So wird das nichts

Palmyra

Der Mohammedanismus in seiner reinsten Form. NTV (1): „Die Extremistenmiliz IS hat im syrischen Palmyra offenbar ein Massaker angerichtet. Nach Darstellung des syrischen Staatsfernsehens töteten die Islamisten seit der Eroberung der antiken Stadt vor wenigen Tagen mehr als 400 Menschen, die meisten von ihnen Frauen und Kinder.“

Auf „FAZ.NET“ wird von dem Unwillen des amerikanischen Verteidigungsministers Ash Carter berichtet, den dieser gegenüber der irakischen Armee hegt (2).

Nun kann er ja gerne ein bisschen sauer sein, aber das wird den Charakter der irakischen Soldaten nicht ändern. Folgende Zeile des Artikels ist m.E. bezeichnend: „… sagte der Sprecher unter Bezug auf die schwarze Fahne des IS mit dem weißen Schriftzug, der das islamische Glaubensbekenntnis ausdrückt.“

Der IS-IS, den unsere MSM gerne als „Miliz“ verniedlichen, kämpft in der Tat unter der Flagge des mohammedanistischen Glaubensbekenntnisses, er ist die Avantgarde und Elite des Mohammedanismus, und sowohl seine Mitglieder als auch seine mohammedanistischen Gegner wissen das genau.

Carters Fehlsicht besteht darin, dass er einen heterogenen Mohammedanismus bzw. viele verschiedene Mohammedanismen wahrnimmt, wo es sich in Wirklichkeit nur um verschiedene Zustände ein und derselben Angelegenheit handelt. Der Mohammedanismus des IS-IS ist der Mohammedanismus in seiner reinsten Form, das ist der Mohammedanismus von Klo H. Metzel, der sich dann manifestiert, wenn er über unbeschränkte Macht verfügt.

So ungern die Hände den Kopf des Körpers abtrennen, zu dem sie gemeinsam gehören, so ungern kämpft das Fußvolk des Nazislahm gegen seine Vorhut.

Wenn der IS-IS vernichtet werden soll, dann müssen wir das schon selbst in die Hand nehmen.

Aber soll er überhaupt vernichtet werden?

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Verteidigungsminister Carter

Pentagon wirft irakischen Soldaten fehlenden Kampfeswillen vor

Angesichts der jüngsten Erfolge des Islamischen Staates zieht Amerikas Verteidigungsminister Carter über die irakischen Streitkräfte her: „Wir können sie ausbilden, wir können ihnen Ausrüstung geben, aber wir können ihnen keinen Willen zum Kampf geben.“

Der amerikanische Verteidigungsminister Ash Carter reagiert mit heftiger öffentlicher Kritik auf die jüngsten Niederlagen der irakischen Armee gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Beim Kampf um die Stadt Ramadi seien die Iraker der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zahlenmäßig weit überlegen gewesen, dennoch hätten sie sich zurückgezogen, sagte er in einem Interview des TV-Senders CNN. „Die irakischen Truppen haben einfach keinen Willen zum Kampf gezeigt“, sagte er. Dies sei ein Problem. „Wir können sie ausbilden, wir können ihnen Ausrüstung geben, aber wir können ihnen keinen Willen zum Kampf geben.“ Dennoch wollten die Vereinigten Staaten weiter versuchen, die irakischen Truppen auszubilden und auszurüsten, um ihnen die Möglichkeit zu geben, den IS zu bekämpfen.

Der irakische Regierungschef Haidar al-Abadi entgegnete darauf, dass Carter wohl „mit falschen Informationen gefüttert“ worden sei. Er kündigte die Rückeroberung von Ramadi „innerhalb von Tagen“ an, berichtete der Sender BBC.

Kommentatoren in Washington bezeichnen die Äußerungen Carters als die bisher härteste öffentliche Kritik an den irakischen Truppen. Zwar kritisieren amerikanische Regierungsvertreter immer wieder den Zustand der irakischen Armee, doch meist hinter vorgehaltener Hand.

Zuletzt eroberte die Terrormiliz einen strategisch wichtigen syrisch-irakischen Grenzübergang. Sie kontrolliert nun weite Teile der Route zwischen Bagdad und Damaskus. Die irakischen Sicherheitskräfte zogen sich von dem Posten al-Walid komplett zurück, wie das irakische Militär am Sonntag in Bagdad erklärte.

„Sie haben die irakische Flagge runtergenommen und ihre eigene gehisst“, sagte der Sprecher unter Bezug auf die schwarze Fahne des IS mit dem weißen Schriftzug, der das islamische Glaubensbekenntnis ausdrückt. Den Übergang al-Tanf auf der syrischen Seite der Grenze hatte die Sunnitenmiliz bereits vor drei Tagen erobert, nachdem sie zuvor die antike Wüstenstadt Palmyra und andere Gebiete der Provinz Homs unter ihre Kontrolle gebracht hatte.

Die vollständige Kontrolle über die irakisch-syrische Grenze an dieser Stelle ist von enormer strategischer Bedeutung. In Friedenszeiten war al-Walid/al-Tanf der Grenzübergang für Reisende auf der direkten Strecke zwischen Bagdad und Damaskus. Nun kann der IS über diese Strecke beliebig Soldaten und Waffen zwischen der westirakischen Provinz Anbar und der syrischen Provinz Homs verschieben.

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Time am 25. Mai 2015

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1) http://www.n-tv.de/politik/IS-Massaker-in-Palmyra-article15164161.html
2) http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/naher-osten/pentagon-kritisiert-kampfeswillen-der-irakischen-soldaten-13610532.html

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2 Antworten to “So wird das nichts”

  1. Thomas Holm Says:

    Die verschiedenen Zustaende (Fatima-Aischa – Kontroverse) haben m. E. durchaus Dimension von Brunhild-Kriemhild – Dramatik.

    Irakisches Staatsversagen auch vor Hintergrund von beabsichtigter weiterer schiitischer Milizisierung deutbar. Konstellation sodann: Die einzigen, die etwas ausrichten koennen, machen zugleich alles noch viel schlimmer.

    Ich sehe betr. Phaenomen daher strategisch in jihadistischer Harakiri-Regression befangen. Aber hochspannend; gleichsam die Mutter aller Fragen fuer die naechsten zwei Generationen.

    So lange kann sich das dank Petro-Dollar und Jugendblase hinziehen.

  2. Thomas Holm Says:

    Ich moechte das hier nicht ueberfrachten, aber noch eine Uberlegung:

    Die postsaddamistische Technokratik-Fraktion des IS hatte mit Kobane-Operation m.E. darauf spekuliert, dass Erdogan Obama zu etwas diffuser Syrien-Intervention animieren koenne, welche E. sodann mit Saddamisten gegen Kurden und Assad haetten drechseln sollen.

    Daher bleibt brisant, wenn Tuerkei immer wieder mal – und gerade jetzt aktuell meldet, angeblich betr. Uebereinkommen mit Obama gerade erzielt zu haben. Tuerk. Politiker befeinden sich inzwischen mit Buergerkriegsanwuerfen in Schlagzeilen ihrer englischspr. Presse.

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