Daniel, the pipe (#2)

Schrillary

Der counterjihadische Grande Daniel Pipes ist in der MoT immer höchst ambivalent betrachtet worden (1).

In einem aktuellen Artikel warnt er vor dem dezidiert counterjihadischen US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump, den er mit Mussolini vergleicht (2).

Aber Realpolitik ist immer nur eine Frage der besten Optionen, nie des Optimums, und das letzte, was ich den offenen westlichen Gesellschaften nach den Jahren des ersten mohammedanistischen US-Präsidenten B. Hussein O. wünsche, ist eine US-Präsidentin Schrillary.

Pipes

Für Trumps politische Art gibt es einen Namen: Neofaschismus

Unter seinen vielen unfassbaren Wahlkampfäußerungen betreffen Donald J. Trumps vielleicht wichtigste seine eventuelle Rolle als Präsident der Vereinigten Staaten.

Als ihm gesagt wurde, dass Uniformierte seinen rechtswidrigen Befehl als Präsident Gefangene zu foltern und Zivilisten zu töten nicht befolgen würden, antwortete Trump drohend: „Sie werden sich nicht weigern. Sie werden es nicht ablehnen, glauben Sie mir.“ In Reaktion auf Kritik durch den Sprecher des Repräsentantenhauses sprach Trump wie ein Mafiaboss: „Paul Ryan, den kenne nicht gut, aber ich bin sicher, dass ich mit ihm gut auskommen werde. Und wenn nicht? Dann wird er einen hohen Preis dafür zahlen müssen.“ In seiner Beschwerde, dass das internationale Ansehen der Vereinigten Staaten zurückgegangen ist, versprach Trump Ausländer dazu zu bringen „unser Land zu respektieren“ und „unser Oberhaupt zu respektieren“, indem er eine „Persönlichkeitsaura“ schaffen wird. In Bezug auf die Medien, die er verachtet, sagte Trump: „Ich werde unser Verleumdungsrecht öffnen, so dass wir sie, wenn sie bewusst negative und furchbare und falsche Artikel schreiben, verklagten und eine Menge Geld machen können.“

Er ermutigt Teilnehmer auf seinen Kundgebungen Kritiker körperlich anzugehen und hat angeboten ihre Anwaltshonorare zu übernehmen. Er hat zweimal Tweets eines amerikanischen Nazis retweetet. Erst unter Druck distanzierte er sich widerstrebend von Unterstützung durch David Duke und den Ku-Klux-Klan. Er BEhielt eine Ausgabe von My New Order, einer Sammlung der frühen Reden Adolf Hitlers, auf seinem Nachttisch. Er rief seine Anhänger dazu auf ihm die Treue zu schwören, was hitlergrußartige Ehrenbezeigungen hervorrief.

Auf diese und andere Weise übertritt der republikanische Präsidentschaftskandidat die normalen Grenzen der amerikanischen Politik. Er will das Militär, den Kongress, Auslandsregierungen, die Presse und die gewöhnlichen Bürger seinem Willen unterwerfen. Seine Forderungen – und nicht einige muffige Dokumente des 18. Jahrhunderts – sind das, was zählt. Trump präsentiert sich als Milliardär, meisterhafter Geschäftemacher und Nationalist, der Dinge erledigen kann – sch… auf Verlierer und das Kleingedruckte.

Konservative haben diese Tendenzen aufgegriffen. Rich Lowry von der National Review vermerkt: „Donald Trump lebt in einem Flugzeug, in dem es keinen Kongress und keine Verfassung gibt. Es gibt keinen Ausgleich oder Grenzen. Es gibt nur seinen Willen und sein Expertenteam.“ Michael Gerson von der Washington Post pflichtet ihm bei: „Seine Antwort auf fast jedes Problem ist er selbst – seine Verhandlungskünste, seine Entschlusskraft, sein einzigartiges Verständnis des nationalen Willens.“ Jeff Jacoby vom Boston Globe fürchtet, dass er „ein skrupelloser Machthaber im Weißen Haus wird, unbelastet von Verfassungsnormen und demokratischem Anstand“.

Linke stimmen zu. Der durch Watergate berühmt gewordene Carl Bernstein nannte Trump „eine neue Art Faschist in unserer Kultur“ und jemand mit einer „autoritär-dämagogischen Auffassung“. Hillary Clinton schildert Trump als jemanden, „der einen dämagogischen Weg“ verfolgt, der sich auf Fremdenfeindlichkeit, Paranoia, Vorurteil und Nationalismus verlässt, „um die Menschen aufzuwiegeln“.

Der Begriff Faschismus geht auf das Jahr 1915 zurück, als er von Benito Mussolini übernommen wurde, um eine neue Bewegung zu beschreiben, die Elemente der Rechten (Nationalismus) und der Linken (einen wirtschaftlich allmächtigen Staat) kombinierte. Der Merriam-Webster beschreibt die faschistische Einstellung so: Sie „verherrlicht die Nation und oft die Rasse über das Individuum und steht für eine zentralisierte, autokratische Regierung unter Leitung eines diktatorischen Führers, starke wirtschaftliche und soziale Reglementierung und gewaltsame Unterdrückung von Opposition“.

Neofaschismus ist der Begriff für Persönlichkeiten, die sich Elemente der faschistischen Agenda zu eigen machen; er ist eine politische Bewegung, „die von Politik charakterisiert ist, die dazu konzipiert wurde, die Grundprinzipien des Faschismus … in bestehende politische Systeme einzubauen“. Das beschreibt Trump gut.

Videos von Mussolini demonstrieren, wie der Stil des italienischen Diktators den des republikanischen Spitzenreiters vorwegnahm; selbst ohne Italienischkenntnisse erkennt man die Ähnlichkeit ihrer Charaktere und des Tons, sogar in ihrer Mimik. Der angesehen Historiker Andrew Roberts sieht in Mussolini „Trumps heimliche Schablone“.

Die Vereinigten Staaten, die älteste demokratische Republik, sieht sich einer internen Gefahr gegenüber, die anders ist als jede andere der vergangenen eineinhalb Jahrhunderte, einer Gefahr, die das Potenzial des Zerfalls des Lebens im Inland und der Reduzierung des Ansehens des Landes in der Welt hat. Es gibt nichts Wichtigeres als Donald J. Trump und dem neofaschistischen Virus, den er ins Weiße Haus zu bringen wünscht, Widerstand zu leisten und ihn zu besiegen.

Die Republikaner von Pennsylvania haben in den Vorwahlen am 26. April eine wichtige Aufgabe vor sich: Wir müssen unseren Teil dazu beitragen Trump die Delegierten zu verweigern, die er braucht um unser Kandidat für das Präsidentenamt zu werden.

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Time am 28. April 2016

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1) https://madrasaoftime.wordpress.com/2013/11/01/daniel-the-pipe/
2) http://de.danielpipes.org/16615/donald-trump-neofaschismus

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Eine Antwort to “Daniel, the pipe (#2)”

  1. Sophist X Says:

    Trump ist, aus meiner Sicht, ein schräger Vogel und schlimmstenfalls ein Windbeutel.
    Zu Clinton stellt sich mir aber eigentlich nur eine Frage:
    http://www.infowars.com/why-isnt-hillary-clinton-in-prison/

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