Das Buch des Antichristen

Monsterkloran

In einem Artikel bei „FAZ.NET“ lässt Regina Mönch ihren Lesern die Wahl, den Kloran für „unreformierbar“ oder „reif für die Aufklärung“ zu halten (1).

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Islamkritik

Wie soll man den Koran auslegen?

Der Islam – unreformierbar oder reif für die Aufklärung? Ein Gespräch zwischen dem Islamwissenschaftler Mouhanad Khorchide und dem Islamkritiker Hamed Abdel-Samad zeigt den schwierigen Stand der Islamkritik hierzulande.

Wenn sich Mouhanad Khorchide, Theologe aus Münster, und Hamed Abdel-Samad, Autor islamkritischer Bücher, treffen, gibt es Streit. Sie streiten über und für den Islam, den der eine für unreformierbar hält, zumindest noch, und den der andere, Khorchide, mit in die Aufklärung führen möchte. Sie sind sich selten einig und demonstrieren doch eine Diskussionskultur, die in der entweder abgehobenen oder aber brachialen öffentlichen Auseinandersetzung mit dieser Religion heraussticht.

Es ist keine gegenseitige Belehrung, es geht nicht darum, wer recht hat oder die entscheidenden Suren im Koran besser und schneller aufzählen kann. Khorchide kommt ohne die therapeutischen Beschwichtigungsformeln und absurden Unterstellungen aus, mit der Islamkritik gern abgewürgt wird, zumal er selber ein Kritiker ist. Er verteidigt vehement seine These vom barmherzigen Islam, der den historischen Ballast der Gewalt und der Verachtung aller Andersdenkenden abwerfen wird. Abdel-Samad ist ein radikaler Denker, der seinen Gesprächspartner respektvoll herausfordert und ihn konfrontiert mit den gewaltverherrlichenden, antimodernen und seiner Ansicht nach konstitutiven Quellen, die nicht nur für den IS moralische Richtschnur geblieben sind.

Im Unterschied zu den Christen, die das, was im Alten Testament steht, kaum noch für das unverrückbare Wort Gottes nähmen, so Abdel-Samad, glaubten nicht nur Salafisten oder der IS, sondern der muslimische Mainstream, dass alles, was im Koran stehe, das absolute Wort Gottes sei. Khorchide hält dagegen, diese Religion werde in der Realität von den meisten anders gelebt, der heikle Punkt seien unter anderem die Lehrbücher, die in Kairo und anderswo in der islamischen Welt verwendet würden. Doch wachse gerade wegen der Untaten des IS weltweit die Kritikfähigkeit vieler Muslime, die schmerzhaft begriffen, dass es nicht weiterhelfe, wenn sie behaupten, der IS habe mit dem Islam nichts zu tun.

Darauf, sagt Khorchide, setze er seine Hoffnung, aber er erwarte nicht, dass das schnell gehe, auch die Aufklärung sei ein langwieriger Prozess gewesen. So ging es eine Stunde lang hin und her am Mittwoch in Berlin, wo Abdel-Samad und Khorchide ihre im Herder Verlag erschienene Streitschrift „Zur Freiheit gehört, den Koran zu kritisieren“ vorstellten. Zwei unterschiedliche Temperamente, scharfzüngig der eine, sanft selbstbewusst der andere, führten vor, wie eine Islamreform gehen könnte, die ein anderes Ziel verfolgt als die um politischen Einfluss buhlenden orthodoxen Islamverbände. Die wiederum bekämpfen erbittert den Professor aus Münster genauso wie den gelehrten Polemiker, und sie sind nicht die einzigen. Was wenig über Khorchide und Abdel-Samad aussagt, sehr viel jedoch über den Zustand unseres Landes, wo Islamkritik nur noch möglich zu sein scheint, wenn die Polizei Kritiker wie diese unter Schutz stellt.

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Time am 12. März 2016

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1) http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/islam-modernisierung-durch-aufklaerung-oder-unreformierbar-14115152.html

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3 Antworten to “Das Buch des Antichristen”

  1. Sophist X Says:

    Beiden würde ich gern die Fragen stellen:
    ‚Wofür braucht ihr den Islam (die überwältigende Mehrheit der Menschheit kommt ohne ihn zurecht)?‘
    ‚Warum wollt ihr etwas am Leben erhalten, was schon als toter Kadaver startete (eine primitive Kreuzung aus Judaismus und Christentum)?‘

  2. Time Says:

    Ich gehe davon aus, dass dem Politologen Abdel Samad (1) der Kloran mittlerweile am Ars*h vorbeigeht bzw. dass er sich darüber im Klaren ist, dass er das Vermächtnis eines bösartigen Irren ist.

    Für Khorchide sieht das anders aus. Er ist Theologe (2).

    Aber das, was er in den Kloran hineindichtet, nämlich Barmherzigkeit und Liebe in ihrer eigentlichen (und nicht der pervertierten mohammedanistischen) Bedeutung, würde den Nazislahm, so wie er letztlich von 99,9% der Orks verstanden wird, in etwas völlig anderes verwandeln.

    Ich meine, der Counterjihad sollte beiden Wissenschaftlern zumindest wohlwollend gegenüberstehen.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Mouhanad_Khorchide
    https://de.wikipedia.org/wiki/Hamed_Abdel-Samad

    PS: Wie soll man den Kloran „auslegen“? Man soll ihn zerlegen!

  3. backbone Says:

    Eine Aufklärung wird es sicher mit und im Islam niemals geben, denn dann gäbe es nur noch einen Koran, der aus ca. 3-4 Seiten besteht und wozu braucht man die?

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