Aus der Hauptstadt (#12)

Schulfrieden

Diese Kleidung kann man Frauen, die mit Orks zusammenarbeiten müssen, wirklich nicht empfehlen

Hannah Kushnir macht im „Tagesspiegel“ auf die bedrohliche Situation für Juden in Berlin aufmerksam (1). Diese Position findet mutmaßlich wenig Verständnis bei der Islamisierungsgewinnlerin Felicitas Hillmann, die im Gespräch mit dem eritreischen Christen Zerai Abraham im aktuellen „Chrismon“ sagt (2):

„Neue Formen von Mobilität und Migration verändern Deutschland und vor allem die Städte ganz schnell. Gallus in Frankfurt, Kreuzberg in Berlin, das sind richtige Einwandererstadtteile geworden, die große Integrationsleistungen für die ganze Stadt vollbringen. Aber diese Leistungen werden nicht gewürdigt, weil dabei natürlich auch große Probleme auftreten. Die ehemalige Gastarbeiterbevölkerung ist die, die zuerst von Arbeitslosigkeit betroffen war; alles wird schneller und mobiler, viele kommen da nicht mit. Bewegungen wie Pegida sind ein Ausdruck dieser Verunsicherung.“

Persönlich muss ich sagen, dass ich mir in Bezug auf die verschiedensten Aspekte der Welt in keiner Angelegenheit so sicher bin wie in Bezug auf die unbedingte Notwendigkeit der Mohammedanismuskritik, die natürlich die vollständige Dekonstruktion dieses Irrglaubens zum Ziel hat.

Scharf finde ich es, dass die Dimmi-Lakaiin den Verfall ganzer Stadtteile und ihr Absinken in Kriminalität und No-go-Zones als „Integrationsleistung“ bezeichnet, die zu „würdigen“ sei.

Auch die Behauptung von angeblich unverschuldeten Probleme einer angeblichen „Gastarbeiterbevölkerung“ mutet bizarr an, sind doch die meisten Mohammedanisten keine Gastarbeiter sondern bestenfalls Nachkommen von Gastarbeitern bzw. schlicht Invasoren. Warum die Furcht vor Schnelligkeit und Mobilität im Zusammenhang mit der Massenarbeitslosigkeit unter Orks Auslöser für sozial-politische Bewegungen sein sollen, wird wohl auch für immer das Geheimnis von Frau Hillmann bleiben.

Zu Frau Kushnir möchte ich sagen, dass ich es besser fände, wenn sie deutlich zwischen dem Rassismus und der Juden- und Christenfeindlichkeit der Mohammedanisten einerseits, die ein Phänomen des globalen Jihad ist, und der Gleichgültigkeit der deutsch-deutschen Mitbürger unterscheiden würde. Fortwährend muss sich der Counterjihad des Vorwurfs des Rechtsextremismus und Rassismus erwehren, obgleich er die einzige Idee ist, die dem Jihad bzw. dem Nazislahm entgegengestellt wird.

Auch er kämpft gegen die Lethargie der meisten Mitbürger. Aber die ist nicht dasselbe, wie der mörderische Judenhass, der unter den Mohammedanisten Common Sense ist. Hier hat sich m.E. die Gewichtung von Kushnirs Brief ins Falsche verschoben.

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Antisemitismus in Berlin

„Du Jude!“

Nein, dies ist kein Zitat aus dem „Stürmer“, sondern eine verbreitete Beschimpfung auf Berliner Schulhöfen und Straßen. Unsere Autorin weiß, wovon sie redet: Sie ist Jüdin und Lehrerin in Charlottenburg-Wilmersdorf. Ein Brandbrief.

Ich bin gebürtige Jüdin, Lehrerin an einer Berliner Sekundarschule, ich lebe von Geburt an in diesem Land. Dies ist ein Frontbericht.

Jahrelang war ich die einzige Jüdin: die einzige Jüdin in meinen Seminaren an der Uni, die einzige Jüdin im Referendariat, die einzige Jüdin im Lehrerkollegium. Meist erfuhren die anderen eher durch Zufall, dass ich Jüdin bin. Ab da an glich ich eigentlich immer einem seltsamen Tier im Zoo, von dem Grauen und Faszination ausging. Von selbst habe ich mein Jüdischsein schon seit dem Gymnasium nicht mehr thematisiert. Zu lehrreich war mir der Geschichtsunterricht bei Herrn S., dessen Teil der Abiturvorbereitung darin bestand, uns einzutrichtern, Israel sei unrechtmäßig errichtet worden. Zu lehrreich auch die Kommentare: „Ach, du bist Jüdin? Das sieht man ja gar nicht so“ oder, genau entgegengesetzt: „Du bist Jüdin? Stimmt, das sieht man aber!“

Nun ist ein Wunder geschehen, und an meiner Schule arbeitet eine andere Jüdin. Zwei Juden! An einer Schule! Beide als Lehrer! Wir können unser Glück immer noch nicht fassen. In der simplen Tatsache, nicht mehr die Einzigen zu sein, erschöpft sich dann aber auch unser Glück.

Israel oder Judentum im Unterricht lieber aussparen

Für den Hintergrund muss ich kurz meine Schule schildern: extrem hoher Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund, hoher Anteil von Schülern aus sehr bildungsfernen Schichten, unter beiden Kategorien ein sehr hoher Anteil an arabischen Kindern.

Meine Kollegin vergaß eines Tages, dass sie noch ihren Davidsstern um den Hals trug. Fataler Fehler. Seither fallen permanent antijüdische und antiisraelische Sprüche im Unterricht. Auf der Straße wird ihr „Du Jude, verrecke“ hinterhergerufen.

Thema Israel oder Judentum im Ethik- oder Geschichtsunterricht? Besser nicht, da startet gleich eine kleine Intifada im Klassenraum. Da ist einer Christ? „Du Hund!“ Beliebtestes Schimpfwort auf dem Schulhof und im Unterricht? „Du Jude!“ Das ist ja inzwischen an vielen anderen Schulen auch so.

Ich frage mich: Hören nur meine Kollegin und ich das? Wo ist das Empfinden der „Anständigen“ (Zitat Angela Merkel), der anderen Lehrer, die auf die Verfassung der Bundesrepublik geschworen haben, wo das Empfinden der deutschen Schüler? Und was sagte die Schulleitung, der von diesen Vorgängen berichtet wurde? Sie sagte tatsächlich: „Nun seien Sie mal nicht so empfindlich!“

Wo ist hier die „immerwährende Verantwortung“?

Wo soll das Aufbegehren der Bevölkerung gegen Antisemitismus herkommen, wenn nicht einmal Staatsorgane dagegen vorgehen? Wo ist hier die „immerwährende Verantwortung“ (Zitat Angela Merkel)? Und selbst wenn diese Anfeindungen an höherer Stelle gemeldet würden, selbst wenn ein Antisemitismusbeauftragter vor Ort erschiene, selbst dann frage ich: Was würde schon passieren? Die arabischen Jugendlichen jedenfalls würden sich kringelig lachen.

Den Deutschen, das ist mein Eindruck nach einem 35-jährigen Leben in Deutschland, sind Juden egal. Hauptsache, wir erinnern sie nicht an diese schlimme Sache damals. Hauptsache, wir sind schön unsichtbar. Hassen, nein, hassen tun sie uns nicht. Das übernehmen in diesem Land und in Europa die Araber, oder jedenfalls eine bedrohliche Vielzahl von ihnen. Und das deutsche Volk schaut zu. Jüdische Schüler gibt es an meiner Schule schon lange nicht mehr. Die waren dann offenbar doch zu „empfindlich“.

In einer Stadt und einem Land, wo ich mich nicht mehr traue, meinen Schülern die israelischen Vornamen meiner Kinder zu verraten, in einem Land und einer EU, wo ich mich nicht mehr trauen kann, meinen Davidsstern sichtbar zu tragen, wo Juden auf offener Straße und vor der eigenen Haustür krankenhausreif geschlagen werden, warte ich eigentlich nur noch auf grölende Horden. Wie damals.

Brandbrief an Merkel und Graumann blieb unbeantwortet

Grundlage dieses Textes – den ich aus nachvollziehbaren Gründen nicht unter meinem echten Namen veröffentliche – ist übrigens ein Brandbrief, den ich im November 2014 an Bundeskanzlerin Angela Merkel, den Vorsitzenden des Zentralrats der Juden, Dieter Graumann, sowie mehrere Zeitungen schickte. Ich habe nie eine Reaktion erhalten.

Aber ach, was rege ich mich auf – ich Jude!

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Time am 8. Juni 2015

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1) http://www.tagesspiegel.de/berlin/antisemitismus-in-berlin-du-jude/11876102.html
2) https://chrismon.evangelisch.de/artikel/2015/jeder-will-es-besser-haben-31199

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Eine Antwort to “Aus der Hauptstadt (#12)”

  1. vitzli Says:

    ist es nicht seltsam?

    gleichzeitig zu der obigen beschwerde ruft herr oppermann (jüd. für „opfermann“) von der SPD ganz oben auf, weitere 7 Millionen Migranten, viele kommen ja aus judenhassenden islamischen staaten, in unser (noch) land hereinzulassen. wegen wirtschaft und unserer rente.

    und herr michel friedman erklärt seinen kindern ganz offiziell in der bildzeitung, warum die nazis die juden hassten, wenn diese seine kinder angesichts des auf den deutschen strassen „Juden ins gas!“ rufenden tobenden arabischen mobs nach den ursachen für den judenhass fragen.

    wie passt das zusammen?

    naja, egal.

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