So soll der Krieg aussehen

Gedenken

In einem Kommentar auf „FAZ.NET“ sitzt Reinhard Müller neben einigen Erkenntnissen auch einigen sattsam bekannten Irrtümern auf (1).

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Islamistischer Terror

Wider die Barbarei

Von einem „Krieg der Zivilisation“ zu sprechen, macht aus hemmungslosen Schlächtern mehr, als sie sind. Bei der Suche nach Antworten auf den Terror müssen sich die freiheitlichen Staaten von einigen Illusionen verabschieden. Sonst siegt die Barbarei.

Von einem „Krieg der Zivilisation“ spricht der französische Premierminister. Das ist als Aufruf zur nationalen Geschlossenheit nach den Terroranschlägen in Frankreich und Tunesien verständlich – aber auch eine Verzerrung, die aus hemmungslosen Schlächtern mehr macht, als sie sind. Wer Mord zum Daseinszweck erhebt, der ist kein Kombattant, sondern ein Verbrecher; und wer Selbstporträts mit einem eigenhändig abgetrennten Kopf eines Opfers verschickt, der ist eigentlich ein Fall für die geschlossene Psychiatrie.

(In der Tat geht es um einen Krieg der Zivilisation gegen einen äußerst bedrohlichen Feind. Wohlgemerkt, die Rede ist nicht von einem Krieg „der Zivilisationen“, sondern von einem „der“ Zivilisation – gegen einen barbarischen Monsterstaat. T.)

Doch dieser Terror fordert Antworten: Auf militärische Mittel, wie sie der „Islamische Staat“ im Nahen Osten in großem Umfang einsetzt, muss militärisch reagiert werden. Seine zahlreichen Anhänger, die am Strand von Tunesien oder in den Straßen von Paris mit Kriegswaffen auf Zivilisten feuern, sind schwerer zu bekämpfen, ja sie sind zunächst kaum als Gegner auszumachen. So war der Attentäter von Frankreich früher im Visier der Behörden, dann aber irgendwann nicht mehr, sicher aus nachvollziehbaren Gründen. Denn es gibt keinen Generalverdacht, wohl aber einige gemeinsame Merkmale der Attentäter, die sich selbst als Gotteskrieger sehen. Aber was soll das für ein Gott sein, für den sie morden?

(Theologische Implikationen sind hier zweitrangig – die Gottesgestalt der Nazislahmisten ist in den mohammedanistischen Grundlagentexten klar umrissen. Und klar ist, dass sie in nahezu jeder Moschee verbreitet und angebetet wird. Der Mordgott kann daher dadurch bekämpft werden, indem ALLE Moscheen in Europa geschlossen und abgerissen werden. Es kann auch kein unmögliches technisches Problem sein, ALLE mohammedanistischen Internetauftritte zu unterbinden, Berufsverbote auszusprechen, Deportationen durchzuführen, Konversionen zu unterstützen usw. T.)

Zu Recht hebt die französische Regierung hervor, das Land stehe nicht im Krieg mit dem Islam. Wie sollte ein solcher Krieg auch aussehen? Millionen Muslime leben friedlich in den westlichen Ländern wie andere Bürger verschiedenster Weltanschauungen auch. Der „Islamische Staat“ ist eine Terrororganisation, die sich den Namen einer Weltreligion gegeben hat. Aber dass die Anschläge überhaupt nichts mit irgendeiner Religion zu tun hätten, wie der französische Islamrat meint, widerlegt er selbst mit seinem Befund, das Bild des Islams sei sehr heruntergekommen. Und es geht nicht nur um das Bild. Jede Religion muss(te) sich von bestimmten Traditionen verabschieden, um mit Rechtsstaat und Demokratie kompatibel zu sein.

(Die schweigende Mehrheit hat keine Relevanz, sondern fungiert als das Wasser, in dem sich die Jihadisten wie Fische bewegen (2). Entscheidend ist die sehr große nazislahmische Avantgarde. Die Welt war während des zweiten Weltkrieges vom hohen Norden bis zum nahen und fernen Osten voller Nazis und Freunde der Nazis. Die überwiegende Mehrheit von ihnen war friedlich. Sie wurden bekämpft und vernichtet, oder sie mussten sich ergeben und ihrer verbrecherischen Ideologie, die nicht verbrecherischer war als der Mohammedanismus, abschwören. Die Eliten und Avantgarden der Orks müssen – wie auch immer, nicht jedoch zwangsweise physisch – neutralisiert werden. Wenn sich der Mohammedanismus „von bestimmten Traditionen“ verabschiedet hat, „um mit Rechtsstaat und Demokratie kompatibel zu sein“, wird nichts mehr von ihm übrig sein. T.)

Die freiheitlichen Staaten müssen sich auf der anderen Seite von einigen Illusionen verabschieden: etwa der einer unkontrollierten Aufnahme von Migranten und eines Bleiberechts für alle. Intoleranz gegenüber dem eigenen Land bei gleichzeitiger Toleranz mit seinen Feinden ist das Ende jeder Zivilisation. Dann siegt die Barbarei.

(Diese Erkenntnis stimmt und lautet pointierter: Kein Bleiberecht für Mohammedanisten in Europa, oder unsere Zivilisation wird in der Barbarei des Nazislahm versinken. T.)

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Time am 29. Juni 2015

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1) http://www.faz.net/aktuell/politik/kommentar-zum-islamistischen-terror-wider-die-barbarei-13673519.html
2) https://madrasaoftime.wordpress.com/2015/01/09/die-friedliche-mehrheit/

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