Politik, nicht Kultur

Dr. Ineke Van der Valk verfasste für die nazislahmische Propagandaseite „IslamiQ“ einen Aufsatz über einen weiteren „Islamophobie“-Report der Universität Amsterdam (1), den das Blog interessanterweise inzwischen wieder entfernt hat.

Darin stellt sie die zwei (!) untersuchten niederländischen Blogger als Hetzer dar, die ein unwissendes Publikum mit Lügen und Halbwahrheiten auf niedrigem geistigen Niveau mit überwiegendem Rückgriff auf Anekdotisches gegen die Mohammedanisten aufhetzen. Gleichwohl gibt sie zu, dass dort eine strenge Moderation herrscht, aber für Orklakaien gibt es natürlich keine „Islamkritik“, dieser darf vielmehr nie und nimmer kritisiert werden.

Van der Valk behauptet, Motivation sei die Furcht vor „kultureller“ Bedrohung durch die Orks, um dann ausschließlich Beispiele politischer Bedrohung aufzuzählen. Sie setzt z.B. voraus, dass Männer und Frauen in mohammedanistischen Gesellschaften gleichberechtigt sind, um weiterhin die politische Bedrohung der Erniedrigung der Frau in der mohammedanistischen Ideologie als Lüge der Blogger und daraus resultierende eigentliche Unterdrückung der Orkas zu behaupten. Sie scheint nebenbei bemerkt die Stellung der Frau in der mohammedanistischen Gesellschaft mithin als einen „kulturellen“ aber nicht politischen Aspekt anzusehen.

Hier kann angefügt werden, dass der Counterjihad den Mohammedanismus in keinster Weise mit dem Terminus „Kultur“ identifizieren kann. Insbesondere für bekennende Christen wie mich ist der Mohammedanismus eine Manifestation Satans und in jeder Hinsicht das Gegenteil von Kultur. Er ist eine Ideologie, die zu permanenter Gewalt gegen Nicht-Orks aber auch zu allen Nicht-ganz-so-wie-wir-Orks aufruft. Er strukturiert die Gesellschaft nach dem Führerprinzip. Er funktioniert durch ständigen Terror, Apartheid und die grausame Unterdrückung aller Minderheiten. Die Menschen werden durch kleinlichste Gesetze und drakonische Strafen bedrängt und missmutig und unzufrieden gemacht. Sexualität, Kunst, Musik, alles wird eingeschnürt oder verboten. Rausch ist nur im Morden für AllaHundseingesandter erlaubt. Vielfältige Kontrollmechanismen wie der Rammeltag sind installiert. Nicht zuletzt sind die Orks gezwungen, das von artüberschreitenden Stresshormonen durchseuchte Halal-Fleisch zu verzehren. Von „Kultur“ kann da keine Rede sein.

Der Mohammedanismus ist zutiefst politisch, so wie Klo H. Metzel vor allem Politiker war. Da er einen sehr schlechten Charakter hatte und ein sehr böser Mensch war, ist auch die von ihm ausgehende Ideologie zutiefst bösartig.

Sie muss vollständig und global dekonstruiert werden.

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Niederlande

Muslime werden zunehmend als „kulturelle Bedrohung“ empfunden

Der dritte Islamophobie-Bericht der Universität Amsterdam zeigt einen massiven Anstieg antimuslimischer Einstellungen in den Niederlanden. Im Mittelpunkt der Untersuchung stand insbesondere die Darstellung von Muslimen in „islamkritischen“ Blogs. Ein Gastbeitrag von Dr. Ineke Van der Valk.

Am 9. Dezember 2016 wurde der Vorsitzende der rechtspopulistischen PVV, Geert Wilders, der Diffamierung einer ethnischen Gruppe und Anstiftung zu rassistisch motivierter Diskriminierung für schuldig befunden. Wilders hatte, während eines Wahlkampfaufrtitts seinen begeisterten Zuhörern versprochen, für “weniger Marokkaner” im Land sorgen zu wollen. Tatsächlich ist Wilders weiterhin die wichtigste politische Triebfeder der Islamophobie in den Niederlanden. Seine Verurteilung ist deshalb von erheblicher Bedeutung, weil die Richter damit klar gemacht haben, wo die Grenze des Rechts auf freie Meinungsäußerung, das Wilders oft missbraucht hat, verläuft.

Weiterhin wurde erstmals ein im Februar 2016 gescheiterter Brandanschlag auf eine Moschee in Enschede als Terrorangriff eingestuft, eine zweite wichtige Entwicklung. Im Frühjahr 2016 wurden fünf Personen, die einen Brandanschlag auf eine Moschee verüben wollten, zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt. Der allgemeine Anstieg der Verurteilungen von Hassverbrechen deutet auf ein steigendes Bewusstsein bei Behörden und Justiz für die Diskriminierung von Muslimen aufgrund ihrer religiösen Überzeugungen hin.

Starker Anstieg antimuslimischer Diskriminierung

Auf der anderen Seite verzeichnen rechtsextreme Gruppen mit Kampagnen gegen die “Islamisierung” einen stärkeren Zulauf. Besonders stark stieg die Zahl der Fälle anti-muslimischer Diskriminierung 2015. Regionale Anti-Diskrimierungsstellen verzeichneten 240 Beschwerden. Das entspricht einem Anstieg um 45% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die niederländische Polizei nahm 439 Anzeigen auf, mehr als doppelt so viele wie 2014. Wie die Zahlen der entsprechenden Stellen belegen, ereigneten sich die meisten der berichteten Fälle anti-muslimischer Diskriminierung im Internet, meist im Kontext von Debatten zum Thema Flüchtlinge oder zu Terroranschlägen von Muslimen in Europa. Insgesamt wurden 2015 in den Niederlanden 72 Moscheen angegriffen oder erhielten mit Hakenkreuzen versehene Drohbriefe.

Furcht vor “kultureller Bedrohung”

Für den dritten Islamophobie-Bericht wurden die Inhalte der beiden bekannten islamkritischen Blogs “GeenStijl” und “PowNed” nach bestimmten Themen wie z. B. “Islam als Religion”, “Geschlechterverhältnisse”, “Integration”, “Nahost-Konflikt”, “Islamkritik” und “Flüchtlinge” sowie einer Reihe dazugehöriger Stichwörter ausgewertet.

Muslime werden im Allgemeinen ungeachtet aller bestehenden Unterschiede als homogene Gruppe, als monolithischer Block und eine kulturelle Bedrohung beschrieben, was auf ein geschlossenes Verständnis von “Kultur” hindeutet. Der Islam und die islamische Kultur gelten als unterentwickelt, rückständig und mittelalterlich. Anhand dieser Konzepte wird eine Sichtweise konstruiert, in der “wir” “ihnen” in nahezu jeder Hinsicht überlegen sind. Mit der Betonung der Minderwertigkeit der “anderen” und dem Hinweis auf die eigene Überlegenheit soll das Gefühl einer kulturellen Bedrohung abgewehrt werden.

Das Adjektiv “rückständig” wird in Bezug auf Muslime/den Islam besonders häufig verwendet. Die Autoren beziehen sich dabei sowohl auf die islamische Religion und deren Bestandteile als auch auf die Kultur und Weltanschauung der Muslime.

Zentral für die Wahrnehmung der Muslime als “kulturelle Bedrohung” ist das Geschlechterverhältnis, insbesondere die Stellung der muslimischen Frau. Praktiken, die diese Stellung betreffen, sind der Hauptgegenstand islamfeindlicher Rhetorik. Schlagworte, die im Zusammenhang mit Geschlecht und Sexualität verwendet werden, beziehen sich auf die Kleidung, das äußere Erscheinungsbild und sexuelle Unterdrückung. Häufige Beispiele sind etwa das Kopftuch und Tiermetaphern zur Bezeichnung von Frauen (“Legehennen”, “Pinguin”) oder der äußeren Erscheinung von Männern (“bärtiger Affe”). Tiermetaphern werden hauptsächlich mit dem Ziel eingesetzt, abzuwerten und zu schockieren, neben den bereits erwähnten Pinguinen findet man vor allem “Ziegenbock”, “Ratten”, “Affen”, “Schweine” und “Hunde”.

Muslimische Frauen sind entweder Opfer oder Täterin

Insbesondere das Kopftuch ist auf beiden Blogs eine beliebte Zielscheibe. Die Fähigkeit muslimischer Frauen, eigenständig zu handeln und Entscheidungen zu treffen wird geleugnet, wodurch den Betroffenen kein Raum für eigene Erfahrungen und Deutungen gewährt wird. Muslimische Frauen werden entweder als Opfer oder – sofern sie ein Kopftuch tragen – als Täterin dargestellt und sogar entmenschlicht. Das schafft die paradoxe Situation, in der Frauen im Namen ihrer Befreiung unterdrückt und ihre Stellung festgeschrieben wird.

In der islamfeindlichen Wahrnehmung geht von Muslimen nicht nur eine kulturelle sondern auch eine politische Bedrohung aus. Muslime gelten als “Fünfte Kolonne” bzw. als “trojanisches Pferd” im Auftrag ausländischer Herrscher, die die europäische Kultur und Gesellschaft zerstören wollen. In diesem Denkschema spielt die politische Linke die Rolle des Kollaborateurs. Das erklärt die häufigen Vergleiche mit der NSB, einer Partei die während der deutschen Besatzung der Niederlande mit den Nazis kollaborierte.

Das Konzept der “Fünften Kolonne” entstand während des Spanischen Bürgerkrieges. Es beschreibt die organisierte Verschwörung feindlicher Kräfte, die den Feind von innen heraus unterstützen und so den Widerstand aushöhlen. Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Begriff für Nazis und Faschisten in den besetzten Ländern und Kollaborateure, aber auch allgemeiner für alle Personen deutscher Abstammung verwendet. Seine Anwendung auf Muslime geht auf den 2004 ermordeten Filmemacher Theo Van Gogh zurück.

Autoren nutzen Unwissenheit der Leser

In den Beiträgen der betrachteten Blogs sind Muslime die (Hass-)Objekte, über die die “Wir-Gruppe” online diskutiert. Subjektive Sichtweisen von Muslimen in Form von Gegenrede oder Dialog sind selten. Politische Eliten und Medien werden beschuldigt, Muslime gegenüber der “Wir-Gruppe” zu privilegieren, was diese zu den wahren Opfern mache. Die Debatten bewegen sich in der Regel nicht auf einem hohen geistigen Niveau, theoretische Vorstellungen und historische Kenntnisse fehlen fast gänzlich.

Der gegenwärtige antimuslimische Diskurs, wie er sich auf diesen Blogs spiegelt, konzentriert sich vorrangig auf aktuelle Themen und anekdotische Berichte. Die Blogger nutzen dabei die Unwissenheit der Nutzer gezielt aus, um Desinformation im Gewand von Expertenwissen zu verbreiten und die Leser gegen Muslime aufzuhetzen. Obwohl zahlreiche Textpassagen von den Blogmoderatoren wegen ihrer hasserfüllten Inhalte gelöscht wurden, bleibt der diskriminierende Charakter dieses Diskurses doch deutlich sichtbar. Hat das Auswirkungen in der realen Welt? Auch wenn gesicherte Erkenntnisse darüber bislang fehlen, kann von einer gelegentlichen wechselseitigen Beeinflussung ausgegangen werden. Der Aggressionslevel gegenüber Muslimen und islamischen Einrichtungen steigt und hängt, wie die für den Bericht ausgewerteten Daten zeigen, gleichzeitig mit kontextualen Ereignissen zusammen.

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Time am 4. August 2017

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1) http://www.islamiq.de/2017/07/29/muslime-werden-zunehmend-als-kulturelle-bedrohung-empfunden/

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