article15080726.html

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5 Antworten to “So what?”

  1. sohnes Says:

    Wie man hört sei der Herr ein bekannter Lügner.

  2. Time Says:

    Auf jeden Fall ein zwanghafter Nestbeschmutzer 😉

    T.

  3. Sophist X Says:

    Seine Version der ‚Bestattung‘ Osamas gefällt mir besser.
    Und wenn er schon Sachen erfindet, hätte er doch gleich verbreiten können, dass Osama an die Schweine verfüttert wurde.

  4. charlie Says:

    Wir alle wissen, dass binimladen, ob exzessiver Wichserei bei Betrachtung westlicher Pornos, nicht schnell genug zur Waffe greifen konnte. Dumm gelaufen! Fazit: Pornoglotzen, während nebenan deine Weiber schlafen, kann tödliche Konsequenzen nach sich ziehen. Wäre schön zu wissen, dass Mutter Ozean nicht übermäßig beschmutzt wurde.

  5. Thomas Holm Says:

    Der ISI wird – ggue. den Jihadisten – kompromitiert.
    Ggue. den USA dagegen ein Versuch, ihn /sich ?/ reinzuwaschen.
    Mit Blick auf moegl. Konflikt um Pakistans Kurs zw. Saudis und Iran von Belang, da P. zentral fuer saud. Begehren nach Hilfe vs. Iran wg. Jemen und Kernwaffen.

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