Satanisten in der AfD

Die Mohammedanisten haben begriffen, dass die meisten Deutschen Rassismus für eine sehr schlechte Einstellung halten. Deshalb markieren sie alle, die den Mohammedanismus kritisieren, als Rassisten. Die AfD kritisiert den Mohammedanismus und wird daher als rassistische Partei markiert. Wenn ein Bürger dunkler Hautfarbe (ein „PoC-Mensch“) die Einstellungen der AfD – z.B. in Bezug auf den Nazislahm – teilt, kann es sich ergo nur um einen Rassisten dunkler Hautfarbe handeln. Und: Er ist Agent des Bösen!

Lesen Sie einen Beitrag von Ork Sami Omar aus dem „Lügazin“ (1), der schlampigerweise den AfD-Politiker Demagbo als Bremer bezeichnet, obwohl er Kieler ist (2).

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Integrative Kraft des Bösen

Über schwarze Menschen bzw. People of color in der AfD

Wissen Sie was ein Oxymoron ist? Ich wusste es lange nicht. Es ist ein Wort, dessen zwei Teile sich inhaltlich widersprechen. Hassliebe ist ein solches Wort, Ausnahmeregel und in meinem Fall: Schulbildung!

Manchen Menschen scheint die Tatsache, dass die Alternative für Deutschland auch People of color (PoC) als Parteimitglieder und Funktionäre hat, ein solcher Widerspruch in sich zu sein. Entweder – so die Schlussfolgerung – sind diese Menschen in der falschen Partei, oder sie sind in der richtigen Partei. Sind sie aber bei der Alternative für Deutschland richtig aufgehoben, wie könne man die Partei dann noch als rassistisch einstufen?

Ich glaube, da kann ich helfen: Die Hautfarbe einer Person ist eine Äußerlichkeit. Wir sind es, die daraus ideologisch Verortungen ableiten und deshalb glauben, ein schwarzer Mensch könne nicht ideologisch verirrt genug sein, um in der AfD zu landen. Weit gefehlt! Die Mitglieder der Partei wiederum freuen sich sehr über den Zuspruch vereinzelter schwarzer Deutscher. Glauben sie doch mehrheitlich an ein Deutschsein qua Natur und Erbe und können so anhand des vermeintlich Fremden unter ihnen ihre angebliche Toleranz beweisen (tolerare: erdulden, ertragen).

PoC-Menschen wie der stellvertretende Parteisprecher der AfD in Bergisch Gladbach (NRW), Prof. Dr. Harald Weyel, dürfen auch von den Kritikern der Partei nicht auf ihre Hautfarbe reduziert werden. Sie sind weder Opfer, noch in erster Linie schwarz, sondern ganz normale Opportunisten. Sie sind ihrerseits tolerant, wenn der AfD Landeschefs aus Thüringen, Björn Höcke sagt: „Die Evolution hat Afrika und Europa, vereinfacht gesagt, zwei unterschiedliche Reproduktionsstrategien beschert. In Afrika herrscht nämlich die sogenannte r-Strategie vor, die auf eine möglichst hohe Wachstumsrate abzielt. Dort dominiert der sogenannte, Ausbreitungstyp‘.“

Wer sich zur AfD bekennt, der muss auch zu solchen Äußerungen Stellung beziehen. Als Parteimitglied, nicht als Schwarzer oder Person of Colour. Hier entfaltet sich die integrative Kraft des Bösen. Wer seine Ideologie glaubhaft vertritt – und sei sie noch so widersinnig und destruktiv – der hat Chancen, als einer der ihren unter denen zu sein, die ihn als fremd und minderwertig betrachten.

So antwortet der Bremer AfD-Abgeordnete Achille Demagbo auf die recht durchsichtige Frage der Zeitschrift Die Welt, ob er ein Nazi sei: „Ich würde nie in einer fremdenfeindlichen Partei Mitglied werden, aber jetzt mal umgekehrt: Welche rassistische Partei würde einen Schwarzafrikaner in den Vorstand wählen?“

So argumentieren Menschen, die ihre Hautfarbe als Mittel nutzen. Menschen, die sie zur Rechtfertigung nutzen und solche, die sie zur Abgrenzung nutzen. Man nennt sie Rassisten.

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Time am 31. März 2017

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1) http://www.migazin.de/2017/03/24/integrative-kraft-boesen-ueber-menschen/
2) https://madrasaoftime.wordpress.com/2017/03/19/ich-moechte-etwas-zurueckgeben/

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PS: Die hier vorgeschlagene Bezeichnung von Menschen dunkler Hautfarbe als „People of Colour“ impliziert m.E., dass nicht-dunkelhäutige Menschen „People without Colour“, also farblos oder quasi geisterhaft, d.h. nicht vorhanden sind.

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