Blatter für Israel

Bibi und Blatter

Gestern veröffentlichte „Israel heute“ einen Artikel von Zwi Sadan zum Thema „FIFA-Skandal“ (1).

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Wird Israel aus der FIFA ausgeschlossen?

Im Oktober 2011 trat Jack Warner als Vizepräsident der FIFA zurück, dem Fußball-Weltverband. Er war beschuldigt worden, Mitglieder des karibischen Fußballverbands bestochen zu haben, Katars Mohamed Bin Hamman als nächsten FIFA-Präsidenten zu wählen. Auf die Vorwürfe angesprochen, beschuldigte Warner u.a. den Zionismus für seine Niederlage. „Ich werde über den Zionismus reden, der wahrscheinlich den wichtigsten Grund für den bitteren Angriff auf mich und Bin Hamman darstellt“, äußerte Warner. Sein merkwürdiger Kommentar wurde als Nonsens unter den Tisch gefegt.

Am Mittwoch wurden sieben FIFA-Funktionäre in einem Hotel in Zürich auf Ansinnen des US-Justizministeriums verhaftet. Dieser neue Skandal entfaltet sich just in einer Zeit, in der die FIFA den palästinensischen Antrag in Betracht zieht, Israel von der Organisation auszuschließen.

Im April hatte Jibril Rajoub, Vorsitzender der palästinensischen Fußballvereinigung, bereits zum dritten Mal die FIFA gebeten, Israel auszuschließen. Der amtierende Präsident Sepp Blatter hat den Antrag bereits zwei Mal abgewiesen. Der neuste Antrag hat allerdings so viel Unruhe gestiftet, dass sich selbst Israels Premierminister Netanjahu genötigt sah, persönlich einzuschreiten.

Rajoub wirft Israel nichts Neues vor: Das böse Israel belege palästinensische Fußballspieler und Funktionäre mit Reisebeschränkungen, seine großen Fußballclubs seien rassistisch. „Seit Jahren“, beharrt Rajoub, „wenden wir uns mit der Bitte um ein Einschreiten an die Verbände in Asien und Europa, damit das Leid der palästinensischen Fußballer ein Ende hat. Als das nichts half, haben wir uns direkt an die Generalversammlung der FIFA gewandt.“

Für einen Ausschluss Israels aus dem Weltfußballverband müssten zwei Drittel der 209 Delegierten stimmen. Sollte der Antrag Erfolg haben, würde Israel das einzige Land sein, das je von der FIFA ausgeschlossen wurde. Lediglich Südafrika wurde temporär von 1964-1992 suspendiert.

Ein solcher Ausschluss würde das Ende des israelischen Fußballsports bedeuten.

Dessen ist sich Netanjahu bewusst, weshalb er sich am 19. Mai mit Blatter traf. Dieser kommentierte nach dem Treffen: „Der Fußball ist heute eine sehr starke Kraft. Wir sollten auf eine friedliche Situation zusteuern, nicht auf eine kämpferische. Der Fußball soll die Menschen einen, nicht entzweien. Ich bin sehr zufrieden mit den Äußerungen von Premierminister Netanjahu. Ich bin sicher, dass wir eine Lösung finden werden.“

Der Zeitpunkt der Verhaftung der sieben Funktionäre kommt Israel im Grunde sehr gelegen, auch wenn nur Narren einen völlig absurden Zusammenhang zwischen den Versuchen, Israel auszuschließen, und dem aktuellen FIFA-Skandal ziehen würden. Rajoub besteht darauf, dass die Abstimmung, die am heutigen Freitag, den 29. Mai, abgehalten werden soll, nicht im Lichte der momentanen Korruptionsvorwürfe abgesagt wird.

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Time am 30. Mai 2015

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1) http://www.israelheute.com/Nachrichten/Artikel/tabid/179/nid/28638/Default.aspx

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