Aus der Hauptstadt (#23)

Boxhagener Platz

Der Boxhagener Platz in Berlin-Friedrichshain –
noch ohne Vermüllung durch die Orks

Der Berliner Bezirk Friedrichshain wird von Mohammedanisten und ihren bolschewistischen Lakaien gern als „deutschester Bezirk Berlins“ und „ausländerfeindlich“ verschrien. Tatsächlich gibt es dort wenige Schleiereulen aber viele blonde Kinder zu sehen. Ein Grund für Julia Prosinger, einen schleimtriefenden und strunzdummen Artikel gegen die Friedrichshainer zu verfassen (1).

Der Mohammedanismus ist eine so offensichtlich primitive Ideologie, dass jeder halbintelligente Mensch sich mit Grausen von ihr abwendet. Wer übrigbleibt, das sind Jammergestalten vom Schlage Prosingers, die eine Presse für Schweine produzieren, nicht aber für selbstbewusste Bürger.

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Anwohner bestehlen Flüchtling in Friedrichshain

„Brauchen Sie das wirklich?“

Fünf Minuten am Boxhagener Platz und schon weiß Saleh, ein junger Syrer, welches Berliner Viertel er künftig meiden sollte.

Saleh hatte Glück. Er hat die Bomben in Syrien überlebt. Er hat das Schlauchboot auf dem Mittelmeer überlebt. Er hat die Schlangen am Lageso überlebt.

Er hat eine Wohnung in Wedding gefunden. Er hat ein Praktikum im Krankenhaus gefunden. Er hat deutsche Freunde gefunden.

Dann, an einem trüben Freitag, betritt Saleh Friedrichshain. Er will an diesem Nachmittag Möbel abholen, die ihm jemand gespendet hat. Ein weißes Regal und eine Kiste Geschirr, für die neue Wohnung, für das neue Leben.

Plötzlich fehlt ein Teil des Geschirrs

Saleh bedankt sich, mehrfach, glücklich. Erst trägt er das kleine Regal, Exemplar Expedit von Ikea, zum Auto, das etwa zehn Meter entfernt am Rand des Boxhagener Platzes parkt. Saleh stellt das Regal vor dem Kofferraum ab. Eine deutsche Freundin wird ihn gleich nach Wedding fahren.

Als er zurück am Hauseingang ist, wo er die Kiste abgestellt hat, fehlt plötzlich ein Teil des Geschirrs. Die Nachbarin aus dem Parterre hört, wie sich die Spenderin wundert, öffnet die Tür einen Spalt. „Brauchen Sie das wirklich?“ Nur ungern gibt sie das hübsche Tellerchen zurück. Saleh nickt entschuldigend. Er braucht es wirklich.

Als Nächstes trägt er das Geschirr zum Auto. Aber – das kann doch nicht sein! Jetzt hat ihm jemand das Regal gestohlen. Saleh läuft die Straße auf und ab. Er war doch nur ein paar Sekunden fort. Das Regal bleibt verschwunden. Friedrichshain hat es nötig.

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Time am 29. März 2016

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1) http://www.tagesspiegel.de/berlin/anwohner-bestehlen-fluechtling-in-friedrichshain-brauchen-sie-das-wirklich/13341342.html

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2 Antworten to “Aus der Hauptstadt (#23)”

  1. Cajus Pupus Says:

    Hallo Time,

    willkommen zu Hause. Ich hoffe, Du hast Dich gut erholt.

    Verändert hat sich in Deutschland absolut nichts. Du hast also nichts verpasst! Die Deutschen schlafen wie immer, und die Musels museln wie immer.

    Liebe Grüße

    Cajus

  2. Sophist X Says:

    Ein Mensch, der etwas Angeeignetes unaufgefordert zurückgibt, musste ihm doch vorkommen wie ein Wesen aus einem anderen Universum.
    Zum Dieb des Regals kann ich womöglich eine vage Personenbeschreibung abgeben:
    Naja vielleicht nicht unbedingt schwarze Haare, dunkler Teint, sondern eher bunt gefärbte Haare, zerfetzte Klamotten und Ohr-, Nasen- und sonstwas für Ringe.

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