Betrug vorprogrammiert

Teheran

Naziranische Clownsmarionetten

In der „linken“ Wochenzeitung „Jungle World“ gibt es einen Text von Detlef zum Winkel, in dem dieser wie immer kenntnisreich ein Licht auf die Atomverhandlungen mit Naziran wirft (1). Wie man es von Mohammedanisten erwarten muss, scheint der Betrug vorprogrammiert.

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Atomverhandlungen schon wieder
auf den letzten Metern

In Wien tagen derzeit die Außenminister der P5 + 1 Staaten sowie die EU-Außenbeauftragte mit dem Außenminister des Iran, um das im April erzielte sogenannte Rahmenabkommen über das iranische Atomprogramm zu finalisieren. Mit dabei sind 200 Experten der verschiedenen Länder, ein beachtlicher Tross. Die Diplomaten verbreiten Optimismus: eine Einigung sei in Reichweite, beide Seiten seien sich so nahe gekommen wie noch nie, aber es gebe noch kritische Punkte, mutige Entscheidungen müssten gefällt werden usw. Bis zum Erbrechen hören wir solche Phrasen, deren einziger Zweck darin besteht, die Öffentlichkeit irgendwie zu beschäftigen und von der Frage abzuhalten, warum in der Sache strikte Geheimhaltung verabredet wurde.

Mehr als peinlich ist es, wenn man in einer solchen Situation Klartext fast nur noch beim iranischen Revolutionsführer findet. Anlässlich des Ramadan-Beginns hielt Ali Khamenei am 23.6. ein Rede, in der er die angeblich noch offenen Streitfragen klar beantwortet: die Internationale Atomenergieagentur IAEA dürfe iranische Militäranlagen nicht inspizieren; die gegen Iran verhängten Wirtschaftssanktionen müssten sofort nach Unterzeichnung eines Vertrags aufgehoben werden; ein zehnjähriges Einfrieren der Urananreicherung komme nicht in Frage. Wie man angesichts dieser Direktiven des iranischen Oberentscheiders davon sprechen kann, dass eine Einigung zum Greifen nahe sei, bleibt das Geheimnis der in Wien anwesenden Diplomaten. Es sei denn, sie haben sich dem Revolutionsführer schon gebeugt. Dafür spricht das resolute Auftreten der iranischen Delegation, die es fertigbringt, in der letzten Verhandlungsrunde auch noch eine Aufhebung derjenigen Sanktionen zu fordern, die von den UN gegen das iranische Raketenprogramm verhängt wurden. Nicht genug damit: auch das Waffenembargo gegen Teheran soll annulliert werden.

Richtigerweise hat Matthias Küntzel darauf hingewiesen, dass Khamenei sich entweder lächerlich macht (was bisher nicht seine Art war) oder die Verhandlungen am 23. Juni faktisch abgebrochen hat. Dem ist nur noch ein einziger Aspekt hinzuzufügen. Der Streit um die heftigen Gegensätze bei der Frage der IAEA-Inspektionen und bei der Frage der Sanktionsaufhebungen dient auch dazu, das heikelste Thema der Verhandlungen unter den Tisch zu kehren. Der Iran baut in Arak einen Schwerwasserreaktor scheinbar unbekannten Typs. Schwerwasserreaktoren sind besonders geeignet, Waffenplutonium zu erzeugen. Daher haben die westlichen Staaten ursprünglich einen Verzicht auf den IR-40 von Arak gefordert, was der Iran, wie um seine „friedlichen Absichten“ zu untermauern, postwendend abgelehnt hat.

Um diesen unauflösbaren Streitpunkt auszuräumen, haben die Diplomaten ihre jeweiligen Nuklearexperten aufgeboten, um ein Reaktordesign auszutüfteln, das den IR-40 angeblich untauglich macht, um damit reines Plutonium zu gewinnen. Hier das Schwerwasser ein bisschen verdünnen, dort die Zusammensetzung des Urans in den Brennstäben etwas variieren und vor allem ihren Abbrand erhöhen… – schon liefern die Computersimulationen das richtige Ergebnis, das sich in Wien als historischer Kompromiss abfeiern lässt.

Ja, der Abbrand bzw. die Verweildauer der Bennstäbe im Reaktor. Er entscheidet über die Reinheit des erzeugten Plutoniums und über den Aufwand bei der Wiederaufarbeitung der Brennstäbe. Entsprechend seiner Funktion hat ein militärisch genutzter Schwerwasserreaktor die komfortable Eigenschaft, dass man seine Brennelemente während des laufenden Reaktorbetriebs einzeln entfernen und austauschen kann. Man kann den Abbrand also nach Wunsch variieren. Ich biete jede Wette, dass der mysteriöse IR-40 genau dieses „vorteilhafte“ feature haben wird. Dann kann man aber alle anderen Modifikationen des Designs in die Tonne treten. Denn mit dieser Eigenschaft kann der Iran Brennelemente mit bestem Waffenplutonium aus seinem IR-40 entfernen, ohne dass die IAEA eine Chance hat, es mitzubekommen. Die IAEA-Kontrollen würden nur funktionieren, wenn der Reaktor für eine Entnahme von Brennelementen heruntergefahren werden müsste.

Es sei denn, die 200 nach Wien gereisten Experten haben nicht die Theater und Museen der Donaumetropole besucht, auch nicht die Kaffeehäuser, den Prater oder die Heurigen-Gaststätten, sondern sie haben jede Minute genutzt, um eine neue Nuklearphysik zu erfinden. Das wäre mal eine echte Überraschung.

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Time am 10. Juli 2015

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1) http://jungle-world.com/von-tunis-nach-teheran/3310/

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Eine Antwort to “Betrug vorprogrammiert”

  1. Kanalratte Says:

    Wann bekommt der Iran jetzt die Atomwaffen???

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