Zur Jagd getragen

SU34

Packs a lot of punch: Suchoi 34

Seit einem Jahr schaut der Westen zu, wie der IS-IS stärker und stärker und immer größer und immer noch grausamer und wahnsinniger und noch reicher wird.

Es hagelt Videos von Enthaupteten, Verbrannten und sonstwie zu Tode Gequälten, und der Westen redet und redet und redet und redet.

Angeblich werden „moderate Rebellen“ unterstützt, aber niemand weiß, wer die eigentlich sind. Man erfährt nur, dass sie tonnenweise amerikanisches Kriegsmaterial an Al-Kaida weitergegeben haben.

Der Westen hat einen „Freund“, und das ist der große Führer der Torks, der mit dem IS-IS Handel treibt, dessen Tochter verletzte IS-IS-Terroristen in einem eigenen Krankenhaus behandeln lässt, der wieder und wieder beteuert, dass seine einzige Lebensaufgabe die Expansion des Nazislahm sei, und der die Gegner des IS-IS in der Region blutig verfolgt.

Krokodilstränen weinen die westlichen Journalisten über die ach so wundervollen antiken Ruinen, die der IS-IS nun zu Staub verwandelt, aber die von den Orkschlächtern ausgerotteten syrischen und irakischen Christen und ihre versklavten Frauen und Kinder interessieren nur ein paar verrückte Blogger.

Und dann hat die russische Führung schließlich genug, fährt in Syrien militärisches Gerät für jedes Problem auf und beginnt mit der Arbeit (1). Und siehe da, im Westen bewegt sich was (2):

„Druck auf IS-Hochburg erhöhen – USA planen Großoffensive auf Rakka – Im Kampf gegen den Islamischen Staat planen die USA offenbar einen Strategiewechsel. Einem Zeitungsbericht zufolge sollen arabische Kämpfer Waffen erhalten und auf die IS-Hochburg Rakka marschieren. Unterstützung erhalten sie aus der Luft.“

Na, das ist ja toll, dass die Hussein-O.-Administration jetzt auch Rakka als Ziel entdeckt hat, nachdem die Russen zig-Ziele dort platt gemacht haben. Und immer noch setzt man auf „arabische Kämpfer“, anstatt die Angelegenheit selbst in die Hand zu nehmen. Aber man lässt sich jetzt immerhin zur Jagd tragen, anstatt sich nur in der Etappe zu fläzen.

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Time am 5. Oktober 2015

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1) http://www.barenakedislam.com/2015/10/04/evidence-that-russia-is-bombing-isis-strongholds-in-syria/
2) http://www.n-tv.de/politik/USA-planen-Grossoffensive-auf-Rakka-article16072056.html

Eine Antwort to “Zur Jagd getragen”

  1. Sophist X Says:

    Die harte Hand gegen IS ist sehr zu begrüßen. Putins Nähe zu den islamischen Mafiosi Abbas und Erdogan bei der Eröffnung der Moskauer Moschee war allerdings grenzwertig.
    Wie es aussieht, hat Erdogan vor seinen ehemaligen IS-Kumpels Schiss bekommen, seit sie seinen Kopf an ihrer Trophäenwand sehen wollen, und jetzt hängt er flennend an Putins Frackschoß.
    Die Gelegenheit, dort ohne Dazwischenquaken des Türken etwas Einfluss zu gewinnen, lässt sich Putin nun nicht entgehen.

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