UN-moralisch

Hanki-Tank-Banki

Die U-NO ist in weiten Teilen zu einem Verein der Nazislahmisten und Judenhasser verkommen. Immer vorne weg: Generalsekretär Hanki-Tank-Banki-Moon. Georg Schwarte berichtete vor zwei Tagen für den „NDR“ über den jüngsten Skandal (1).

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Das moralische Dilemma des Ban Ki Moon

Ban Ki Moon ist ein freundlicher Mann, Gefühle zeigt er eher nicht. Aber am Donnerstag konnte man in New York einen ziemlich verzweifelten und empörten UN-Generalsekretär sehen: Er sei erpresst worden, sagte er, erpresst von Saudi-Arabien.

Worum ging es? Er hatte das Land von der jährlich veröffentlichten „Liste der Schande“ gestrichen, auf der die Vereinten Nationen die Staaten nennen, die in Kriegen und Krisen Verbrechen an Kindern begehen, indem sie sie als Soldaten missbrauchen, sie verstümmeln oder töten. Riad habe gedroht, den UN kein Geld mehr zu überweisen, falls sie nicht gestrichen würden. Ban nannte das Streichen des Landes von der Liste „die schlimmste Entscheidung“ seiner Amtszeit.

Dies ist die Geschichte von Schande und Ehre. Von Macht und Moral. Von Verbrechen und Verzweiflung. Dies ist die Geschichte von Saudi-Arabien und Ban Ki Moon. Eine Geschichte, die nicht gut ausgeht.

Das erste Opfer: die Kinder. Getötet, verstümmelt, als Soldaten rekrutiert. Zum Beispiel im Jemen-Krieg, dem vergessenen Krieg, in dem die saudi-arabisch angeführte Militärkoalition für 60 Prozent aller dort getöteten und verstümmelten Kinder verantwortlich ist.

Tausche Geld gegen weiße Weste

Das zweite Opfer: die Vereinten Nationen. Die Vereinten Nationen nämlich haben die von den Saudis angeführte Militärkoalition auf die jährlich erscheinende UN-Liste der Schande gesetzt. Eine Liste, die Täter benennt – nach Faktenlage. Fast 50 Schulen und Krankenhäuser haben sie im Jemen bombardiert. Schüler, Patienten getötet. Diese Schande aber reichte Saudi-Arabien offenbar noch nicht. Jetzt setzten sie auch noch den UN-Generalsekretär unter Druck. Motto: Du streichst uns von der bereits veröffentlichten Liste der Schande oder wir streichen unsere beträchtlichen Mittel für laufende UN-Projekte.

UN gibt Staaten Erpressungspotenzial an die Hand

Das dritte Opfer dieser Geschichte von Schande und Ehre: Ban Ki Moon. Was soll ein UN-Generalsekretär, was soll ein Menschenfreund, dem das Schicksal von Kindern, Hungernden, Flüchtenden am Herzen liegt, tun, wenn mächtige Geldgeber wie Saudi-Arabien den Chef der Weltregierung schamlos vor eine solche Alternative stellen?

Spätestens hier übrigens rächt sich bitter, dass viele UN-Etats – beispielsweise der des UN-Flüchtlingshilfswerks – ausschließlich durch freiwillige Spenden finanziert sind und Geldgebern wie Saudi-Arabien so Erpressungspotenzial an die Hand gegeben wird. Herr Ban hat sich in diesem moralischen Dilemma für die Kinder entschieden. Für die Hilfsgelder. Gegen die Moral.

Eine der „schwierigsten Entscheidungen“

Herr Ban ist ein ehrenwerter Mann. Herr Ban sollte gehen, weil er ein ehrenwerter Mann ist. Er sollte die Schande Saudi-Arabiens durch seinen Rücktritt komplettieren.

Und weil dies eine Geschichte von Schande und Ehre ist, eine Geschichte von Macht und Moral, kommen jetzt alle anderen 195 UN-Mitgliedsstaaten ins Spiel. Denn nicht ein Staats- oder Regierungschef, nicht ein Außenminister, nicht ein einziger UN-Botschafter eines Mitgliedslandes dieser Vereinten Nationen hatte den Mut, Herrn Ban beizustehen.

Die Liste der Schande müsste 196 UN-Mitgliedsstaaten lang sein. Aus den Vereinten Nationen sind die Beschämten Nationen geworden. Herr Ban aber ist ein ehrenwerter Mann. Denn er hat auf die Schande der UN-Mitgliedsstaaten hingewiesen. Wenn UN-Berichte, die Menschenrechtsverletzungen dokumentieren, unter Beschuss geraten, dann, so sagte Herr Ban, sollten die UN-Mitgliedsstaaten die Mechanismen verteidigen, die sie selbst erschaffen haben.

Niemand aber verteidigte die Liste der Schande, niemand Herrn Ban. Und die Moral dieser Geschichte von Schande und Ehre? Es gibt keine Moral mehr. Das ist die Moral.

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1) http://www.ndr.de/info/sendungen/kommentare/Das-moralische-Dilemma-des-Ban-Ki-Moon,saudiarabien112.html

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Eine Antwort to “UN-moralisch”

  1. Sophist X Says:

    In einer besseren Welt hätten andere Regierungen diesem Konvent von Despoten und korrupten Halunken als Antwort einfach selbst alle die Gelder gestrichen, und zwar für immer.
    Das Geld, das die UN großzügig verteilt, würden man auch unter die Leute bekommen ohne Legionen von UN-Beamten damit ein fürstliches Leben zu finanzieren.

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