Bravo, Bibi! (#3)

Bibi

Israel lässt sich von den abscheulichen Verbrechen der Nazislahmisten nicht beeindrucken. Lesen Sie zwei Berichte von „FAZ.NET“.

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Anschlag in Tel Aviv

Netanjahu kündigt Offensive gegen Terroristen an

Israels Ministerpräsident will den Anti-Terror-Kampf nach dem tödlichen Anschlag in Tel Aviv verstärken. Die Hamas droht mit weiteren Attentaten während des Fastenmonats Ramadan.

Als Reaktion auf den Palästinenser-Anschlag in Tel Aviv hat Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu neue Sicherheitsmaßnahmen angekündigt. Er sprach von einer „Serie von den offensiven und defensiven Schritten“ gegen Terroristen. „Dies ist eine Herausforderung und wir werden ihr gerecht werden“, erklärte Netanjahu laut einem Bericht der Zeitung „Times of Israel“. Er sagte ein entschlossenes Handeln von Polizei, Streitkräften und Sicherheitsbehörden zu, um alle Mittäter zu finden und künftige Anschläge zu verhindern. Die im Gazastreifen herrschende Hamas kündigte unterdessen weitere Anschläge im muslimischen Fastenmonat Ramadan an.

Netanjahu besuchte den Anschlagsort, an dem zwei palästinensische Attentäter am Mittwochabend im Zentrum Tel Avivs vier Israelis erschossen hatten, noch in der Nacht. Dabei wurde er vom ultrarechten Verteidigungsminister Avigdor Lieberman und Polizeiminister Gilad Erdan begleitet.

Zuvor hatte Netanjahu mit ihnen eine Dringlichkeitsberatung im Militärhauptquartier abgehalten. Das Gebäude liegt direkt gegenüber dem Anschlagsort in einem belebten Freizeitpark im Zentrum Tel Avivs. Bei dem Angriff waren sechs weitere Besucher verletzt worden. Die Sicherheitskräfte fassten die Attentäter. Für Donnerstag ist eine Sitzung des Sicherheitskabinetts geplant, bei der über das weitere Vorgehen Israels beraten werden soll.

Es war der erste tödliche Anschlag in Israel seit der Ernennung Liebermans zum Verteidigungsminister. Hardliner Lieberman hatte sich in der Vergangenheit immer wieder für ein härteres Vorgehen gegen die Palästinenser stark gemacht und Netanjahus Sicherheitspolitik als „zu lasch“ kritisiert. Noch in der Nacht umstellten die israelischen Streitkräfte den Heimatort der Attentäter im Süden des Westjordanlandes, wie „Times of Israel“ berichtete.

In einer Stellungnahme des amerikanischen Außenministeriums hieß es: „Die Vereinigten Staaten verurteilen den schrecklichen Terroranschlag in Tel Aviv aufs Schärfste“. „Solch feige Angriffe auf unschuldige Zivilisten sind niemals zu rechtfertigen.“ Die amerikanischen Behörden stünden in Verbindung mit den israelischen Verbindung und böten Unterstützung an.

Hamas lobt den Anschlag

Ein Führer der im Gazastreifen herrschenden Hamas lobte den tödlichen Anschlag. „Ruhm und Glückwünsche den Einwohnern Hebrons“, schrieb Ismail Hanija bei Twitter. Nach dem Satz fügte er ein Siegeszeichen ein. Ein Hamas-Sprecher in Gaza erklärte, der Anschlag sei eine Antwort auf die „israelischen Verbrechen“ gegen die Palästinenser im Westjordanland und im Gazastreifen.

Nach Polizeiangaben stammten die Attentäter aus einem Dorf bei Hebron im südlichen Westjordanland. Es handele sich um Cousins. Sie hätten sich ohne Genehmigung in Israel aufgehalten. Nach Berichten mehrerer Medien trugen sie auch Taschen mit Messern bei sich. In mehreren palästinensischen Städten wurde der Anschlag in Tel Aviv Berichten zufolge gefeiert.

Bei einer Welle palästinensischer Anschläge sind seit Oktober 32 Israelis getötet worden. Mehr als 200 Palästinenser kamen ums Leben, die meisten davon bei den von ihnen verübten Anschlägen. Als Auslöser der Gewalt galt ein Streit um Gebets- und Besuchsrechte auf dem Tempelberg in Jerusalem. Zuletzt hatte es allerdings weniger Anschläge gegeben.

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/naher-osten/benjamin-netanjahu-will-anti-terror-kampf-verstaerken-14277189.html

Killer

Tote bei Anschlag in Tel Aviver Vergnügungsviertel

Zwei Palästinenser eröffnen wahllos das Feuer auf Passanten und erschießen mindestens drei Israelis mit im beliebten Sarona-Park. Die Polizei geht von einem terroristischen Hintergrund aus.

Die Welle der Gewalt schien in Israel längst der Vergangenheit anzugehören. Doch dann starben im Kugelhagel von zwei Palästinensern mindestens vier Israelis. Die Täter schlugen im Vergnügungsviertel Sarona zu. Die Cafés und Restaurants im restaurierten Templerviertel unweit des Verteidigungsministeriums sind am Abend besonders stark besucht. Die Polizei spricht von einem terroristischen Hintergrund.

Die islamistische Hamas-Organisation bezeichnete im Internet den Angriff als „heldenhaft“. Laut Augenzeugen gaben die beiden Männer, die aus der Nähe von Hebron stammen sollen, in einem Café noch eine Bestellung auf, bevor sie minutenlang das Feuer auf Passanten eröffneten.

Angeblich hatte einer von ihnen eine selbstgebaute Waffe dabei. Rettungskräfte sprachen anfangs von etwa zehn Verletzten, von denen vier lebensbedrohlich verwundet waren. Kurz nach 22 Uhr teilte die Polizei mit, dass die Angreifer „neutralisiert“ worden seien.

Es war der wohl schlimmste Anschlag in Tel Aviv seit dem Ausbruch der jüngsten Welle der Gewalt im vergangenen September. Im März war an der Strandpromenade zwischen Tel Aviv und Jaffa ein amerikanischer Tourist ermordet worden. Anfang Januar hatte ein arabischer Israeli am Neujahrestag in einer Bar im Zentrum von Tel Aviv zwei Männer erschossen hatte. Kurz darauf tötete er auf der Flucht einen Taxifahrer.

Eine Woche lang hatten israelische Sicherheitskräfte nach dem arabischen Israeli gefahndet, bevor sie ihn bei seiner Festnahme erschossen. Der Attentäter gehörte keiner Terrorgruppe an und hatte auch nichts mit der Terrormiliz Islamischer Staat zu tun. Das galt auch für die meisten anderen Attentäter, die Einzeltäter waren. Bei ihnen spielten vor allem persönliche Gründe eine Rolle und suchten den Tod, wie Geheimdienstler berichteten:

Sie wurden verachtet oder misshandelt, hatten oft familiäre oder finanzielle Probleme. Die israelische Sicherheitskräfte setzten sich daher von Anfang an dafür ein, zwischen den Tätern und der restlichen palästinensischen Bevölkerung klar zu unterscheiden. Sie ging nicht auf Forderungen ein, hart gegen die gesamte palästinensische Bevölkerung durchzugreifen, um sie von weiterer Gewalt abzuhalten. Während des islamischen Fastenmonats Ramadan, der vor wenigen Tagen begann, erteilten sie für die Bewohner der palästinensischen Autonomiegebiete so viele Genehmigungen für Besuche in Jerusalem und in Israel, wie selten zuvor.

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/naher-osten/israel-tote-bei-anschlag-in-tel-aviver-vergnuegungsviertel-14277041.html

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Time am 9. Juni 2016

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Eine Antwort to “Bravo, Bibi! (#3)”

  1. spiderPig Says:

    Während unsere Bundeskanzler-Darstellerin dem Kalifen und den Angehörigen der durch Terror getöteten Türken Beileid wünscht und ihm Unterstützung zusagt im Kampf gegen Terror, lässt sie anscheindend der Terror in Israel (gegen Juden) völlig kalt. Ich trauere mit den Angehörigen der getöteten Israelis und hoffe, dass Bibi Erfolg hat!

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