OPEC am Ende?

Ölhahn

„N-TV“ berichtet (1):

„Am Ölmarkt spielt sich ein Machtkampf ab. Auf der einen Seite stehen die USA und ihr Fracking-Öl, auf der anderen Seite die Opec. Beide sorgen für ein Überangebot an dem Rohstoff, der die Preise unter Druck setzt. Ein Ende der Abwärtsspirale scheint nicht in Sicht.Nach der Opec-Tagung Ölpreis historisch niedrig.“

Lesen Sie einen Bericht von „FAZ.NET“ (2).

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Nach der Opec-Tagung: Ölpreis historisch niedrig

Die Aussicht auf eine anhaltende Ölflut schickt den Preis für Erdöl am Montag abermals auf Talfahrt. Ein Barrel (159 Liter) der Sorte Brent aus der Nordsee kostet mit 41,595 Dollar 3,8 Prozent weniger als am Freitag und ist damit so billig wie zuletzt im Frühjahr 2009. Damals war der Preis aus Rezessionsfurcht kurzzeitig unter 40 Dollar gefallen. Das amerikanische Öl der Sorte WTI wird bei 38 Dollar mehr als 5 Prozent billiger gehandelt. Damit ist der Preis auch unter das Augusttief von 38,14 Dollar gerutscht und auch der Preis von WTI auf den niedrigsten Stand seit Februat 2009 gefallen.

Auslöser der jüngsten Verkäufe ist die Entscheidung der Opec vom Freitag, die Ölproduktion auf ihrem aktuell hohen Niveau zu halten. „Das hat mich zwar nicht überrascht, aber es öffnet die Tür für einen weiteren Preisverfall“, sagte Analyst Fawad Razaqzada vom Online-Broker Gain.

„Wir können derzeit keine Zahlen festlegen und haben beschlossen, die Entscheidung auf kommendes Jahr zu verschieben“, hieß es von Opec-Generalsekretär Abdalla Salem El-Badri. Die Organisation hatte sich bei früheren Treffen 30 Millionen Barrel pro Tag als Förderziel gesetzt. Jüngst hatte das Ölkartell jedoch um die 32 Millionen Barrel pro Tag gefördert und damit zu einem Überangebot auf dem Weltmarkt beigetragen.

Die Kurse der lang laufenden Terminkontrakte gingen ebenfalls zurück. Ein Fass Brent zur Lieferung im Dezember 2022, dass vor der Entscheidung des Öl-Kartells noch mehr als 60 Dollar gekostet hatte, verbilligte sich auf unter 60 Dollar. Offenbar schwinde die Hoffnung auf eine baldige Erholung des Ölpreises, sagte Oystein Berentsen, Geschäftsführer der Rohöl-Sparte beim Rohstoff-Händler Strong Petroleum. „Die Leute rechnen mit längerfristig niedrigen Preisen.“ Den Experten von Goldman Sachs zufolge ist ein Rückgang auf bis zu 20 Dollar je Barrel möglich.

Wegen des weltweiten Überangebots hat sich der Ölpreis seit Mitte 2014 mehr als halbiert. Hintergrund ist der Anstieg der Förderung im Zuge des Schiefergas-Booms in den Vereinigten Staaten mit Hilfe der umstrittenen Fracking-Technik. Opec-Produzenten wie Saudi-Arabien lehnen es aber ab, die Preise durch eine Reduzierung der Fördermengen wieder nach oben zu treiben. Ihnen geht es vor allem darum, ihre Marktanteile zu verteidigen und die amerikanische Konkurrenz in die Knie zu zwingen.

Der Preis für Opec-Rohöl ist zuletzt gestiegen. Das Opec-Sekretariat meldete am Montag, dass der Korbpreis am Freitag 38,08 US-Dollar pro Barrel betragen habe. Das waren 19 Cent mehr als am Donnerstag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis der zwölf wichtigsten Sorten des Kartells.

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Time am 7. Dezember 2015

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1) http://www.n-tv.de/wirtschaft/Faellt-der-Oelpreis-bald-auf-20-Dollar-article16517656.html
2) http://www.faz.net/aktuell/finanzen/devisen-rohstoffe/nach-der-opec-tagung-oelpreis-historisch-niedrig-13953193.html

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2 Antworten to “OPEC am Ende?”

  1. Barbarus ex Says:

    Der Markt funktioniert – immer!
    Die, laut offiziellen Gutachten, harmlose Fracking-Technick ist im Ami-Land nur auf privaten Grund und Boden erlaubt. Bevorzugt Privatleute nutzen diese Technik zum Wohle aller.
    Als Nebeneffekt klotzen die Turbanträger doof aus der Wäsche und verstehen den Kloran nicht mehr.
    Fracking ist gelebter Counterjihad!

  2. Sophist X Says:

    Wer Fracking umstritten nennt, angesichts der immensen positiven wirtschaftlichen Effekte, outet sich ohnehin als Propagandaclown.
    Keine Technologie zur Gewinnung von Energie in industriellem Maßstab hat so wenige unerwünschte Nebenwirkungen.

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