Für EINE Welt – ohne Nazislahm

Trump

In der FAZ bestätigte Jasper von Altenbockum wesentliche Positionen des Counterjihad (1).

Während er seinen Kommentar noch mit „Integration“ überschreibt, ist US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump, der nebenbei bemerkt mein heißester Favorit für das Amt ist, schon erheblich weiter (2):

„Nach dem Anschlag im kalifornischen San Bernardino mit 14 Toten hat der republikanische US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump einen Einreisestopp für Muslime in die Vereinigten Staaten gefordert. In einer Presseerklärung verlangte der in Umfragen führende Trump die ,vollständige und komplette Schließung’ der Grenzen für Muslime, ,bis die Vertreter unseres Landes herausfinden können, was vor sich geht’. Der Geschäftsmann begründete dies mit einer Umfrage, in der eine große Zahl der befragten Muslime Gewalt gegen Amerikaner in den USA bejaht habe, weil sie Teil des globalen Dschihad sei. Die Umfrage wurde angeblich im Frühsommer 2015 unter 600 Menschen gemacht. Eine entsprechende Mitteilung des befragenden Instituts soll vom 23. Juni stammen.“

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Integration

Zwei Wege für den Islam

Wer den integrierten Muslimen in Deutschland eine Stimme geben will, muss den Islam beim Namen nennen.

Damit der Islam ein „guter“ Islam ist, wird in Deutschland gerne alles Böse damit erklärt, dass es nichts mit dem Islam zu tun habe. Der „Islamische Staat“? Hat nichts mit dem Islam zu tun. Der Terror der Dschihadisten? Hat nichts mit dem Islam zu tun. Der „Ehrenmord“ am eigenen Kind? Hat nichts mit dem Islam zu tun. Unterdrückung der Frau? Hat nichts mit dem Islam zu tun. Burka? Hat nichts mit dem Islam zu tun. Und überhaupt: der Islamismus? Hat nichts mit dem Islam zu tun.

Müsste es dann nicht auch heißen, dass auch der Salafismus nichts mit dem Islam zu tun habe und auch der Wahhabismus nicht? Spätestens hier wird deutlich, wie absurd es ist, so zu tun, als habe das alles nichts mit Religion, sondern allenfalls mit Tradition zu tun.

Es war ein Irrtum mit Folgen, so zu argumentieren. Weder schärfte es den politischen Blick für den islamistischen (und islamfeindlichen) Radikalismus, der sich innerhalb kurzer Zeit in der deutschen Gesellschaft verbreiten konnte; noch verlangte es den muslimischen Gemeinden ab, ihr Glaubensbekenntnis und ihre danach orientierte Lebenswelt dahin gehend abzufragen, ob sie sich mit den Grundsätzen des Staates vertragen, in dem sie beheimatet sind. Denn wenn alles, das sich radikal gegen diesen Staat und seine Gesellschaft richtet, nichts mit dem Islam zu tun hat, warum sollten sich Muslime und ihre Moscheegemeinden dann ernsthaft damit beschäftigen?

Es gibt zwei Wege, um den für westliche Maßstäbe offenen Islam zu fördern. Der eine Weg geht über klare Grenzen. Sigmar Gabriel hat recht, wenn er extremistischen Predigern, die Hassausbrüche provozieren, das Handwerk legen will. Ist es nicht grotesk, dass in Deutschland jede Hakenkreuz-Schmiererei verfolgt wird, Tausende aber ungestraft auf die Straße gehen und „Juden ins Gas“ skandieren durften? Gabriels Vorstoß richtet sich gegen Saudi-Arabien. Dabei wird es aber nicht bleiben können. Der andere Weg zur Integration des Islams muss von den deutschen Muslimen selbst beschritten werden.

Darauf zielen die Grünen und die Formel vom Islam, der institutionell „eingebürgert“ werden müsse. Das richtet sich nicht nur gegen Saudi-Arabien, sondern auch gegen den türkischen und orthodoxen Einfluss auf deutsche Muslimverbände, denen es bislang nicht gelungen ist, ihr Paralleluniversum zu verlassen. Das ist angesichts der Flüchtlingswelle umso bedauerlicher. Denn es gibt genug Muslime in Deutschland, die längst „eingebürgert“ sind, aber als Gemeinschaft keine Stimme haben.

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Time am 8. Dezember 2015

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1) http://www.faz.net/aktuell/politik/harte-bretter/harte-bretter-ueber-integration-zwei-wege-fuer-den-islam-13951810.html
2) http://www.n-tv.de/politik/Trump-fordert-Einreiseverbot-fuer-Muslime-article16519761.html

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