Die Texte sind lächerlich

F*U*C*K

Hamed Abdel Samad stellte auf der „Achse des Guten“ ein paar Hadithe zum Thema Frauenparfüm vor (1).

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Rettet das Kölnisch Wasser!

“Wenn eine Frau Parfüm trägt und an einer Ansammlung von Männern vorbeigeht und diese dann ihr Parfüm riechen, ist diese Frau eine Ehebrecherin!” (Auf „Ehebruch“ folgt im Nazislahm die Todesstrafe, T.)

Diese Aussage stammt vom Propheten Mohamed und steht in mehreren anerkannten Hadith-Sammlungen, die an allen theologischen Fakultäten der islamischen Welt als Grundlage für die Ausbildung von Imamen kritiklos unterrichtet werden. Auch in den Bücherregalen deutscher Moscheen stehen solche Hadithbücher, die voller frauenverachtender Passagen sind.

An einer anderen Stelle wird überliefert, dass der zweite Kalif Omar Frauen auf offener Straße mit einem Stock geschlagen hat, als er deren Parfüm roch. Er sagte dabei: “Wie könntet ihr Parfüm tragen obwohl ihr wisst, dass die Herzen der Männer unter ihren Nasen liegen?”. Er meinte natürlich nicht nur die Herzen, sondern auch andere Organe!

Mohamed und Omar sind unantastbare Vorbilder für sunnitische Muslime. Die Aussagen des Propheten gelten als von Gott inspiriert und dienen jedem Muslim jenseits von Zeit und Raum als Handlungsanweisungen. In dieser Tradition steht die Aussage des Kölner Imams, Sami Abu-Yusuf, der meinte, die Opfer von Köln seien zum Teil selber schuld, weil sie Parfüm getragen und damit die angreifenden Männer sexuell erregt haben.

Eigentlich müsste die richtige Konsequenz aus der Lehre des Propheten sein, Eau de Cologne zu verbieten, zumindest für Frauen, um den Frieden zumindest in Köln wiederherzustellen!

Natürlich werden die üblichen muslimischen Apologeten kommen und behaupten, der Kölner Imam interpretiere den Islam falsch und habe die Aussage des Propheten aus dem Kontext herausgerissen. Aber wie könnte denn der richtige Kontext aussehen? Diese Aussage passt perfekt zu allen anderen Aussagen im Koran, die die Frau als Lust-Objekt, als Saatfeld des Mannes sehen.

Aussagen, die den Körper und die Schönheit der Frau nicht als ihr Eigentum betrachten, sondern als das Eigentum des Mannes, der über ihren Körper verfügen darf. Deshalb muss sie sich verhüllen, die Stimme senken, kein Parfüm und keinen Nagellack tragen und nur mit dem Erlaubnis des Mannes aus dem Haus gehen! Diese Passagen passen zur Lage der Frau überall da wo der Islam das Sagen hat!

Warum muss man im 21. Jahrhundert Aussagen von Männern kontextualiseren, die vor 1.400 Jahren penisgesteuert waren? Welchen Erkenntnisgewinn und welche revolutionäre Deutung erhoffen wir uns daraus? Warum trauen sich fortschrittliche muslimische Theologen und Intellektuelle nicht zu sagen: Solche Aussagen und das Geschlechterbild, das dahinter steckt, gehören auf dem Scheiterhaufen der Geschichte! Nicht eine “richtige” Interpretation der Texte würde uns weiter helfen, sondern die Emanzipation von der Macht dieser Texte, indem man sie analysiert und lächerlich macht!

Lustig ist, Volker Beck von den Grünen hat nun eine Anzeige gegen den Kölner-Imam wegen “öffentlicher Aufforderung zu Straftaten” gestellt.

Ausgerechnet die Grünen, die den running gag “Das hat nichts mit dem Islam zu tun!” in den letzten Jahren politisch salonfähig gemacht haben! Die Anzeige wird natürlich im Sande verlaufen, denn der Imam hat zu nichts aufgerufen, er hat nur die Sachlage aus der Sicht der authentischen islamischen Theologie erklärt.

Und das darf er, denn der Islam gehört bekanntlich zu Deutschland!

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Time am 31. Januar 2016

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1) http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/rettet_das_koelnisch_wasser

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4 Antworten to “Die Texte sind lächerlich”

  1. Cajus Pupus Says:

    Was ist denn wenn diese Weiber wie ein alter Ziegenbock stinken?

    Gilt das dann als Parfüm?

  2. Time Says:

    Sie stinken oft schlimmer als Ziegenböcke, wie ich vor einigen Jahren regelmäßig in Aufzügen feststellen konnte. Mutmaßlich handelt es sich bei diesen Fällen um eine Art Schutzparfum gegen die Zugriffe des Besitzers.

    T.

  3. Cajus Pupus Says:

    Hallo Time,

    ich grüß Dich erst einmal. Zum Glück war ich noch nicht in der Nähe eines wandelnden Müllsack. Doch kann ich mir vorstellen wie bei der Wandlung:

    Ein Ritzchen… – zensiert wegen pornografischer Sprache – Sorry Cajus! T.

  4. backbone Says:

    Wenn man z.Bsp. in einer gynäkologischen Arztpraxis sitzt, in der
    verhüllte Frauen eng nebeneinander sitzen (die Ärztin ist Syrerin auch in Weiß verhüllt, allerdings eine sehr gute, kompetente Ärztin)
    hält man es kaum aus, da in den Gewändern aus meistens Kunststoff sowohl die Essengerüche ausdünsten, wie auch die Körpergerüche. Im Sommer wird einem übel. Dazu kommt noch, dass die „Besitzer“ oftmals noch ihre Düfte verbreiten aus Zigaretten und sonstigen undefinierbaren Gerüchen. Wenn dann noch süßliche Parfumdüfte das ganze übertünchen, konnte ich es
    nicht mehr aushalten. Auch unter den Gewändern ist es nicht so, wie es sein sollte. Die Ärztin meinte, man gewöhne sich daran.
    Ich nicht. Das Verständnis von Hygiene ist sehr unterschiedlich.

    Zu Volker Beck : Er richtet seine Nase nach dem Wind und wird sich wohl einmal sehr wundern.Vom Islam hat er wohl keine Ahnung, wie so viele Politiker und auch kein Interesse daran, etwas zu ändern. Die Stimmung zählt für ihn.

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