Leo goes Counterjihad

Seitdem the Fuhrergan nach der diktatorischen Macht greift, ist der Kettenhund des Nazislahm Leo „Bulldog“ Brux ein bisschen nachdenklicher geworden. Unlängst veröffentlichte er einen Beitrag, der in folgenden Zeilen gipfelte (1):

„Wenn wir sagen, der Islam gehört zu Deutschland, dann legen wir auch Wert darauf, dass es ein Deutschland-kompatibler Islam ist. Und das zu prüfen und zu entscheiden liegt in UNSERER Hand. Die Muslime werden sich entweder diesem Urteil unterwerfen – oder sie werden rausgedrängt werden müssen.“

Von Deportationen war hier in der MoT, der Leo eine faschistische Grundhaltung unterstellt, nie die Rede. Es ist interessant, dass Bolschewisten wie Leo immer die gröbste Variante wählen, selbst dann, wenn sie sich zu Counterjihadis entwickeln.

Interessant ist auch, dass er nach wie vor den Kloran nicht gelesen hat. Sonst wüsste er nämlich, dass darin eine prinzipiell antiwestliche, hierarchisch-diktatorische, unfreie Lebensweise gefordert wird.

_____

Was für ein (antiwestlicher?) Ton herrscht in den Moscheen?

Constantin Schreiber (2) ist Journalist, Moderator bei der Tagesschau: er spricht Arabisch. Er kann uns aufklären, was in Moscheen in Deutschland für ein Ton herrscht.

“Ich war schon in sehr viele Moscheen, aber vor allem im Nahen Osten – was genau in Deutschland an einem Freitag gepredigt wird, wusste ich bislang nicht.

Dann gab es vor einem Jahr diese Begegnung in einer Moschee in Berlin: Da standen in einer Broschüre Sätze wie ‘Demokratie ist eine westliche Krankheit’, verfasst von einem französischen Holocaust-Leugner. Der Vorbeter, also der Imam, sah, dass ich die Broschüre in der Hand hatte, kam dann auf mich zu und versuchte, sie mir wegzunehmen.

Das hat mich echt ratlos zurückgelassen. Also habe ich mich ab da in Moscheen in ganz Deutschland gesetzt, um herauszufinden, was an einem ganz normalen Freitag in einer ganz normalen Moschee so vor sich geht. Es gibt genau zwei rote Fäden, die sich durch alle Predigten ziehen. Zum einen warnen die Imame vor dem Leben in Deutschland – manche eher subtil, andere mit offener Hetze. Zum anderen betonen fast alle, dass die Welt nicht religiös genug sei. Was sich unterscheidet: Türkische Predigten waren immer sehr politisch, da ging es viel um den Putsch in der Türkei. Die arabischen Predigten hingegen sind sehr theologisch und spirituell, zum Teil geradezu religiös abgedreht. Ich habe mich bewusst nicht in die als salafistisch eingestuften Moscheen gesetzt – ich wollte ja das normale muslimische Leben mitbekommen. Da hat es mich schon erschreckt, wenn ich Sätze hörte wie ‘Ihr könnt nicht Demokraten und Muslime sein’. Die Imame hätten ja gerade im vergangenen Jahr viele Themen finden können, in denen man die Gemeinsamkeiten betonen kann. Etwa, wenn sich Deutsche für Flüchtlinge einsetzen oder wenn nach dem Anschlag in Berlin viel über Solidarität geredet hat. Stattdessen dachte ich mir fast nach jeder gehörten Predigt: Das war jetzt wenig hilfreich für unser Zusammenleben.

Ich war überrascht, wie viele junge Menschen in allen Freitagspredigten waren. Ich war mit Mitte 30 weit über dem Altersschnitt. Zum Teil waren während der Unterrichtszeit ganze Schulgruppen anwesend – normale Jungs zwischen 12 und 16 mit Basecap, die von der Schule direkt gegenüber zur Predigt kamen.

Offenbar gibt die konservative Ordnung des Gebets diesen Kindern Halt. Und offenbar ist die Entscheidung zwischen Schule oder Moschee gefallen, sinnbildlicher als im Schwänzen dieser Jungs kann es gar nicht sein.” (Welt)

Die CDU hat das sofort aufgegriffen. Wir brauchen ein Islamgesetz.

Die Dunkelzonen werden angesteuert und per Gesetz soll Licht in die “Parallelgesellschaft” der Moscheen gebracht werden.

“Wir müssen wissen, was in den Moscheen passiert”, sagt Spahn und fordert ein Moscheenregister sowie das groß benamte “Islam-Gesetz” mit Vorgaben für die Ausbildung von deutschsprechenden Imamen, von muslimischen Religionslehrern und Seelsorgern, eine Deutschprüfung für Imame, Predigen auf Deutsch und die Finanzierung der Ausbildung über deutsche Steuergelder.“ (telepolis)

Was immer die Moscheevertreter behaupten – wir haben wenig Grund, ihnen Glauben zu schenken. Wir müssen davon ausgehen, dass das Misstrauen berechtigt und geboten ist. (Der telepolis-Artikel bringt die Kritik einier Moscheevereine an Schreiber und seinen Beobachtungen bzw. seiner Darstellung.)

Bei der Gesamteinschätzung schließe ich mich dem Autor des telepolis-Artikels (Thomas Pany) an:

„Gesetzliche Regelungen, die Imame zum Gebrauch der deutschen Sprache verpflichten, sind ein Schritt zu mehr Transparenz, aber nicht der wichtigste.

Nötig wäre, dass sich die Moscheen-Vereine und die Dachverbände besinnen und sich der Diskussion stellen. Mit “Besinnen” ist gemeint, dass sie ihre altvorderne, auf Nischen angelegte Öffentlichkeitsarbeit hinter sich lassen und die Diskussion darüber, was als Predigt-Inhalt im Haus akzeptiert wird, mit sehr viel mehr Offenheit austragen und sich der Kritik aussetzen. Jeder Pfarrer muss das.

Der Eindruck, den die Moscheenvereine in der größeren Öffentlichkeit machen (intern mag das anders sein, das weiß der Autor nicht), ist, dass sie die Auseinandersetzung über bestimmte Grenzbereiche, die sich auf die Religion des Islam beziehen, scheuen und sich auf Floskeln (“Wir sind demokratisch, wir distanzieren uns von Gewalt”) zurückziehen. Ihre Öffentlichkeitsaktivitäten zeichnen sich durch Zurückhaltung aus.

Aktives Interesse in eine Diskussion einzugreifen – die sich nicht defensiv auf Bestätigung der Verfassungstreue und der Friedenliebe bei Talkshowauftritten prominenter Dachverbandsvertreter beschränkt – ist wenig zu bemerken.

Als ob die sogenannte und zu Teilen unsäglich vereinnahmte und verkitschte “Wertediskussion” nur Angelegenheit der sogenannten Mehrheitsgesellschaft wäre.

Die Haltung, die ihnen der Autor dieses Artikels unterstellt, ist, dass viele, wenn es um Glaubensangelegenheiten geht, in einer Position “Wir da, ihr dort” verhaftet sind.

Und dass sie im Nahbereich der Gemeinde oder der Bekannten zu viel Nachsicht gegen Strömungen oder Personen zeigen – wie dies der Moscheereport nahelegt -, die mit Ansichten hantieren, die in die radikale Richtung gehen.

Weil der vielzitierte “Generalverdacht” gegen Muslime dazu führt, dass man sich mit der “eigenen Seite” derart zu solidarisieren hat, dass Abweichler mit radikalen Tönen gegen die Feindbild-Angriffe von außen in Schutz genommen werden.

Das ist wie gesagt eine Annahme, die vom Autor selbst nur anekdotisch, nur von Einzelbeobachtungen gestützt wird.

Dieses Verhalten ist im Prinzip nicht unähnlich dem mancher linken Gruppen zu Zeiten des RAF-Terrorismus, ist also kein irgendwie “genuin muslimisches”.

Es wäre gut, wenn die Moschee-Diskussion dazu führt, dass sich das konservative, auf Rückzug bedachte Lager dem stellt, was in der Öffentlichkeit meist nur unter Nicht-Muslimen diskutiert wird.

Nämlich die öffentliche Diskussion darüber, ab welchem Punkt bestimmte Anschaungen nicht mehr akzeptabel sind.“

Der Islam gehört zu Deutschland (wie der jüdische Glaube, der Atheismus, etc.) – einfach schon dadurch, dass sehr viele Einwohner des Landes gläubige Muslime sind.

Aber eine muslimische Parallelgesellschaft können wir nicht dulden – sie wäre zu gefährlich. Die Terroranschläge, die IS-Reisen, Erdogans Ankündigung eines türkischen Dschihads gegen den Westen (wenn wir so weiter machen wie bisher und die Ehre der Türkei und der Türken nicht genug achten) – das alles zeigt, dass wir JETZT aktiv werden müssen – und zwar in dem Sinne, den Pany bei telepolis aufzeigt.

Wenn wir sagen, der Islam gehört zu Deutschland, dann legen wir auch Wert darauf, dass es ein Deutschland-kompatibler Islam ist. Und das zu prüfen und zu entscheiden liegt in UNSERER Hand. Die Muslime werden sich entweder diesem Urteil unterwerfen – oder sie werden rausgedrängt werden müssen.

_____

Time am 2. April 2017

_____

1) http://blog.initiativgruppe.de/2017/03/31/was-fur-ein-antiwestlicher-ton-herrscht-in-den-moscheen/
2) https://madrasaoftime.wordpress.com/2017/03/25/im-interview-constantin-schreiber/

Schlagwörter: , ,

9 Antworten to “Leo goes Counterjihad”

  1. Jakobiner Says:

    Weißbier-Fettie Brux wird jetzt rabiat. Er hat jetzt mich, Dr. Berghaus und Fantomas gleiechermassen für immer von seinem Blog gebannt. Bei Dr. Berghaus gefiel ihm der Atheismus und damit verbundene Islamkritik nicht, bei mir nicht, dass ich ihn dazu nötigte auf das Manifest des linken Counterjihads einzugehen.Counterjihad sei die Erklärung des Religionskriegs.O-Ton:

    „Dann sprech ich jetzt mal mein Schlusswort zu
    a) Jakobiner, den Counterjihadisten
    b) Berghaus, den atheistischen Paranoiker
    c) Fantomas, den türkischen Nationalisten

    a) Counterdjihad ist Dschihad, und Dschihad ist Religionskrieg. Counterjihadisten betreiben also (verbal allerdings nur) genauso Religionskrieg wie die Dschihadisten, und jeder, der diesen Dschihad nicht mitmacht (wie ich), wird dschihadistisch angefeindet. Jakobiner wird damit zur Giftspritze“

    Brux schreibt:

    “Die Linke hat eine aktive Rolle eingenommen: die des Brückenschlagens; die des Dialogs; die des Schutzes gegen Islamophobie. Dahinter stand u. a. die richtige Idee, dass man auf Übergangs- und Anpassungsprozesse setzen muss. In vielen Fällen hat das auch so geklappt. Aber nicht in allen. Nicht genug. Das zeigt sich jetzt – und es wird korrigiert. ”

    Ich meinte:

    Die Linke hat allerdings einen Brückenschlag eingenommen–schon aufgrund ihres Antiamerikanismus bezüglich Khomeinis–da wurde dieser als Antiimperialist auch noch gefeieret, als dieser schon Zehntausende Linke verhaftet, gefoltert hatte und auch heute finden ja so Linke wie du Islamofaschisten wie die Hamas als legitime Vertreter eines palästniensischen Volkes, obgleich die Hälfte der PLO-Vertreter in Knästen der Hamas im Gazastreifen einsitzt, weil sie für eine friedliche Zweistaatenlösung und ein friedliches palästina sind. Und Erdogan hast du ebenso als Hoffnung gesehen, wie du auch die Muslimbrüder als besser als Al-Sissi siehst. DAS sind diese Brückenschläge. Damit bestätigst du eben alle Annahmen über die islamophile Linke, die sich letztendlich nur zum Idioten der Islamisten macht. Und du liest auch lieber auch nur Thomas Bauer, diesen islamophilen Junkfoodautor, der im wesentlichen sagt: Islam war so viel harmloser als das böse Christentum und der Westen–trotz Millionen Toten und Sklavenhaltersystem unter den Muslimen. Und nehmen wir selbst dies einmal an, so tut er, als gebe es heute den Islam ohne Islamismus.Nein, auf solche “Linke”wie dich vertraue ich wirklich nicht und deswegen ist es nötig einen linken Counterjihad zu formulieren.

    Diese „Giftspritzen“, die ihm eigentlich nur den Spiegel vor seine Islamophilie halten und auf seine grundsätzliche Fehleinschätzung gegenüber dem Islam und dem Islamismus hinweisen, erträgt er nicht. Witzigerweise plädiert er aber inzwischen selbst für die Deportation von Erdotürken–wenngleich noch auf freiweilliger Basis. Hätten wir dies gesagt, so würde er uns Vernichtungsphantasien, Genozidabsichten,etc. vorwerfen. Da ist dieser Sendlinger Hobbypsycholge und linksfaschistische Dr. Freud ja ganz gross in der Projektion auf andere.Jedenfalls ist Ironie, Humor, Arguzmentation nicht sein Stilmittel. Der Brux ist völlig humorlos, was auf einen autoritären Charakter hinweist.Es war ein Fehler die letzten Jahre mit diesem islamophilen Schwachkopf und Multikultiextremisten überhaupt diskutuiert zu haben. Wenn ihm die Argumente ausgehen, dann wird er zum cholerischen Quartalsirren, Zensor und selbst zur Giftspritze.

  2. Time Says:

    Hallo Jakob,

    ich habe die Debatte verfolgt.

    Leo geistert in der MoT seit 2011 auf mittlerweile 125 Seiten herum, hat hier auch eine Zeit lang kommentiert, und ich habe ihm etliche Artikel persönlich gewidmet, bin somit sozusagen schwer leogeprooft 🙂 .

    In der Frage Erdogan, den er vor sechs Jahren noch bewunderte, hat er immerhin seine Ansichten inzwischen geändert.

    Was die Wirkungsmacht von Ideologien und Religionen betrifft, verhält er sich wie das Kaninchen vor der Kobra. Er ist zur sachlichen Analyse unfähig, kann mit den Inhalten und der Sprache nichts anfangen und sträubt sich gegen die Lektüre der Grundlagentexte. Sie sind für ihn sakrosankt.

    Da bleibt ihm nichts anderes übrig, als sein selbst konstruiertes Weltbild, das ihm einstmals die „Flucht“ aus dem engen Denken des judenhassenden Vaters ermöglichte, gegen alle Irritationen zu immunisieren, wenn es sein muss auch durch Irrationalitäten und Paradoxien.

    Seine Gleichung „Counterjihad = Jihad“ ist so eine irrsinnige Parole.

    Ich finde ihn dennoch interessant, weil er sehr fleißig ist und ja leider auch das Denken von gut der Hälfte unserer Mitbürger repräsentiert.

    Du bezeichnest Dich als Linken und hast dennoch die Bedrohung durch den globalen Jihad in seinen vielen Facetten erkannt. Das freut mich sehr. Du bist hier immer willkommen.

    Mit herzlichen Grüßen

    von Time

  3. Jakobiner Says:

    Bester Time,
    du schreibst:

    „Ich finde ihn dennoch interessant, weil er sehr fleißig ist und ja leider auch das Denken von gut der Hälfte unserer Mitbürger repräsentiert.“

    Da hast du recht.Leo steht nicht nur für sich, sondern für einen sehr breiten Teil jener islamophilen Multilultifreaks.Er ist ein Überzeugungstäter aus besten Motiven, aber eben aufgrund falscher Grundlagen, was das ganze ja so viatl, aber eben auch so detsruktiv und vernichtend macht. Aber er ist nicht nur das Karnickel, das vor der Kobnra sitzt, weil er die Grundtextste nicht gelesen hätte (die kennt eigentlich jeder, der mal die ersten 50 Suren gelesen hat) sondern oft auch die Kobra selbst, vor allem wenn er von anderen Kommenatoren auf seinen verqueren Irrsinn, der zumal auf dem Weltbild seiner Bibel, dem Thomas Bauer aufbaut. Insofern du einmal dem Thomas Bauer einen eigenen Artikel widmen würdest, wäre ich dir sehr danbkbar.

    Jedenfalls schätze ich deine Sorte von Feindesliebe und deine Versuche diese nachzuvollziehen, was dich eben nicht zu dem von Leo ausgemaltenm hasserfüllten Vernichter macht.Zumal ich an dir schätze, dass du auch über Ironie, Humor und einer gewissen Gelassenheit verfügts.

    Grüsse dich

    Jakobiner

  4. Jakobiner Says:

    Das Schlimme ist ja, das viele Linke mit mir übereinstimmen in den meisten Themen, aber immer wenn es um Religion oder vor allem den Islam geht, da ein Weltbild entfalten, das eigentlich zu linken Ansprüchen völlig konträr geht. Ich kenne ja das Umfeld von Leo Brux, den Peter Friedel und andere Grüne aus München, die mir ja auch mal sympathisch waren. Aber jedesmal wenn es um den Islam oder den Islamismus geht, verhalten sie sich wie Autisten. Immer waren da die Debatten über den Islamisten Erdogan/AKP, Muslimbrüder, die diese als Demokratisierer und Weltenverbinder sahen, während ich in ihnen eben nur die Islamofaschisten sah mit denen man keine gemeinsam Sache machen sollte. Da wurde man als „islamophob“ und als „Türkenhasser“ gelabelt und ausgegrenzt. Dass Leo Brux inziwschen selbst zum Counterjihadi bezüglich Erdogan wird, freut mich zur Hälfte. Denn seine wütende Replik auf mein Manifest des linken Counterjihads zeigt mir, dass er immer noch nicht mit der seiner falschen Weltsicht zugrunde liegenden islamophilen Weltanschauung gebrochen hat.

  5. Jakobiner Says:

    Noch ein Gedankenexperiment. Stellen wir uns einmal vor, der Koran wäre nicht bekannt und MoT , ich oder eine andere Person würden den Koran unter ihrem Namen und mit anderem Titel herausgegeben haben–wie wäre dann die Rezeption seitens islamophiler Multikultileute?Leo und Konsorten würden uns berechtigterweise Hetze, genozidiale Vernichtungsphantasien,etc. unterstellen. Da es aber der Koran und Mohammed ist, soll man dann das Ganze ganzheitlicher und differtenzierter lesen und verstehen. Quod licet jovi, non licet Bovi!

  6. Jakobiner Says:

    Auch interessant: Mit den Erdotürken Cenki und Fantomas diskutiert der Brux locker weiter. Die dürfen sich alles rausnehmen.Möglicherweise weil sie keine Deutschen, aber Muslime sind.

  7. Sophist X Says:

    >Das Schlimme ist ja, das viele Linke mit mir übereinstimmen in den
    >meisten Themen, aber immer wenn es um Religion oder vor allem
    > den Islam geht, da ein Weltbild entfalten,
    >das eigentlich zu linken Ansprüchen völlig konträr geht.

    https://de.europenews.dk/Lenin-Karl-Marx-und-der-Islam-80006.html

    Die ‚Klassiker‘ unserer angeblich linken Hanswürste und Schwadroneure haben den Islam als das gesehen, was er aus linker Sicht sein sollte.

  8. Jakobiner Says:

    Zu Sophist: Vorzügliche Zitatensammlung und Beschreibung des Islam durch linke, sowie säkulare Vordenker. Habe das gleich repostet! Danke!

  9. Jakobiner Says:

    Zum Vergleich:
    Henryk M. Broder über Oskar Lafontaines Islamophilie:

    „Eine andere Option ist „Wandel durch Anbiederung“. Oskar Lafontaine, immerhin einmal Vorsitzender und Kanzlerkandidat der SPD, hat „Schnittmengen zwischen linker Politik und islamischer Religion“ ausgemacht. In einem Interview mit dem „Neuen Deutschland“ sagte er: „Der Islam setzt auf die Gemeinschaft, damit steht er im Widerspruch zum übersteigerten Individualismus, dessen Konzeption im Westen zu scheitern droht. Der zweite Berührungspunkt ist, dass der gläubige Muslim verpflichtet ist, zu teilen. Die Linke will ebenso, dass der Stärkere dem Schwächeren hilft. Zum Dritten: Im Islam spielt das Zinsverbot noch eine Rolle, wie früher auch im Christentum. In einer Zeit, in der ganze Volkswirtschaften in die Krise stürzen, weil die Renditevorstellungen völlig absurd geworden sind, gibt es Grund für einen von der Linken zu führenden Dialog mit der islamisch geprägten Welt.“

    Lafontaine forderte den Westen zur Selbstkritik auf („Wir müssen uns immer fragen, mit welchen Augen die Muslime uns sehen“) und äußerte Verständnis für die „Empörung“ der Muslime: „Die Menschen in den islamischen Ländern haben viele Demütigungen erfahren – eine der letzten ist der Irak-Krieg. Es geht um den Rohstoff-Imperialismus.“

    Lafontaine ließ bei seinen Schnittmengenbetrachtungen einen wichtigen Punkt unbeachtet: wie lange er es ohne seinen geliebten Sancerre aushalten würde, wenn es wirklich zu einer Vereinigung von linker Politik und islamischer Religion käme. Der Dialog, den er mit der islamisch geprägten Welt führen wollte, hätte bei Fruchtsaft und Mineralwasser stattfinden müssen. „If you can’t beat them – join them!““

    Auszüge aus Henryk M. Broders Buch „Hurra, wir kapitulieren!“. Wolf Jobst Siedler Verlag, Berlin; 144 Seiten; 16 Euro.

    http://www.spiegel.de/spiegel/a-431929-3.html

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: